{"id":33084,"date":"2025-11-14T18:27:00","date_gmt":"2025-11-14T16:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tdcenter.org\/?p=33084"},"modified":"2025-11-19T11:49:29","modified_gmt":"2025-11-19T09:49:29","slug":"langer-krieg-der-ukraine-strategiewandel-und-wettbewerb-der-grosmachte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdcenter.org\/uk\/2025\/11\/14\/langer-krieg-der-ukraine-strategiewandel-und-wettbewerb-der-grosmachte\/","title":{"rendered":"Langer Krieg der Ukraine: Strategiewandel und Wettbewerb der Gro\u00dfm\u00e4chte"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-quick-download-button-download-button aligncenter qdbn-wrapper\"><div class=\"qdbn\" data-plugin-name=\"qdbn\" data-style=\"small\" data-file=\"hide-file\" data-size=\"hide-size\"><div class=\"qdbn-download-button-inner\"><button type=\"button\" data-button-type=\"small\" class=\"g-btn f-l\" style=\"background-color:#0e107b;color:#ffffff;border-radius:25px;border:1px solid #e2e2e2\" data-attachment-id=\"51933\" data-page-id=\"18850\" data-post-id=\"\" data-have-external=\"false\" data-external-url=\"\" data-wait-duration=\"0\" data-target-blank=\"true\" data-msg=\"Please wait...\" data-member=\"0\" data-has-icon-dark=\"false\" title=\"PDF herunterladen\"><span class=\"download-btn-icon\"><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewbox=\"0 0 24 24\" width=\"22\" height=\"22\" aria-hidden=\"true\"><path d=\"M18 11.3l-1-1.1-4 4V3h-1.5v11.3L7 10.2l-1 1.1 6.2 5.8 5.8-5.8zm.5 3.7v3.5h-13V15H4v5h16v-5h-1.5z\"><\/path><\/svg><\/span><span>PDF herunterladen<\/span><\/button><p class=\"up\" style=\"background:transparent;border-radius:0\"><i class=\"fi fi-pdf\"><\/i><\/p><p class=\"down\" style=\"background:transparent;border-radius:0\"><i class=\"fi-folder-o\"><\/i><span class=\"file-size\">1 MB<\/span><\/p><\/div><\/div><quick-download-button-info class=\"qdb-btn-info\"><\/quick-download-button-info><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zusammenfassung\">Zusammenfassung<\/h4>\n\n\n\n<p>Der russisch-ukrainische Konflikt hat sich zu einem langwierigen Zerm\u00fcrbungskrieg entwickelt, in dem Durchhalteverm\u00f6gen \u2013 Luftabwehr, Kontinuit\u00e4t der Nachrichtendienste, \u00dcberwachung und Aufkl\u00e4rung (ISR), Munition, Energieresistenz und Industrieproduktion \u2013 wichtiger ist als jeder einzelne diplomatische oder milit\u00e4rische Durchbruch. Eine deutliche Kurs\u00e4nderung der US-Politik weg von einer auf B\u00fcndnissen basierenden Vorhersehbarkeit hin zu einem eher bedingten, transaktionalen Ansatz zwingt Europa dazu, seine Verteidigungsausgaben und die gemeinsame Produktion zu beschleunigen, obwohl die Fragmentierung weiterhin besteht. Gleichzeitig nutzt Russland die Unentschlossenheit der Alliierten durch kalibrierte und schleichende Eskalation aus, und China verschafft sich stillschweigend strategische und wirtschaftliche Vorteile und absichert sich. Die Ukraine hat ihrerseits den Sieg als nationales \u00dcberleben neu definiert und bem\u00fcht sich nun um die Lokalisierung der Produktion, die St\u00e4rkung ihres Netzwerks und die Sicherung ihrer Verteidigungsf\u00e4higkeiten \u00fcber mehrere Jahre hinweg.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vereinigte-staaten\"><em>Vereinigte Staaten<\/em><\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Unter Pr\u00e4sident Trump verfolgt Washington eine Politik, die st\u00e4rkere Lastenteilung fordert, bilaterale Abkommen gegen\u00fcber gro\u00dfen multilateralen Paketen bevorzugt und den Indopazifik in der Streitkr\u00e4fteplanung priorisiert. Diese Politikwandel hat praktische Auswirkungen, die nicht als klarer Bruch, sondern als gr\u00f6\u00dfere Abweichung zu betrachten sind \u2013 die Unterst\u00fctzung kann je nach Kosten-Nutzen-Analyse der USA zunehmen oder ausgesetzt werden \u2013 sodass die Verb\u00fcndeten eher mit episodischem Engagement der USA als mit kontinuierlichen Garantien rechnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die USA verlagern ihren Schwerpunkt von umfangreichen, vorhersehbaren direkten Haushaltshilfen hin zu investitionsbezogenen Instrumenten (z. B. einem auf kritischen Mineralien basierenden Wiederaufbaufonds) und einer verst\u00e4rkten Nutzung von FMS\/Drawdowns. Der Ansatz zielt darauf ab, privates Kapital zu mobilisieren, Hilfe st\u00e4rker an US-wirtschaftliche Interessen zu kn\u00fcpfen und flexibel zu bleiben. Der Nachteil ist eine geringere Vorhersehbarkeit f\u00fcr die Finanzplanung Kyjiws und eine st\u00e4rkere Verl\u00e4sslichkeit auf Europa und internationale Finanzinstitutionen, um Haushaltsl\u00fccken zwischen den US-Transferzahlungen zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/li>\n\n\n\n<li>Die ISR-Pause von Ende Januar bis Mitte M\u00e4rz 2025 \u2013 einschlie\u00dflich des vor\u00fcbergehenden Verlusts des Zugangs der Ukraine zu den Satellitenbildern der GEGD \u2013 beeintr\u00e4chtigte die Fr\u00fchwarnung und Zielgenauigkeit. Obwohl der Zugang sp\u00e4ter wiederhergestellt wurde, zeigte dieser Vorfall, dass hochwertige US-amerikanische Angebote nicht selbstverst\u00e4ndlich sind, sondern eingeschr\u00e4nkt werden k\u00f6nnen. Russland wertete dies als Gelegenheit, an mehreren Fronten Druck aufzubauen, w\u00e4hrend europ\u00e4ische ISR-Ersatzl\u00f6sungen l\u00fcckenhaft blieben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-europaische-union\"><em>Europ\u00e4ische Union<\/em><\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Sicherheits- und Verteidigungsinitiativen der EU zielen darauf ab, die Produktion von Luftabwehrsystemen, Artillerie und Munition auszubauen, gemeinsame Beschaffung zu verbessern und strategische Autonomie der EU als Erg\u00e4nzung zur NATO zu begreifen \u2013 ein Versuch, sich gegen die Unberechenbarkeit der USA abzusichern und gleichzeitig die Allianz im Mittelpunkt zu halten.<\/li>\n\n\n\n<li>Westeuropa setzt Schwerpunkte auf Industriepolitik, gemeinsame Beschaffung und strategische Autonomie, w\u00e4hrend Osteuropa die NATO-Pr\u00e4senz und US-Engagement priorisiert, zugleich aber die nationalen Verteidigungsausgaben stark erh\u00f6ht. Das Ergebnis ist eine positive Dynamik mit Integrationsschwierigkeiten: Europa investiert mehr, doch unterschiedliche Standards, Zeitpl\u00e4ne und Verwaltung unterscheiden sich zwischen den Lagern, was in einem langen Krieg zu Ausf\u00fchrungsrisiken f\u00fchrt.<\/li>\n\n\n\n<li>Im September 2025 kam es zu \u00dcberfl\u00fcgen russischer Drohnen und Kampfflugzeuge \u00fcber EU-\/ NATO-L\u00e4nder. Taktisch gesehen zwangen diese Vorf\u00e4lle zu Notstarts und dem Einsatz von Abfangj\u00e4gern. Strategisch gesehen normalisierten sie geringf\u00fcgige Verst\u00f6\u00dfe, die zwar politisch kostspielig sind, aber keine eindeutigen Vergeltungsma\u00dfnahmen nach sich ziehen. Das Ausbleiben einer entschiedenen Reaktion k\u00f6nnte Russland dazu veranlassen, die Vorgehensweisen der NATO und die Toleranz der \u00d6ffentlichkeit weiter auf die Probe zu stellen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-russische-foderation\"><em>Russische F\u00f6deration<\/em><\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Russlands Ziel ist es, die Kontrolle \u00fcber besetzte Gebiete zu festigen, die wiederkehrenden Kosten der ukrainischen Verteidigung und westlichen Unterst\u00fctzung zu erh\u00f6hen und die Koh\u00e4sion der Alliierten zu testen, ohne Schwellen zu \u00fcberschreiten, die eine \u00fcberw\u00e4ltigende Reaktion ausl\u00f6sen w\u00fcrden. Im Grunde verfolgt Russland eine Doppelstrategie: eine kalibrierte Eskalation durch sichtbare, kontrollierte und reversible Ma\u00dfnahmen (z. B. Angriffe auf Energieinfrastruktur, Blitzman\u00f6ver, um Signale zu senden, Zwangsma\u00dfnahmen zu ergreifen und Druck auszu\u00fcben) sowie schleichende Eskalation durch schrittweise, mehrdeutige und kumulative Ma\u00dfnahmen (z. B. Passvergabe, Luftraumverletzungen, Cyberangriffe), die insgesamt die Tatsachen vor Ort ver\u00e4ndern und ein h\u00f6heres Risiko normalisieren, ohne dass es zu einem einzigen dramatischen Sprung kommt.