Bohdana Batsko für CEERI Podcast: Warum „Territorium gegen Frieden“ den Krieg nicht beenden wird

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Juni 5, 2026

Am 5. Juni 2026 nahm Bohdana Batsko, Projektassistentin des Spanien- und Lateinamerika-Partnerschaftsprogramms beim Transatlantic Dialogue Center (TDC) an einem Podcast von CEERI (dem Zentrum für Strategische Studien Internationaler Beziehungen) teil, veröffentlicht auf YouTube und Spotify, um zu diskutieren, wie sich der Krieg gegen die Ukraine 2026 entwickelt und warum vereinfachte „Friedensformeln“ den zentralen Ursachen nicht gerecht werden.

Batsko skizzierte eine geopolitische Momentaufnahme 2026, in der Diplomatie und Dynamiken auf dem Schlachtfeld parallel verlaufen, ohne sich jedoch zu einer tragfähigen Lösung zu verdichten. Verhandlungen unter Beteiligung der Ukraine, Russlands und der Vereinigten Staaten kommen aufgrund unvereinbarer Positionen und Russlands maximalistischer Forderungen – insbesondere in territorialen Fragen – weiterhin nicht voran.

Ein zentraler Punkt des Gesprächs war, warum „Territorium gegen Frieden“ keine Lösung darstellt. Jegliche territoriale Zugeständnisse würden weder den Konflikt lösen noch künftige Sicherheit gewährleisten und wären innenpolitisch nicht durchsetzbar. Es geht nicht nur um Grenzen – es geht um Souveränität, Sicherheitsgarantien und die Verhinderung erneuter Aggression.

Die Diskussion befasste sich auch mit den sich entwickelnden Rollen und Grenzen der zentralen Akteure. Während die Vereinigten Staaten weiterhin eine Schlüsselrolle spielen, sehen sie derzeit keinen schnellen diplomatischen Ausweg und verfügen nur über begrenzte Mittel, um Russland zum Einlenken zu zwingen. Die europäische Unterstützung ist für die militärische und wirtschaftliche Durchhaltefähigkeit der Ukraine unerlässlich, doch Europa fehlt weiterhin ausreichender Einfluss, um den Krieg allein zu beenden, und Russland signalisiert keine Bereitschaft, eine europäische Rolle bei den Verhandlungen zu akzeptieren.

Batsko betonte zudem, dass Russlands Ziele über den Donbas hinausgehen und als langfristiger Versuch politischer Kontrolle über die Ukraine verstanden werden sollten. Das ist ein Grund, warum der Krieg sich nur schwer nachhaltig „einfrieren“ lässt. Auf dem Schlachtfeld wird die Kriegsführung zunehmend von Drohnen und einem erweiterten Hochrisikoumfeld geprägt – einer „Kill Zone“, die die Kosten für Manöver, Logistik und Kräftekonzentration erhöht.

Abschließend hob sie eine zentrale Botschaft für internationale Zielgruppen hervor, auch für Lateinamerika: Die Ukraine ist nicht nur Empfängerin von Unterstützung, sondern auch eine Quelle Sicherheitsexpertise in Bezug auf russische Taktiken und hybride Einflussnahme – Dynamiken, die auch Regionen jenseits Europas betreffen.

Hören Sie den vollständigen CEERI Podcast über den Link an.