Im September besuchten Marianna Fakhurdinova, Koordinatorin des EU-Ukraine-Partnerschaftsprogramms, und Stepan Rusyn, Koordinator des deutsch-ukrainischen Partnerschaftsprogramms, im Rahmen eines Advocacy-Besuchs in europäischen Hauptstädten Berlin. Hauptziel der Reise war es, mit ausländischen Partnern die aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen zu erörtern, denen sich die Ukraine im Kontext der europäischen Integration und des russischen Großangriffskriegs gegenübersieht.
In Deutschland hatten die TDC-Vertreterinnen und -Vertreter Gelegenheit, führende Denkfabriken wie SWP, DGAP, GMF, IISS, IEP, Kyiv Dialogue und GPPI zu treffen. Diese Gespräche ermöglichten nicht nur den Aufbau von Kontakten, sondern vertieften auch das gegenseitige Verständnis der politischen und sicherheitspolitischen Agenda in der EU und der Ukraine erheblich.
Auch deutsche Politikerinnen und Politiker nahmen an den Gesprächen teil, insbesondere die parteinahen Stiftungen FES, Bertelsmann und FNS sowie Vertreterinnen und Vertreter wichtiger deutscher Parteien – CSU, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

Die Treffen während des Berlin-Besuchs boten Gelegenheit zu einer eingehenden Analyse der drängenden Herausforderungen der europäischen Integration der Ukraine. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Thema Reformen als notwendigem Schritt auf dem Weg in die EU, dessen Bedeutung durch vielbeachtete Entscheidungen zu NABU und SAP unterstrichen wurde. In diesem Zusammenhang wurde auch die Frage nach weiterer umfassender Unterstützung der Ukraine durch die neue deutsche Bundesregierung während des russischen Großangriffskriegs aufgeworfen.
Während ihres Aufenthalts in Berlin nahm Marianna Fakhurdinova gemeinsam mit ihrem Kollegen Wilfried Jilge, Associate Fellow beim Deutschen Rat für Auswärtige Beziehungen (DGAP), an einer Veranstaltung teil, die von TDC und DGAP gemeinsam organisiert wurde. Neben den bereits genannten aktuellen innen- und außenpolitischen Herausforderungen lenkten die Fachleute auch die Aufmerksamkeit auf ein neues EU-Instrument zur Unterstützung der ukrainischen Verteidigungsindustrie – SAFE. Wie die Teilnehmenden der Gesprächsrunde feststellten, wird es die Verteidigungsfähigkeiten der Mitgliedstaaten und der Ukraine stärken und so Europas Widerstandsfähigkeit gegenüber aktuellen Bedrohungen sichern.
