00:50
Soldaten eines Bataillons der Ukrainischen Territorialverteidigung haben die Russen zurückgedrängt und die Staatsgrenze mit Russland in der Region Charkiw erreicht.
01:45
Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, dass die Ukraine “in der Lage ist, den Krieg [gegen Russland] zu gewinnen”, weil die strategischen Ziele des Kremls nicht erreicht werden.
“Der Krieg Russlands gegen die Ukraine läuft nicht nach Moskaus Plan. Kyjiw ist nicht eingenommen und sie (die Besatzer) ziehen sich aus Charkiw zurück. Ihre Hauptoffensive im Donbas ist blockiert”, sagte er.
02:15
In der Region Odesa wurden zwei Ankertauminen der Besatzer, die durch stürmisches Wetter in Küstennähe getrieben worden waren, von Sprengstoffspezialisten der ukrainischen Marine geborgen und zerstört.
04:35
In der vorübergehend besetzten Stadt Enerhodar haben die Besatzer überall rund um das Kernkraftwerk Saporischschja Stellungen gegraben und Sandsäcke, Betonblocks sowie andere Absperrungen platziert, berichtete Enerhoatom. Außerdem dürfen die Beschäftigten des KKWs jetzt nicht mehr mit ihren Handys zur Arbeit kommen.
07:15
Am Morgen waren in Mykolajiw Explosionen zu hören. Die Anwohner sollen in Schutzräumen bleiben, sagt der Bürgermeister Oleksandr Senkewitsch.
08:40
Durch die umfassende militärische Aggression Russlands sind in der Ukraine schon mindestens 229 Kinder umgekommen, des Weiteren wurden mehr als 421 Kinder verletzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft berichtet. Es sei aber zu betonen, dass diese Anzahl nicht endgültig ist, denn die Identifizierung der Opfer gehe in den Kriegszonen und in den vorübergehend besetzten wie auch befreiten Territorien weiter.
09:00
In Odesa waren Explosionen zu hören. Nach Angaben von Dumskaya ist vermutlich die Luftverteidigung im Einsatz. Das Medium berichtet zudem, dass eine Freizeiteinrichtung in der Region Odesa beschädigt wurde und im Bezirk Bilhorod-Dnistrowskyj Rauch zu sehen ist.
Der Sprecher der regionalen Militärverwaltung von Odesa bestätigte den Beschuss der Region. Er sagte, Details werden gerade überprüft.
10:00
Laut einem ersten Bericht sind zwei Erwachsene infolge des Raketenangriffs auf die Region Odesa verletzt worden. Außerdem wurde ein kleines Kind schwer verwundet. So berichtete das Rathaus Odesa durch seinen Telegramkanal unter Hinweis auf das ukrainische Operationskommando „Süd“.
Bei dem Angriff wurde touristische Infrastruktur beschädigt, mehrere Gebäude wurden zerstört und ein Feuer brach aus. Außerdem greifen die Russen weiterhin die beschädigte Brücke über den Dnister-Liman an, die ohnehin nicht mehr benutzbar ist.
11:15
Vom Territorium Russlands aus wurden am Morgen des 16. Mai die Grenzgebiete der Regionen Tschernihiw und Sumy erneut beschossen. Außerdem versuchten Saboteure in die Region Sumy einzudringen.
12:00
In Jewpatorija bemalten Krim-Partisanen in der Nacht zum 16. Mai das Gebäude der russischen Besatzungsverwaltung in den Farben der ukrainischen Staatsflagge, berichtete der staatliche Grenzschutz.
13:25
Die Ukraine hat mit Japan einen Kreditvertrag über 100 Millionen Dollar (13 Milliarden Yen) unterzeichnet. Die Mittel sollen den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen zugutekommen.
14:10
Die Europäische Kommission bereitet eine Stellungnahme zum EU-Beitrittsantrag der Ukraine vor. Alle Antworten der Ukraine auf den EU-Fragebogen seien eingegangen, erklärte Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik.
