Alina Rohach für Opinión 51: Der ukrainische Alltag im Krieg und die stille Arbeit am Erhalt der Widerstandsfähigkeit 

Clock Icon 2 min read
März 5, 2026
Transatlantic Dialogue Center logo

Am 5. März 2026 veröffentlichte Alina Rohach, Projektmanagerin des Spanien- und Lateinamerika-Partnerschaftsprogramms am Transatlantic Dialogue Center, eine Kolumne in Opinión 51 (einer in Mexiko ansässigen Plattform für Nachrichten und Meinungsbeiträge, die von Kolumnistinnen geleitet wird), in der sie darüber reflektiert, wie das Leben in der Ukraine nach Jahren des russischen groß angelegten Krieges aussieht – jenseits von Schlagzeilen und Karten des Kriegsgeschehens.

Rohach behauptet: „Der Krieg setzt das Leben im Land nicht aus; er zwingt es zur Veränderung.“ In der Praxis bedeutet dies, dass der Alltag angesichts der Ungewissheit neu organisiert werden muss, ständige Anpassung erfordert und von dem Bemühen geprägt ist, den Alltag aufrechtzuerhalten, ohne die Angst die Oberhand gewinnen zu lassen.

Eine zentrale Botschaft des Beitrags lautet, dass Widerstandsfähigkeit kein Schlagwort, sondern ein gelebter Alltag ist, der durch wiederholte Unterbrechungen geprägt wird – etwa durch die Morgen nach nächtlichen Angriffen und die Fortsetzung der Arbeit selbst ohne Strom, Heizung oder Wasser. Obwohl Rohach auf die in psychologischen Studien dokumentierten psychischen Belastungen hinweist, betont sie auch die Bewältigungsmechanismen und die gemeinsame Disziplin, die den Menschen helfen, ihren Alltag aufrechtzuerhalten.

Über die individuelle Belastbarkeit hinaus betont die Kolumne den gesellschaftlichen Zusammenhalt unter Druck: die Selbstorganisation der Gemeinschaften, kommunale Unterstützungsangebote und die Arbeit systemrelevanter Beschäftigter, die unter ständiger Gefahr Versorgungsnetze reparieren. Der Text hebt hervor, dass Besucherinnen und Besucher die Ukraine häufig mit weniger Berichten über Zerstörung und stattdessen mit Eindrücken von der Fähigkeit der Menschen verlassen, Beziehungen aufrechtzuerhalten und das gesellschaftliche Leben wiederaufzubauen – denn, wie Rohach anmerkt: „Ein Land ist in erster Linie eine Gemeinschaft.“

Schließlich richtet sich der Artikel an ein erschöpftes globales Publikum und verdeutlicht aus menschlicher Perspektive, warum der Kampf der Ukraine von Bedeutung ist: das Recht auf ein vorhersehbares Leben, Freiheit, kulturelle Kontinuität und die Möglichkeit, sich eine Zukunft ohne äußere Einflussnahme vorzustellen. Die Geschichte der Ukraine, so Rohach, handelt letztlich davon, den Alltag zu schützen und trotz des Krieges auf dem Leben zu bestehen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel über den Link.

Dieses Projekt wurde von der International Renaissance Foundation unterstützt.