Cover image for: Narrativas en disputa: ¿Cómo se informa (y se desinforma) sobre Ucrania en América Latina?

Konkurrierende Narrative: Wie wird über die Ukraine in Lateinamerika berichtet (und wie wird sie falsch dargestellt)?

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Dezember 12, 2025

Inhalt

29 MB

Konkurrierende Narrative: Wie wird über die Ukraine in Lateinamerika berichtet (und wie wird sie falsch dargestellt)? ist ein analytisches Handbuch, das die Informationsdimension des russischen Krieges gegen die Ukraine in der lateinamerikanischen Medienlandschaft eingehend untersucht. Das Dokument beruht auf der Erkenntnis, dass der Konflikt nicht nur auf dem militärischen Schlachtfeld, sondern auch in den symbolischen und kommunikativen Sphären ausgetragen wird, in denen unterschiedliche Narrative um Einfluss auf die öffentliche Meinung in einer stark digitalisierten, politisch polarisierten und für Desinformation anfälligen Region konkurrieren.

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Das Handbuch bietet einen soliden theoretischen Rahmen, der Schlüsselbegriffe wie Desinformation, Propaganda, Manipulation, Fake News und Informationsverzerrung präzise definiert. Diese sind für das Verständnis der Kommunikationsstrategien staatlicher und medialer Akteure im spanischsprachigen Ökosystem unerlässlich.

Einer der zentralen Beiträge des Werks ist seine Kartierung des lateinamerikanischen Medienökosystems, in dem das Vertrauen in traditionelle Medien deutlich zurückgeht und soziale Netzwerke als wichtigste Quelle für internationale Informationen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Studie zeigt, wie sich in diesem algorithmischen, fragmentierten und stark emotionalisierten Umfeld Echokammern, Filterblasen sowie die Verbreitung vereinfachter oder manipulierter Inhalte verstärken und damit die Verbreitung von Desinformationsnarrativen erleichtern, insbesondere von solchen, die von der russischen spanischsprachigen Medieninfrastruktur verbreitet werden.

Das Handbuch analysiert systematisch die russische und ukrainische Informationspräsenz in der Region und legt dabei eine starke historische Asymmetrie offen. Während Russland über eine gefestigte, zentralisierte und auf lateinamerikanische Empfindlichkeiten zugeschnittene Kommunikationsstrategie verfügt, die auf antiwestlichen Deutungsrahmen, geopolitischem Diskurs und emotionalen Appellen beruht, musste die Ukraine nach der Invasion von 2022 rasch eine eigene Informationspräsenz aufbauen. Diese ukrainische Kommunikation, die dezentraler organisiert ist und von Botschaften, digitalen Medien und diplomatischen Sprecherinnen und Sprechern getragen wird, zielt darauf ab, den Konflikt zu erklären, die Legitimität ihrer Verteidigung zu bekräftigen und verzerrten Narrativen in einem kulturell weit entfernten Umfeld entgegenzutreten.

Die vergleichende Inhaltsanalyse zeigt erhebliche Unterschiede bei der thematischen Auswahl, dem Ton, der Rhetorik und dem Einsatz emotionaler und visueller Mittel durch russische und ukrainische Quellen. Die Studie umfasst zudem eine Komponente zur öffentlichen Wahrnehmung, die es ermöglicht, mediale Narrative den vorherrschenden Einstellungen, Informationsständen und Deutungsrahmen lateinamerikanischer Zielgruppen gegenüberzustellen.

Ihr Beitrag liegt darin, aufzuzeigen, wie Lateinamerika zu einem relevanten Schauplatz des globalen Informationskampfs geworden ist, und die Bedeutung kritischer Medienkompetenz im Umgang mit komplexen internationalen Konflikten zu unterstreichen.