
Am 31. Januar gab Marianna Fakhurdinova, Koordinatorin des EU-Ukraine-Partnerschaftsprogramms beim Transatlantic Dialogue Center, gegenüber DW News eine Einschätzung zur sich verschärfenden Lage in der Ukraine angesichts fortgesetzter russischer Angriffe und eisiger Temperaturen. Dabei skizzierte sie, was europäische und NATO-Partner nun als Priorität setzen sollten, um die Ukraine zu unterstützen.
Fakhurdinova betonte, dass die ukrainischen Energiearbeiter alles Menschenmögliche leisten. Doch wiederholte Angriffe und niedrige Temperaturen brächten Kyjiw an den Rand einer humanitären Katastrophe. Mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde erklärte sie, dass beide Delegationen die Gespräche zwar ernst zu nehmen scheinen, die Erwartungen in der ukrainischen Gesellschaft und in der Expertengemeinschaft jedoch niedrig blieben.
In Bezug auf die unmittelbaren Prioritäten betonte sie, dass sich die Unterstützung der Partner auf die Grundbedürfnisse wie Heizung, Wasser und Strom konzentrieren müsse. Die Ukraine habe zwar rund 700 Generatoren erhalten, doch dies reiche nicht aus und sei nur eine vorübergehende Lösung. Der größte Bedarf bestehe weiterhin bei der Luftabwehr: Die jüngsten Angriffe Russlands seien auch deshalb so wirkungsvoll gewesen, weil der Ukraine nicht genügend Abfangraketen zur Verfügung standen, da diese nicht rechtzeitig geliefert worden seien.
Fakhurdinova hob hervor, dass eine nachhaltige Hilfe im Rahmen von PURL essenziell bleibe. Trotz politischer Debatten in Europa, einschließlich Spannungen rund um Grönland, können einige Fähigkeiten von den europäischen Partnern allein nicht in dem erforderlichen Umfang hergestellt werden. Zudem unterstrich sie die Notwendigkeit, Sanktionen zu verschärfen und die Maßnahmen gegen Russlands Schattenflotte zu intensivieren, die zur Finanzierung des Krieges beiträgt.
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