<\/li>\n\n\n\n<li>Russlands Kalk\u00fcl deutet auf die Vorbereitung einer langwierigen Konfrontation hin: Konsolidierung der hartn\u00e4ckigen Entscheidungstr\u00e4ger, gleichbleibendes Offensivtempo und eine Pr\u00e4ferenz f\u00fcr Ma\u00dfnahmen, die die Verb\u00fcndeten leicht \u201ek\u00f6cheln\u201c lassen, anstatt eine entschiedene Gegenreaktion auszul\u00f6sen. Dieser Ansatz setzt darauf, dass Zeit und Zerm\u00fcrbung den Zusammenhalt des Westens schneller untergraben als sie Russlands Kapazit\u00e4ten ersch\u00f6pfen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-volksrepublik-china\"><em>Volksrepublik China<\/em><\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Peking nutzt den russisch-ukrainischen Krieg als Gelegenheit, seinen geopolitischen Einfluss auszubauen und sich als neutraler Vermittler zu pr\u00e4sentieren, w\u00e4hrend es de facto Moskau unterst\u00fctzt.<\/li>\n\n\n\n<li>China analysiert den Krieg aufmerksam, um Erkenntnisse \u00fcber moderne Kriegsf\u00fchrung, US-F\u00e4higkeitsgrenzen und B\u00fcndnisdynamiken zu gewinnen. Diese Informationen k\u00f6nnten seine milit\u00e4rische Modernisierung und Strategie in einem zuk\u00fcnftigen Konflikt zwischen Gro\u00dfm\u00e4chten beeinflussen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Fortsetzung des Krieges n\u00fctzt China wirtschaftlich und politisch: Sie vertieft Russlands Abh\u00e4ngigkeit von Peking, sichert sich verg\u00fcnstigte Energielieferungen und verschafft zus\u00e4tzlichen Einfluss auf Moskau.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-ukraine\"><em>Die Ukraine<\/em><\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Kriegsrhetorik der Ukraine hat sich von der Aussicht auf einen milit\u00e4rischen Sieg in den Jahren 2022\u20132023 zu einem Fokus auf das langfristige \u00dcberleben des Landes bis 2025 verschoben, wobei die Priorit\u00e4ten eher auf der Aufrechterhaltung der Souver\u00e4nit\u00e4t, der Widerstandsf\u00e4higkeit und der Auferlegung von Kosten f\u00fcr Russland liegen als auf einer schnellen Befreiung des Territoriums.<\/li>\n\n\n\n<li>Die ukrainische Verteidigungsindustrie hat einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen: Rund 60 % der Waffen stammen inzwischen aus eigener Produktion, die monatliche Drohnenproduktion \u00fcbersteigt 200.000 Einheiten und in NATO-Staaten wurden ausl\u00e4ndische Produktionslinien eingerichtet, um russische Angriffe und Unterbrechungen der Lieferungen aus dem Ausland zu verringern.<\/li>\n\n\n\n<li>Trotz Fortschritten in der R\u00fcstungsproduktion bleibt die Ukraine in Bezug auf Luftabwehrsysteme, ISR-F\u00e4higkeiten und modernste Komponenten weiterhin stark von westlichen Partnern abh\u00e4ngig, wobei die US-Hilfe unter Trump weniger vorhersehbar wird und die Europ\u00e4er die Koproduktion und den Technologietransfer beschleunigen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Energie- und Finanzlage bleibt weiterhin angespannt: Die Ukraine dezentralisiert das Stromnetz und baut erneuerbare Energien aus, um russischen Angriffen entgegenzuwirken. Gleichzeitig steht ein Haushaltsdefizit von 20 % und ein externer Finanzierungsbedarf von 39 bis 40 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025, um sowohl Krieg als auch Wiederaufbau zu finanzieren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einleitung\">Einleitung<\/h4>\n\n\n\n<p>Mehr als drei Jahre nach Beginn von Russlands gro\u00df angelegten Invasion ist der Krieg in der Ukraine <strong>zum zentralen Pr\u00fcfstein der Abschreckung, der industriellen Wiederstandf\u00e4higkeit und des westlichen Zusammenhalts im 21. Jahrhundert<\/strong> geworden. Was als hochintensive konventionelle Kampagne begann, hat sich zu einem zerm\u00fcrbenden Anpassungswettbewerb entwickelt, in dem Logistik, R\u00fcstungsproduktion und politischer Wille mehr Gewicht als Man\u00f6ver auf dem Schlachtfeld haben. Die Dauer des Konflikts hat <strong>eine Neubewertung transatlantischer \u00dcberzeugungen<\/strong> erzwungen: Die Sicherheitsgarantien der USA sind nun an mehr Bedingungen gekn\u00fcpft und eher episodisch, w\u00e4hrend die fragmentierte Verteidigungsindustrie Europas Schwierigkeiten hat, beispiellose Ausgabenverpflichtungen in nachhaltige Ergebnisse umzusetzen. <strong>Die daraus entstehende strategische Landschaft ist eher von Ausdauer als von Durchbr\u00fcchen gepr\u00e4gt<\/strong>, wobei marginale Vorteile in den Bereichen Produktion, Innovation und Koordination entscheidend sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig <strong>hat die vom Kreml betriebene Strategie kalibrierter und schleichender Eskalation<\/strong> die Grauzonen der Konfrontation von Luftraumverletzungen und Cyberangriffen bis hin zu Energieerpressung erweitert. Moskau testet die Toleranzgrenze der NATO knapp unterhalb der Schwelle zu einer milit\u00e4rischen Reaktion. Diese Dynamiken machen das Management von Abschreckung so komplex wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Russlands langfristige Strategie beruht auf politischer Erm\u00fcdung in westlichen Gesellschaften, wobei davon ausgegangen wird, dass es f\u00fcr demokratische Systeme mit der Zeit schwieriger wird, kostspielige Verpflichtungen aufrechtzuerhalten. <strong>Dieser Ansatz verwischt die Grenzen zwischen Krieg und Frieden<\/strong> und zwingt den Westen dazu, Eskalationskontrolle, Signalisierung und Widerstandsf\u00e4higkeit in nicht-kinetischen Bereichen zu \u00fcberdenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits unterstreicht Chinas opportunistische Neutralit\u00e4t, <strong>wie die Folgen des Krieges von anderen Gro\u00dfm\u00e4chten genutzt werden, um politische und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen<\/strong>, was darauf hindeutet, dass es bei dem Kampf der Ukraine ebenso sehr um die Gestaltung der internationalen Ordnung wie um territoriale Souver\u00e4nit\u00e4t geht. Pekings Gleichgewichtsspiel \u2013 von verg\u00fcnstigten russischen Ressourcen zu profitieren und gleichzeitig Sanktionen zu umgehen \u2013 verdeutlicht das Entstehen <strong>einer transaktionalen Multipolarit\u00e4t<\/strong>, in der Konflikte eher zu Hebeln als zu B\u00fcndnissen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Kyjiw <strong>hat sich der Imperativ vom kurzfristigen Sieg zur langfristigen Lebensf\u00e4higkeit verschoben. <\/strong>Das \u00dcberleben des Landes h\u00e4ngt nun davon ab, die R\u00fcstungsproduktion zu lokalisieren, die finanzielle Stabilit\u00e4t trotz unsicherer Hilfszufl\u00fcsse zu sichern sowie eine Energie- und Industrieresilienz aufzubauen, die stark genug ist, Russlands Zerm\u00fcrbungsstrategie zu \u00fcberdauern. Die innere Anpassung der Ukraine \u2013 von dezentraler Energieerzeugung bis zur Massenproduktion von Drohnen \u2013 zeigt <strong>ein neues Modell kriegsbedingter Innovation unter Ber\u00fccksichtigung von Einschr\u00e4nkungen.