08:30
In der Nacht zum 22. Mai beschossen russische Truppen die zivile Infrastruktur eines der Dörfer der Region Saporischschja mit Raketen. Vorläufigen Angaben zufolge gibt es Verletzte. Momentan arbeiten Rettungsdienste am Einsatzort, berichtet die Regionale Militärverwaltung Saporischschja.
09:10
Die Russen versuchten, in die Stadt Sewerodonezk vorzustoßen, wurden jedoch zurückgeschlagen und zogen sich auf ihre vorherigen Stellungen zurück, berichtete der Leiter der Regionalen Militärverwaltung Luhansk Serhij Hajdaj.
Infolge des Beschusses wurden mindestens 26 Wohnhäuser in der Region Luhansk beschädigt. Außerdem wurde ein Brückenabschnitt neben dem Bahnhof zwischen Sewerodonezk und Lisitschansk zerstört.
10:05
Bei der ISF Gymnasiade gewann die ukrainische Nationalmannschaft 11 Gold-, 18 Silber- und 19 Bronzemedaillen.
Die Ukraine wurde von 93 Teilnehmern in 17 Sportarten vertreten. Die ukrainische Mannschaft gehörte zu den zehn besten unter 63 Ländern.
Die Gymnasiade ist der größte internationale Sportwettbewerb für Schüler von 16-18 Jahren und fand vom 15. bis zum 22. Mai in der Normandie (Frankreich) statt.
10:10
Elf Menschen wurden infolge der Beschüsse von Charkiw und der Region verletzt, informierte der Leiter der Regionalen Militärverwaltung Charkiw Oleg Synegubow.
Infolge eines Beschusses von Saltiwka wurden fünf Zivilisten verletzt. Die Besatzer beschossen auch den Bezirk Losowa, die Siedlung Schewtschenkowe und den Bezirk Tschuhujiw, dort gibt es drei Verletzte. Weitere drei Verletzte gibt es in der Stadt Derhatschi.
11:10
In der Region Donezk sind in den letzten 24 Stunden sechs Menschen ums Leben gekommen, weitere zehn wurden verletzt, berichtet die Polizei.
Die Besatzer beschossen zwölf Ortschaften. Beschädigt wurden über 40 Wohnhäuser, eine Schule, eine Musikschule, ein Institut, einige Unternehmen und lebenswichtige Infrastruktur.
11:55
Die Ukraine braucht amerikanische Mehrfachraketenwerfersysteme MLRS, unter anderem zur Auflösung der Blockade des Schwarzen Meers, erklärte der Leiter des Präsidialamtes Andrij Jermak auf Telegram.
„Sollten wir wirklich mit dem Land um etwas handeln, welches hunderte Millionen Menschen als Geisel genommen hat? Wir haben eine bessere Idee: die Welt soll sich auf die Lieferung von MLRS-Systemen und anderen erforderlichen schweren Waffen an die Ukraine zur Aufhebung der Blockade des Schwarzen Meeres einigen. Den Rest machen wir selbst“, – heißt es in seiner Meldung.
12:25
Mariupol: Die Besatzer organisierten Besichtigungen des zerstörten Dramatheaters, berichtete der Berater des Bürgermeisters von Mariupol Petro Andjuschtschenko auf Telegram.
„Der Zynismus der Besatzer ist grenzenlos. Nach der Enttrümmerung des Dramatheaters und Öffnung der Grünanlage für die Öffentlichkeit veranstalteten die Besatzer einen „Autokorso der Freiwilligen“ mit roten Fahnen durch die Stadt. Der Abschluss war eine Besichtigung im Innern des Dramatheaters. Ein wahres Fest auf den Knochen der Toten“, – hieß es in der Meldung.
12:30
Die Russen beschossen die Gemeinde Derhatschi in der Region Charkiw mit Streumunition und Raketen von Hubschraubern, berichtet der Leiter der Gemeinde Derhatschi Wjatscheslaw Sadorenko.
„Besetzt bleiben die Verwaltungsbezirke Prochody und Kosatscha Lopan, der größte Teil des Verwaltungsbezirks Tokariwka, das Dorf Zupiwka im Bezirk Prudjanka und das Dorf Nowe im Bezirk Ruska Losowa“, – hieß es.
14:20
Russische Truppen führten einen Raketenangriff auf Malyn in der Region Schytomyr durch, berichtet „Suspilne“ unter Berufung auf den Bürgermeister von Malyn Oleksandr Sytajlo.
„Es gab Explosionen in Malyn. Diese Informationen wurden vom Bürgermeister gegenüber Suspilne bestätigt“.
15:15
Die Besatzer beschossen am 21. Mai die Region Mykolajiw, dabei gab es neun Verletzte, – informiert der Regionale Rat Mykolajiw auf Facebook.
