{"id":33256,"date":"2025-12-04T16:20:00","date_gmt":"2025-12-04T14:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tdcenter.org\/?p=33256"},"modified":"2025-12-10T19:01:55","modified_gmt":"2025-12-10T17:01:55","slug":"die-rolle-der-sozialen-medien-bei-der-radikalisierung-der-jugend-die-bundestagswahl-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdcenter.org\/uk\/2025\/12\/04\/die-rolle-der-sozialen-medien-bei-der-radikalisierung-der-jugend-die-bundestagswahl-2025\/","title":{"rendered":"Die Rolle der sozialen Medien bei der Radikalisierung der Jugend: Die Bundestagswahl 2025"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-quick-download-button-download-button aligncenter qdbn-wrapper\"><div class=\"qdbn\" data-plugin-name=\"qdbn\" data-style=\"small\" data-file=\"hide-file\" data-size=\"hide-size\"><div class=\"qdbn-download-button-inner\"><button type=\"button\" data-button-type=\"small\" class=\"g-btn f-l\" style=\"background-color:#0e107b;color:#ffffff;border-radius:25px;border:1px solid #e2e2e2\" data-attachment-id=\"52159\" data-page-id=\"18850\" data-post-id=\"\" data-have-external=\"false\" data-external-url=\"\" data-wait-duration=\"0\" data-target-blank=\"true\" data-msg=\"Please wait...\" data-member=\"0\" data-has-icon-dark=\"false\" title=\"PDF herunterladen\"><span class=\"download-btn-icon\"><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewbox=\"0 0 24 24\" width=\"22\" height=\"22\" aria-hidden=\"true\"><path d=\"M18 11.3l-1-1.1-4 4V3h-1.5v11.3L7 10.2l-1 1.1 6.2 5.8 5.8-5.8zm.5 3.7v3.5h-13V15H4v5h16v-5h-1.5z\"><\/path><\/svg><\/span><span>PDF herunterladen<\/span><\/button><p class=\"up\" style=\"background:transparent;border-radius:0\"><i class=\"fi fi-pdf\"><\/i><\/p><p class=\"down\" style=\"background:transparent;border-radius:0\"><i class=\"fi-folder-o\"><\/i><span class=\"file-size\">4 MB<\/span><\/p><\/div><\/div><quick-download-button-info class=\"qdb-btn-info\"><\/quick-download-button-info><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einleitung\">Einleitung<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Bundestagswahl 2025 offenbarte einen tiefgreifenden Wandel im politischen Verhalten der Jugend. Entt\u00e4uscht von den etablierten Parteien und frustriert \u00fcber eine Abfolge von Krisen wandten sich junge W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler eher ideologischen Extremen als einer gem\u00e4\u00dfigten Mitte zu. Ihre Entscheidungen waren weniger von einer konsistenten Ideologie bestimmt als vielmehr von emotionaler Bindung, Authentizit\u00e4t und der Suche nach dem Sinn in der Politik. Soziale Medien sind inzwischen zu entscheidenden Arenen geworden, in denen diese Einstellungen gepr\u00e4gt, verst\u00e4rkt und radikalisiert werden. Diese Studie untersucht, wie digitale Kommunikation, populistische Strategien und charismatische Online-Figuren die politische Mobilisierung unter jungen Deutschen neu definiert haben und liefert Einsichten, die auch f\u00fcr andere etablierte Demokratien mit \u00e4hnlichen Generationenverschiebungen relevant sind.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-junge-wahler-wenden-sich-von-der-mitte-ab\">Junge W\u00e4hler wenden sich von der Mitte ab<\/h4>\n\n\n\n<p>Die globale Finanzkrise von 2008 verst\u00e4rkte zun\u00e4chst die \u00f6ffentliche Entfremdung von traditionellen politischen Parteien, denen vorgeworfen wurde, sozio\u00f6konomische Probleme nicht ausreichend anzugehen. Diese wachsende Unzufriedenheit bot extremistischen Narrativen sowohl von links als auch von rechts neuen Raum zur Legitimierung. Verst\u00e4rkt wurde dieser Trend durch j\u00fcngere Krisen wie die COVID-19-Pandemie und den Krieg in der Ukraine, die Europas Politik und Wirtschaft erheblich beeintr\u00e4chtigten. Diese Ereignisse f\u00fchrten zu einer zunehmenden innenpolitischen Polarisierung und einer Abkehr von den liberalen, globalistischen Normen der Nachkriegsordnung. Parteien wie die Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) und Die Linke konnten diese Stimmung erfolgreich f\u00fcr sich nutzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote alignwide\"><blockquote><p>\u201c Die politische Mitte verliert Deutschlands Jungw\u00e4hler \u201e<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Junge Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren stimmten bei der Bundestagswahl 2025 zunehmend f\u00fcr politische Extreme und w\u00e4hlten \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig entweder die rechtsgerichtete AfD (21 %) oder die linksgerichtete Partei Die Linke (25 %). Im Gegensatz dazu erzielten die traditionell dominierenden Parteien \u2013 die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) in dieser j\u00fcngsten W\u00e4hlergruppe ihre schw\u00e4chsten Ergebnisse. Auch die Gr\u00fcnen, einst ein zentraler Bezugspunkt jugendlichen politischen Engagements, verzeichneten einen ihrer niedrigsten Stimmenanteile in dieser Bev\u00f6lkerungsgruppe. Dennoch wird die st\u00e4rkste Unterst\u00fctzung f\u00fcr die AfD insgesamt bei den 35- bis 44-J\u00e4hrigen erwartet, w\u00e4hrend \u00e4ltere Generationen, insbesondere \u00fcber 60-J\u00e4hrige, weiterhin st\u00e4rker zu der SPD und der CDU tendieren. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2021 stieg die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Die Linke unter jungen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern um rekordhafte 17 Prozentpunkte, jene f\u00fcr die AfD um 14 Prozentpunkte. Dieser Generationswechsel wird durch viele Faktoren vorangetrieben, darunter wirtschaftliche Ver\u00e4nderungen, politische Krisen und die Digitalisierung der politischen Kommunikation. Besonders die Digitalisierung der Politik erweist sich dabei als m\u00e4chtige, aber bislang untersch\u00e4tzte Triebkraft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"268\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-1024x268.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33222\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-1024x268.png 1024w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-600x157.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-768x201.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-1536x402.png 1536w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-18x5.png 18w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image.png 1600w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"490\" height=\"618\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33223\" style=\"aspect-ratio:0.7928817719595582;width:212px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f1.png 490w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f1-476x600.png 476w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f1-10x12.png 10w\" sizes=\"(max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Heutzutage bieten soziale Medien einen Raum, in dem politische Identit\u00e4ten geformt, geteilt und verst\u00e4rkt werden, oftmals jenseits traditioneller Aufsichtsmechanismen. Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube und X erm\u00f6glichen es politischen Akteuren, junge Zielgruppen mit algorithmisch gesteuerten, personalisierten Inhalten anzusprechen, die sogenannte \u201eFilterblasen\u201c erzeugen. Diese begrenzen die Vielfalt der wahrgenommenen Perspektiven und verst\u00e4rken bestehende \u00dcberzeugungen. Populistische und radikale Akteure kombinieren emotional aufgeladene Botschaften, Humor und vereinfachte Slogans, um bei frustrierten oder marginalisierten jungen Menschen Anklang zu finden. Durch die Reduktion komplexer gesellschaftlicher Probleme auf bin\u00e4re Gegens\u00e4tze etwa \u201ewir\u201c gegen \u201esie\u201c tragen sie zur weiteren Polarisierung des Diskurses bei. Politische Kommunikation wird dabei zunehmend vereinfacht und in kurze Videos oder Meme-artige Beitr\u00e4ge komprimiert, die Aufmerksamkeit rasch fesseln und starke emotionale Reaktionen hervorrufen sollen. Dieses Ph\u00e4nomen beschleunigt die Verbreitung extremistischer Narrative, untergr\u00e4bt demokratische Teilhabe und schw\u00e4cht die pluralistischen Grundlagen demokratischer Institutionen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote alignwide\"><blockquote><p>\u201c Algorithmusgesteuerte Inhalte fangen junge Nutzer in Filterblasen ein, die bestehende Vorurteile verst\u00e4rken \u201e<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Rahmen dieser breiteren Entwicklung bietet Deutschland ein besonders aufschlussreiches Beispiel daf\u00fcr, wie soziale Medien politische Einstellungen aktiv formen und zur Normalisierung extremistischer Rhetorik beitragen. Der Fall der AfD und der Linken zeigt, dass soziale Medien neue Formen politischer Mobilisierung erm\u00f6glichen, die sich von traditionellen Wahlkampfstrategien deutlich unterscheiden. Durch den Einsatz direkter Sprache und starker emotionaler Appelle gelingt es beiden Parteien, junge W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler effektiver zu erreichen und zu mobilisieren als vielen Akteuren aus der politischen Mitte.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt deuten die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 darauf hin, dass die politische Mitte bei den j\u00fcngsten W\u00e4hlergruppen an Resonanz verliert. Stattdessen pr\u00e4gen die ideologischen Pole, die sozialistische Linke und die nationalistische Rechte, zunehmend die Mobilisierungsmuster der deutschen Jugend. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, d\u00fcrfte er die politische Polarisierung weiter versch\u00e4rfen und die Koalitionsbildung in k\u00fcnftigen Wahlzyklen zus\u00e4tzlich erschweren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-der-digitale-wandel-in-der-deutschen-wahlpolitik\">Der digitale Wandel in der deutschen Wahlpolitik<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote alignwide\"><blockquote><p>\u201c Mehr als die H\u00e4lfte der W\u00e4hler gibt zu, unsicher zu sein, welchen Online-Quellen sie vertrauen k\u00f6nnen \u201e<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Das deutsche Wahlsystem hat in j\u00fcngster Zeit erhebliche rechtliche und politische Reformen durchlaufen, die darauf abzielen, seine Funktionsf\u00e4higkeit und Gerechtigkeit zu verbessern. Das im Juni 2023 in Kraft getretene ge\u00e4nderte Bundeswahlgesetz zielte darauf ab, die Gr\u00f6\u00dfe des Bundestages von 733 auf 630 Sitze zu reduzieren und \u00dcberhang- sowie Ausgleichsmandate durch die Einf\u00fchrung des Mechanismus der Zweitstimmendeckung abzuschaffen. Der Wahlkalender wurde nach einem Misstrauensvotum im Dezember 2024 angepasst, das zur Aufl\u00f6sung des Bundestages und zur Ansetzung vorgezogener Neuwahlen am 23. Februar 2025 f\u00fchrte. Der verk\u00fcrzte Zeitplan zwang die politischen Parteien dazu, ihre Wahlkampfstrategien innerhalb eines engen Rahmens neu auszurichten. Infolgedessen nutzten viele Parteien digitale Tools und Online-Plattformen als prim\u00e4re Mittel zur Kontaktaufnahme.