<\/strong> Die Aufrechterhaltung dieser Anstrengungen erfordert jedoch verl\u00e4ssliche internationale Finanzierungsmechanismen und eine koh\u00e4rente westliche Koordination, die beide nach wie vor uneinheitlich sind. Der Verlauf des Krieges bis 2025 <strong>verdeutlicht somit einen sich herausbildenden multipolaren Wettbewerb, in dem Ausdauer, Koordination und Anpassungsf\u00e4higkeit die strategischen Ergebnisse bestimmen werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund untersucht dieser Bericht, wie die sich wandelnde Politik der USA, die Anpassung der europ\u00e4ischen Verteidigungsindustrie, die zweigleisige Eskalationsstrategie Russlands, die opportunistische Neutralit\u00e4t Chinas und die Bem\u00fchungen der Ukraine um Selbstst\u00e4ndigkeit zusammenwirken, um die n\u00e4chste Phase des Krieges zu bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Phase<\/strong><\/td><td><strong>Russische F\u00f6deration<\/strong><\/td><td><strong>Vereinigte Staaten<\/strong><\/td><td><strong>Europ\u00e4ische Union<\/strong><\/td><td><strong>China<\/strong><\/td><td><strong>Die Ukraine<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>2014 \u2013 2015<\/strong><\/td><td>Russland handelte in Krim und Donbas rasch, da es davon ausging, dass ein milit\u00e4risches Eingreifen des<br>Westens unwahrscheinlich sei, insbesondere, wenn das Vorgehen hybrid und bestreitbar blieb. Die Annahme der Minsker Vereinbarungen erm\u00f6glichte es Moskau, seine Aggression als <em>\u201eKonfliktmanagement\u201c<\/em> umzudeuten und gleichzeitig Zeit zu gewinnen, um administrative und milit\u00e4rische Kontrolle zu verfestigen. Im Kern stand die Erwartung, dass kalibrierte <em>Fait accomplis<\/em> Grenzen zu geringen Kosten verschieben k\u00f6nnen, wenn sie diplomatisch kaschiert werden.<\/td><td>Washington priorisierte die Bewahrung einer geschlossenen Sanktionsfront<br>mit G7\/EU, was ein bewusst<br>engeres Instrumentarium, vor allem finanziell und<br>diplomatisch, bedeutete. Die<br>Obama-Administration hielt gezielt t\u00f6dliche Waffen zur\u00fcck, aus Sorge vor Eskalation und B\u00fcndnisspaltung. Der Hintergrund war das Risikomanagement der USA: F\u00fchrungsst\u00e4rke zeigen, aber eine Obergrenze f\u00fcr milit\u00e4risches Engagement festlegen, was Russland als vorhersehbare Zur\u00fcckhaltung interpretierte.<\/td><td>Die europ\u00e4ischen Regierungen wogen politische Emp\u00f6rung gegen wirtschaftliche Selbsterhaltung ab: Sanktionen wurden zwar koordiniert, gingen aber bewusst nicht so weit, die Energieversorgung komplett einzustellen. NATO Rotationen<br>signalisierten Solidarit\u00e4t, verzichteten aber auf dauerhafte Stationierung, um keine Eskalation zu provozieren. Dies offenbarte Europas strukturelle Verwundbarkeit: Bereitschaft zu Bestrafungen, jedoch ohne grundlegende \u00c4nderung seiner Energieabh\u00e4ngigkeit von Russland oder einer umfassenden Anpassung seiner Verteidigungshaltung.<\/td><td>Pekings Priorit\u00e4t war es, Verstrickungen zu vermeiden und zugleich von Russlands Isolation zu profitieren; Neutralit\u00e4t bot Flexibilit\u00e4t und bewahrte Handelsbeziehungen. Seine Rhetorik betonte Souver\u00e4nit\u00e4t und Dialog, doch China vermied Sanktionen gegen Moskau oder offene Kritik an der Annexion. Im weiteren Kontext handelte es sich um eine strategische Absicherung: Die Beziehungen zu Russland sollten aufrechterhalten, aus den westlichen Sanktionen sollte gelernt und milit\u00e4rische Innovationen sollten beobachtet werden, ohne dass dies zu Reputationsverlusten f\u00fchrte.<\/td><td>Kyjiw stand vor einer existenziellen Bedrohung und verfolgte einen Doppelansatz: milit\u00e4rische Mobilisierung und gleichzeitige diplomatische Einbindung, um Zeit zu gewinnen. Die Annahme von Minsker Vereinbarungen bedeutete kurzfristig territoriale Zugest\u00e4ndnisse zur Sicherung des staatlichen \u00dcberlebens, w\u00e4hrend Reformen eingeleitet wurden, um westliche Unterst\u00fctzung zu mobilisieren. Der tiefere Zusammenhang war Abh\u00e4ngigkeit: Die Ukraine konnte zwar k\u00e4mpfen, aber die Aufrechterhaltung des Kampfes hing von externen Sicherheitsgaranten und Geldgebern ab, was zu einer Asymmetrie in ihren Kriegsanstrengungen f\u00fchrte.<\/td><\/tr><tr><td><em>Strategisches<br>Ziel<\/em><\/td><td>Territoriale Gewinne sichern, ohne eine umfassende westliche Milit\u00e4rintervention auszul\u00f6sen.<\/td><td>F\u00fchrung der Koalitionsreaktion \u2013 Erhaltung des Zusammenhalts der Allianz unter Vermeidung direkter Kampfhandlungen mit Russland.<\/td><td>Die Preise f\u00fcr Russland erh\u00f6hen und gleichzeitig eine direkte milit\u00e4rische Eskalation vermeiden, die einen gr\u00f6\u00dferen Krieg ausl\u00f6sen k\u00f6nnte.<\/td><td>Wirtschaftliche Beziehungen bewahren; nicht in die Konfrontation hineingezogen werden; Chancen aus westlicher Fragmentierung nutzen.<\/td><td>\u00dcberleben sichern, territoriale Integrit\u00e4t soweit m\u00f6glich sch\u00fctzen und internationale Unterst\u00fctzung mobilisieren.<\/td><\/tr><tr><td><em>Strategisches<br>Muster<\/em><\/td><td><strong>Expansion \u2192 hybrider Krieg \u2192 diplomatische Einfrierung \u2192 Normalisierung der Kontrolle,<\/strong> Institutionalisierung des \u201eseize-and-freeze\u201c-Modells.<\/td><td><strong>Sicherung der B\u00fcndniskoh\u00e4sion \u2192 Vorrang f\u00fcr multilaterale Sanktionen \u2192 Vermeidung kinetischer Beteiligung \u2192 Bew\u00e4ltigung von Eskalationsrisiken,<\/strong> Verankerung von Zur\u00fcckhaltung in der Koalitionsf\u00fchrung.<\/td><td><strong>Einheitliche Sanktionen \u2192 Vermeidung einer milit\u00e4rischen Eskalation \u2192 Verlassen auf wirtschaftliche Instrumente \u2192<\/strong> <strong>Verwundbarkeit durch Energieabh\u00e4ngigkeit,<\/strong> was zu einer eher reaktiven als proaktiven<br>Sicherheitshaltung f\u00fchrt.<\/td><td><strong>\u00d6ffentliche Neutralit\u00e4t \u2192 wirtschaftliche Kontinuit\u00e4t \u2192<br>stillschweigende Unterst\u00fctzung \u2192 Aufbau von Einfluss,<\/strong> Umwandlung von Ambiguit\u00e4t in eine strategische Absicherung.<\/td><td><strong>Unmittelbares \u00dcberleben \u2192 Kompromiss \u00fcber Minsk \u2192 Reformen als Hebel \u2192 Abh\u00e4ngigkeit von westlicher Unterst\u00fctzung, <\/strong>Verbindung von milit\u00e4rischer Ausdauer mit politischen Signalen.<\/td><\/tr><tr><td><strong>2017\u20132020<\/strong><\/td><td>Sie hielt <em>den Krieg \u201eleicht k\u00f6cheln\u201c<\/em> und <strong>erweiterte das Operationsfeld auf das Meer<\/strong> (Konfrontation in der Stra\u00dfe von Kertsch\/Asowsches Meer 2018). Russland <strong>intensivierte die <\/strong><em><strong>Passvergabe<\/strong> <\/em>in den besetzten Donezk\/Luhansk, um Einfluss ohne vollst\u00e4ndige Eskalation zu sichern. Strategie: Druck aus\u00fcben, sondieren und sich festsetzen, w\u00e4hrend die roten Linien des Westens getestet werden.<\/td><td><strong>\u00dcbergang von <em>ausschlie\u00dflich nicht-letalen<\/em> zu kalibrierten letalen milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzungsleistungen <\/strong>(Javelins 2018; Aufstockung 2019; Mark-VI-Patrouillenboote 2020), <strong>Erweiterung der Sanktionsbefugnisse <\/strong>(CAATSA 2017), <strong>gezielte Sanktionen gegen Nord Stream 2 <\/strong>(PEESA im NDAA 2020, was Allseas Ende 2019 zur Einstellung der Rohrverlegun veranlasste). <strong>Austritt aus dem INF-Vertrag <\/strong>unter Berufung auf die Nichteinhaltung durch Russland. Eine sp\u00e4te Blockierung von US-Sicherheitsmitteln f\u00fcr die Ukraine Ende 2019 f\u00fchrte dazu, dass der Rechnungshof GAO einen Rechtsversto\u00df feststellte.<\/td><td><strong>Wahrte Sanktionseinheit<\/strong> durch halbj\u00e4hrliche Verl\u00e4ngerungen und <strong>zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen<br>nach der Kertsch\/Asow-Eskalation<\/strong>, bei gleichzeitiger Abw\u00e4gung der Energieversorgung und der Meinungs-verschiedenheiten innerhalb der EU (z. B. in Bezug auf Nord Stream 2). NATO-EU-Signale setzten sich fort; grundlegend Haltungs\u00e4nderungen blieben schrittweise.