
Am 4. März 2026 sprach Alina Rohach, Projektmanagerin des Spanien- und Lateinamerika-Partnerschaftsprogramms am Transatlantic Dialogue Center, mit Azteca Noticias. In dem von José Antonio García moderierten Beitrag wurde dringend auf die zwangsweise Verbringung und Verschleppung ukrainischer Kinder durch die russischen Behörden aufmerksam gemacht.
Zu Beginn des Beitrags wies García darauf hin, dass der Krieg häufig vor allem aus einer politischen und territorialen Perspektive betrachtet wird, während ein großes humanitäres Problem in den Hintergrund gedrängt worden ist: die Verschleppung von mehr als „20.000“ ukrainischen Kindern. Rohach betonte, dass es sich hierbei nicht um ein nachrangiges Thema, sondern um eine Menschenrechtsnotlage mit langfristigen Folgen für Familien, Gemeinschaften und die Zukunft der Ukraine handelt.
Rohach betonte, dass Russland Mechanismen geschaffen hat, um ukrainische Kinder zu „russifizieren“ und zu assimilieren und dadurch ihre ukrainische Identität auszulöschen. In dem Beitrag wurde beschrieben, wie Kinder unter Druck gesetzt werden, Russisch zu sprechen und sich wie Russen zu verhalten, und wie ihnen durch Adoptionsverfahren in Russland neue Identitäten gegeben werden. Rohach wies außerdem auf die Berichte über sogenannte „Umerziehungslager“ hin, in denen Kinder gezwungen werden, die russische Sprache und Geschichte zu lernen, und in denen es ihnen untersagt ist, Ukrainisch zu sprechen oder sich auf die Ukraine zu beziehen.
Der Beitrag unterstrich zudem das Ausmaß und die Dauer des Problems und stellte einen Zusammenhang zwischen dem Beginn der Verschleppungen und der Besetzung der Krim im Jahr 2014 her. Dabei wurde auf den Verdacht von NGOs verwiesen, dass die Zahl der betroffenen Minderjährigen weitaus höher sein könnte. Berichten zufolge wurden Kinder auf Dutzende bis Hunderte von Lagern in Russland und Belarus verteilt. Obwohl etwas mehr als „2.000“ Kinder zurückgekehrt sind, betonte der Beitrag die schwerwiegenden psychischen Folgen sowie die dringende Tatsache, dass Tausende von Kindern weiterhin von ihren Familien getrennt sind, während der Krieg andauert.
Den Beitrag von Azteca Noticias können Sie über den Link ansehen.
Dieses Projekt wurde von der International Renaissance Foundation unterstützt.