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"586\" height=\"839\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f-22.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33225\" style=\"width:248px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f-22.png 586w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f-22-419x600.png 419w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f-22-8x12.png 8w\" sizes=\"(max-width: 586px) 100vw, 586px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Ver\u00e4nderungen in der Rezeption und Verbreitung wahlrelevanter Informationen werden von zwei Trends gepr\u00e4gt: der zunehmenden Digitalisierung politischer Kommunikation und dem Bedeutungsverlust traditioneller Medien. Aktuelle Daten einer repr\u00e4sentativen Umfrage von Bitkom unter 1.002 Wahlberechtigten zwischen der zweiten und vierten Kalenderwoche 2025 zeigen eine deutliche Diversifizierung der Mediennutzung. W\u00e4hrend pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che (82 %) und Fernsehsendungen (76 %) weiterhin als vertrauensw\u00fcrdigste Informationsquellen gelten, haben sich digitale Plattformen als drittwichtigste Quelle fest etabliert (69 %). Dazu z\u00e4hlen Webseiten, mobile Apps, digitale Medieninhalte, soziale Netzwerke und Messengerdienste. Unter den digitalen Kan\u00e4len dominieren Nachrichtenportale und Apps (63 %), gefolgt von sozialen Medien (51 %). Die Vermischung von traditionellem und digitalem Medienkonsum weist auf einen Wandel von linearen, Top-Down-Kommunikationsmodellen hin zu st\u00e4rker partizipativen und mehrgleisigen Formen.<\/p>\n\n\n\n<p>63 % der Befragten stimmen zu, dass Wahlerfolg heute von aktiver Pr\u00e4senz in sozialen Netzwerken abh\u00e4ngt. Dennoch sind 68 % der Ansicht, dass etablierte Parteien die strategische Bedeutung sozialer Medien bislang nicht ausreichend erkannt haben. Im Gegensatz dazu sind 78 % \u00fcberzeugt, dass populistische Parteien, allen voran die Alternative f\u00fcr Deutschland, ihren Einfluss durch den geschickten Einsatz dieser Plattformen erheblich ausbauen konnten. Diese digitale Asymmetrie hat besondere Auswirkungen auf j\u00fcngere W\u00e4hlerInnen: 66 % der Befragten \u00e4u\u00dfern Sorgen \u00fcber den Einfluss der AfD auf Jugendliche durch soziale Netzwerke. Obwohl 80 % angeben, dass ihre eigene Wahlentscheidung nicht oder nur geringf\u00fcgig durch die Pr\u00e4senz der Parteien in den sozialen Medien beeinflusst wurde, kann die kumulative Wirkung digitaler Wahlkampagnen, insbesondere bei den sensibleren W\u00e4hlergruppen, nicht au\u00dfer Acht gelassen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote alignwide\"><blockquote><p>\u201cDie W\u00e4hler sind zunehmend auf externe Instrumente und Technologien angewiesen, um konkurrierende politische Programme zu bewerten, w\u00e4hrend der demokratische Prozess durch Desinformation und den Vertrauensverlust in Online-Quellen herausgefordert wird \u201e<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Bundestagswahl 2025 markiert in mehrfacher Hinsicht eine Abkehr von der traditionellen Wahldynamik in Deutschland. Erstens verlassen sich W\u00e4hler zunehmend auf externe Werkzeuge und Technologien, um politische Angebote zu bewerten. So berichten 28 % der Befragten von Schwierigkeiten beim Verst\u00e4ndnis der Parteiprogramme und 32 % haben bereits digitale Entscheidungshelfer wie den Wahl-o-Mat genutzt. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sich 43 % vorstellen, KI-gest\u00fctzte Systeme zur Orientierung bei ihrer Wahlentscheidung einzusetzen \u2013 ein Hinweis auf das wachsende Vertrauen in algorithmische Vermittlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens wird der demokratische Prozess durch Desinformation und den Vertrauensverlust in Online-Quellen herausgefordert. Eine deutliche Mehrheit (75 %) ist der Meinung, dass die deutsche Demokratie unzureichend auf die wirksame Bek\u00e4mpfung von Desinformation vorbereitet ist. Zudem r\u00e4umen 56 % ein, h\u00e4ufig unsicher zu sein, welchen Online-Quellen sie vertrauen k\u00f6nnen. Insgesamt wird mit der zunehmenden Verwischung der Grenzen zwischen traditionellem und digitalem Wahlkampf sowohl das Potenzial f\u00fcr politisches Engagement als auch das Risiko f\u00fcr die demokratische Integrit\u00e4t sichtbarer. Die verst\u00e4rkte Abh\u00e4ngigkeit von digitalen Instrumenten ver\u00e4ndert nicht nur den Zugang zu politischen Informationen und deren Bewertung, sondern er\u00f6ffnet auch neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Einflussnahme, Manipulation und Polarisierung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-triebkrafte-der-radikalisierung-von-jugendlichen\">Triebkr\u00e4fte der Radikalisierung von Jugendlichen<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201cJunge W\u00e4hler wollen Klarheit, Ehrlichkeit und sichtbare Taten \u2013 keine politische Zweideutigkeit \u201e<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Zustimmung junger Menschen zu Parteien der extremen Linken und Rechten beruht nicht unbedingt auf langj\u00e4hrigen \u00dcberzeugungen, sondern auf dem Wunsch nach systemischer Ver\u00e4nderung. Die AfD spricht beispielsweise junge M\u00e4nner an, die in einer unsicheren Welt nach Klarheit und Kontrolle suchen, w\u00e4hrend Die Linke insbesondere junge Frauen mobilisiert, die sich f\u00fcr soziale Gerechtigkeit und Antidiskriminierung einsetzen. Unter den 18- bis 24-J\u00e4hrigen w\u00e4hlten \u00fcber ein Drittel der Frauen Die Linke, wohingegen etwa ein Viertel der jungen M\u00e4nner der AfD ihre Stimme gab. Die wahrgenommene Unt\u00e4tigkeit und mangelnde Reaktionsf\u00e4higkeit der Parteien der politischen Mitte haben junge W\u00e4hler dazu veranlasst, sich Gruppen zuzuwenden, die sofortige und kompromisslose Ver\u00e4nderungen versprechen. Gleichzeitig sind viele dieser W\u00e4hler weiterhin offen daf\u00fcr, in Zukunft die Partei zu wechseln. Sie suchen in der Politik Sicherheit, Ehrlichkeit und Wirksamkeit. Sie sch\u00e4tzen direkte Kommunikation, sichtbares Handeln und ein gewisses Ma\u00df an Entschlossenheit, selbst wenn diese gelegentlich radikal anmutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Junge W\u00e4hler weisen h\u00e4ufig ein tiefes Misstrauen gegen\u00fcber politischen Eliten und Institutionen auf. Diese Generation ist inmitten zahlreicher Krisen wie finanzieller Instabilit\u00e4t, einer globalen Pandemie und Klimakatastrophen erwachsen geworden, was die \u00dcberzeugung gest\u00e4rkt hat, dass das bestehende politische System nicht in der Lage ist, sinnvolle Ergebnisse zu liefern. Folglich wenden sich viele junge Menschen radikalen Parteien nicht aus ideologischer N\u00e4he zu, sondern aus Ablehnung des Status quo.<\/p>\n\n\n\n<p>Empirische Daten aus dem Jahr 2024 verdeutlichen, in welchem Ausma\u00df konkrete sozio-politische und wirtschaftliche Sorgen diese Neuorientierung antreiben. Laut der Studie von Shell Energy bezeichneten 81 % der 12- bis 25-J\u00e4hrigen den Krieg in der Ukraine als ihre gr\u00f6\u00dfte Sorge, gefolgt von Armut (67 %) und Umweltverschmutzung (64 %). W\u00e4hrend sowohl Die Linke als auch die AfD die Frustration der Jugend in politische Mobilisierung umwandeln, unterscheiden sich der ideologische Inhalt und der soziokulturelle Rahmen ihrer Appelle deutlich voneinander.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote alignwide\"><blockquote><p>\u201cRadikale Parteien bieten jungen Menschen das, was die Mitte nicht leistet: Entschlossenheit \u201e<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Linke artikuliert ihren Radikalismus in Bezug auf Inklusivit\u00e4t, soziale Gleichberechtigung und Umverteilung und positioniert sich als Verteidigerin marginalisierter Gruppen und Garantin sozio\u00f6konomischer Rechte. Ihre Rhetorik betont Solidarit\u00e4t \u00fcber ethnische und kulturelle Grenzen hinweg. Migration wird als humanit\u00e4re Notwendigkeit verstanden, nicht als Bedrohung. Demgegen\u00fcber beruht der Radikalismus der AfD auf ausschlie\u00dfendem Nationalismus, fordert eine restriktive Migrationspolitik und propagiert kulturelle Homogenit\u00e4t als Mittel zur Wiederherstellung gesellschaftlicher Stabilit\u00e4t. W\u00e4hrend Die Linke eine Ausweitung des Wohlfahrtsstaates auf alle Bewohner anstrebt, strebt die AfD eine Einschr\u00e4nkung an, r\u00e4umt Staatsangeh\u00f6rigen Vorrang vor Nichtstaatsangeh\u00f6rigen ein und betrachtet Sozialpolitik als Instrument zur Bewahrung der nationalen Identit\u00e4t.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"858\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0428\u0430\u0431\u043b\u043e\u043d-media-mentions-1024x858.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33229\" style=\"width:738px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0428\u0430\u0431\u043b\u043e\u043d-media-mentions-1024x858.png 1024w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0428\u0430\u0431\u043b\u043e\u043d-media-mentions-600x503.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0428\u0430\u0431\u043b\u043e\u043d-media-mentions-768x644.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0428\u0430\u0431\u043b\u043e\u043d-media-mentions-14x12.png 14w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0428\u0430\u0431\u043b\u043e\u043d-media-mentions.png 1293w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: TTRex \u2013 Thinktank Rechtsextremismus und Das Progressive Zentrum<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Material der Fokusgruppe, erhoben von der Agentur f\u00fcr Wahl- und Meinungsforschung Pollytix in Zusammenarbeit mit dem Progressiven Zentrum (DPZ) und dem Thinktank Rechtsextremismus (TTRex), zeigt, dass junge AfD-W\u00e4hler andere Parteien mit einer Mischung aus Kritik, Entt\u00e4uschung und gelegentlichem Respekt betrachten. Die CDU (Union) und die SPD werden als alte, traditionelle Parteien wahrgenommen, die keine neuen Ideen hervorbringen. Viele AfD-W\u00e4hler berichten, dass diese Parteien zu viele Versprechen ohne reale Umsetzung gemacht h\u00e4tten, insbesondere in Bereichen wie Kinderbetreuung oder Wirtschaftspolitik. Einige AfD-W\u00e4hler sagen, dass sie fr\u00fcher die CDU aufgrund gemeinsamer Standpunkte unterst\u00fctzt h\u00e4tten, aber aufgrund der schwachen Leistung der CDU sowohl in der Regierung als auch in der Opposition das Vertrauen verloren h\u00e4tten. Sie kritisieren die Partei daf\u00fcr, dass sie wichtige Reformen nicht umgesetzt hat, und sind der Meinung, dass es ihr an St\u00e4rke und Best\u00e4ndigkeit mangelt. Gleichwohl sehen viele die CDU weiterhin als ihnen ideologisch n\u00e4chststehende Partei und einige unterst\u00fctzen sogar die Idee einer Zusammenarbeit zwischen der CDU und der AfD.