<\/td><td>China <strong>blieb \u00f6ffentlich \u201eneutral\u201c<\/strong> \u2013keine Sanktionen gegen Russland, <strong>keine Anerkennung der Annexion der Krim<\/strong> \u2013 w\u00e4hrend gleichzeitig <strong>wirtschaftlicher Einfluss ausge\u00fcbt wurde<\/strong>, insbesondere durch Versuche chinesischer Investoren (Skyrizon), den ukrainischen Triebwerkshersteller <strong>Motor Sich<\/strong> zu erwerben (Anteile seit 2017 eingefroren; die USA setzten Skyrizon sp\u00e4ter auf die schwarze Liste). Eine klassische Vorsichtsma\u00dfnahme: Beziehungen sowohl zu Kyjiw, als auch zu Moskau pflegen, aus westlicher Sanktionen lernen, Verwicklungen vermeiden.<\/td><td><strong>Der politische Neuanfang mit Selenskyj (2019) <\/strong>erm\u00f6glichte humanit\u00e4re Schritte und eine erneuerte Diplomatie (<strong>Normandie<\/strong>-Gipfel in Paris) und leitete am <strong>27. Juli 2020 <em>zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen <\/em>f\u00fcr einen Waffenstillstand<\/strong> ein, wodurch Verst\u00f6\u00dfe vor\u00fcbergehend unterbunden wurden. Gleichzeitig <strong>nutzte Kyjiw letale Waffen von den USA <\/strong>(Javelins, Marineausr\u00fcstung) und begann nach Kerch mit dem Wiederaufbau der maritimen Widerstandsf\u00e4higkeit.<\/td><\/tr><tr><td><em>Strategisches<br>Ziel<\/em><\/td><td>Die <em>faktische<\/em> Kontrolle im Donbass und auf der Krim festigen, den Einflussbereich (auch auf dem Meer) ausweiten und <strong>einen Krieg zwischen dem Westen und Russland<\/strong> vermeiden, w\u00e4hrend zugleich die Voraussetzungen f\u00fcr k\u00fcnftige Verhandlungen geschaffen werden.<\/td><td><strong>Kosten f\u00fcr Moskau ohne direkte Kampfhandlungen erh\u00f6hen: <\/strong>Sanktionen + Energiegeopolitik (NS2), <strong>selektive Waffenlieferungen<\/strong>, die alliierte Milit\u00e4rpr\u00e4sen \u00fcber die EDI und Druck zur R\u00fcstungskontrolle (Austritt aus dem INF-Vertrag) \u2013 und das alles unter <strong>Eind\u00e4mmung des Eskalationsrisikos.<\/strong><\/td><td><strong>Einheit und Abschreckung bei akzeptablen wirtschaftlichen Verlusten bewahren,<\/strong> <strong>Minsker\/Normandie-<\/strong>Mechanismen aufrechterhalten und Energieabh\u00e4ngigkeiten verwalten, ohne den Konsens zu gef\u00e4hrden.<\/td><td><strong>Ambiguit\u00e4t <\/strong>f\u00fcr wirtschaftliche und technologische Vorteile <strong>nutzen<\/strong> (z. B. Motor Sitsch), <strong>sekund\u00e4re Sanktionsrisiken vermeiden <\/strong>und Sanktionsmechanismen <strong>beobachten\/erlernen<\/strong>, w\u00e4hrend es sich gleichzeitig Optionen mit Russland offenh\u00e4lt.<\/td><td><strong>\u00dcberleben und Stabilisierung: <\/strong>Sicherung westlicher Unterst\u00fctzung, <strong>taktische Deeskalation<\/strong> (Gefangenenaustausch, Waffenstillstand im Juli 2020), <strong>selektive Modernisierung<\/strong> (Javelins\/Boote) und <strong>Wiederaufbau der maritimen Abschreckung<\/strong> nach Asow\/Kertsch.<\/td><\/tr><tr><td><em>Strategisches<br>Muster<\/em><\/td><td><strong>Krieg geringer Intensit\u00e4t + hybride Integration <\/strong>(P\u00e4sse, schleichende Ausweitung rechtlicher\/administrativer Ma\u00dfnahmen)\u2192 <strong>maritime Erpressung<\/strong> \u2192 diplomatischer Stillstand, unterbrochen von taktischen Vereinbarungen.<\/td><td><strong>Koalitionsf\u00fchrung mit ausgewogener Hard Power:<\/strong> CAATSA\/PEESA-Sanktionen\u2192 <strong>gezielte, jedoch nicht kriegsentscheidende Waffenhilfe<\/strong> \u2192 <strong>Ausstieg aus der R\u00fcstungskontrolle (INF) \u2192 episodische Politikunberechenbarkeit <\/strong>(Einstellung der Hilfe 2019), alles innerhalb eines Rahmens, in dem die Eskalation kontrolliert wird.<\/td><td><strong>Routinem\u00e4\u00dfige Erneuerungen + selektive Erg\u00e4nzungen<\/strong> (Reaktion auf Kertsch)\u2192 <strong>prozessorientierte Diplomatie <\/strong>(Normandie\/Minsk), w\u00e4hrend <strong>die energetische Lage <\/strong>mutigere Schritte einschr\u00e4nkt; Einheit wird aufrechterhalten, aber mit Vorsicht.<\/td><td><strong>Ambiguit\u00e4t als Strategie: <\/strong>\u00f6ffentliche Neutralit\u00e4t, <strong>Technologie-\/Industrieeintritte<\/strong> in der Ukraine unter Beobachtung, <strong>keine offenen Br\u00fcche<\/strong> mit Moskau; Aufbau von Hebelwirkung ohne formelle Verpflichtungen.<\/td><td><strong>Neustart \u2192 Aufbau humanit\u00e4rer Vertrauensbildung \u2192 taktische Ruhe <\/strong>(Waffenruhe Mitte 2020) <strong>bei<\/strong> <strong>gleichzeitiger Nutzung westlicher Systeme und Offenhaltung der Verhandlungskan\u00e4le; <\/strong>Widerstandsf\u00e4higkeit w\u00e4chst, bleibt aber extern abh\u00e4ngig.<\/td><\/tr><tr><td><strong>2021\u20132025<\/strong><\/td><td>Beginn der <strong>gro\u00df angelegten Invasion<\/strong> (24. Februar 2022), dann Umschwung von einem gescheiterten Blitzangriff auf Kyjiw zu einer <strong>zerm\u00fcrbenden, industrialisierten Kampagne<\/strong>, unterst\u00fctzt durch eine <strong>Teilmobilmachung<\/strong> (21. September 2022) und <strong>Annexionsanspr\u00fcche <\/strong>auf vier Regionen (30. September 2022). Die verst\u00e4rkten Winterangriffe auf die Energiebasis f\u00fchrten zu <strong>weiteren Erfolgen<\/strong> wie <strong>Awdijiwka <\/strong>(Februar 2024), <strong>w\u00e4hrend<\/strong> die ukrainischen Angriffe die Schwarzmeerflotte <strong>zwangen,<\/strong> sich von Sewastopol zur\u00fcckzuziehen. <strong>Austritt<\/strong> aus der Schwarzmeer-Getreide-Initiative (17. Juli 2023).<\/td><td>Leitung der Koalitionsreaktion und <strong>Erh\u00f6hung der Hilfe nach Kapazit\u00e4tsstufen:<\/strong> HIMARS\/Luftabwehr \u2192 <strong>DPICM Streumunition<\/strong><br>(Juli 2023)\u2192 <strong>ATACMS (300 km)<\/strong> (April 2024). <strong>Begrenzte Verwendung von US-Waffen<\/strong> f\u00fcr Angriffe auf <strong>Russlands in der N\u00e4he von Charkiw<\/strong> erlaubt (30. Mai 2024). Sicherung der <strong>zus\u00e4tzlichen Mittel in H\u00f6he von 60,8 Mrd. USD<\/strong> (April 2024) und Abschluss eines <strong>10-j\u00e4hrigen bilateralen Sicherheitsabkommens <\/strong>mit Kyjiw (Juni 2024). Seit Februar 2022 wurden insgesamt <strong>66,9 Mrd. USD an Milit\u00e4rhilfe <\/strong>von den USA bereitgestellt (Stand: Januar 2025).<\/td><td>Wurde zum Anker der Ukraine f\u00fcr die <strong>makrofinanzielle <\/strong>und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung: startete die <strong>Ukraine-Fazilit\u00e4t in H\u00f6he von 50 Mrd. EUR<\/strong> <strong>(2024-27); <\/strong>nutzte und verst\u00e4rkte die <strong>Europ\u00e4ische Friedensfazilit\u00e4t<\/strong> f\u00fcr t\u00f6dliche Waffen; richtete die <strong>EUMAM Ukraine <\/strong>zur Ausbildung von Streitkr\u00e4ften ein; und wiederholte <strong>Sanktionspakete<\/strong> (z. B. das 14. im Juni 2024), wobei die Durchsetzung und energiebezogene Ma\u00dfnahmen versch\u00e4rft wurden. <strong>EU-Beitrittsgespr\u00e4che <\/strong>mit der<br>Ukraine aufgenommen (25. Juni 2024).<\/td><td>Erkl\u00e4rte eine <strong>Partnerschaft ohne Grenzen<\/strong> mit Russland (4. Februar 2022) und ver\u00f6ffentlichte ein <strong>12-Punkte-Positionspapier<\/strong> zum Krieg (Februar 2023). \u00d6ffentlich wurde auf t\u00f6dliche Waffenhilfe f\u00fcr Russland verzichtet, w\u00e4hrend gleichzeitig <strong>Handels- und Dual-Use-Kan\u00e4le ausgebaut wurden<\/strong>, die westliche Sanktionen gegen in der VR China ans\u00e4ssige Unternehmen nach sich zogen. Xi <strong>sprach auch mit Selenskyj <\/strong>(26. April 2023), ohne dabei seine grundlegende Haltung zu \u00e4ndern.