„Jetzt leiden die Gemeinden Beresneguwate und Schyroke sowie die Stadt Mykolajiw am meisten. Wieder einmal wurden Wohnhäuser zerstört. Zum Glück gibt es keine Kinder unter den Verletzten“.
15:30
In der Region Kyjiw wurde eine russische Rakete abgeschossen, berichtet die Regionale Militärverwaltung Kyjiw auf Telegram.
„Achtung! Heute wurde über dem Bezirk Fastiw eine feindliche Rakete durch unsere Luftabwehr abgeschossen. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine Opfer oder Beschädigungen. Die Angaben werden überprüft“.
16:30
Region Dnipropetrowsk: Die Besatzer trafen einen Fluss mit einer Rakete, berichtet der Leiter der Regionalen Militärverwaltung Dnipropetrowsk Walentyn Resnitschenko auf Telegram.
„Es gab einen Raketeneinschlag im Bezirk Pawlograd. Eine Rakete traf den Fluss Samara. Die Besatzer haben mit der „Entnazifizierung“ der ukrainischen Fische begonnen“, – heißt es in der Meldung.
16:45
Die russischen Besatzer haben die Leiterin der Gemeinde Dworitschna Galyna Turbaba festgenommen und halten sie seit vier Tagen fest, berichtet der Leiter der Regionalen Militärverwaltung Charkiw Oleg Synegubow.
Synegubow zufolge wurde sie auf besetztem Gebiet bereits seit vier Tagen unter Bedingungen festgehalten, die er als Haft bezeichnete.
17:10
Die russischen Truppen beschossen wieder einmal grenznahe Gebiete der Region Tschernihiw, berichtet das ukrainische Operative Kommando „Nord“.
„Der Feind beschießt weiter grenznahe Gebiete der Region Tschernihiw. Heute gegen 15:45 wurden sechs Einschläge vom Territorium der Russischen Föderation beobachtet, wahrscheinlich von einem Schnellfeuer-Granatwerfer im Bereich der Siedlung Senkiwka“, – so ist die Meldung.
18:00
Präsident Selenskyj erklärte während eines Briefings mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda, dass in der Ostukraine jeden Tag bis zu 100 Soldaten sterben könnten.
Wolodymyr Selenskyj erklärte im Kontext einer Petition über die Möglichkeit für ukrainische Männer, aus der Ukraine auszureisen: „Ich weiß nicht, an wen diese Petition adressiert sein soll… Vielleicht an die Eltern, die ihre Söhne verloren haben. Die Söhne, die auf Kosten ihres Lebens diese oder jene Region, diese oder jene Stadt verteidigt haben? Und wissen Sie, meistens waren das nicht ihre Heimatstädte… Heute können jeden Tag etwa 50 bis 100 Menschen im Osten sterben…“
18:50
Transnistrien: Die Russen wollten einen Militärflugplatz wiederherstellen, aber alles ist geplündert, berichtet der Leiter der Regionalen Militärverwaltung Odesa Maksym Martschenko auf Telegram.
„Nach den uns verfügbaren Informationen erhielt das russische Kontingent die Aufgabe, den Militärflugplatz und die Technik in Tiraspol wiederherzustellen. Es sieht jedoch so aus, dass während der Jahre, welche die russischen Truppen in Transnistrien verbracht haben, nichts anderes gemacht wurde, außer alle Reste der Militärtechnik und Ausrüstung zu versaufen. So stellte es sich heraus, dass nichts dort geblieben ist, was wiederhergestellt werden könnte, und auch nichts, womit die Wiederherstellung möglich wäre. Dabei waren laut Unterlagen alle Ersatzteile vorhanden“, – heißt es in der Meldung.
18:50
Wichtigste Informationen aus der Sammelmeldung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte Stand 18.00 Uhr:
– Die Besatzer versuchen, in den Richtungen Bachmut und Donezk vorzurücken.
– In Richtung Donezk versucht der Feind, die Abwehr der ukrainischen Truppen durchzubrechen und die administrativen Grenzen der Region Luhansk zu erreichen.
– In Richtung Bachmut versuchten die Besatzer mit Unterstützung der Artillerie, die taktische Lage ihrer Einheiten zu verbessern. Sie führten Kämpfe in der Gegend der Ortschaften Toschkiwka, Komyschuwacha, Trypillja und Wasyliwka.
– In den Richtungen Awdiiwka, Kurachowe, Nowopawliwsk und Saporischschja ist eine Abnahme der Intensität der Kriegshandlungen erkennbar. Der Feind führt eine Umgruppierung zwecks Verstärkung einzelner Abschnitte durch.
– In Richtung Sewerodonezk führte der Gegner Kämpfe in der Gegend der Ortschaft Prudiwka. Manche Einheiten der Besatzer versuchten auch, zwecks Eroberung der Ortschaft Oleksandriwka vorzurücken, jedoch ohne Erfolg.