Bohdana Batsko für La Tercera: Russlands Krieg gegen die ukrainische Kultur und die Zerstörung des ukrainischen Wortes

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7. September 2026

Bohdana Batsko, Projektassistentin des Spanien- und Lateinamerika-Partnerschaftsprogramms beim Transatlantic Dialogue Center, veröffentlichte in der Rubrik Mundo der chilenischen Zeitung La Tercera einen Gastbeitrag über Russlands Angriffe auf die ukrainische Kultur und das Verlagswesen.

Bitte beachten Sie, dass der Artikel auf Spanisch veröffentlicht wurde.

In dem Artikel argumentiert Batsko, dass sich Russlands Krieg nicht nur gegen die ukrainische Infrastruktur richtet, sondern auch gegen die ukrainische Kultur selbst. Sie verweist auf den russischen Angriff vom 28. August, bei dem mehr als 60.000 Bücher von über zehn ukrainischen Verlagen und Buchhandlungen verbrannten, die in einem einzigen Lagerhaus aufbewahrt wurden. Dies war ein Angriff auf das ukrainische Wort und auf die Voraussetzungen dafür, als Ukrainerinnen und Ukrainer frei leben zu können.

Batsko unterstreicht das beispiellose Ausmaß der kulturellen Zerstörung. Nach Angaben des ukrainischen Verlegerverbands wurden allein im Sommer 2026 durch russische Angriffe rund 13 Millionen Bücher vernichtet, darunter Hunderttausende Schulbücher. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehr als 20 Millionen US-Dollar.

Der Gastbeitrag erklärt außerdem, warum Angriffe auf das Verlagswesen zugleich Angriffe auf Identität und Souveränität sind. In einem existenziellen Krieg übernehmen ukrainische Verlage eine kulturelle Funktion für den Staat: Sie bewahren die nationale Identität und veröffentlichen Bücher, die während der russischen imperialen und sowjetischen Herrschaft verboten oder aus dem öffentlichen Raum verdrängt wurden.

Batsko zeigt, dass der kulturelle und wirtschaftliche Einfluss Russlands auch nach der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991 in den ukrainischen Medien, in der Musik, im Fernsehen und auf dem Buchmarkt weiterhin stark präsent war. Heute, da sich die ukrainische Kultur eigenständig entwickelt und international zunehmend an Sichtbarkeit gewinnt, setzt Russland auf physische Zerstörung, um das zu treffen, was es mit den Mitteln der Soft Power nicht mehr kontrollieren kann.

Abschließend betont Batsko, dass die Verantwortlichkeit für die Zerstörung von Kultur zu einer rechtlichen Norm werden muss und nicht nur ein ethisches Prinzip bleiben darf. Solange solchen Angriffen keine wirksamen rechtlichen Mechanismen entgegengesetzt werden, werden sie weitergehen, und es besteht die Gefahr, dass die Welt sie zunehmend als Normalität hinnimmt.

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