<\/td><td><strong>\u00dcberlebt und angepasst:<\/strong> Verteidigung von Kyjiw (Fr\u00fchjahr 2022), Befreiung der <strong>Regionen Charkiw und Cherson (rechtes Ufer) im Jahr 2022<\/strong>, anschlie\u00dfend \u00dcbergang zu <strong>Zerm\u00fcrbungs- und Deep-Strike-Strategie<\/strong> \u2013 Drohnen\/Raketen<br><strong>schw\u00e4chen die russische Energie und die Schwarzmeerflotte <\/strong>und<br>f\u00fchren 2023 zur Wiederer\u00f6ffnung eines <strong>\u201evor\u00fcbergehenden\u201c Getreidekorridors<\/strong>, nachdem Moskau das UN-Abkommen gek\u00fcndigt hat. Versch\u00e4rfte Personalpolitik (<strong>Wehrpflich ab 25 Jahren<\/strong>; aktualisierte Mobilisierungsvorschriften) und Beginn der Integration von <strong>F-16\/Mirage-2000<\/strong> im Jahr 2024.<\/td><\/tr><tr><td><em>Strategisches<br>Ziel<\/em><\/td><td><strong>Eine neue territoriale Realit\u00e4t <\/strong>und Verhandlungen zu Moskaus Bedingungen durchsetzen, indem man <strong>die Entschlossenheit des Westens <\/strong>\u00fcberdauert, die Kriegswirtschaft aufrechterh\u00e4lt<br>und, wo m\u00f6glich, voranschreitet, w\u00e4hrend gleichzeitig die Kontrolle \u00fcber die besetzten Gebiete versch\u00e4rft wird.<\/td><td><strong>Die Ukraine in die Lage versetzen, sich zu verteidigen, abzuschrecken und durchzuhalten<\/strong> \u2013 die Ausgaben Russlands erh\u00f6hen, <strong>einen direkten Krieg zwischen der NATO und Russland vermeiden und eine mehrj\u00e4hrige Unterst\u00fctzung<\/strong> (zus\u00e4tzlicher + 10-Jahres-Pakt) <strong>sicherstellen<\/strong>,<br>w\u00e4hrend gleichzeitig die Exportkontrollen\/Sanktionen versch\u00e4rft werden.<\/td><td><strong>Die Ukraine nachhaltig unterst\u00fctzen und Russland <\/strong>in gro\u00dfem Umfang (finanziell, milit\u00e4risch, industriell) <strong>einschr\u00e4nken<\/strong>, <strong>w\u00e4hrend Kyjiw an den EU-Weg gebunden<\/strong> und <strong>die Umgehung von Sanktionen unterbunden werden.<\/strong><\/td><td><strong>Strategische Ambiguit\u00e4t bewahren: <\/strong>sich als neutraler Vermittler positionieren, <strong>westliche Sanktionen vermeiden<\/strong>, wirtschaftlichen Einfluss auf Moskau behalten und <strong>jede Regelung<\/strong> im Sinne der chinesischen Standpunkte <strong>gestalten<\/strong>.<\/td><td><strong>\u00dcberleben, sich anpassen und Kosten auferlegen:<\/strong> Verteidigung kritischer Bev\u00f6lkerungs-\/Energieknotenpunkte, <strong>Ausbau der M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Langstreckenschl\u00e4ge<\/strong>, St\u00e4rkung der Luftabwehr und <strong>Beschleunigung der euro-atlantischen Integration<\/strong> zur Sicherung der langfristigen Sicherheit.<\/td><\/tr><tr><td><em>Strategisches<br>Muster<\/em><\/td><td><strong>Blitzkrieg \u2192 Zerm\u00fcrbung \u2192 Verschanzung<\/strong>: Mobilisierung + Annexionsanspr\u00fcche; saisonale<br><strong>Energiebombardierung;<\/strong> <strong>schrittweise Vorst\u00f6\u00dfe<\/strong> (z. B. Awdijiwka), obwohl das Risiko <strong>einer Seeschlacht <\/strong>auf der Krim eine Aufteilung der Truppen erzwang.<\/td><td><strong>F\u00e4higkeitsleiter + politische Leitplanken<\/strong>: stetige Eskalation der Systeme (DPICM \u2192 ATACMS) und <strong>begrenzte Befugnisse <\/strong>(begrenzte grenz\u00fcberschreitende Nutzung), verbunden mit <strong>Finanzierungs-aufschw\u00fcngen<\/strong> (Erg\u00e4nzung vom April 2024) und <strong>einem 10-j\u00e4hrigen Sicherheitsrahmen.<\/strong> <\/td><td><strong>Prozess + Umfang: <\/strong>Sanktionspakete, <strong>Aufstockung des EPF <\/strong>und EUMAM-Training, dann <strong>Beitrittsverhandlungen<\/strong> und <strong>die 50-Milliarden-Euro-Fazilit\u00e4t,<\/strong> um die Unterst\u00fctzung<br><strong>vorhersehbar<\/strong> und unabh\u00e4ngiger von der US-Politik<br>zu machen.<\/td><td><strong>Rhetorische Neutralit\u00e4t, praktische Absicherungsstrategien: <\/strong><em>Friedensbotschaften<\/em> bei gleichzeitiger <strong>Vertiefung der Beziehungen<\/strong> <strong>zu Russland<\/strong> und <strong>Testen der Sanktionsgrenzen<\/strong> \u2013 was gezielte Ma\u00dfnahmen der USA\/EU gegen chinesische Unternehmen nach sich zieht.<\/td><td><strong>Vom Man\u00f6ver zum systemischen Druck:<\/strong> Nach den Offensiven von 2022 verlagerte sich der Schwerpunkt auf <strong>Luftabwehr + Angriffe in die Tiefe<\/strong> (Energie\/Logistik, Schwarzmeerflotte) und <strong>die Wiederherstellung <\/strong>des Personalbestands (Wehrpflicht ab 25), w\u00e4hrend die <strong>Integration<\/strong> moderner Kampfflugzeuge langsam begann, das Gleichgewicht im Luftkrieg neu zu gestalten.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Die Entwicklung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine wird nicht mehr als eine Abfolge von Krisen betrachtet, sondern als ein <strong>Kontinuum strategischer Anpassungen.<\/strong> Das Vorgehen Russlands ist strukturell konstant geblieben: hybride Zwangsaus\u00fcbung, kalibrierte und schleichende Eskalation, wechselnd zwischen offenen Offensiven und b\u00fcrokratischer Annexion zur Normalisierung von Besatzung. F\u00fcr die Vereinigten Staaten schlug das Pendel von vorhersehbarem Multilateralismus zu konditionalem Bilateralismus aus, wodurch die Grenzen und Instrumente des westlichen Engagements neu definiert und das Gleichgewicht zwischen Abschreckung, Eskalationsmanagement und Lastenteilung verschoben wurden. Europa wiederum wurde faktisch gezwungen, sich durch Industriepolitik, Verteidigungsdarlehen und Koproduktionsprogramme von der Abh\u00e4ngigkeit zu einer z\u00f6gerlichen Selbstbehauptung zu bewegen. W\u00e4hrenddessen entwickelt sich Chinas vorgebliche Neutralit\u00e4t zu einer materiellen Unterst\u00fctzung \u2013 einer auf Sanktionen bewussten Absicherung, die den Einfluss auf Moskau vertieft und gleichzeitig transatlantische Spannungen ausnutzt. Vor diesem Hintergrund hat sich die Ukraine von einem Empf\u00e4nger externer Unterst\u00fctzung zu einem Mitgestalter von Sicherheit gewandelt: Sie erh\u00e4lt die Luftabwehr und ISR aufrecht, industrialisiert sich im Inland und gemeinsam mit Verb\u00fcndeten, h\u00e4lt das Stromnetz unter Beschuss am Laufen und treibt die Euro-atlantische Integration schneller voran, als Russland geschaffene Realit\u00e4ten zur Normalit\u00e4t machen kann die strategische Bedeutung ist klar: Nur eine breit abgest\u00fctzte Koalitionsstrategie, die <strong>Hilfe von politischen Zyklen abkoppelt, Kan\u00e4le zur Umgehung von Sanktionen schlie\u00dft und die Koproduktion und Euro-atlantische Integration beschleunigt<\/strong>, wird Moskaus Zeit- und Druckstrategie \u00fcbertrumpfen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vom-multilateralismus-zu-america-first-der-wandel-der-us-aussenpolitik\"><strong>Vom Multilateralismus zu \u201eAmerica First\u201c: Der Wandel der US-Au\u00dfenpolitik<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Unter Pr\u00e4sident Biden war die Au\u00dfenpolitik explizit b\u00fcndniszentriert, multilateral und wertegeleitet. Seine Administration setzte eine klare Priorit\u00e4t auf Verb\u00fcndete, indem sie das globale Netzwerk amerikanischer Partnerschaften wiederbelebte und das Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung bekr\u00e4ftigte. Die Biden-Doktrin rahmte das US-Engagement explizit als Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Verteidigung der liberalen internationalen Ordnung gegen das Wiederaufleben autorit\u00e4rer Regime. Er hob die NATO, die G7 und die EU st\u00e4ndig als strategische Eckpfeiler hervor \u2013 ein Ansatz, der in der <em>National Security Strategy 2022<\/em> kodifiziert wurde, welche Allianzen als <em>wichtigster strategischer Verm\u00f6genswert<\/em> der USA bezeichnete. Russlands Krieg gegen die Ukraine wurde zu einem zentralen Mobilisierungsfaktor sowohl f\u00fcr die amerikanische als auch f\u00fcr europ\u00e4ische Demokratien und verwandelte die Solidarit\u00e4t mit Kyjiw in einen entscheidenden Test westlicher Geschlossenheit. Die Regierung nahm auch wieder Kontakt zu globalen Institutionen wie der UNO, der WTO und der WHO auf und unterstrich damit