Fakhurdinova, Tkachuk und Kraiev für MVZP+: Neue Realitäten der transatlantischen Sicherheit unter Trump

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Juli 3, 2026

Marianna Fakhurdinova, Koordinatorin des EU-Ukraine-Partnerschaftsprogramms beim Transatlantic Dialogue Center (TDC) und CEPA Fellow, nahm gemeinsam mit Yehor Tkachuk, Analyst des EU-Ukraine-Partnerschaftsprogramms beim TDC, am PodcastMVZP+“ des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen und Außenpolitik der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kyjiw teil, um zu erörtern, wie die zweite Präsidentschaft Trumps die Sicherheitsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und der Ukraine neu gestaltet. Grundlage der Diskussion war die Studie des TDC Das Dreieck USA–EU–Ukraine navigieren: Die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit neu beleben“.

An dem Gespräch nahm auch Oleksandr Kraiev teil, Direktor des Nordamerika-Programms beim außenpolitischen Rat “Ukrainian Prism” und Senior Lecturer an der Kyjiw-Mohyla-Akademie. 

Die GesprächsteilnehmerInnen erörterten, wie die strategische Neuausrichtung Washingtons unter Donald Trump die Vertrauenskrise in den transatlantischen Beziehungen beschleunigt hat, da die Vereinigten Staaten zunehmend der eigenen Sicherheit und dem Wettbewerb mit China Priorität einräumen und dabei von den europäischen Verbündeten erwarten, mehr Verantwortung für die konventionelle Abschreckung zu übernehmen. Gleichzeitig betonten sie, dass Europas Wiederaufrüstungsbemühungen und Initiativen zur strategischen Autonomie weiterhin durch eine kritische “Übergangslücke“ eingeschränkt werden: Der Kontinent soll mehr Sicherheitsverantwortung übernehmen, bleibt jedoch von US-Fähigkeiten abhängig, darunter Aufklärung, Luftabwehrsysteme wie Patriot, HIMARS, wichtige Munition sowie die umfassenderen NATO-Kommandostrukturen.

Anstatt den gegenwärtigen Moment als schlichten Zusammenbruch der transatlantischen Zusammenarbeit darzustellen, betonten Fakhurdinova, Tkachuk und Kraiev die Notwendigkeit eines pragmatischeren Rahmens für das Engagement von den USA, der EU und der Ukraine. Sie behaupten, dass sich weder die Ukraine noch die EU ein Abwenden von Washington leisten können, auch wenn die Doktrin „America First“ das traditionelle Vertrauen auf US-Garantien zunehmend unhaltbar macht. 

Die Diskussion beleuchtete zudem Bereiche, in denen eine Koordinierung weiterhin möglich und notwendig ist, darunter: 

  • Sicherheitsgarantien für die Ukraine; 
  • verteidigungsindustrielle Zusammenarbeit; 
  • europäische Wiederaufrüstung; 
  • die Rolle der Ukraine in der künftigen europäischen Sicherheitsarchitektur; 
  • kritische Rohstoffe; 
  • sowie die Suche nach einem nachhaltigen Kooperationsmodell inmitten des andauernden russisch-ukrainischen Krieges.

Hören Sie sich den Podcast über den Link an.