<\/p>\n\n\n\n<p>Parteien wie FDP, Die Gr\u00fcnen und Die Linke werden deutlich kritischer beurteilt. Die Gr\u00fcnen werden als \u201eseltsam\u201c oder \u201eunrealistisch\u201c beschrieben; dennoch respektieren einige AfD-W\u00e4hler ihre klare und konsistente Haltung, insbesondere in der Energiepolitik und bei Frauenrechten. Die neue Partei B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht \u2013 Vernunft und Gerechtigkeit ist vielen jungen AfD-W\u00e4hlern noch vergleichsweise unbekannt. Angesichts ihrer Pr\u00e4senz im Bundesrat und im Europ\u00e4ischen Parlament sowie ihrer links-populistischen und europaskeptischen Positionen erfahren ihre Ideen jedoch gelegentlich Anerkennung, da sie als neuer Akteur mit Potenzial wahrgenommen wird. Bemerkenswert ist es, dass junge AfD-Anh\u00e4nger nicht vollst\u00e4ndig ausschlie\u00dfen, k\u00fcnftig wieder andere Parteien zu w\u00e4hlen, sofern diese glaubhaft beweisen, dass sie ehrlich, konsequent und st\u00e4rker an den Bed\u00fcrfnissen j\u00fcngerer Generationen orientiert handeln.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-rolle-der-sozialen-medien-bei-der-pragung-der-politischen-praferenzen-der-jugend\">Die Rolle der sozialen Medien bei der Pr\u00e4gung der politischen Pr\u00e4ferenzen der Jugend<\/h4>\n\n\n\n<p id=\"h-\">Dieses Kapitel pr\u00e4sentiert eine Inhaltsanalyse der Online-Pr\u00e4senz von f\u00fcnf gro\u00dfen deutschen Parteien \u2013 der Christlich Demokratischen Union (CDU), der Christlich-Sozialen Union (CSU), der Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD), der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und Die Linke \u2013 auf TikTok und Instagram w\u00e4hrend des Wahlkampfzeitraums. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Zeit vom 17. Dezember 2024 bis zum 22. Februar 2025. Die Auswahl dieser Daten folgt der Logik des deutschen Wahlzyklus. Das Anfangsdatum f\u00e4llt mit dem Tag zusammen, an dem die gro\u00dfen deutschen Parteien offiziell ihre Wahlprogramme vorstellten und damit die aktive Phase des Wahlkampfs einleiteten. Zuvor hatte der Bundestag am 16. Dezember ein Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Olaf Scholz verabschiedet, was zur Aufl\u00f6sung der Regierung und zur Entscheidung f\u00fchrte, vorgezogene Neuwahlen am 23. Februar 2025 abzuhalten. Das Enddatum der Studie entspricht dem letzten vollst\u00e4ndigen Tag vor dem Wahldatum. Dieser Zeitpunkt stellt eine logische Grenze der Vorwahlkommunikation dar, weil er das Ende der \u00f6ffentlichen Kampagnenaktivit\u00e4ten markiert. Die Auswahl dieses Zeitraums erm\u00f6glicht es, das gesamte Spektrum der digitalen Aktivit\u00e4ten der Parteien in den sozialen Medien w\u00e4hrend des offiziellen Wahlkampffensters abzubilden.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-\">Die Analyse orientiert sich an den folgenden Schl\u00fcsselindikatoren: Anzahl der Follower auf TikTok und Instagram; Gesamtzahl der w\u00e4hrend des offiziellen Wahlkampfzeitraums ver\u00f6ffentlichten Beitr\u00e4ge; Charakter der Video- und Bildinhalte, klassifiziert als: positiv (z. B. Selbstpr\u00e4sentation, Hervorhebung von Erfolgen oder Vorstellung politischer Vorschl\u00e4ge), negativ (z. B. Angriffe auf politische Gegner), humor- oder memebasierter Inhalt, der zu Viralit\u00e4t und informellem Engagement beitragen kann; zentrale Botschaften der Kampagne und deren Koh\u00e4renz mit dem offiziellen Parteiprogramm, einschlie\u00dflich der Frage, inwieweit die drei wichtigsten Wahlkampfbotschaften mit den jeweiligen Manifesten \u00fcbereinstimmen oder ob sie Vereinfachungen, populistische Neuformulierungen oder thematische Abweichungen darstellen; sowie die Rolle politischer Pers\u00f6nlichkeiten auf sozialen Medien.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-methodik\">Methodik<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Analyse wurde manuell durchgef\u00fchrt, um ein hohes Ma\u00df an Genauigkeit und kontextuellem Verst\u00e4ndnis sicherzustellen. Jeder Beitrag, der von den ausgew\u00e4hlten Parteien im definierten Wahlkampfzeitraum auf TikTok und Instagram ver\u00f6ffentlicht wurde, wurde einzeln betrachtet und anhand der festgelegten Kriterien kodiert. Dieser Verfahren umfasste die Erfassung quantitativer Kennzahlen wie Followerzahlen, Gesamtzahl der Beitr\u00e4ge sowie die H\u00e4ufigkeit verschiedener Inhaltsarten, ebenso wie qualitative Bewertungen des Tons, der Formulierung der Botschaften und der \u00dcbereinstimmung mit dem offiziellen Parteiprogramm. Alle Kodierungsentscheidungen wurden von der Forscherin getroffen, um die Konsistenz innerhalb des Datensatzes zu gew\u00e4hrleisten. Der daraus entstehende Datensatz diente sowohl als Grundlage f\u00fcr deskriptive statistische Zusammenfassungen als auch f\u00fcr interpretative Analysen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-anzahl-der-follower-stand-11-juni-2025\">Anzahl der Follower (Stand: 11. Juni 2025)<\/h5>\n\n\n\n<p>Auf TikTok, einer Plattform, die f\u00fcr ihr j\u00fcngeres, politisch weniger gebundenes, aber emotional reaktionsfreudiges Publikum bekannt ist, ragt die AfD mit einer deutlich h\u00f6heren Followerzahl (607,8 Tsd.) heraus als jede andere Partei. Diese rechtsextreme Partei \u00fcbertrifft sogar etablierte Akteure wie die SPD (87,2 Tsd.) und die CDU (83,4 Tsd.) deutlich. Auch Die Linke weist mit 411,4 Tsd. Followern eine betr\u00e4chtliche Reichweite auf, was auf eine relativ starke Online-Pr\u00e4senz unter linksorientierten jungen Zielgruppen hindeutet. Im Gegensatz dazu hat die CSU mit 161,1 Tausend Followern eine geringere Reichweite auf TikTok, was wahrscheinlich auf ihr eher regionales und konservatives Profil zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Interessanterweise hat die regionale CSU auf TikTok mehr Follower (161,1 Tsd.) als die bundesweite CDU (83,4 Tsd.). Diese Diskrepanz l\u00e4sst sich zumindest teilweise durch Unterschiede in der Nutzungsdauer der Plattform erkl\u00e4ren: W\u00e4hrend die CDU ihren ersten TikTok-Beitrag erst am 26. Februar 2024 ver\u00f6ffentlichte, begann die CSU bereits am 8. M\u00e4rz 2021 mit dem Posten und konnte somit \u00fcber einen deutlich l\u00e4ngeren Zeitraum Publikum aufbauen. Auf Instagram zeigt Die Linke erneut eine starke digitale Reichweite mit 512 Tsd. Followern, gefolgt von der AfD mit 320 Tsd. und der CDU mit 198 Tsd. Die SPD (155 Tsd.) und die CSU (84,3 Tsd.) liegen deutlich dahinter. Diese Zahlen legen nahe, dass die AfD TikTok dominiert, w\u00e4hrend Die Linke eine gr\u00f6\u00dfere Anh\u00e4ngerschaft auf Instagram aufweist.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-gesamtzahl-der-beitrage-wahrend-des-kampagnenzeitraums\">Gesamtzahl der Beitr\u00e4ge w\u00e4hrend des Kampagnenzeitraums<\/h5>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist, dass die AfD trotz ihrer gro\u00dfen Followerbasis w\u00e4hrend des Wahlkampfzeitraums nur 23 TikTok-Beitr\u00e4ge ver\u00f6ffentlichte. Dies deutet auf eine Strategie hin, die st\u00e4rker auf virale Reichweite und algorithmische Verst\u00e4rkung setzt als auf eine hohe Produktionsfrequenz. Im Gegensatz dazu waren die CDU und die SPD auf TikTok am aktivsten, mit 158 bzw. 157 Beitr\u00e4gen. Dies weist auf einen traditionelleren Ansatz hin, der auf Sichtbarkeit durch kontinuierliches Posten abzielt. Auf Instagram f\u00fchrt erneut die CDU mit 346 Beitr\u00e4gen im Wahlkampfzeitraum, dicht gefolgt von der SPD (299) und der CSU (276). Die AfD (122) und Die Linke (175) verfolgten offenbar eine eher moderate Posting-Strategie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>&nbsp;<\/td><td>CDU<\/td><td>CSU<\/td><td>AfD<\/td><td>SPD<\/td><td>Die Linke<\/td><\/tr><tr><td>Anzahl der Follower<br>(TikTok)<\/td><td>83.400<\/td><td>161.100<\/td><td>607.800<\/td><td>87.200<\/td><td>411.400<\/td><\/tr><tr><td>Anzahl der Follower<br>(Instagram)<\/td><td>198.000<\/td><td>84.300<\/td><td>320.000<\/td><td>155.000<\/td><td>512.000<\/td><\/tr><tr><td>Gesamtzahl der Beitr\u00e4ge w\u00e4hrend des<br>Kampagnenzeitraums (TikTok)<\/td><td>158<\/td><td>62<\/td><td>23<\/td><td>157<\/td><td>126<\/td><\/tr><tr><td>Gesamtzahl der Beitr\u00e4ge w\u00e4hrend des<br>Kampagnenzeitraums<br>(Instagram)<\/td><td>346<\/td><td>276<\/td><td>122<\/td><td>299<\/td><td>175<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-charakter-der-video-und-bildinhalte\">Charakter der Video- und Bildinhalte<\/h4>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-cdu-positiver-ton-wirtschaftlicher-schwerpunkt\">CDU &#8211; Positiver Ton, wirtschaftlicher Schwerpunkt<\/h5>\n\n\n\n<p>Trotz eines gemeinsamen Wahlprogramms und einer gemeinsamen Bundestagsfraktion verfolgten die CDU und die CSU unterschiedliche Strategien in den sozialen Medien. Obwohl die Parteien innerhalb derselben Bundesl\u00e4nder keinen Wahlkampf gegeneinander f\u00fchrten (die CDU tritt au\u00dferhalb Bayerns an, die CSU ausschlie\u00dflich in Bayern), blieb ihre Online-Kommunikation weitgehend getrennt. Im analysierten Zeitraum wurden lediglich 11 Beitr\u00e4ge gemeinsam von CDU und CSU ver\u00f6ffentlicht, und nur 6 Beitr\u00e4ge zeigten sowohl die CSU- als auch den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz. Diese geringe \u00dcberschneidung unterstreicht die institutionelle und kommunikative Autonomie der beiden Parteien und zeigt, dass sie im deutschen Wahlsystem separate Identit\u00e4ten wahren m\u00fcssen, da jede Partei die F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde eigenst\u00e4ndig \u00fcberwinden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wesentliches Merkmal des Wahlkampfs der Christlich-Demokratischen Union f\u00fcr die Bundestagswahl 2025 ist die klare Konzentration auf die Wirtschaftspolitik als wichtigstes Mittel der Partei, um Unterst\u00fctzung zu gewinnen und ihre Botschaft zu vermitteln. Die CDU stellte wirtschaftspolitische Themen nicht als ein Politikfeld unter vielen dar, sondern als den zentralen Bereich, durch den alle anderen Herausforderungen wie soziale Stabilit\u00e4t, demografischer Wandel, technologische Innovation und nationale Souver\u00e4nit\u00e4t angegangen werden m\u00fcssen. \u00dcberwiegend setzte die Partei auf positive Inhalte, in denen politische Vorschl\u00e4ge, wirtschaftliche Erneuerung und F\u00fchrungskompetenz betont wurden. Ein erheblicher Teil der Video- und Infografikbeitr\u00e4ge konzentrierte sich auf konkrete Reformen wie Steuerentlastungen, Innovationen im Rentensystem, Deregulierung und Investitionen in digitale Infrastruktur. Diese Inhalte wurden meist mit klaren Visualisierungen, optimistischen Slogans, etwa #wiedernachvorne, und inklusiven Bildern pr\u00e4sentiert, die insbesondere die Mittelschicht, kleine Unternehmen und junge Familien ansprachen. Merz wurde nicht nur als Alternative zu Scholz dargestellt, sondern als Kraft, die in der Lage sei, einen zehnj\u00e4hrigen R\u00fcckgang der deutschen Wirtschaftskraft umzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ver\u00f6ffentlichte die CDU zahlreiche negative Inhalte, die sich haupts\u00e4chlich gegen die Ampelkoalition (SPD, Gr\u00fcne, FDP) richteten und den langfristigen Abstieg Deutschlands den unter Olaf Scholz und Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck verfolgten politischen Ma\u00dfnahmen zuschrieben. Diese Beitr\u00e4ge erhoben h\u00e4ufig Vorw\u00fcrfe der finanziellen Fehlsteuerung, der Unentschlossenheit und der moralischen Schw\u00e4che. Auch die AfD wurde als gef\u00e4hrliche, undemokratische Kraft dargestellt, und die CDU schloss jegliche Zusammenarbeit mit der rechtextremen Partei ausdr\u00fccklich aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl weniger dominant, wurden humorvolle Elemente eingesetzt, um virale Interaktion und Identifizierbarkeit zu f\u00f6rdern, und spielten eine erg\u00e4nzende Rolle. Ein Beispiel ist der Beitrag zum Valentinstag, der die emotionale Symbolik der Liebe mit staatsb\u00fcrgerlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Erneuerung kombinierte: \u201cHeute: Deiner Liebe das Herz schenken. Und am 23. Februar: Deinem Land\u201c. Diese doppelte Ansprache verband pers\u00f6nliche Emotionen mit einem national ausgerichteten Aufruf zur Wahlbeteiligung und wirkte gleichzeitig emotional ansprechend und ideologisch konsistent.