Am 29. April veranstaltete das Transatlantic Dialogue Center (TDC) eine Expertendiskussion über die Zukunft der transatlantischen Sicherheitszusammenarbeit. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem der Bericht „Das Dreieck USA–EU–Ukraine navigieren: Die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit neu beleben“ vorgestellt.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen nicht nur die aktuellen Herausforderungen, sondern vor allem konkrete Handlungsfelder, in denen die Ukraine, die Europäische Union und die Vereinigten Staaten ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen können. Die Teilnehmenden identifizierten mehrere Prioritäten, darunter die Kooperation der Verteidigungsindustrie und gemeinsame Rüstungsproduktion, die Sicherheit im Schwarzmeerraum sowie eine engere Koordinierung als Antwort auf den wachsenden Einfluss autoritärer Akteure. Darüber hinaus wurde die Bedeutung eines pragmatischen Dialogs mit den Vereinigten Staaten trotz sich wandelnder politischer Prioritäten besonders hervorgehoben.
Eine zentrale Erkenntnis der Diskussion war eindeutig: Trotz politischer Differenzen und zunehmender Turbulenzen bestehen weiterhin substanzielle Möglichkeiten für eine vertiefte Zusammenarbeit, sofern die Partner in langfristige Koordinierungs- und Umsetzungsmechanismen investieren.
Besondere Aufmerksamkeit galt dabei folgenden Themen:
- der wachsenden Rolle der Ukraine als Exporteur von Sicherheitslösungen und Innovationen;
- der Notwendigkeit langfristiger Investitionen in den Verteidigungssektor;
- der Bedeutung neuer Kooperationsformate zwischen der Europäischen Union, der Ukraine und den Vereinigten Staaten sowie breiterer Koalitionen gleichgesinnter Partner.


Unser herzlicher Dank gilt den Referierenden für die fundierte und erkenntnisreiche Diskussion: Elena Davlikanova (Senior Associate Analyst, Sahaidachnyi Security Center; Research Fellow, Center for European Policy Analysis), Nataliya Butyrska (Senior Research Fellow, New Europe Center), Hanna Shelest (Direktorin des Programms für Sicherheitsstudien beim Foreign Policy Council „Ukrainian Prism“; Research Fellow am Center for European Policy Analysis) sowie Andreas Umland (Analyst am European Policy Institute in Kyiv und am Stockholm Centre for Eastern European Studies).
Die Diskussion wurde von Marianna Fakhurdinova, Koordinatorin des EU-Ukraine-Partnerschaftsprogramms des TDC und Research Fellow am Center for European Policy Analysis (CEPA), moderiert.
Wir danken außerdem allen Teilnehmenden für ihre wertvollen Beiträge und den konstruktiven Austausch. Der nächste Schritt ist klar: Der Übergang vom Dialog zur konkreten Umsetzung.
Der Bericht wurde vom Transatlantic Dialogue Center mit Unterstützung des Askold und Dir-Fonds im Rahmen des Projekts „Eine starke Zivilgesellschaft in der Ukraine – Motor für Reformen und Demokratie“ erstellt, das von ISAR Ednannia durchgeführt und von Norwegen und Schweden finanziert wird. Für den Inhalt dieser Veröffentlichung ist ausschließlich das Transatlantic Dialogue Center verantwortlich; er spiegelt in keiner Weise die Ansichten der norwegischen Regierung, der schwedischen Regierung und von ISAR Ednannia wider.