Falschmeldung: Vatikan zahlte als erster in Europa Russland für Gas in Rubel

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April 14, 2022

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Russische Medien berichten, die Vatikanbank habe angeblich eine Zahlung für russisches Gas in Rubel geleistet. Demnach habe der Staat im Zentrum Roms bei der Zentralbank Russlands Rubel im Wert von 10 Millionen Euro gekauft. Russischen Quellen zufolge habe der

Vatikan im Zuge des Gaskaufs gegen Rubel alle erforderlichen Schritte unternommen. Das Verfahren zum Kauf von Energieträgern in russischer Währung war zuvor von der Regierung der Russischen Föderation festgelegt worden. Auch die Telegram-Kanäle Readovka, „Кровавая барыня“ („Bloody Lady“) und andere schrieben über die Vatikanbank und scherzten sogar: „Seine Heiligkeit versprach uns die Freuden des Paradieses mit Gas.“

Tatsächlich erwies sich dies als eine weitere Lüge, die russische Medien eilig und freudig verbreiteten, um sich selbst Recht und einen weiteren Sieg zu bescheinigen. Die russischen Medien verfügten über keinerlei vermeintliche „Quellen“. Sie fielen auf den Köder eines satirischen Beitrags eines Twitter-Nutzers herein, der sich später dafür entschuldigte. Dennoch veröffentlichten viele Websites und Nutzer sozialer Medien diese Information ungeprüft als verlässlich.

Die Information über den Kauf russischen Gases durch den Vatikan gegen Rubel wurde von Myth Detector, Peril of Africa und Oilprice.com überprüft und widerlegt.

Wie bekannt ist, hat der russische Präsident Wladimir Putin Regierungsbehörden, Gazprom und die Zentralbank Russlands angewiesen, mit den sogenannten unfreundlichen Ländern eine Zahlung für russisches Gas in Rubel zu vereinbaren. Am 28. März wiesen die G7 Russlands Forderung jedoch zurück und erklärten, dies wäre ein einseitiger Verstoß gegen die Verträge. Die nächste Gaserpressung des Kremls scheiterte wie alle vorherigen.