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"868\" height=\"100\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33230\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image1.png 868w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image1-600x69.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image1-768x88.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image1-18x2.png 18w\" sizes=\"(max-width: 868px) 100vw, 868px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein deutliches Beispiel f\u00fcr hybriden Inhalt in der digitalen CDU-Kampagne 2025 \u2013 eine Mischung aus Ironie und gezielter politischer Kritik \u2013 sind Social-Media-Beitr\u00e4ge, in denen gew\u00f6hnliche B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mit den zuf\u00e4llig gleichen Nachnamen wie Habeck, Lindner und Scholz satirisch dargestellt wurden, wie sie ihre Stimme f\u00fcr Friedrich Merz und die CDU abgeben. Obwohl diese Personen keinerlei Beziehung zu den tats\u00e4chlichen Regierungsmitgliedern hatten, erzeugten die gemeinsam genutzten Nachnamen sofort Assoziationen zu den Parteif\u00fchrern der Gr\u00fcnen, der FDP und der SPD. Dieses Spiel mit den ehemaligen Regierungschefs unterstrich den strategischen Einsatz von Ironie und Humor durch die CDU, um auf eine weit verbreitete Unzufriedenheit hinzuweisen. Die Bildunterschrift \u201eSelbst die Ampelkoalition entscheidet sich f\u00fcr politischen Wandel\u201c bekr\u00e4ftigte die Vorstellung, dass die Notwendigkeit eines politischen und wirtschaftlichen Wandels offensichtlich sei.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"853\" height=\"467\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33232\" style=\"width:710px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-2.png 853w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-2-600x328.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-2-768x420.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-2-18x10.png 18w\" sizes=\"(max-width: 853px) 100vw, 853px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-csu-konfrontation-statt-konsens\">CSU &#8211; Konfrontation statt Konsens<\/h5>\n\n\n\n<p>Die visuellen und narrativen Strategien, die die Christlich-Soziale Union (CSU) w\u00e4hrend des Wahlkampfes einsetzte, zeigen einen \u00fcberwiegend negativen und konfrontativen Ton, der mit ausgew\u00e4hlten positiven Botschaften zu bayerischer Identit\u00e4t, Sicherheit und wirtschaftlicher Kompetenz verwoben ist. Humorvolle oder informelle Inhalte waren vergleichsweise selten; wenn sie vorkamen, waren sie subtil und erf\u00fcllten eher eine symbolische als eine unterhaltende Funktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kampagne der CSU in den sozialen Medien war stark von negativen Botschaften gepr\u00e4gt, die sich insbesondere gegen die \u201eAmpelkoalition\u201c richteten. Wiederholt griff die Partei die Bundesregierung wegen des Cannabisgesetzes, der Energiepolitik, der Migrationsagenda und der Regelungen zur geschlechtergerechten Sprache an. Dar\u00fcber hinaus, obwohl die CSU in manchen Bereichen, etwa bei restriktiven Positionen zu Migration oder nationaler Identit\u00e4t, \u00dcberschneidungen mit der AfD aufwies, distanzierte sie sich deutlich, indem sie die AfD als gef\u00e4hrlich, antieurop\u00e4isch und sch\u00e4dlich f\u00fcr deutsche Interessen darstellte.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"598\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/CSU.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33235\" style=\"width:333px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/CSU.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/CSU-300x300.png 300w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/CSU-12x12.png 12w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die CSU nutzte positive Inhalte gezielt, insbesondere wenn es darum ging, den regionalen Stolz und die kulturelle Besonderheit Bayerns zu betonen. Die Partei stellte Bayern als erfolgreiches Modell innerhalb Deutschlands bei der Zahl der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen, bei Risikokapitalinvestitionen und bei der Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen im Automobilsektor dar. Diese Inhalte vermittelten Kompetenz, Tradition und Innovation in einem koh\u00e4renten regionalen Narrativ. Die digitale Pr\u00e4senz der CSU st\u00fctzte sich zwar nicht stark auf Humor, integrierte jedoch strategisch subtile, kulturell relevante Inhalte. Ein pr\u00e4gnantes Beispiel ist ein Video, in dem eine Kellnerin \u201eHalbe Hendl\u201c (ein halbes H\u00e4hnchen) und \u201eHalbe Bier\u201d (ein halbes Liter Bier) serviert, mit dem Untertitel: \u201eKeine halben Sachen! Mit Erst- und Zweitstimme CSU w\u00e4hlen!\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-afd-satire-als-uberzeugungsstrategie\">AfD &#8211; Satire als \u00dcberzeugungsstrategie<\/h5>\n\n\n\n<p>Negative Inhalte, die sich durch einen stark konfrontativen Charakter auszeichnen, bilden die vorherrschende Kategorie. Mehr als ein F\u00fcnftel der Instagram-Beitr\u00e4ge der AfD enth\u00e4l scharfe Kritik an bestimmten Politikerinnen, Politikern oder Parteien, begleitet von ausf\u00fchrlichen textlichen Begr\u00fcndungen f\u00fcr deren angebliches Versagen. Dies umfasst aggressive Angriffe auf politische Gegner, insbesondere auf die \u201eAmpelkoalition\u201c, aber auch auf die CDU\/CSU. Einwesentlicher Bestandteil dieser negativen Rahmung besteht in der Nutzung von S\u00fcndenbockund Angstargumenten, haupts\u00e4chlich im Zusammenhang mit Migration. Zentrale politische Figuren wie Olaf Scholz, Nancy Faeser, und Angela Merkel wurden regelm\u00e4\u00dfig verunglimpft und f\u00fcr verschiedene nationale \u201eMisserfolge\u201c verantwortlich gemacht, die vom Atomausstieg \u00fcber Masseneinwanderung bis hin zu COVID-19-Beschr\u00e4nkungen reichten. Selbst die CDU wurde h\u00e4ufig als \u201efalsche Alternative\u201c dargestellt, die an der angeblichen Fehlsteuerung des Landes mitbeteiligt sei. Vorw\u00fcrfe von Doppelstandards, Zensur und b\u00fcrokratischer \u00dcbergriffigkeit dienten dazu, das Bild einer repressiven liberalen Elite zu zeichnen, die im Gegensatz zu den \u201ewirklichen Menschen\u201c stehe.<\/p>\n\n\n\n<p>Positive Inhalte zeigten die von der AfD vorgeschlagenen politischen Alternativen, darunter die R\u00fcckkehr zur Kernenergie, die Abschaffung von CO2-Steuern, B\u00fcrokratieabbau, Steuersenkungen f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen sowie die F\u00f6rderung von \u201eRemigration\u201c ohne finanzielle Anreize. Die Kommunikationsstrategie der Partei zielte darauf ab, sich als \u201eVolkspartei\u201c zu inszenieren und damit den Anspruch zu erheben, die einzige Kraft zu sein, die etablierte Eliten und Lobbyinteressen herausfordere. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzte die AfD aktiv Pers\u00f6nlichkeiten wie Donald Trump und pr\u00e4sentierte dessen \u201eMegaentscheidungen\u201c, etwa den Ausstieg aus dem Pariser Abkommen oder seine Zwei-Geschlechter-Politik, als Vorbild f\u00fcr ihr eigenes entschlossenes Handeln in Deutschland. Dies verkn\u00fcpfte ihre Agenda mit einem erfolgreichen populistischen, nationalistischen Ansatz und unterstrich den Anspruch, nationale Interessen zu priorisieren, um \u201eDeutschland wieder gro\u00df\u201c zu machen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1017\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image8-1024x1017.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33236\" style=\"width:329px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image8-1024x1017.png 1024w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image8-600x596.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image8-768x763.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image8-12x12.png 12w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image8.png 1184w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Kommunikationsstrategie der AfD kombinierte deutlich Satire und Populismus, was in den digitalen Medien dank humorvoller und auf Meme basierende Inhalte erhebliche Wirkung entfaltete. Ein zentrales Element dieser Strategie bestand in visuellen Metaphern wie der \u201eBeitragszahler-Kuh\u201c. Dieses Bild zeigt gew\u00f6hnliche B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die vom Staat ausgebeutet werden, zum Beispiel durch erh\u00f6hte Krankenkassenbeitr\u00e4ge. Die Darstellung setzt bewusst auf \u00dcbertreibung: Eine ersch\u00f6pfte Kuh, umgeben von Eimern, die f\u00fcr abgef\u00fchrte Gelder stehen, verst\u00e4rkt das Narrativ von systemischer Ungerechtigkeit und staatlicher \u00dcbergriffigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Humor und Ironie durchzogen auch die Angriffe der AfD auf politische Pers\u00f6nlichkeiten. Angela Merkel wurde als Symbol f\u00fcr elit\u00e4re Distanz und gescheiterte F\u00fchrung dargestellt; ihr steuerfinanziertes B\u00fcro nach dem Ausscheiden aus dem Amt erhielt etwa die Bezeichnung \u201eLuxus-Kommandostand\u201c angesichts zunehmender Armut. Zudem wurden Anspielungen auf \u201enordkoreanischen Applaus\u201c genutzt, um ihren fortgesetzten Einfluss innerhalb der CDU zu verspotten. Bundeskanzler Olaf Scholz war ebenfalls verspottet. Seine Rede in Davos, in der er vor Rechtsextremismus warnte, wurde als Angriff auf Elon Musk umgedeutet, den die AfD als populistischen Verb\u00fcndeten darstellt. Scholz wurde als \u201eP\u00f6bler im Kanzleramt\u201c bezeichnet; diese Darstellung wurde mit \u00fcberzogenen Behauptungen verkn\u00fcpft, Deutschland sei zunehmend isoliert in einer Welt, die angeblich von rechten Regierungen dominiert werde \u2013 eine satirische Reaktion auf die Einordnung konservativer Regierungen im Ausland als \u201erechtsextrem\u201c durch den politischen Mainstream.