Stepan Rusyn bei TVP World: Russlands hybride Kriegsführung, Sabotagebedrohungen und Europas sicherheitspolitische Reaktion

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3. September 2026

Stepan Rusyn, Koordinator des deutsch-ukrainischen Partnerschaftsprogramms beim Transatlantic Dialogue Center, war in der von Sascha Fahrbach moderierten Ausgabe von World Talks auf TVP World, die am 3. September 2026 ausgestrahlt wurde, zu Gast, um über Russlands zunehmende Aktivitäten im Rahmen hybrider Kriegsführung in ganz Europa, die Herausforderungen beim Schutz kritischer Infrastruktur und die europäischen Bemühungen um eine koordinierte Reaktion auf Moskaus Sabotageoperationen zu sprechen. Das Gespräch befasste sich auch mit den politischen Entwicklungen in Deutschland und dem wachsenden Einfluss der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD).

Im Interview hob Rusyn die zunehmende Zahl von Sabotagevorfällen in ganz Europa hervor, die Russland zugeschrieben werden, und wies darauf hin, dass die Feststellung der Verantwortlichkeit in demokratischen Ländern nach wie vor ein komplexer und zeitaufwendiger Prozess ist. Unter Verweis auf das geplante Sabotagevorhaben am Leipziger Flughafen erläuterte er, wie zusammengetragene nachrichtendienstliche Erkenntnisse und Ähnlichkeiten zwischen den Vorfällen den europäischen Behörden dabei geholfen haben, Muster russischer Beteiligung zu erkennen. Er erörterte auch Deutschlands diplomatische Reaktion, darunter die Schließung russischer Konsulate, betonte jedoch zugleich die begrenzte Wirkung solcher Maßnahmen, da Moskau zunehmend auf Zivilpersonen setzt, die über Onlineplattformen angeworben werden, um Störaktionen durchzuführen.

Ein weiteres zentrales Thema war der Schutz kritischer Infrastruktur vor hybriden Bedrohungen. Rusyn betonte, dass der Schutz von Flughäfen, Energieanlagen, Verkehrsnetzen und anderer wesentlicher Infrastruktur eine enge Zusammenarbeit zwischen Regierungen und privaten Betreibern erfordert. Er verwies auf den OPLAN Deutschland als Beispiel für nationale Bemühungen, die Widerstandsfähigkeit zu stärken und sich im Rahmen der kollektiven Verteidigung der NATO auf mögliche Sicherheitskrisen vorzubereiten. Der Umfang und die Komplexität der europäischen Infrastruktur machen einen umfassenden Schutz jedoch besonders schwierig.

Die Diskussion konzentrierte sich auch auf das Treffen des Weimarer Dreiecks zwischen Frankreich, Deutschland und Polen und dessen Bedeutung für die Entwicklung einer koordinierten europäischen Reaktion auf russische hybride Operationen. Rusyn merkte an, dass die Zusammenarbeit dieser drei Länder eine entscheidende Rolle dabei spielen könnte, einen breiteren Konsens innerhalb der EU über Sicherheitsmaßnahmen herzustellen, insbesondere angesichts ihrer gemeinsamen Einschätzung der russischen Bedrohungen und ihrer sich ergänzenden Ansätze zur europäischen Verteidigung.

Abschließend ging Rusyn auf den wachsenden politischen Einfluss der Alternative für Deutschland (AfD) im Vorfeld von Landtagswahlen und die Debatte über ein mögliches Verbot der Partei ein. Er erläuterte die rechtlichen und politischen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit solchen Maßnahmen, einschließlich der Möglichkeit, Verfahren gegen einzelne Landesverbände anzustrengen, statt ein sofortiges bundesweites Verbot anzustreben.

Sehen Sie sich das vollständige Interview mit Stepan Rusyn an:

Dieser Text wurde automatisch aus dem englischen Original übersetzt. Das Original bleibt verfügbar, wenn Sie die Sprache der Website auf Englisch umstellen.