00:05
Die Evakuierung der ukrainischen Soldaten aus Asow-Stahl geht weiter. An diesem Prozess seien die einflussreichsten internationalen Vermittler beteiligt, sagte der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, in der Ansprache nach dem 83. Kriegstag.
02:00
Nach Angaben des Leiters der regionalen Militärverwaltung, Pawlo Kyrylenko, feuerten die Russen Phosphormunition auf eine Schule in Awdijiwka, Region Donezk, wodurch das Gebäude vollkommen niederbrannte. Insgesamt haben die Russen in der Region Donezk seit Beginn des Überfalls 416 Bildungseinrichtungen beschädigt und zerstört, darunter 181 Kindergärten, 191 Schulen, 23 Berufsschulen und 21 Hochschulen.
05:30
Am Abend feuerten russische Truppen aus Artillerie- und Mörsergeschützen auf die Grenzgebiete der Region Sumy. Darüber hinaus wurde das Dorf Dmytriwka in der Region Sumy unter Beschuss genommen. Niemand wurde verletzt, jedoch wurde ein Haus von einem Geschoss getroffen.
07:25
Russische Streitkräfte führten einen Raketenangriff auf die Stadt Dnipro aus. Eine Rakete zerstörte eine Verkehrsinfrastruktureinrichtung, und die Trümmer einer anderen, abgeschossenen Rakete fielen in einen privaten Hof. Zwei Frauen und ein Mann wurden verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.
08:00
Am Morgen des 18. Mai kam es durch einen feindlichen Raketenangriff zu Zerstörungen und einem Feuer, das im Wohngebiet im Stadtbezirk Ingul von Mykolajiw ausbrach. Hierbei wurde von einer durch Splitter verletzten Person berichtet.
08:20
Die Russen beschießen Sjewjerodonezk sowie die umliegenden Dörfer weiterhin mit Mörsern und Mehrfachraketenwerfern. Etwa 50.000 Zivilisten befinden sich in den Ortschaften der Region Luhansk.
09:40
Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, bezogen auf den Krieg gegen die Ukraine, verloren die russischen Streitkräfte mehr als 28.000 Soldaten. Ukrainische Verteidiger setzten außerdem 1.251 Panzer, mehr als 3.000 Kampffahrzeuge und 2.137 andere Kraftfahrzeuge außer Gefecht.
09:50
Die Russen griffen die Region Odessa vom Schwarzen Meer aus weiter an. Der Aggressor setzt seine Versuche, die Infrastruktur zu zerstören und psychologischen Druck auf Zivilisten auszuüben, gezielt fort, indem er morgens die Siedlungen der Region angreift. Nach vorläufigen Angaben gibt es bisher keine signifikanten Schäden oder Verluste.
10:40
In Charkiw wurde nach dem aktualisierten Bericht in der Nacht ein Wohngebäude durch russischen Beschuss beschädigt. Ortschaften der Region wurden beschossen: Zyrkuny, Ruski Tyschky, Tcherkaski Tyschky, Pytomnyk & Petschenihy. Am Morgen des 17. Mai schossen feindliche Truppen schwer auf Merefa und beschädigten mehr als 30 Häuser, eine Hochspannungsleitung und Zivilfahrzeuge. Niemand wurde verletzt.
11:00
Massengräber rund um Mariupol nehmen weiter zu. Satellitenbilder zeigen, dass die Gräber von Zivilisten von 200 m auf 340 m Länge angewachsen sind. Auf diese Weise versuchen die Russen, die Spuren ihrer Verbrechen an der Zivilbevölkerung zu verwischen.
Mariupol, 12th May
Mariupol, 9th May
12:00
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums verließen 959 ukrainische Verteidiger das Werk Asow-Stahl, darunter 80 Verwundete. Einem gesonderten Bericht zufolge warteten ukrainische Soldaten in Oleniwka, Region Donezk (besetztes Gebiet unter Kontrolle der selbsternannten „Volksrepublik Donezk“) auf einen Austausch.
13:00
Infolge der Kämpfe in der Region Kyjiw wurden über 4500 private und mehrstöckige Häuser zerstört, berichtet die Regionale Militärverwaltung.
Die schwersten Schäden wurden in den territorialen Gemeinden Butscha, Irpin, Hostomel, Borodjanka, Makariw, Welyka Dymerka und Piskiwka festgestellt.
14:00
Die ukrainischen Streitkräfte vernichteten die Befehlsstelle einer Brigade der Schwarzmeerflotte, berichtet die Verwaltung für strategische Kommunikation.
Nach vorläufigen Angaben sind infolge des Artillerieangriffs drei russische Offiziere ums Leben gekommen, 14 wurden verletzt.