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-spd-politik-zuerst-personlichkeit-danach\">SPD \u2013 Politik zuerst, Pers\u00f6nlichkeit danach<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Kampagne der SPD in den sozialen Medien zeichnet sich durch zwei zentrale Merkmale aus: programmatische Versprechen und direkte politische Opposition. Die positiven Inhalte sind umfangreich und politikorientiert; ein erheblicher Teil der Kampagnenvideos konzentriert sich auf die Vorstellung konkreter SPD-Politikvorschl\u00e4ge, wie etwa die geplante Erh\u00f6hung des Mindestlohns auf 15 \u20ac bis 2026, Investitionsanreize durch den \u201eMade in Germany\u201c-Bonus sowie Ma\u00dfnahmen zur Steuerentlastung f\u00fcr 95% der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Dar\u00fcber hinaus werden diese Vorschl\u00e4ge durch greifbare, allt\u00e4gliche Beispiele veranschaulicht, etwa zus\u00e4tzliches Einkommen f\u00fcr eine vierk\u00f6pfige Familie oder kostenfreie Schulmahlzeiten wodurch die W\u00e4hlern\u00e4he gest\u00e4rkt wird. Olaf Scholz steht im Zentrum dieser visuellen Kommunikation. Seine Pr\u00e4senz ist best\u00e4ndig; er tritt in zahlreichen Redeausschnitten, Interviewpassagen und Kampagnenvideos auf, in denen er die Parteipolitik erl\u00e4utert und seine Vision f\u00fcr Deutschland darlegt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"599\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spd.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33237\" style=\"width:326px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spd.png 480w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/spd-10x12.png 10w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Gleichzeitig zeigt die Kampagne eine stark antagonistische Dimension, da sie systematisch auf Kontraste und Opposition setzt, sichtbar in der Dichotomie zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz sowie im weiteren Sinne zwischen der SPD und der CDU\/CSU. Merz wird als visionslos dargestellt, dessen wirtschaftliche Vorschl\u00e4ge unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig den Wohlhabenden zugutekommen. Diese oppositionellen Botschaften dienen der Mobilisierung von Unterst\u00fctzern durch eine Strategie, die in polarisierten politischen Umfeldern Resonanz findet. Dieser Kontrast wird durch Slogans wie \u201eW\u00e4hrend der Eine [Merz] B\u00fccher schreibt, arbeitet der Andere [Scholz]\u201c noch verst\u00e4rkt. Ein weiteres Beispiel umfasst die Verspottung der symbolischen CDU-Kampagne zur Senkung der D\u00f6nerpreise, auf die die SPD mit der Betonung ihres Fokus auf faire L\u00f6hne reagiert, statt oberfl\u00e4chliche Versprechungen zu machen. Au\u00dferdem nimmt die Kampagne einen kritischen Ton gegen\u00fcber der AfD und deren Herausforderungen f\u00fcr die deutschen demokratischen Normen an. Die SPD zieht eine klare moralische Grenze und betont wiederholt: \u201eWir kooperieren nicht mit Rechtsextremen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den positiven und oppositionellen Inhalten setzt die SPD auch humorvolle und auf Meme basierende Elemente ein. Diese folgen oft viralen Formaten, wie der Meme-Struktur \u201cNobody: \u2026 SPD: \u2026\u201d, die ironisch politische Slogans mit den tats\u00e4chlichen Priorit\u00e4ten der Partei kontrastiert, z. B. \u201eWir sagen, wir wollen Wirtschaftswachstum. Aber eigentlich wollen wir besseren \u00f6ffentlichen Nahverkehr\u201c. Jugendorientierte Umgangssprache und lockere Ausdrucksweise, die von hochrangigen Parteimitgliedern, wie beispielsweise Lothar Bindings Gebrauch von Begriffen wie \u201eslay\u201c und \u201evibes\u201c, um die Atmosph\u00e4re auf den Parteikonferenzen zu beschreiben. Diese informelle Ebene schw\u00e4cht die Ernsthaftigkeit der Kampagne nicht; vielmehr humanisiert sie die Marke SPD und erh\u00f6ht ihre Teilbarkeit in digitalen R\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-linke-popkultur-trifft-klassenpolitik\">Die Linke \u2013 Popkultur trifft Klassenpolitik<\/h5>\n\n\n\n<p>Ein erheblicher Teil der visuellen Inhalte von Die Linke war eindeutig positiv gepr\u00e4gt, mit Schwerpunkt auf sozialer Gerechtigkeit und klar formulierten politischen Vorschl\u00e4gen. Zahlreiche Reels und Karussell-Posts widmeten sich der Erl\u00e4uterung der zentralen Positionen der Partei zu Themen wie Wohnen, Energiegerechtigkeit, Investitionen in das \u00f6ffentliche Gesundheitssystem und Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Diese Materialien nutzten einfache visuelle Layouts, Infografiken oder dynamische Erkl\u00e4rformate, die von ParteivertreterInnen wie Heidi Reichinnek oder Jan van Aken erl\u00e4utert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus unterstrichen Videos und Beitr\u00e4ge, die internes Wachstum, erfolgreiche Demonstrationen und digitale Tools wie den Mietrechner oder den Heizkosten-Checker hervorhoben, Die Linke als strategisch innovativ und handlungsorientiert. Die Partei wollte sich somit als wirksam und aktionsorientiert darstellen, nicht nur als Oppositionsstimme. Informationsclips, die Wahlmechanismen erkl\u00e4rten, zum Beispiel den Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme, insbesondere wenn j\u00fcngere InfluencerInnen diese verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rten, trugen zur politischen Bildung bei und f\u00f6rderten gleichzeitig die Agenda der Partei.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"479\" height=\"599\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Screenshot-2025-11-18-at-16-13-36-Instagram.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33238\" style=\"width:336px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Screenshot-2025-11-18-at-16-13-36-Instagram.png 479w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Screenshot-2025-11-18-at-16-13-36-Instagram-10x12.png 10w\" sizes=\"(max-width: 479px) 100vw, 479px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Auf der anderen Seite gab es eine ausgepr\u00e4gte Schicht negativer Inhalte, die darauf abzielte, politische Gegner zu delegitimieren, insbesondere die AfD und die CDU\/CSU. Friedrich Merz wurde kritisiert, weil er \u201esein Versprechen gebrochen\u201c habe, indem er mit der AfD kooperierte, und der Aufruf zum Verbot der AfD wurde durch Vergleiche mit der Nazi-Partei begleitet. \u00dcberdies beinhalteten Hinweise auf den Einfluss von Milliard\u00e4rInnen und Unternehmenslobbyismus oft konkrete Zahlen, etwa 40 Millionen Euro an Lobbyausgaben der Finanzindustrie, was der ideologischen Kritik faktische Gewichtung verlieh. Visuelle Darstellungen richteten sich gegen Pers\u00f6nlichkeiten wie Elon Musk, Oliver B\u00e4te (Allianz), und DAX-Vorstandsvorsitzende die als \u201eKlimasch\u00e4dlinge\u201c und \u201eDemokratiezerst\u00f6rer\u201c gezeigt wurden, die ihr Verm\u00f6gen f\u00fcr Einflussnahmen nutzten. Slogans wie \u201cTax the DAX\u201d und \u201eDie AfD hat Musk! Wir haben Dich!\u201c verst\u00e4rkten die Kritik und pr\u00e4sentierten Die Linke als ethische Kontrollinstanz.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders auff\u00e4llig an der Kommunikationsstrategie der Linken in diesem Wahlzyklus war die umfangreiche Nutzung von humorvollen und auf Meme basierende Inhalten, die junge W\u00e4hlerInnen ansprechen sollten. So wurde beispielsweise eine Kampagne am Valentinstags mit den Worten wie \u201eBist du die Verm\u00f6genssteuer oder warum l\u00e4sst du mein Herz h\u00f6her schlagen?\u201d gestaltet, die Klassenpolitik humorvoll \u00fcber romantische Tropen vermittelte. \u00c4hnlich enthielt weihnachtliches Material eine umgeschriebene Version von \u201eSanta Baby\u201c mit politischen Forderungen statt Geschenken: \u201eKein Cum-Ex-Kanzler, kein Blackrock-Merz\u201c. Um ideologische Botschaften in popkulturelle Referenzen einzubetten, bediente sich die Linke ideologisch kodiertem Humor. So wurde ein stilisiertes Bild verwendet, das die Parteif\u00fchrung mit einer Boyband der 1990er Jahre verglich, was sowohl das politische Branding verspottete als auch feierte. Weiterhin wurde Humor eingesetzt, um Weihnachtsmann mit Sozialismus zu assoziieren (\u201eWeihnachtsmann ist ein Roter\u201c) oder Elon Musk als faschistisch-neigende Milliard\u00e4r zu zeigen, um neoliberale Tech-Eliten zu kritisieren. Zus\u00e4tzlich nutzte Die Linke provokante Stilmittel f\u00fcr ernste Themen wie wirtschaftliche Ungerechtigkeit, Faschismus oder Klassenkampf und bediente sich dabei der visuellen Grammatik der Meme-Kultur, einschlie\u00dflich surrealer Schnitte, dramatischer Zooms und ironischer Untertitel. Dieser Ansatz erm\u00f6glichte es der Partei, kulturell relevant zu bleiben und die Absurdit\u00e4t von Eliteprivilegien oder rechtspopulistischer Rhetorik hervorzuheben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-kernbotschaften-und-konsistenz-der-botschaften-mit-dem-offiziellen-parteiprogramm\">Kernbotschaften und Konsistenz der Botschaften mit dem offiziellen Parteiprogramm<\/h4>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"h-cdu-csu\">CDU\/CSU<\/h5>\n\n\n\n<p>1.Wirtschaftliche Revitalisierung<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Die Botschaften der CDU\/CSU in den sozialen Medien zur wirtschaftlichen Revitalisierung standen im Gro\u00dfen und Ganzen im Einklang mit ihrem offiziellen Wahlprogramm. Hervorgehoben wurden unter anderem Vorschl\u00e4ge f\u00fcr steuerfreie \u00dcberstunden, eine Senkung der Unternehmenssteuer um 25 %, eine \u201eaktive Rente\u201c (bis zu 2.000 \u20ac\/Monat steuerfrei) sowie Forderungen nach B\u00fcrokratieabbau und niedrigeren Energiekosten. Zudem betonten sie die Unterst\u00fctzung von LandwirtInnen, Familien und kleinen und mittlere Unternehmen (KMU), kritisierten die Wirtschaftspolitik der Regierung und f\u00f6rderten Kinderinvestitionskonten. Das offizielle Programm erl\u00e4uterte diese Grunds\u00e4tze im Detail und legte den Rahmen f\u00fcr umfassende Steuerreformen, Deregulierung, Renten\u00e4nderungen und Wachstumsf\u00f6rderung innerhalb einer sozialen Marktwirtschaft. Auch Themen wie B\u00fcrokratieabbau und Innovationsf\u00f6rderung wurden geteilt. Ein bemerkenswerter Unterschied zeigte sich jedoch in der Rhetorik: Beitr\u00e4ge nutzten emotionalere und polarisierende Sprache, die im offiziellen, eher n\u00fcchternen Programm fehlte. Eine beispielgebende Botschaft in den sozialen Medien von der CDU: \u201eWir machen euren D\u00f6ner und euer Schnitzel bezahlbar! Wie? Indem wir die Umsatzsteuer auf Speisen in der Gastronomie von 19% auf 7% senken. So kommt der #Politikwechsel auch in deinem Geldbeutel an\u201c. Diese kn\u00fcpft an den Alltag an, verspricht direkten finanziellen Nutzen, vereinfacht die Politik und steht im Einklang mit dem erkl\u00e4rten Ziel der Partei, die Gastronomieststeuer zu senken. Sie verdeutlicht die F\u00e4higkeit der CDU, komplexe Wirtschaftspolitik in eine attraktive und relevante Botschaft f\u00fcr die breite \u00d6ffentlichkeit zu \u00fcbersetzen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"786\" height=\"383\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33242\" style=\"width:605px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-4.png 786w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-4-600x292.