Während des Besuchs von Américo Martins in der Ukraine unterstützte das Transatlantic Dialogue Center (TDC) eine Reihe von Gesprächen über die aktuelle militärische Lage und die strategische Logik, die den Kriegsverlauf 2026 prägt. Im Rahmen seines Besuchs setzte Américo Martins, leitender Auslandskorrespondent und Analyst für internationale Beziehungen bei CNN Brasil, seine Berichterstattung aus der Ukraine für das brasilianische Publikum fort und zeichnete Interviews auf, die zudem für portugiesischsprachige Zuschauerinnen und Zuschauer aufbereitet werden.
Américo Martins traf Maksym Skrypchenko, Präsident des Transatlantic Dialogue Center, um die Entwicklung des Krieges seit 2022 und die Frage zu besprechen, warum sich die Ukraine von einer überwiegend defensiven Ausrichtung zunehmend dem Ausbau weitreichender Präzisionsschlagfähigkeiten zuwendet, um den russischen Vormarsch zu verlangsamen und die militärisch-industrielle Basis Russlands zu schwächen. Darüber hinaus beleuchtete das Gespräch den raschen Innovationszyklus der Ukraine sowie ein zentrales operatives Prinzip der gegenwärtigen Kriegsphase: die gezielte Überlastung der russischen Luftabwehr durch den massenhaften Einsatz von Drohnen, um Zeitfenster für Angriffe auf hochwertige militärische Ziele zu schaffen. Dazu zählen Produktionsstandorte der Rüstungsindustrie, logistische Versorgungswege (einschließlich des Landkorridors zur Krim) sowie die Öl- und Energieinfrastruktur, die wesentlich zur Finanzierung des russischen Krieges beiträgt. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der Berichterstattung von CNN Brasil über den Drohnenkrieg in der Ukraine wider, unter anderem im Beitrag “Rússia faz maior ataque de drones contra a Ucrânia desde início da guerra”.

Außerdem traf Américo Martins Vladyslav Urubkov, Leiter einer Abteilung der Militärdirektion von Come Back Alive Foundation, um über die Entwicklung der Organisation von einer Freiwilligeninitiative zu einem etablierten Akteur der Unterstützung ukrainischer Frontverbände zu sprechen. Im Mittelpunkt standen die transparente Beschaffung militärischer Ausrüstung sowie eine konsequente Rechenschaftslegung. Erörtert wurden zudem die aktuellen Prioritäten der Stiftung, darunter Kommunikationsausrüstung, Fahrzeuge und Logistik, gesetzlich zulässige Infanteriewaffensysteme, die Beschaffung großer Drohnenkontingente sowie der wachsende Bereich unbemannter bodengebundener Robotersysteme, und die tiefgreifende Veränderung des Gefechtsfeldes hin zu einer von Drohnentechnologie dominierten Kriegsführung.

Die Treffen wurden vom Team des Spanien- und Lateinamerika-Partnerschaftsprogramms des TDC koordiniert: Oleksandr Slyvchuk (Koordinator), Alina Rohach (Projektmanagerin), Bohdana Batsko (Projektassistentin) und Maksym Volik (Projektassistent).
Dieses Projekt wurde von der International Renaissance Foundation unterstützt.