15:05
In der Sperrzone von Tschernobyl geschah am 18. Mai der größte Brand seit Beginn des Jahres, berichtet die Staatliche Agentur für Verwaltung der Sperrzone.
Es brennen mehr als 1500 ha in der Gegend des Kontrollpunktes „Selenyj Mys“ im Forstbereich Opatschytschske. Die Feuerlöschung ist durch den Wind, die eingeschränkten technischen Ressourcen nach der Besetzung und durch die Gefahr von Minenexplosionen erschwert.
Das Strahlungsniveau ist unter Kontrolle, jedoch kann der Rauch in Richtung Wyschhorod und Kyjiw ziehen.
15:40
Die Besatzer beschossen eine Autokolonne mit Zivilisten in der Region Cherson – mindestens drei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Sechs Menschen erlitten Verletzungen verschiedener Schweregrade, berichtet das Büro der Generalstaatsanwältin.
Nach den Angaben der Ermittler beschossen die russischen Truppen von einem Mehrfachraketenwerfer “Grad” neben dem Dorf Dawydiw Brid eine Kolonne ziviler Autos mit Menschen, die versuchten, in den Bezirk Beryslaw der Region Cherson zu fahren.
16:40
Die russischen Besatzer erschießen ohne Zögern zivile Menschen, die versuchen, aus den vorübergehend besetzten Territorien auszufahren, hieß es in einem durch den ukrainischen Staatlichen Sicherheitsdienst abgehörten Gespräch.
„Sie tun mir nicht leid, auch nicht die Zivilisten. Wer ausfahren wollte, der ist schon ausgefahren. So knallen wir alle ab, scheißegal!“, – sagt ein russischer Besatzer seiner Frau am Telefon.
17:10
Die Bombardierung des Werks Asow-Stahl bedroht das Meeresleben im Asowschen Meer, warnt der Stadtrat Mariupol.
Nach Angaben des Stadtrats könnte infolge der Kämpfe eine technische Anlage beschädigt worden sein, die zehntausende Tonnen konzentrierter Schwefelwasserstofflösung zurückhält. Der Rat warnte, ein Austritt dieser Flüssigkeit würde die gesamte Flora und Fauna des Asowschen Meeres töten; gefährliche Stoffe könnten anschließend ins Schwarze Meer und ins Mittelmeer gelangen.
Laut dem Bürgermeister der Stadt müssen die internationalen Experten und Vertreter der UNO Zugang zu dem Standort in Mariupol erhalten, damit sie die Situation untersuchen und einer Katastrophe weltweit spürbaren Ausmaßes vorbeugen können.
17:30
Die Bekleidungsmarke Etnodim hat eine Kollektion bestickter Kleidungsstücke, darunter Wyschywankas (traditionelle ukrainische bestickte Hemden), nach Vorbild der Gemälde von Kasimir Malewitsch, Olexandra Exter und anderen ukrainischen Malern veröffentlicht.
Die Kollektion besteht aus sieben bestickten Kleidern, sechs bestickten Hemden und einer Leinweste. Die Veröffentlichung der Kollektion ist zeitlich mit dem Tag der Wyschywanka abgestimmt, der in diesem Jahr am 19. Mai gefeiert wird.
Die künstlerische Kollektion von Etnodim kann auf der Webseite der Marke sowie im Laden in Kyjiw unter der Adresse Werchnij-Wal-Str. 58/28 gekauft werden. Ein Teil des Gewinns wird der Unterstützung der ukrainischen Armee zugeführt.
18:45
Die ukrainischen Streitkräfte haben das Dorf Dementijiwka in der Region Charkiw befreit, berichtet der Generalstab.
20:10
Der Beschuss der grenznahen Territorien der Regionen Sumy und Tschernihiw durch die Russische Föderation hört nicht auf, berichtet der Staatliche Grenzschutzdienst.
Heute wurde die Region Sumy fünfmal und die Region Tschernihiw zweimal beschossen. Der Feind nutzte hierfür großkalibrige Maschinengewehre, automatische Granatwerfer, Rohr- und Raketenartillerie.
20:50
Infolge der gestrigen Luftangriffe der russischen Truppen auf Bachmut (Region Donezk) ist ein 2-jähriges Kind ums Leben gekommen. Seine Leiche wurde zusammen mit der Leiche einer Frau unter den Trümmern eines mehrstöckigen Hauses geborgen.
Außerdem wurden zwei Männer getötet und vier Menschen verletzt, darunter 9-, 12- und 17-jährige Kinder.
22:00
Die Besatzer haben bisher schon etwa 400 000 Tonnen Getreide aus den Regionen Saporischschja, Cherson, Donezk und Luhansk gestohlen, was zukünftig Hunger in diesen Gebieten verursachen kann.