die R\u00fcckkehr zur multilateralen Zusammenarbeit bei grenz\u00fcberschreitenden Herausforderungen, die von Gesundheit \u00fcber Klima bis hin zum Handel reichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kennzeichen von Bidens Au\u00dfenpolitik war Vorhersehbarkeit und Solidarit\u00e4t. Die Regierung war bestrebt, die traditionelle F\u00fchrungsrolle der USA auf der internationalen B\u00fchne nach der Turbulenz der ersten Trump-Amtszeit wieder zu festigen, demokratische Werte ins Zentrum des US-Engagements zu stellen und den Wettbewerb mit Russland und China als globalen Wettbewerb zwischen Demokratie und Autoritarismus zu rahmen. Dieser Ansatz gab den Verb\u00fcndeten Gewissheit \u00fcber die Best\u00e4ndigkeit und normative Verankerung der F\u00fchrungsrolle der USA. Gleichzeitig erzeugte er Spannungen, da die weltweite Verteidigung der Demokratie dauerhafte milit\u00e4rische, wirtschaftliche und diplomatische Verpflichtungen erforderte, die ein Risiko der <em>\u00dcberbeanspruchung amerikanischer Ressourcen<\/em> bargen. Das Gleichgewicht zwischen Glaubw\u00fcrdigkeit im Ausland und innenpolitischen und fiskalischen Zw\u00e4ngen blieb eine anhaltende Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00dcbergang von Pr\u00e4sident Joe Biden zu Pr\u00e4sident Donald Trump markiert nicht nur einen F\u00fchrungswechsel, sondern eine grundlegende Neudefinition der amerikanischen Selbstverortung in der Welt. Beide Administrationen erkannten die zunehmende Konkurrenz zwischen Gro\u00dfm\u00e4chten, doch sie unterschieden sich deutlich in Doktrin, Instrumentarium und politischer Grundlage.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner zweiten Amtszeit war die Au\u00dfenpolitik von Trump explizit <em>pragmatisch<\/em> und <em>kostenbewusst<\/em> ausgerichtet. Pr\u00e4sident Trumps Berater argumentierten, dass amerikanische F\u00fchrung zu h\u00e4ufig als Subvention f\u00fcr Verb\u00fcndete fungiert habe, die nicht in ihre eigene Verteidigung investierten, und forderten einen drastischen Paradigmenwechsel hin zu <em>fairer Lastenteilung<\/em>. Der Pr\u00e4sident stellte B\u00fcndnisse stets als <em>bedingte Vereinbarungen<\/em> und nicht als dauerhafte Verpflichtungen dar, was seine seit langem vertretene Auffassung widerspiegelte, dass die Verpflichtungen der USA anhand des unmittelbaren nationalen Nutzens beurteilt werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu Pr\u00e4sident Biden, der die Demokratief\u00f6rderung als leitendes Prinzip des US-Engagements verstand, lehnte Pr\u00e4sident Trump eine wertebasierte Au\u00dfenpolitik zugunsten einer interessenbasierten Priorisierung ab. Analysten stellten fest, dass dieser Ansatz darauf abzielte, eine<em> strategische \u00dcberforderung<\/em> zu verhindern, indem der Umfang der Verpflichtungen der USA eingeschr\u00e4nkt und der Fokus auf Regionen mit der h\u00f6chsten Rentabilit\u00e4t gelegt wurde. Daraus ergab sich eine Hierarchie von Priorit\u00e4ten: China als ma\u00dfgebliche Herausforderung f\u00fcr Verteidigungsplanung und Ressourcenzuteilung; Europa soll mehr Verantwortung f\u00fcr seine eigene Sicherheit \u00fcbernehmen; und der Nahe Osten wird eher im Hinblick auf Terrorismusbek\u00e4mpfung und Energieversorgungssicherheit als auf die F\u00f6rderung der Demokratie in gro\u00dfem Ma\u00dfstab neu definiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kennzeichen der Au\u00dfenpolitik von Donald Trump ist <em>Konditionalit\u00e4t, gepaart mit bewusster Unvorhersehbarkeit<\/em>. F\u00fcr Washington versprach diese Strategie Effizienz und Einfluss: Sie zielte darauf ab, die Kosten der globalen F\u00fchrungsrolle zu senken und gleichzeitig die Verb\u00fcndeten zu zwingen, einen gr\u00f6\u00dferen Teil der Last zu tragen. Seine Regierung stellt das Engagement der USA konsequent als bedingt und nicht als automatisch dar und verbindet Zusicherungen der Unterst\u00fctzung mit Vorschl\u00e4gen zum Sparen. Die systemische Ungewissheit zwingt die Partner jedoch dazu, die Zuverl\u00e4ssigkeit der amerikanischen Verpflichtungen infrage zu stellen, und f\u00fchrt zu parallelen Bem\u00fchungen in Europa und Asien, sich gegen die amerikanische Unberechenbarkeit abzusichern. In diesem Sinne war Unvorhersehbarkeit nicht blo\u00df ein taktisches Nebenprodukt, sondern ein Organisationsprinzip der US-Au\u00dfenpolitik \u2013 die Neugestaltung der Rolle Amerikas im internationalen System unter Bedingungen, die ausdr\u00fccklich mit seinen nationalen Interessen verbunden waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Au\u00dfenpolitik von Pr\u00e4sident Trump stellt die Interessen der USA \u00fcber universelle Normen und bevorzugt bilaterale Abkommen und selektive <em>\u201eClub-Formate\u201c<\/em> der Zusammenarbeit, anstatt sich vollst\u00e4ndig auf universelle oder institutionelle multilaterale Rahmenwerke einzulassen. Dabei werden die Interessen der USA und Neuverhandlungen betont, anstatt ein umfassendes Engagement f\u00fcr die globale Steuerung und die Pr\u00e4sidentschaft selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4sident Trump zentralisierte zudem die au\u00dfenpolitische Entscheidungsfindung im Wei\u00dfen Haus und reduzierte den Einfluss traditioneller institutioneller Kontrollmechanismen. Im Gegensatz zu seinen Vorg\u00e4ngern, die sich stark auf interinstitutionelle Abstimmungsprozesse st\u00fctzten, bevorzugte Trump seine pers\u00f6nliche Intuition und bilaterale Vereinbarungen gegen\u00fcber b\u00fcrokratischen Konsensen. Seine zweite Amtszeit begann mit weniger internen und externen Einschr\u00e4nkungen, da viele der <em>\u201eErwachsenen\u201c<\/em>, die seine Entscheidungen in der ersten Amtszeit gemildert hatten, nicht mehr im Amt waren. Diese Personalisierung der Diplomatie war bereits in der ersten Amtszeit durch hochrangige Gipfeltreffen etwa mit Kim Jong Un oder Wladimir Putin sichtbar, die die Pr\u00fcfung durch State Department und Pentagon umgingen. Parallel dazu st\u00fctzte sich Trump zunehmend auf <em>Sondergesandte<\/em>, die sein uneingeschr\u00e4nktes Vertrauen genossen und h\u00e4ufig au\u00dferhalb traditioneller beh\u00f6rden\u00fcbergreifenden Koordination agierten \u2013 wodurch ein alternativer diplomatischer Kanal institutionalisiert wurde, der st\u00e4rker von pers\u00f6nlichem Vertrauen des Pr\u00e4sidenten <em>\u201ean sich\u201c<\/em> gepr\u00e4gt war. Die Analysten stellten au\u00dferdem fest, dass Pr\u00e4sident Trump bei hochrangigen Veranstaltungen h\u00e4ufig die performative Komponente gegen\u00fcber dem traditionellen diplomatischen Protokoll bevorzugte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend ist, dass Trumps Au\u00dfenpolitik einen deutlichen Bruch mit fr\u00fcheren amerikanischen Verpflichtungen gegen\u00fcber der Ukraine darstellt, insbesondere jenen, die im Budapester Memorandum von 1994 verankert wurden. In diesem Abkommen verpflichteten sich die Vereinigten Staaten gemeinsam mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Russland, die Souver\u00e4nit\u00e4t und territorialen Integrit\u00e4t der Ukraine zu respektieren und Sicherheitsgarantien zu geben, im Gegenzug f\u00fcr Kyjiws Verzicht auf das damals drittgr\u00f6\u00dfte Atomwaffenarsenal der Welt. Auch wenn das Memorandum \u201eZusicherungen\u201c und keine rechtlich bindenden \u201eGarantien\u201c bot, symbolisierte es doch ein politisches Bekenntnis Washingtons zur Wahrung der ukrainischen territorialen Integrit\u00e4t. Trumps Doktrin \u201eAmerica first\u201c hingegen interpretiert derartige Verpflichtungen durch eine transaktionale Linse \u2013 mit Fokus auf <em>Reziprozit\u00e4t<\/em> und <em>Konditionalit\u00e4t<\/em> statt offener und voraussetzungsfreier Zusicherung. Dieser Wandel verdeutlicht den breiteren Paradigmenwechsel in der US-Au\u00dfenpolitik: weg von normativer H\u00fcterschaft, hin zu einer selektiven Politik, die sich am nationalen Nutzen orientiert.