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Interviewreihe „Future Force“ der Ukraine: Unbemannte Bodenfahrzeuge für die ukrainische Verteidigung (Teil 3)

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April 28, 2026

Inhalt

Am 28. April 2026 führte Maksym Chebotarov, Koordinator des US-Ukraine-Partnerschaftsprogramms beim Transatlantic Dialogue Center, ein Interview mit Vasyl Arbuzov, Kommunikationsstratege sowie PR- und GR-Berater bei Defense Robotics UA.

Defence Robotics UA ist eine ukrainische gemeinnützige Organisation und Stiftung, die die Integration robotischer Systeme – insbesondere UGVs (unbemannter Bodenfahrzeuge) – in die Streitkräfte der Ukraine beschleunigt. Dazu bringt sie Entwickler und Hersteller mit Kampfeinheiten zusammen und unterstützt die schnelle Erprobung, Anpassung, Schulung und den Einsatz lebensrettender Technologien. Gleichzeitig trägt die Organisation zum Aufbau eines umfassenderen Ökosystems bei und setzt sich für regulatorische Änderungen ein, die eine schnellere Einführung dieser Technologien an der Front ermöglichen.

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  • Mangel an Plattformen vs. Innovation: Obwohl die Ukraine Vorreiterin in der robotisierten Kriegsführung ist, besteht die größte Herausforderung nicht in einem Mangel an Einsatzkonzepten, sondern in einem kritischen Mangel an physischen Plattformen.
  • Notwendigkeit in der „Kill Zone“: UGVs werden am dringendsten für Einsätze in der sogenannten „Kill Zone“ benötigt – in Gebieten, die vollständig vom Feind überwacht werden und in denen Soldaten physisch nicht sicher verbleiben können.
  • Proaktive Verlagerung von Risiken: Um die Überlebenschancen zu maximieren, streben die Streitkräfte an, bei der Annäherung an die gefährliche Kontaktlinie möglichst viele Aufgaben vom menschlichen Personal auf robotische Systeme zu übertragen.
  • Abhängigkeit des Logistiksystems vom Menschen: Ein vollständiger Ausschluss des Menschen aus dem Prozess ist derzeit nicht möglich, da Fracht weiterhin manuell zwischen verschiedenen Plattformen übergeben werden muss, etwa von einem Bodenroboter an eine Luftdrohne.
  • Aktuelle Prioritäten: Die Streitkräfte setzen UGVs derzeit vor allem für logistische Aufgaben (Transport von Munition und Versorgungsgütern) sowie für Evakuierungen ein. Ihre Nutzung für Aufklärung oder als Angriffssysteme ist hingegen noch weniger verbreitet.
  • Skalierung von Kampfeinsätzen: Der bislang seltene Einsatz von UGVs für direkte Feuerunterstützung oder als „Kamikaze“-Systeme ist auf die begrenzte Verfügbarkeit und nicht auf eine konzeptionelle Zurückhaltung zurückzuführen. Eine größere Anzahl solcher Systeme würde einen breiteren Einsatz in Angriffs- und Aufklärungsmissionen ermöglichen.
  • Ausweitung taktischer Einsatzmöglichkeiten: Bei einer größeren Verfügbarkeit könnten UGVs auch spezialisierte Aufgaben übernehmen, etwa den Aufbau von Kommunikationsnetzen und die Platzierung von Signalverstärkern direkt in Hochrisikogebieten.
  • Strategische Widerstandsfähigkeit der Streitkräfte: UGVs sind für die langfristige Einsatzfähigkeit der Streitkräfte von entscheidender Bedeutung, da sie die Fortführung von Operationen ermöglichen und gleichzeitig die Personalverluste in einem Krieg mit hoher Intensität erheblich reduzieren.
  • Systematische Verlagerung von Risiken: Die grundlegende Strategie besteht darin, die gefährlichsten Kampffunktionen schrittweise von Soldaten auf Maschinen zu übertragen und damit die Struktur der Armee grundlegend zu verändern.

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Die im Interview geäußerten und auf dieser Website veröffentlichten Ansichten, Gedanken und Meinungen stammen ausschließlich von den Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern und spiegeln nicht zwangsläufig die Ansichten des Transatlantic Dialogue Center, seiner Ausschüsse oder angeschlossener Organisationen wider. Die wichtigsten Erkenntnisse werden zur Unterstützung der Diskussion bereitgestellt und stellen keine offiziellen politischen Positionen dar.