
Im November starteten das Transatlantic Dialogue Center, der Foreign Policy Council „Ukrainian Prism“ sowie die Nationale Taras-Schewtschenko-Universität Kyjiw gemeinsam mit den beteiligten ExpertInnen Darina Tkachenko und Javier Donoso die Initiative UA–EC: Dialog zwischen der Ukraine und Ecuador. Das Projekt brachte Studierende, Lehrende und junge Fachkräfte aus beiden Ländern zusammen und zielte darauf ab, einen strukturierten Raum für akademischen Austausch zu schaffen. Ziel der Initiative war es, das Verständnis sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Prozesse in der Ukraine und in Ecuador zu vertiefen und die Grundlagen für eine zukünftige Zusammenarbeit im akademischen Bereich zu legen.


Die Initiative umfasste drei zentrale Aktivitäten. Die erste war die Konferenz „Das Profil des ecuadorianischen Staates im 21. Jahrhundert“, an der Yuriy Polyukhovych, Botschafter der Ukraine in Peru, Ecuador und Kolumbien, sowie Ramiro Rivera, Präsident der Zeitung El Comercio, teilnahmen. In der Diskussion wurde das Profil des ecuadorianischen Staates im 21. Jahrhundert analysiert, mit einem besonderen Fokus auf institutionelle Entwicklungen, innenpolitische Dynamiken und die Faktoren, die staatliche Verwaltung prägen. Zudem reflektierten die Teilnehmenden darüber, wie eine vertiefte akademische Zusammenarbeit beiden Ländern helfen kann, nachhaltige Austauschformate zu entwickeln.

Die zweite Aktivität, die Konferenz „Bildung in Kriegszeiten“, wurde aus der Ukraine übertragen und befasste sich mit der Frage, wie Bildungssysteme auf gravierende gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Zu den ReferentInnen zählten Ruslan Spirin, Sonderbeauftragter der Ukraine für Lateinamerika und die Karibik, Bohdan Chuma, Leiter des Masterstudiengangs The Future of Heritage an der Ukrainischen Katholischen Universität, sowie Javier Donoso, Journalist bei UATV Español und Professor an der Nationalen Universität „Kyiv-Mohyla-Akademie“. Im Mittelpunkt standen die Funktionsweise des ukrainischen Bildungssystems unter Kriegs- und Fluchtbedingungen, die Strategien von Studierenden und Lehrenden zur Aufrechterhaltung von Lernen und Resilienz sowie die Frage, wie diese Erfahrungen den akademischen Dialog mit Ecuador bereichern können.

Die dritte Aktivität, das „UA–EC-Treffen: Jugend und interkontinentaler Dialog“, fand in einem hybriden Format statt. Sie brachte Studierende aus beiden Ländern zu einem strukturierten Austausch über Identität, globale Herausforderungen und jugendliche Perspektiven auf internationale Partnerschaft zusammen.



Als abschließendes Ergebnis der Initiative werden die OrganisatorInnen das UA–EC-Handbuch, eine zweisprachige ukrainisch-spanische Publikation vorbereiten, die die zentralen Erkenntnisse und Reflexionen aller Veranstaltungen bündelt. Das Handbuch wird digital verfügbar sein und sich an Studierende, Forschende sowie PraktikerInnen richten, die sich für die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Ecuador interessieren.
Zu den Partnerinstitutionen zählten die Nationale Linguistische Universität Kyjiw, die Ukrainische Katholische Universität sowie ecuadorianische Einrichtungen, darunter die ECOTEC Technologische Universität, die Nationale Universität für Bildung UNAE und die Zeitung El Comercio.
Die im Rahmen dieser Initiative durchgeführten Aktivitäten des Spanien- und Lateinamerika-Partnerschaftsprogramms des TDC wurden von der International Renaissance Foundation unterstützt.