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-4-768x374.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/image-4-18x9.png 18w\" sizes=\"(max-width: 786px) 100vw, 786px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>2. Restriktive Migrationspolitik<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Der restriktive Migrationsansatz der CDU\/CSU in den sozialen Medien entsprach inhaltlich dem offiziellen Programm, unterschied sich jedoch in Stil und Tiefe. Die Ziele waren in beiden Formaten identisch: illegale Migration stoppen, Grenzkontrollen und Zur\u00fcckweisungen an der Grenze durchf\u00fchren, Abschiebungen mit verbesserter rechtlicher Grundlage erh\u00f6hen und eine klare Trennung zwischen Asylsuchenden und ArbeitsmigrantInnen mit differenzierten Verfahren sicherstellen. Das offizielle Programm blieb institutionell und fokussierte auf Rechtsverfahren, EU-Reformen und Verwaltungswerkzeuge. Im Gegensatz dazu verwendeten die sozialen Medien emotional aufgeladene Handlungsaufforderungen und \u00fcbertriebene Alltagssprache, etwa: \u201eKein Geld f\u00fcr Kriminelle!\u201d, oder \u201eWer ein Kalifat fordert, hat hier kein Zuhause!\u201c. Um eine breitere \u00d6ffentlichkeit anzusprechen, stellten digitale Inhalte die Einb\u00fcrgerung als nationale Bedrohung dar und f\u00fchrten vereinzelte gewaltt\u00e4tige Vorf\u00e4lle an, um auf ein systemisches Scheitern der Asylpolitik hinzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Wiederaufbau von nationaler Sicherheit und Verteidigungsf\u00e4higkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Zentrale Themen wie Nulltoleranz gegen\u00fcber Kriminalit\u00e4t, St\u00e4rkung der Rechtschutzkr\u00e4fte und Verbesserung der inneren Sicherheit waren in beiden Formaten konsistent. Beitr\u00e4ge, die sich auf die j\u00fcngsten Anschl\u00e4ge bezogen, betonten die Dringlichkeit und die Notwendigkeit einer st\u00e4rkeren staatlichen Autorit\u00e4t, was der Forderung des Programms nach einer Ausweitung der \u00dcberwachung, strengeren Strafgesetzen und besser ausgestatteten Sicherheitsdiensten entspricht. Allerdings vereinfachten die Inhalte in den sozialen Medien einige Details: Der Fokus lag st\u00e4rker auf innerstaatlicher Kriminalit\u00e4t und \u00f6ffentlicher Angst, w\u00e4hrend das offizielle Programm rechtliche Reformen, digitale \u00dcberwachungstools und NATO-Verteidigungsverpflichtungen darlegte. Abstrakte Slogans wie \u201eDeutschland muss wieder sicher werden\u201c ersetzten pr\u00e4zise Vorschl\u00e4ge, und emotionale Appelle traten an die Stelle spezifischer Reformen, insbesondere in geopolitischen und institutionellen Bereichen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"h-afd\">AfD<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\" id=\"h-afdeinschrankung-der-zuwanderung\">1.Einschr\u00e4nkung der Zuwanderung<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Das offizielle Programm der AfD bef\u00fcrwortete souver\u00e4nistische, restriktive und remigrationsorientierte Politiken. Zentrale Prinzipien umfassen die Wiederherstellung der Grenzkontrolle, den Austritt aus dem EU-Asylsystem, K\u00fcrzungen von Sozialleistungen f\u00fcr MigrantInnen, die Einleitung von Massenabschiebungen und die Reform des Asylrechts. In Beitr\u00e4gen in den sozialen Medien wurden diese Priorit\u00e4ten bekr\u00e4ftigt, einzelne Straftaten von Migranten als systemische Bedrohungen hervorgehoben, die vollst\u00e4ndige Schlie\u00dfung der Grenzen und die Verweigerung der Einreise f\u00fcr Menschen ohne Papiere gefordert und andere Parteien f\u00fcr ihre Haltung zur Einwanderung scharf kritisiert. Trotz thematischer \u00dcbereinstimmung unterschieden sich die Social-Media-Botschaften der AfD deutlich im Tonfall. So wurden vereinzelte Gewalttaten mit Migrationshintergrund, beispielsweise Angriffe in Magdeburg oder Aschaffenburg, dazu genutzt, um \u201eMassenmigration\u201d pauschal als von Natur aus gef\u00e4hrlich darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Energiesouver\u00e4nit\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Plattformen pl\u00e4dierten f\u00fcr die R\u00fcckkehr zur Kernenergie und die weitere Nutzung fossiler Brennstoffe, w\u00e4hrend sie Subventionen f\u00fcr erneuerbare Energien und CO2-Steuern entschieden ablehnten. Social Media nutzte populistische Rahmung und machte die Ampelkoalition sowie die CDU f\u00fcr hohe Energiepreise und eine \u201eideologische Energiewende\u201c verantwortlich \u2013 eine rhetorische Erweiterung der eher technokratischen Kritik des Wahlprogramms an Marktverzerrungen und klimabasierten Regulierungen. Obwohl der ideologische Kern, die Ablehnung klimabasierten Handelns zugunsten fossiler und nuklearer Reindustrialisierung, auf allen Plattformen konsistent war, nutzten soziale Medien vereinfachte rhetorische Mittel, etwa emotional aufgeladene Begriffe wie \u201egr\u00fcner Wahnsinn\u201c oder \u201eKlimabetrug\u201c, vage Appelle f\u00fcr \u201ebillige Energie\u201c anstelle detaillierter Vorschl\u00e4ge wie der Wiederinbetriebnahme von Nord Stream und vereinfachte Schuldzuweisungen an politische Gegner.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Wirtschaftlicher Protektionismus und B\u00fcrokratieabbau<\/p>\n\n\n\n<p>Die Online-Forderungen nach Abschaffung des Solidarit\u00e4tszuschlags und weitreichenden Steuersenkungen stimmten mit den Programmversprechen \u00fcberein. Beide Kommunikationskan\u00e4le betonten au\u00dferdem Deregulierung: Soziale Medien kritisierte \u201esinnlose EU-Regeln\u201c und \u201eb\u00fcrokratische Monster\u201c, w\u00e4hrend das offizielle Programm konkrete Ma\u00dfnahmen nannte, etwa Abschaffung des Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzes, Vereinfachung des Datenschutzes und Straffung von Genehmigungsverfahren f\u00fcr KMU und Landwirtschaft. Obwohl inhaltlich konsistent, vereinfachte die Strategie der AfD in den sozialen Medien die Politik und verwendete populistische Rahmung. Dazu geh\u00f6rte ein \u201eArbeiter vs. Ausl\u00e4nder\u201c-Dichotomie, in der Ausl\u00e4nder mit der Belastung der Sozialleistungen verkn\u00fcpft wurden \u2013 eine ethnonationalistische und reduktionistische Darstellung im Vergleich zur breiteren institutionellen Kritik an Sozialtransfers im Programm. Gleichzeitig wurden die differenzierten Vorschl\u00e4ge zur Steuerreform im offiziellen Programm in den sozialen Medien auf vereinfachte Slogans wie \u201eMehr Netto aus Brutto!\u201c reduziert.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\" id=\"h-spd\">SPD<\/h5>\n\n\n\n<p>1.F\u00f6rderung wirtschaftlicher Gerechtigkeit<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend soziale Medien einen populistischeren Ton anschlugen, wurden die Kernforderungen zu Steuern, L\u00f6hnen und Investitionen aus evidenzbasierten Programmpositionen abgeleitet. Das Versprechen der Partei, den Mindestlohn auf 15 \u20ac anzuheben, ein zentrales Wahlkampfversprechen, wurde konsequent sowohl in digitalen Mitteilungen als auch im Programm als direktes Mittel zur Steigerung des realen Haushaltseinkommens dargestellt. Die Finanzpolitik legte den Schwerpunkt auf Steuerentlastungen f\u00fcr Bezieher niedriger und mittlerer Einkommen bei gleichzeitiger Erh\u00f6hung der Beitr\u00e4ge der Verm\u00f6gendsten, was den Behauptungen in den sozialen Medien \u00fcber Steuersenkungen f\u00fcr 95 % der Bev\u00f6lkerung entsprach. Der \u201eMade in Germany\u201c-Investitionsbonus und der 100-Milliarden-Fonds, die im Mittelpunkt der Plattform standen, unterst\u00fctzten \u00fcber soziale Medien die Themen Arbeitsplatzsicherheit und Wirtschaftswachstum durch strategische Investitionen. Schlie\u00dflich untermauerten Vorschl\u00e4ge zur Begrenzung der Stromkosten und zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel im offiziellen Programm die allgemeine Botschaft, das Leben erschwinglicher zu machen. Allerdings wurden komplexe wirtschaftliche Ziele durch Vereinfachungen in den sozialen Medien mittels emotional ansprechender Aussagen neu interpretiert, zum Beispiel: \u201eWir sagen, wir wollen Wirtschaftswachstum. Aber was wir wirklich wollen, ist dein Arbeitsplatz saven\u201c, oder \u201eWir sagen, wir wollen mehr Netto vom Brutto. Aber was wir wirklich wollen, sind eigentlich nur bezahlbarer Iced Coffee und g\u00fcnstige Lebensmittel f\u00fcr Oma\u201c. Daher schufen diese Formulierungen eine Br\u00fccke zwischen politischer Sachkenntnis und der Stimmung in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Gew\u00e4hrleistung der sozialen Sicherheit<\/p>\n\n\n\n<p>Die digitale Betonung von Rentenstabilit\u00e4t, Familienf\u00f6rderung, bezahlbarem Wohnraum und Altenpflege fand umfassende politische Unterst\u00fctzung im Programm. Beispielsweise spiegelte das Versprechen in den sozialen Medieneiner gesetzlich garantierten 48 %igen Rente innerhalb der ersten 100 Tage direkt den zentralen Programmpunkt wider, die gesetzliche Altersversorgung zu stabilisieren und sie mit dem Wert lebenslanger Arbeit und sozialer Gerechtigkeit zu verkn\u00fcpfen. Ebenso waren Hervorhebungen in den sozialen Medien zu erh\u00f6hten Kindergeldleistungen, Steuerentlastungen f\u00fcr Eltern und kostenlosen Schulmahlzeiten im Programm verankert, einschlie\u00dflich spezifischer Vorschl\u00e4ge f\u00fcr erweiterten Elternurlaub und institutionalisierten kostenlose Mahlzeiten. Schlie\u00dflich war das Thema der Deckelung von Eigenanteilen in der Pflege und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege im formalen Programm eingebettet, das ein \u201esolidarisches\u201c Langzeitpflegesystem vorschlug, das Arbeitsrechte und gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung betont.