


Vor nicht allzu langer Zeit nannte Papst Franziskus Mariupol eine „Märtyrerstadt“, die zum Sinnbild einer humanitären Katastrophe und eines Genozids an Zivilisten in einem seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellosen Ausmaß geworden ist. Die russischen Besatzungstruppen beschießen die Stadt unablässig und zerstören barbarisch Wohnviertel und zivile Infrastruktur. 80 Prozent der Haushalte der Stadt sind entweder vollständig zerstört oder schwer beschädigt. Mariupol ist praktisch unbewohnbar – es gibt keine zentrale Heizung sowie keine Wasser- und Stromversorgung.
Auf direkten Befehl Wladimir Putins töten russische Streitkräfte Zivilisten und zerstören ihre Häuser, während sie die örtlichen Industrieanlagen und den Hafen von Mariupol unversehrt lassen. Dies zeugt von Russlands räuberischen Zielen und dem Wunsch, sich am Blut friedlicher Ukrainer zu bereichern.
Nach offiziellen Angaben wurden durch feindlichen Beschuss bereits 7.000 Zivilisten getötet, während die inoffizielle Zahl der Todesopfer bis zu 20.000 betragen könnte. Die Zahl der Verwundeten ist weit höher. Unter unaufhörlichem Beschuss werden Leichen in Massengräbern bestattet – in Gräben, Parks und Müllcontainern. Auf den Friedhöfen der vom Krieg verwüsteten Stadt ist kein Platz mehr. Die übrigen verwesenden Leichen können wegen der Kampfhandlungen nicht geborgen werden und liegen im Freien. Die Besatzungstruppen haben die Stadt praktisch belagert, halten sie unter Blockade und benutzen die Einwohner als menschliche Schutzschilde.
Die Tragödie von Mariupol ist ein Beweis für Putins Pläne, die Ukraine als Staat und die Ukrainer als Nation vollständig zu vernichten. Werden seine manischen Pläne nicht vereitelt, könnte jedes europäische Land Putins nächstes Ziel sein.