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner zweiten Ausf\u00fchrung definierte <em>\u201eAmerica First\u201c<\/em> die F\u00fchrungsrolle der USA nicht mehr als Garant f\u00fcr die Weltordnung, sondern als ein Transaktionssystem, das darauf ausgelegt war, die Vorherrschaft der USA zu geringeren Kosten zu erhalten. Dieser Kurs hat bei einigen Verb\u00fcndeten nachvollziehbare Zweifel an der Belastbarkeit amerikanischer Verpflichtungen geweckt, insbesondere in Europa, wo Unsicherheit \u00fcber Washingtons Haltung die Abschreckungswahrnehmung beeinflussen k\u00f6nnte. Ein enger gefasstes, interessenbasiertes F\u00fchrungsmodell kann es Washington erm\u00f6glichen, sich auf zentrale strategische Herausforderungen zu konzentrieren, anstatt seine Anstrengungen auf alle globalen Themen zu verteilen. Analysten warnen jedoch, dass \u00fcberm\u00e4\u00dfige Ambiguit\u00e4t hinsichtlich amerikanischer Verpflichtungen Gegner ermutigen und die Glaubw\u00fcrdigkeit der US-B\u00fcndnisse untergraben k\u00f6nnte. Andere weisen darauf hin, dass eine engere, interessenbasierte Auffassung von F\u00fchrung den Spielraum der USA f\u00fcr die Bildung von Koalitionen zu globalen Themen wie Klimawandel, Handel oder Pandemien einschr\u00e4nken k\u00f6nnte. Der zentrale Test f\u00fcr Washington besteht somit darin, ob dieses konditionale Modell \u2013 eines, das <em>faire Lastenteilung<\/em> und <em>Reziprozit\u00e4t in bilateralen Beziehungen<\/em> betont \u2013 amerikanischen Einfluss bewahren kann, ohne die B\u00fcndnisse und Institutionen zu schw\u00e4chen, die diesen Einfluss bislang getragen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Pr\u00e4sident Trump und sein Beraterumfeld war die russische Invasion der Ukraine nie prim\u00e4r ein Test f\u00fcr die Verteidigung der liberalen internationalen Ordnung, sondern vielmehr ein Schauplatz zur praktischen Anwendung der Prinzipien von <em>America First<\/em>. Was in seiner ersten Amtszeit noch ad hoc erschien, wurde nun zu einem formellen Regierungsrahmen. F\u00fcr US-Verb\u00fcndete bedeutet diese Rekalibrierung anhaltende Ungewissheit \u00fcber Umfang und Dauer amerikanischer Engagements. F\u00fcr die Ukraine wiederum unterstreicht sie die Notwendigkeit, sich auf eine US-Rolle einzustellen, die enger gefasst, st\u00e4rker Interessengetrieben und weniger in universellen Verpflichtungen verankert ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-europa-wurde-ohne-festen-boden-zuruckgelassen-sucht-jedoch-nach-einem-fairen-gleichgewicht\">Europa wurde ohne festen Boden zur\u00fcckgelassen, sucht jedoch nach einem fairen Gleichgewicht<\/h4>\n\n\n\n<p>Unter Pr\u00e4sident Biden investierten die USA erneut in die NATO, nahmen die Zusammenarbeit mit der G7 und der EU wieder auf und kehrten in globale Institutionen zur\u00fcck. F\u00fcr Europa bedeutete dies die Wiederherstellung von Vorhersagbarkeit: Die transatlantische Kooperation in den Bereichen Klima, Handel und globale Gesundheitskrisen signalisierte, dass Washington die Verb\u00fcndeten wieder als strategische Verm\u00f6genswerte und nicht als Wettbewerber betrachtete. Dies erm\u00f6glichte der EU, sich als Partner bei der Gestaltung multilateraler Verwaltung zu positionieren, von der Klimadiplomatie bis zur Reform der Welthandelsorganisation, und gleichzeitig eine enge Abstimmung mit den globalen Priorit\u00e4ten der USA aufrechtzuerhalten. Diese Vorhersehbarkeit schuf zudem einen breiten Konsens unter den Verb\u00fcndeten, der koordinierte Sanktionspakete, eine vertiefte Sicherheits- und Verteidigungskooperation sowie eine beschleunigte Diversifizierung der Energiequellen erm\u00f6glichte. Die USA ergriffen bedeutende Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Abschreckungs- und Verteidigungshaltung der NATO. Das B\u00fcndnis blieb der unverzichtbare Garant f\u00fcr Abschreckung angesichts der russischen Aggression. Bemerkenswert ist, dass der US-Anteil an den milit\u00e4rischen Lieferungen an europ\u00e4ische NATO-Mitglieder von 52 % (2015\u20132019) auf 64 % in den folgenden f\u00fcnf Jahren anstieg. Trotz dieser massiven Abh\u00e4ngigkeit von Washington blieb Europa jedoch weiterhin deutlich unterfinanziert im Verteidigungsbereich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus europ\u00e4ischer Sicht war Bidens Multilateralismus allerdings nicht ohne Einschr\u00e4nkungen. Br\u00fcssel betrachtete Washingtons NATO-Ansatz oft als \u00fcberm\u00e4\u00dfig US-orientiert, wobei wichtige Initiativen zwar als transatlantische Partnerschaften formuliert wurden, aber in erster Linie von amerikanischen Priorit\u00e4ten gepr\u00e4gt waren. Bidens <em>begrenzter Multilateralismus<\/em> stellte h\u00e4ufig amerikanische innenpolitische Interessen in den Vordergrund, selbst wenn rhetorisch die R\u00fcckkehr zur Kooperation betont wurde. Spannungen zeigten sich insbesondere im Handel: Die anhaltenden Stahl- und Aluminiumz\u00f6lle im Zusammenhang mit dem Inflation Reduction Act, den die Europ\u00e4er als protektionistisch kritisierten, sowie der chaotische US-Abzug aus Afghanistan verst\u00e4rkten die Wahrnehmung, dass Washington bei zentralen Sicherheitsfragen weiterhin unilateral handelte. Die Europ\u00e4er wiesen auch auf einen Mangel an langfristiges strategisches Konzept in der US-Au\u00dfenpolitik. Zwar gelang es der Regierung Biden, Verb\u00fcndete effektiv zur Bew\u00e4ltigung akuter Krisen zu mobilisieren, doch sei daraus zu selten eine koh\u00e4rente Strategie f\u00fcr den Umgang mit systemischen Herausforderungen entstanden. Der IDEAS-Bericht der London School of Economics beschrieb Europa als <em>\u201ehedging by default\u201d<\/em> (Absicherungsstrategie als Standardmodus), das sich auf Szenarien vorbereitet, in denen die F\u00fchrungsrolle der USA inkonsistent oder nicht vorhanden ist. Bidens au\u00dfenpolitische Ambiguit\u00e4t zeigte sich deutlich im indopazifischen Raum, wo die europ\u00e4ischen Partner oft Schwierigkeiten hatten, die endg\u00fcltige Strategie Washingtons gegen\u00fcber China zu erkennen, da die Verpflichtungen der USA in der Rhetorik zwar ehrgeizig erschienen, in der Umsetzung jedoch weniger klar waren. Im Nahen Osten f\u00fchrten die sich wandelnden Priorit\u00e4ten der USA vom Wunsch nach einer Verringerung der milit\u00e4rischen Pr\u00e4senz bis hin zu einem erneuten Engagement in Krisenzeiten dazu, dass die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten hinsichtlich der Dauerhaftigkeit der amerikanischen Verpflichtungen verunsichert waren. Das Fehlen klar definierter roter Linien erm\u00f6glichte es Gegnern wie Russland und dem Iran zeitweise, die Entschlossenheit des Westens auf die Probe zu stellen, ohne mit entscheidenden Konsequenzen rechnen zu m\u00fcssen. F\u00fcr viele in Europa verst\u00e4rkte dies das Gef\u00fchl der Verwundbarkeit: Selbst unter einem Pr\u00e4sidenten, der B\u00fcndnisse in den Mittelpunkt der US-Au\u00dfenpolitik stellte, schwankte die F\u00fchrung h\u00e4ufig zwischen hochtrabender Rhetorik und z\u00f6gerlicher Umsetzung. Das Ergebnis war die anhaltende Besorgnis, dass die transatlantische Einheit zwar wiederbelebt worden war, aber weiterhin reaktiv und krisengetrieben blieb, anstatt in einer nachhaltigen, zukunftsorientierten strategischen Vision verankert zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Europ\u00e4ische Verb\u00fcndete erlebten einen deutlichen Kontrast zwischen Joe Bidens <em>begrenztem Multilateralismus<\/em> und Donald Trumps <em>\u201eAmerica First\u201c<\/em>-Politik. F\u00fcr viele