TDC und Egmont in Brüssel: im US–EU–Ukraine-Dreieck navigieren
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März 19, 2026
Am 19. März 2026 veranstaltete das Egmont-Institut gemeinsam mit dem Transatlantic Dialogue Center eine Präsenzdiskussion in Brüssel, die der Sicherheitszusammenarbeit zwischen den USA, der EU und der Ukraine gewidmet war. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem der neue Bericht des TDC mit dem Titel „Das Dreieck
USA – EU – Ukraine
navigieren: Die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit neu beleben“ vorgestellt.
An der Diskussion nahmen teil:
Marianna Fakhurdinova, Koordinatorin des EU-Ukraine-Partnerschaftsprogramms beim Transatlantic Dialogue Center und Fellow bei CEPA
Dr. Giuseppe Spatafora, Forschungsanalystin am EU-Institut für Sicherheitsstudien (EUISS)
Dr. Joris Van Bladel, Senior Associate Fellow beim Egmont – Royal Institute for International Relations
Während der Sitzung präsentierte Marianna Fakhurdinova die zentralen Ergebnisse des Berichts und erläuterte, warum die transatlantische Sicherheitzusammenarbeit einen pragmatischeren „Dreiecksansatz“ erfordert, der die Ukraine als zentralen Akteur anerkennt, anstatt die Kooperation ausschließlich durch die US–EU-Perspektive zu betrachten.
Trotz des Rückzugs der USA aus ihrer traditionellen Rolle in der europäischen Sicherheitsarchitektur sowie der strukturellen Grenzen der strategischen Autonomie Europas können die EU, die Vereinigten Staaten und die Ukraine ihre Positionen auch in einem sich rasch verschlechternden Sicherheitsumfeld weiterhin aufeinander abstimmen.
In dem Bericht wird dargelegt, dass es trotz der zunehmenden Verlagerung der strategischen Prioritäten der Vereinigten Staaten weg von Europa nach wie vor im vitalen Interesse sowohl der Ukraine als auch der EU liegt, angesichts des anhaltenden Krieges Russlands den taktischen Dialog mit Washington aufrechtzuerhalten. Auf dieser Grundlage konzentrierte sich die Diskussion darauf, in welchen Bereichen die trilaterale Zusammenarbeit auch bei zunehmenden politischen und strategischen Meinungsverschiedenheiten weiterhin praxisnah und ergebnisorientiert gestaltet werden kann.
Dr. Giuseppe Spatafora und Dr. Joris Van Bladel brachten ihre Perspektiven zur sich wandelnden transatlantischen Lage ein, einschließlich der Auswirkungen der veränderten US–EU-Dynamik auf die europäische Sicherheit sowie der Notwendigkeit, tragfähige Kooperationsformate zu identifizieren, die Abschreckung und langfristige Resilienz stärken.
Die Diskussion fand unter der Chatham-House-Regel statt, die einen offenen Austausch und eine aktive Beteiligung der Teilnehmenden fördert. Insgesamt unterstrich die Veranstaltung die Notwendigkeit, von einer allgemeinen Abstimmung zu einer pragmatischen trilateralen Zusammenarbeit überzugehen, die die Verteidigung der Ukraine unterstützt und die langfristige Sicherheit Europas stärkt.
Der Bericht wurde vom Transatlantic Dialogue Center mit Unterstützung des Askold and Dir Fundim Rahmen des Projekts „Strong Civil Society of Ukraine – a Driver towards Reforms and Democracy“ erstellt, das von ISAR Ednannia umgesetzt und von Norwegen sowie Schweden finanziert wird. Für den Inhalt dieser Veröffentlichung ist ausschließlich das Transatlantic Dialogue Center verantwortlich. Er spiegelt in keiner Weise die Ansichten der Regierungen Norwegens und Schwedens sowie von ISAR Ednannia wider.