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Verteidigung der Demokratie<\/p>\n\n\n\n<p>Die SPD-Botschaften in den sozialen Medien zum Schutz der Demokratie stimmten mit dem Wahlprogramm 2025 \u00fcberein. Die klare Ablehnung jeglicher Kooperation mit RechtsextremistInnen wurde auf der offiziellen Plattform deutlich zum Ausdruck gebracht, auf der ein umfassender Ansatz zur Bek\u00e4mpfung des Extremismus dargelegt wurde, darunter eine verst\u00e4rkte \u00dcberwachung, die Entziehung von Finanzmitteln und die Verhinderung der Unterwanderung \u00f6ffentlicher Institutionen. W\u00e4hrend in den sozialen Medien allgemein die Bedeutung der Strafverfolgung und der institutionellen St\u00e4rke f\u00fcr die demokratische Ordnung betont wurde, wurden im Programm umfangreiche Erweiterungen der Polizeikapazit\u00e4ten, Rechtsreformen und der Cybersicherheitsinfrastruktur als wichtige Schutzma\u00dfnahmen dargelegt. Die Plattform betonte auch die proaktive demokratische Erneuerung durch partizipative Mechanismen wie B\u00fcrgerversammlungen, die zwar in den sozialen Medien nicht besonders hervorgehoben wurden, aber das umfassendere Bekenntnis der Partei zu demokratischem Engagement erg\u00e4nzten. Schlie\u00dflich unterst\u00fctzte die konsequente Betonung der SPD auf Antidiskriminierung, b\u00fcrgerliche Inklusion und ein modernes Staatsb\u00fcrgerschaftsrecht, die in beiden Kommunikationskan\u00e4len pr\u00e4sent war, ihre Vision einer offenen, partizipativen und pluralistischen Politik.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-linke\">Die Linke<\/h5>\n\n\n\n<p>1.Radikale Umverteilung des Wohlstands durch progressive Besteuerung<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Die Botschaft der Linken war nicht nur ein eing\u00e4ngiger Slogan, sondern spiegelte genau das offizielle Programm und die Grund\u00fcberzeugungen der Partei wider. In den sozialen Medien verwendete die Partei emotional aufgeladene Sprache, um die wachsende Verm\u00f6gensungleichheit hervorzuheben und f\u00fcr Umverteilungsgerechtigkeit einzutreten. Posts wie \u201eEs sollte keine Milliard\u00e4re geben\u201c und \u201eBesteuert die Reichen, entlastet die 85 %\u201c sowie Memes, die Elon Musk als Symbol f\u00fcr verm\u00f6gensgetriebene Straflosigkeit darstellen, zielten darauf ab, W\u00e4hlerInnen zu mobilisieren und die Linke klar von anderen Parteien abzugrenzen. Das detaillierte Parteiprogramm legte genau diese Vorschl\u00e4ge dar: Wiedereinf\u00fchrung einer progressiven Verm\u00f6genssteuer, Einf\u00fchrung einer einmaligen Verm\u00f6gensabgabe, Reform von Einkommens- und Unternehmenssteuern, Begrenzung von Managergeh\u00e4ltern und Verbesserung der Transparenz zur Bek\u00e4mpfung von Steuerhinterziehung.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Mietkontrolle und Wohnungsgerechtigkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Die Partei hat in ihrer Online-Pr\u00e4senz das Wohneigentum konsequent als soziales Recht und nicht als Ware dargestellt, was im Einklang mit ihrem Programm steht, wonach \u201eWohnen kein Luxus sein darf\u201c. Slogans wie \u201eDie Mieten sind zu hoch? Wir helfen euch!\u201c unterst\u00fctzten den Aufruf des Programms zu politisch umsetzbarer Mietkontrolle und bezahlbarem Wohnraum durch Einschr\u00e4nkung des Einflusses von Unternehmen. Beitr\u00e4ge in den sozialen Medien hoben gezielt konkrete Programmpunkte hervor: Heizkostenpr\u00fcfungen, landesweite Mietobergrenzen, Mietrechner-Tool, Schutz vor Zwangsr\u00e4umungen und Missbrauch durch Unternehmen. Die Botschaften richteten sich an MieterInnen der Arbeiterklasse und marginalisierte Gruppen, indem systemische Probleme durch individuelle Geschichten veranschaulicht wurden \u2013 dies unterstrich die Rolle der Linken als \u201esoziale Stimme im Bundestag\u201c. Dar\u00fcber hinaus wurden in den sozialen Medien auch die legislativen Ambitionen f\u00fcr die Zeit nach der Wahl vorweggenommen, etwa die Organisation eines nationalen Mietengipfels.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Investitionen in \u00f6ffentliche Gesundheit und Pflegearbeit<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl die sozialen Medien als auch das Programm setzten sich f\u00fcr eine Pflege ein, die sich nach dem Bedarf und nicht nach dem Gewinn richtet. Beitr\u00e4ge forderten \u201emindestens 100.000 zus\u00e4tzliche Pflegekr\u00e4fte\u201c sprach das Thema Burnout an, was die detaillierten Vorschl\u00e4ge des Programms f\u00fcr mehr Personal, bessere Bezahlung, verbesserte Arbeitszeiten und Tarifvertr\u00e4ge f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen widerspiegelte. Die Kampagne betonte zudem, wie ungleicher Zugang soziale Ungleichheit versch\u00e4rft, und stand im Einklang mit dem Programm, das die Beseitigung klassenspezifischer Barrieren durch ein einheitliches \u00f6ffentliches Gesundheitssystem vorsieht. Einige detaillierte Punkte, wie die Infrastruktur im l\u00e4ndlichen Raum oder Drogenpolitik, kamen in Beitr\u00e4gen seltener vor oder fehlten ganz; dies spiegelte eher die Priorit\u00e4tensetzung f\u00fcr die Sichtbarkeit der Kampagne wider, nicht einen Widerspruch zum Programm.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-rolle-politischer-personlichkeiten-in-den-sozialen-medien\">Die Rolle politischer Pers\u00f6nlichkeiten in den sozialen Medien<\/h4>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"495\" height=\"506\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33243\" style=\"width:289px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f3.png 495w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/\u0456\u043b\u044e\u0441\u0442\u0440\u0430\u0446\u0456\u044f3-12x12.png 12w\" sizes=\"(max-width: 495px) 100vw, 495px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\u00dcber die Accounts der Parteien hinaus spielen einzelne Politiker eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der politischen Vorlieben auf sozialen Medienplattformen. In von Jugendlichen dominierten digitalen R\u00e4umen werden politische F\u00fchrer oft zu symbolischen Repr\u00e4sentanten der Werte, des Stils und der Glaubw\u00fcrdigkeit ihrer Parteien. Ihre Sichtbarkeit, der Stil ihrer Botschaften und ihre pers\u00f6nlichen Narrative k\u00f6nnen das Image einer Partei entweder humanisieren oder radikalisieren, insbesondere bei unentschlossenen oder apolitischen j\u00fcngeren Zielgruppen, die st\u00e4rker auf Pers\u00f6nlichkeiten als auf Institutionen reagieren. Diese Dynamik unterstreicht den Einfluss charismatischer PolitikerInnen, was der Politikwissenschaftler Uwe Jun als \u201eSogwirkung\u201c bezeichnet \u2013 ein entscheidender Faktor im politischen Verhalten Jugendlicher. Obwohl die Altersgruppe der 18- bis 24-J\u00e4hrigen weniger als zehn Prozent der Wahlberechtigten ausmacht, spielte ihre \u00fcberproportionale Unterst\u00fctzung f\u00fcr radikale Parteien eine entscheidende Rolle f\u00fcr deren Wahlerfolge. Jun f\u00fchrt dieses Verhalten teilweise auf den starken Einfluss medialer Pers\u00f6nlichkeiten zur\u00fcck. So konnte beispielsweise Heidi Reichinnek, die charismatische Spitzenfigur der Linken, durch Social Media effektiv Unterst\u00fctzung mobilisieren, indem sie Themen wie soziale Gerechtigkeit und Inklusivit\u00e4t aufgriff. Ebenso nutzten AfD-PolitikerInnen digitale Plattformen, um emotional aufgeladene, vereinfachte Narrative zu verbreiten, die die Ern\u00fcchterung junger W\u00e4hlerinnen und ihr Bed\u00fcrfnis nach Klarheit ansprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Kapitel analysiert die Aktivit\u00e4t in den sozialen Medien von vier prominenten politischen Pers\u00f6nlichkeiten w\u00e4hrend des Wahlkampfs: Friedrich Merz (CDU\/CSU), Alice Weidel (AfD), Olaf Scholz (SPD) und Heidi Reichinnek (Die Linke). Unter diesen Pers\u00f6nlichkeiten dominierte Alice Weidel eindeutig hinsichtlich TikTok-Followern (975,2 Tsd.) und der H\u00e4ufigkeit ihrer Posts, wodurch sie die einflussreichste einzelne politische Figur wurde. Ihre Instagram-Reichweite (681 Tsd.) \u00fcbertraf ebenfalls alle anderen analysierten KandidatInnen. Die Intensit\u00e4t ihrer Pr\u00e4senz deutete nicht nur auf einen algorithmischen Erfolg hin, sondern auch auf einen gut geplanten Versuch, die Botschaft der AfD durch eine zug\u00e4nglichere Figur zu personalisieren und neu zu branden. Im Vergleich dazu hielt Olaf Scholz, der SPD-Vorsitzende, eine m\u00e4\u00dfig starke digitale Pr\u00e4senz (358,8 Tsd. auf TikTok, 303 Tsd. auf Instagram) mit regelm\u00e4\u00dfigen Beitr\u00e4gen, erreichte jedoch weniger virale Wirkung. Im Unterschied zu Merz\u2019 traditioneller, mengenorientierter Herangehensweise schien Reichinneks Erfolg auf TikTok auf einer st\u00e4rker themenspezifischen Strategie zu beruhen, die bei der j\u00fcngeren Nutzerbasis der Plattform Anklang fand. Ihre F\u00e4higkeit, mit minimalem Output eine betr\u00e4chtliche Anh\u00e4ngerschaft aufzubauen, verdeutlicht qualitative Unterschiede in der digitalen Reichweite.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>&nbsp;<\/td><td>Friedrich Merz (CDU\/CSU)<\/td><td>Alice Weidel (AfD)<\/td><td>Olaf Scholz (SPD)<\/td><td>Heidi Reichinnek (Die Linke)<\/td><\/tr><tr><td>Anzahl der Follower (TikTok)<\/td><td>182.600<\/td><td>975.200<\/td><td>358.800<\/td><td>619.100<\/td><\/tr><tr><td>Anzahl der Follower (Instagram)<\/td><td>300.000<\/td><td>681.000<\/td><td>303.000<\/td><td>709.000<\/td><\/tr><tr><td>Gesamtzahl der<br>Beitr\u00e4ge w\u00e4hrend des Kampagnenzeitraums (TikTok)<\/td><td>108<\/td><td>145<\/td><td>110<\/td><td>38<\/td><\/tr><tr><td>Gesamtzahl der<br>Beitr\u00e4ge w\u00e4hrend des Kampagnenzeitraums (Instagram)<\/td><td>182<\/td><td>249<\/td><td>163<\/td><td>103<br><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-alice-weidel-als-jugendfreundliches-gesicht-der-afd\">Alice Weidel als jugendfreundliches Gesicht der AfD<\/h5>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_52_07-PM1-683x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33240\" style=\"width:280px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_52_07-PM1-683x1024.png 683w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_52_07-PM1-400x600.png 400w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_52_07-PM1-768x1152.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_52_07-PM1-8x12.png 8w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_52_07-PM1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die au\u00dfergew\u00f6hnliche Online-Popularit\u00e4t von Alice Weidel bei j\u00fcngeren NutzerInnen verdient besondere Aufmerksamkeit im Hinblick auf Radikalisierung und Image-Umgestaltung. W\u00e4hrend die AfD weithin mit rechtspopulistischen und extremistischen Diskursen in Verbindung gebracht wird, erscheint Weidel als strategisches Gegenbild zu diesen Assoziationen. Weidels \u00f6ffentliches Auftreten wird als ruhig, gelassen und intellektuell fundiert wahrgenommen. Diese Eigenschaften unterscheiden sie von offenkundig radikaleren Figuren innerhalb der AfD, wie etwa Bj\u00f6rn H\u00f6cke. Diese personalisierte Bewunderung erf\u00fcllt einen doppelten Zweck: Einerseits neutralisiert sie die Wahrnehmung der AfD als extremistische Partei, andererseits verleiht sie ihr eine emotionale und \u00e4sthetische Legitimit\u00e4t, die bei jungen Menschen Resonanz findet. Weidels Identit\u00e4t als lesbische Frau mit einer multikulturellen Familie kompliziert zudem die medialen Stereotype \u00fcber den starren Konservatismus der AfD. Ihre wahrgenommene Abweichung vom radikaleren Fl\u00fcgel der Partei wird von einigen als Beweis daf\u00fcr interpretiert, dass die AfD in ihrem Extremismus nicht monolithisch ist. Daher kann Weidel als Normalisierungsfaktor f\u00fcr das Parteiprogramm angesehen werden, der es moderaten oder unentschlossenen jungen Nutzern erm\u00f6glicht, sich mit Inhalten der AfD auseinanderzusetzen, ohne sich mit der rechtsextremen Ideologie identifizieren zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-heidi-reichinnek-als-digitale-mobilmacherin-fur-die-linke\">Heidi Reichinnek als digitale Mobilmacherin f\u00fcr Die Linke<\/h5>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_58_15-PM1-683x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-33239\" style=\"width:274px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_58_15-PM1-683x1024.png 683w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_58_15-PM1-400x600.png 400w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_58_15-PM1-768x1152.