„Die EU steht der Ukraine zur Seite, um die Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine abzumildern. Alle Antworten auf den EU-Fragebogen sind eingegangen. Die Kommission bereitet nun für den Rat eine Stellungnahme zum EU-Beitrittsantrag der Ukraine vor“, schrieb Olivér Várhelyi.
15:15
Verwandte von Mariupol-Verteidigern bitten Xi Jinping, die humanitäre Situation in der Stadt zu beeinflussen und bei der Evakuierung der Kämpfer zu helfen.
16:20
Russland könnte eine Provokation mit dem Einsatz von Gefangenen und Chemikalien vorbereiten.
17:15
Putin droht der NATO für den Fall, dass sie ihre militärische Infrastruktur ausbaut. „Der Ausbau der militärischen Infrastruktur in diesem Gebiet wird zweifellos eine Reaktion unsererseits auslösen. Wie diese ausfällt, wird von den Bedrohungen für uns abhängen. Wir werden entsprechend reagieren“, zitierte die russische Propaganda Putin.
18:05
Die schwedische Premierministerin Magdalena Andersson sagte laut Radio Liberty, dass die Regierung beschlossen hat, sich um eine NATO-Mitgliedschaft zu bewerben.
“Die Regierung hat beschlossen, die NATO über den Beitrittswunsch Schwedens zu informieren. Der schwedische NATO-Botschafter wird die NATO in Kürze darüber informieren“, sagte Andersson.
19:00
Der Generalstab berichtet, dass die Russen ihre Anstrengungen auf den Frontabschnitt Donezk konzentriert haben.
19:40
Der Generalstab erklärt, der Feind bereite sich auf eine Offensive bei Isjum vor. „Der Feind setzt seine Offensivoperationen in der östlichen Operationszone fort und konzentriert seine Anstrengungen auf den Frontabschnitt Donezk. Im Raum Sloboschanschtschyna versucht er, das Vorrücken der ukrainischen Verteidigungskräfte nördlich der Stadt Charkiw einzudämmen und sie daran zu hindern, die ukrainische Staatsgrenze zu erreichen. Er bereitet Offensivoperationen mit den im Raum Isjum konzentrierten Einheiten vor“, heißt es in der Mitteilung.
20:40
Der Kommandant des Regiments Asow, Denys Prokopenko, sagte, die Einheit habe ihre Aufgabe erfüllt und hoffe auf die Unterstützung des ukrainischen Volkes. Die Verteidiger erinnerten daran, dass sie der ukrainischen Armee die Möglichkeit gaben, sich neu zu formieren, weitere Soldaten auszubilden und eine große Anzahl von Waffen von internationalen Partnern zu erhalten.
21:10
Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Republik Türkei, sagte, das Land werde den Wunsch Schwedens und Finnlands, Mitglieder der Nordatlantischen Allianz zu werden, nicht unterstützen. Der türkische Staatschef nannte Schweden eine „Brutstätte des Terrorismus“.
21:30
UNIAN zitiert den EU-Außenbeauftragten Josep Borrell: Die Union werde keinen eroberten Quadratkilometer ukrainischen Gebiets als Teil Russlands anerkennen. „Wir werden keinen einzigen von Russland besetzten Quadratkilometer ukrainischen Landes als russisch anerkennen, ebenso wenig wie die Krim. Wir werden keinen Teil der Ukraine als russisch anerkennen, der als Teil der Russischen Föderation beansprucht wird. Wir verteidigen die territoriale Integrität der Ukraine. Wenn wir sagen, dass wir hoffen, die Ukraine werde diesen Krieg gewinnen, bedeutet das, dass sie (die Ukrainer – Anm. d. Red.) die Invasoren aus ihrem Land vertreiben können“, sagte Borrell.
21:30
Der Berater des Präsidialamts, Oleksij Arestowytsch, sagte in der landesweiten gemeinsamen Fernsehsendung, dass Wolodymyr Selenskyj eine Erklärung zur Situation um Asow-Stahl abgeben könne.
21:55
Der Telegram-Kanal „Gordon“ zeigte erste Aufnahmen der Evakuierung der schwer verwundeten Asow-Kämpfer.