
Marianna Fakhurdinova, Koordinatorin des EU-Ukraine-Partnerschaftsprogramms beim Transatlantic Dialogue Center (TDC) und CEPA Fellow, veröffentlichte gemeinsam mit Yehor Tkachuk, Analyst des EU-Ukraine-Partnerschaftsprogramms beim TDC, einen Artikel für Europäische Prawda darüber, warum die EU und die Ukraine einen pragmatischeren, interessengeleiteten Ansatz im Umgang mit den Vereinigten Staaten benötigen, da die transatlantischen Beziehungen in eine tiefere Vertrauenskrise geraten. Der Artikel basiert auf der TDC-Studie “Das Dreieck USA–EU–Ukraine navigieren: Die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit neu beleben”.
Die AutorInnen behaupten, dass Washingtons Außenpolitik unter Donald Trump eine Abkehr von einer wertebasierten Partnerschaft hin zu einer stärker transaktionalen Logik beschleunigt und dadurch Berechenbarkeit und Vertrauen in die Verpflichtungen der USA untergraben habe. Zugleich betonen sie, dass es sich weder die Ukraine noch die EU leisten können, die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten in zentralen Sicherheitsfragen einzustellen, da weiterhin Abhängigkeiten in Bereichen wie Nachrichtendienst, Luftverteidigung und kritischen militärischen Fähigkeiten bestehen.
Anstatt das frühere Modell der transatlantischen Beziehungen wiederherzustellen, betonen Fakhurdinova und Tkachuk die Notwendigkeit, einen neuen Rahmen für die Zusammenarbeit aufzubauen, der auf gemeinsamen Interessen, gegenseitigem Nutzen und größerer europäischer Verantwortung beruht. Sie skizzieren Bereiche, in denen die USA, die EU und die Ukraine trotz politischer Spannungen weiterhin koordiniert vorgehen können, darunter Sicherheitsgarantien, verteidigungsindustrielle Zusammenarbeit, die Bekämpfung von Russlands „Schattenflotte“, die künftige Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte, die Koordination bei kritischen Rohstoffen sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen EU und NATO.
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