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_58_15-PM1-8x12.png 8w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/ChatGPT-Image-Nov-18-2025-04_58_15-PM1.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Als Co-Vorsitzende der Partei im Bundestag entwickelte sie sich von einer relativ unbekannten Politikerin Anfang 2025 zur zentralen Figur hinter dem unerwarteten Wahlaufschwung der Partei. Ihre \u00f6ffentliche Pers\u00f6nlichkeit, die sich durch schnelle, leidenschaftliche Reden, sichtbare linke Symbolik wie ein Tattoo von Rosa Luxemburg und die Bereitschaft, politischen Gegnern direkt entgegenzutreten, auszeichnet, wurde auf TikTok und Instagram noch verst\u00e4rkt. Reichinneks Online-Rhetorik, insbesondere ihre viralen parlamentarischen Verurteilungen der Zusammenarbeit des konservativen Politikers Friedrich Merz mit der rechtsextremen AfD in Bezug auf Migrationsbeschr\u00e4nkungen, festigten ihre Rolle als symbolische \u201cBrandmauer\u201c gegen die extreme Rechte. Diese Positionierung wandelte das Bild der Linken von einer fragmentierten, schrumpfenden Partei zu einer Kraft moralischer Opposition. Ihr Kommunikationsstil, der ideologische Konfrontation mit kultureller Einbindung durch Techno-Events und Influencer-Kooperationen verband, verwischte die Grenzen zwischen politischer Mobilisierung und Jugendsbkultur.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zusammenfassung-der-auswirkungen-digitaler-kampagnen-bei-der-bundestagswahl-2025\">Zusammenfassung der Auswirkungen digitaler Kampagnen bei der Bundestagswahl 2025<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Bundestagswahl 2025 offenbarte einen deutlichen generationalen Wandel: Junge W\u00e4hlerInnen (18-24) tendierten st\u00e4rker zu ideologischen Extremen, wobei 25 % die Linke und 21 % die AfD unterst\u00fctzten. Im Vergleich zu 2021 stieg die Jugendunterst\u00fctzung f\u00fcr die Linke um 17 Punkte und f\u00fcr die AfD um 14 Punkte, was die wachsende Entt\u00e4uschung \u00fcber die Parteien der politischen Mitte widerspiegelt. Ursachen hierf\u00fcr waren wirtschaftliche Krisen, die Pandemie, der Krieg in der Ukraine und vor allem die Digitalisierung der Politik. Soziale Medien verst\u00e4rken populistische Botschaften durch personalisierte Inhalte, emotionale Appelle und bin\u00e4re Gegens\u00e4tze. Diese Verschiebung hin zu ideologischen Polen signalisiert eine potenzielle Verfestigung der Polarisierung und stellt k\u00fcnftige demokratische Koalitionsbildungen vor Herausforderungen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Wahl folgte gro\u00dfen Wahlrechtsreformen, darunter eine kleinere Parlamentsgr\u00f6\u00dfe und die Abschaffung von \u00dcberhangmandaten. Die unerwartete Aufl\u00f6sung des Parlaments und der beschleunigte Wahltermin zwangen die Parteien dazu, schnell auf digitale Wahlkampagnen umzusteigen. Die Daten zeigen, dass digitale Medien mittlerweile eine der wichtigsten Informationsquellen sind, obwohl die etablierten Parteien im Bereich der Kommunikation in den sozialen Medien offenbar von Populisten wie der AfD und Die Linke \u00fcbertroffen werden. Zwar berichten die meisten W\u00e4hlerInnen von geringem pers\u00f6nlichem Einfluss durch digitale Inhalte, doch Tools wie Wahl-o-Mat und KI-basierte Hilfen gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig w\u00e4chst die Sorge um Desinformation und die Glaubw\u00fcrdigkeit online, was sowohl Chancen als auch Risiken f\u00fcr die Demokratie Deutschlands signalisiert.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Unterst\u00fctzung der Jugend f\u00fcr linke und rechte Parteien 2025 beruht weniger auf Ideologie als auf Frustration \u00fcber politische Stagnation und dem Wunsch nach entschlossenem Wandel. Die Linke spricht insbesondere junge Frauen mit Fokus auf soziale Gerechtigkeit, Inklusivit\u00e4t und Umverteilung an, w\u00e4hrend die AfD vor allem junge M\u00e4nner mit Botschaften zu Ordnung, kultureller Homogenit\u00e4t und restriktiver Migration anspricht. Diese Radikalisierung ist durch skeptische Einstellungen gegen\u00fcber politischen Eliten gepr\u00e4gt und wird durch Erfahrungen in mehreren Krisen geformt. Gleichzeitig zeigt sich, dass jugendliche AfD-Anh\u00e4ngerInnen wechselbereit bleiben, wenn Parteien Ehrlichkeit, Konsistenz und Relevanz f\u00fcr Jugendinteressen demonstrieren. Diese Offenheit l\u00e4sst vermuten, dass die Radikalisierung von Jugendlichen in Deutschland noch flie\u00dfend ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Die AfD dominierte TikTok in Bezug auf die Anzahl der Follower, w\u00e4hrend Die Linke auf Instagram f\u00fchrend war. Followerzahlen korrelierte jedoch nicht unbedingt mit dem Umfang der Inhalte. Die AfD beispielsweise ver\u00f6ffentlichte deutlich weniger Beitr\u00e4ge als Mainstream-Parteien wie CDU und SPD, aber sowohl die AfD als auch Die Linke setzten st\u00e4rker auf Inhalte, die sehr ansprechend oder provokativ waren. Eine wichtige Beobachtung ist die wachsende Rolle einzelner PolitikerInnen in der digitalen politischen Kommunikation. Eine deutliche Ver\u00e4nderung der wahrgenommenen ideologischen Ausrichtung einer Partei, selbst bei Parteien, die mit radikalen oder extremistischen Positionen in Verbindung gebracht werden, kann durch pers\u00f6nliches Branding und emotionale Ansprache erreicht werden, wie das Beispiel von Alice Weidel zeigt. In \u00e4hnlicher Weise entwickelte sich Heidi Reichinnek zu einer digitalen Mobilmacherin f\u00fcr Die Linke und verwandelte sich von einer wenig bekannten Co-Vorsitzenden im Bundestag zum bekanntesten Gesicht der Partei.<\/li>\n\n\n\n<li>Die CDU\/CSU behielten trotz parlamentarischer Einheit getrennte Medienprofile. Die CDU stellte die Wirtschaftspolitik in den Vordergrund ihrer Wahlkampagne und verwendete einen \u00fcberwiegend positiven Ton, der sich auf Reformen, Kompetenz und nationale Erneuerung konzentrierte. Im Gegensatz dazu nahm die CSU eine negativere und konfrontierende Haltung ein und betonte den regionalen Stolz und die bayerische Sonderstellung. Die AfD st\u00fctzte sich stark auf negative, angstbasierte und polarisierende Rhetorik. Die visuellen Inhalte der Partei enthielten h\u00e4ufig Schuldzuweisungen, \u00fcbertriebene Metaphern und feindselige Darstellungen sowohl aktueller als auch ehemaliger F\u00fchrungskr\u00e4fte, w\u00e4hrend positive Inhalte haupts\u00e4chlich als Gegendarstellung existierten. Die Kampagne der SPD war durch eine Doppelstrategie aus politischer Werbung und strategischer Opposition gekennzeichnet. Positive Inhalte, die von der Partei produziert wurden, hoben sozio\u00f6konomische Reformen hervor und pr\u00e4sentierten Bundeskanzler Scholz als eine Figur der Stabilit\u00e4t und Kompetenz. Die Linke verfolgte eine eindeutig ideologische, medienwirksame Strategie und pr\u00e4sentierte sich sowohl als konstruktive Kraft, die konkrete Ma\u00dfnahmen f\u00fcr soziale Gerechtigkeit anbot, als auch als kritischer W\u00e4chter gegen den Einfluss der Elite, autorit\u00e4re Tendenzen und Rechtspopulismus. Digital gebildete junge Menschen wurden mit linker Kritik konfrontiert, die \u00fcber Memes vermittelt wurde, die sich auf Popkultur und Ironie st\u00fctzten.<\/li>\n\n\n\n<li>Zwar zeigten alle Parteien eine allgemeine thematische \u00dcbereinstimmung zwischen ihren offiziellen Programmen und ihrer digitalen Kommunikation, doch gab es deutliche Unterschiede in Bezug auf Tonfall, rhetorischen Stil und Priorisierung der Themen. Dennoch war die AfD deutlich ethno-nationalistischer und bediente sich h\u00e4ufig angstbasierter Narrative, w\u00e4hrend ihr offizielles Programm weiterhin breiter gefasst und formeller formuliert war. Was die Online-Pr\u00e4senz von Die Linke auszeichnete, war ihr Einsatz von emotionalen Slogans, Satire und Personalisierung durch Geschichten und Memes. Diese stilistische Entscheidung verbesserte die Zug\u00e4nglichkeit und Mobilisierung, ohne den Inhalt der politischen Agenda der Partei zu beeintr\u00e4chtigen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Ukraine sollte in ihrer \u00d6ffentlichkeitsarbeit die fragmentierten politischen Identit\u00e4ten unter deutschen Jugendlichen ber\u00fccksichtigen. Die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die AfD und Die Linke ist zwar unter Menschen, die in wirtschaftlicher Unsicherheit leben oder kein Vertrauen in die etablierten Institutionen haben, hoch, doch ist diese Unterst\u00fctzung oft fl\u00fcchtig und eher durch emotionale Reaktionen als durch ideologisches Engagement motiviert. Diese Schwankungen bieten der Ukraine die Chance, sich als sympathischer demokratischer Akteur zu pr\u00e4sentieren, der die Herausforderungen und Bestrebungen der europ\u00e4ischen Jugend teilt, n\u00e4mlich Frieden, soziale Gerechtigkeit und Innovation angesichts systemischer Unsicherheit. Dar\u00fcber hinaus zeigen empirische Daten, dass der Krieg in der Ukraine nach wie vor eines der Hauptanliegen junger Deutscher ist, was Kyjiw die M\u00f6glichkeit bietet, dieses Bewusstsein in Empathie und aktives Engagement f\u00fcr sein Streben nach Frieden und Selbstbestimmung umzuwandeln. Zweitens muss die Ukraine in digitale Kommunikationsstrategien investieren, die \u00fcber institutionelle Botschaften hinausgehen. Wie die AfD und Die Linke gezeigt haben, sind Social-Media-Plattformen entscheidende Arenen f\u00fcr die Gestaltung des \u00f6ffentlichen Diskurses, insbesondere wenn dieser durch authentische individuelle Stimmen vermittelt wird. Die ukrainische \u00f6ffentliche Diplomatie sollte daher junge, vielf\u00e4ltige und charismatische Kommunikatoren f\u00f6rdern, die die demokratischen Werte, die Widerstandsf\u00e4higkeit und die europ\u00e4ische Ausrichtung der Ukraine in Formaten vermitteln k\u00f6nnen, die bei jungen Menschen Anklang finden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><em>The views expressed in this publication are not necessarily those of the Transatlantic Dialogue Center. 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