
Am 21. Mai 2026 nahm das Transatlantic Dialogue Center (TDC) an einer akademischen Sitzung teil, die im Rahmen der Aktivitäten zum 10-jährigen Bestehen des Masterstudiengangs für Internationale Beziehungen und Menschenrechte (MRIDH) an der Hochverdiente Autonome Universität Puebla (BUAP) (Fakultät für Politik- und Sozialwissenschaften) stattfand. Die Veranstaltung fand in einem Hybridformat statt: Die Studierenden der BUAP waren vor Ort versammelt, während die ReferentInnen online teilnahmen.
Das TDC wurde durch Alina Rohach, Projektleiterin des Spanien- und Lateinamerika-Partnerschaftsprogramms, sowie Bohdana Batsko, Projektassistentin des Spanien- und Lateinamerika-Partnerschaftsprogramms, vertreten. Die Sitzung mit dem Titel „Internationale Konflikte und ihre Lösung: Reflexionen zur Ukraine“ befasste sich mit der sich wandelnden Natur des russischen Krieges gegen die Ukraine sowie mit den zentralen Voraussetzungen für glaubwürdige Wege zur Konfliktlösung.
Während der Diskussion gingen die ReferentInnen auf folgende Themen ein:
- die aktuelle Lage in der Ukraine, einschließlich der Entwicklungen vor Ort und der Faktoren, die Widerstandsfähigkeit und Entscheidungsfindung prägen;
- warum der Krieg nicht nur als konventioneller militärischer Konflikt, sondern auch als hybrider Krieg verstanden werden sollte, der Sicherheitsdruck, wirtschaftlichen Zwang und Informationsoperationen miteinander verbindet;
- die vorherrschenden internationalen Narrative rund um den Krieg und wie die russische Kommunikation zentrale Fakten verzerrt oder auslässt;
- die humanitäre Dimension, einschließlich des Leids der Zivilbevölkerung und der langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen, mit besonderem Augenmerk auf Kinder;
- die Verschleppung und Deportation ukrainischer Kinder durch Russland und warum dieses Thema rechtlich und politisch von zentraler Bedeutung bleibt;
- das Leben unter Besatzung sowie die Risiken eines „Einfrierens“ oder einer Normalisierung der Besatzung ohne Schutzmechanismen und Rechenschaftspflicht;
- was eine dauerhafte Lösung erfordert, darunter Sicherheitsgarantien, Rechenschaftspflicht, die Rückkehr verschleppter Personen und Kinder sowie den Schutz der Zivilbevölkerung unter Besatzung.
Wir danken Professor Jorge Contreras Peralta, Dr. Marisol Pérez Díaz (Koordinatorin des MRIDH) sowie der gesamten MRIDH-Gemeinschaft der BUAP herzlich für die Einladung und die engagierte Diskussion.