in Europa best\u00e4tigte Donald Trumps zweite Amtszeit die Bef\u00fcrchtung, dass die Au\u00dfenpolitik der USA in eine neue strukturelle Phase eintreten w\u00fcrde. Dies f\u00fchrte dazu, dass europ\u00e4ische Entscheidungstr\u00e4ger die Sicherheitsgarantien der USA zunehmend als abh\u00e4ngig von den sich wandelnden strategischen Interessen Washingtons betrachteten, statt als dauerhafte Verpflichtungen. Pr\u00e4sident Trumps Betonung einer transaktionalen und episodischen Diplomatie war erneut Anlass, die Glaubw\u00fcrdigkeit der NATO und die Frage, ob Artikel 5 weiterhin als unverr\u00fcckbare Garantie behandelt werde, zu hinterfragen. Dies war ein deutliches Signal an die Europ\u00e4er, dass sich der US-amerikanische R\u00fcckzug aus traditionellem Multilateralismus m\u00f6glicherweise nicht l\u00e4nger als episodische Turbulenz darstellt, sondern als strukturelles Merkmal von Washingtons Ansatz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ischen Regierungen begannen daher, ihre Strategien sowohl geografisch als auch politisch neu auszurichten. Staaten Mittel- und Osteuropas, insbesondere Polen und die baltischen L\u00e4nder, betrachten trotz Bem\u00fchungen um eine Erh\u00f6hung der Verteidigungsausgaben \u2013 so stiegen Polens Ausgaben von rund 2,7 % des BIP im Jahr 2022 auf etwa 4,2 % im Jahr 2024, mit einer Projektion von 4,7 % im Jahr 2025 \u2013 die US-Milit\u00e4rpr\u00e4senz weiterhin als unverzichtbar. Westeurop\u00e4ische Staaten hingegen interpretierten Trumps Konditionalit\u00e4t als Verst\u00e4rkung der langj\u00e4hrigen Debatten \u00fcber Europas strategische Autonomie. In diesem Zusammenhang gewannen franz\u00f6sische Argumente \u2013 vor allem von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron vorgebracht \u2013 \u00fcber die Risiken einer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Abh\u00e4ngigkeit von US-Garantien erneut an Aufmerksamkeit, wenn auch nicht universell akzeptiert. Berlin, das seine <em>Zeitenwende<\/em> angenommen hat, stimmt diesem Ansatz vorsichtig zu: Es erh\u00f6hte nicht nur die Verteidigungsausgaben, sondern investierte auch politisches Kapital in EU-weite Verteidigungsmechanismen, wie neue PESCO-Projekte, den Europ\u00e4ischen Verteidigungsfonds und die European Sky Shield Initiative. Diese Ma\u00dfnahmen zielen darauf ab, Ressourcen zu b\u00fcndeln und eine st\u00e4rker integrierte Luft- und Raketenabwehrarchitektur trotz weiterhin bestehender Herausforderungen bei Finanzierung, Koordination und politischer Abstimmung zwischen den Mitgliedstaaten voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf EU-Ebene sind die Institutionen im <em>Strategischen Kompass f\u00fcr Sicherheit und Verteidigung<\/em> (verabschiedet 2022) verankert, der eine Roadmap bis 2030 vorgibt, um Europas Handlungsf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken. 2024 stellte die Europ\u00e4ische Kommission die erste <em>Industriestrategie f\u00fcr den Verteidigungsbereich<\/em> vor, die <em>\u201eVerteidigungsbereitschaft\u201c<\/em> als Priorit\u00e4t identifizierte und neue Instrumente einf\u00fchrte, um gemeinsame Beschaffung zu f\u00f6rdern, Produktionskapazit\u00e4ten zu erweitern und die verteidigungsindustrielle Basis zu konsolidieren. 2025 folgte die Einf\u00fchrung des Programms <em>\u201eSicherheitsaktionen f\u00fcr Europa\u201c (SAFE)<\/em><strong> <\/strong>mit einem Volumen von 150 Milliarden Euro in Form von Vorzugsdarlehen, das die Beschaffung kritischer F\u00e4higkeiten wie Luftabwehr, Artillerie und Munition beschleunigen soll. Diese und andere Initiativen verfolgen das Ziel, Autonomie nicht als Ersatz f\u00fcr die NATO, sondern als notwendige Erg\u00e4nzung zu pr\u00e4sentieren, um Europas Handlungsf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken, wenn die US-F\u00fchrung ins Wanken ger\u00e4t. Europ\u00e4ische Analysten betonen, dass echte Autonomie den Aufbau einer konsolidierten europ\u00e4ischen verteidigungsindustriellen Basis und die Priorisierung indem-EU-Beschaffungen erfordert, um die Abh\u00e4ngigkeit von nicht-europ\u00e4ischen Lieferanten zu verringern. In diesem Zusammenhang wird der transaktionale Ansatz der USA zu Allianzen sowohl als Warnung als auch als Chance interpretiert: als Warnung, dass sich ein R\u00fcckzug der USA aus multilateralen Verpflichtungen strukturell verfestigen k\u00f6nnte, und als Chance f\u00fcr Europa, chronische Unterinvestitionen und Fragmentierung in seiner Verteidigungspolitik zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ische Einsch\u00e4tzung von Trumps Konditionalit\u00e4t ist jedoch nicht durchweg negativ. Einerseits hat der US-Druck lang verz\u00f6gerte Investitionen angesto\u00dfen und einige Lastenteilungsl\u00fccken innerhalb der NATO geschlossen. Andererseits h\u00e4ngt die Abschreckung zunehmend von der Wahrnehmung ab: Die Unklarheit \u00fcber die roten Linien der NATO und Artikel 5 verst\u00e4rkte die Bef\u00fcrchtung, dass eine transaktionale US-Position Gegner dazu verleiten k\u00f6nnte, die Koh\u00e4sion des B\u00fcndnisses zu testen. In diesem Umfeld haben europ\u00e4ische F\u00fchrungskr\u00e4fte den Ansatz der <em>Koalition der Willigen<\/em> vorangetrieben, der darauf abzielt, <em>robuste Sicherheitsgarantien <\/em>f\u00fcr die Ukraine zu finalisieren. Die Initiative wird vor allem von Frankreich und dem Vereinigten K\u00f6nigreich vorangetrieben, deren proaktive F\u00fchrungsrolle im Kontrast zu den vorsichtigeren Engagements Deutschlands und Polens steht \u2013 L\u00e4nder, die weiterhin z\u00f6gern, eine Frontlinienrolle zu \u00fcbernehmen. 26 Staaten haben zugesagt, sich an einer <em>R\u00fcckversicherungsmission<\/em> nach dem Konflikt zu beteiligen, doch viele z\u00f6gern, Personal in der Ukraine einzusetzen, sofern dies nicht auch die USA tun. Effektiv arbeiten die EU-US-Ukraine-Gruppen daran, einen pragmatischen operativen Rahmen zu entwerfen \u2013 festzulegen, <em>was umgesetzt werden muss, wann <\/em>(mit einigen Elementen vor dem \u201eEnde des Krieges\u201c) und<em> wie die Koh\u00e4renz zwischen den Akteuren<\/em> gew\u00e4hrleistet werden kann. Der \u00dcbergang von Biden zu Trump kristallisiert somit ein gr\u00f6\u00dferes Paradoxon: Die USA bleiben zentral f\u00fcr Europas Sicherheitsarchitektur, doch ihre Verl\u00e4sslichkeit wird nicht mehr als selbstverst\u00e4ndlich angenommen. Der strategische Imperativ besteht nun darin, das Engagement der USA zu sichern und gleichzeitig autonome europ\u00e4ische F\u00e4higkeiten aufzubauen, die handlungsf\u00e4hig sind, wenn sich die amerikanischen Priorit\u00e4ten \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis dieses Paradigmas zeigt sich bisher jedoch in einer fragmentierten europ\u00e4ischen Reaktion. Westeurop\u00e4ische L\u00e4nder betonen die Dringlichkeit, die Abh\u00e4ngigkeit zu verringern, indem sie die verteidigungsindustrielle Politik st\u00e4rken, gemeinsame Beschaffung ausbauen und in langfristige strategische Autonomie investieren. Frontnahe Staaten, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, konzentrieren sich hingegen auf bilaterale Abkommen mit den USA und die Sicherung einer verst\u00e4rkten NATO-Abschreckung an der Ostflanke, w\u00e4hrend sie gleichzeitig ihre eigenen Verteidigungshaushalte erh\u00f6hen. Beide Ans\u00e4tze spiegeln die gemeinsame Erkenntnis wider, dass der transatlantische Vertrag sich grundlegend ver\u00e4ndert hat. Unter Trump geht Europa nicht mehr von automatischer Solidarit\u00e4t aus, sondern muss aktiv seinen Platz in dem Sicherheitskalk\u00fcl der USA verhandeln. Diese Dynamik erzeugt sowohl Besorgnis als auch Schwung: Besorgnis \u00fcber die Best\u00e4ndigkeit der US-Verpflichtungen, aber auch Schwung, in eine st\u00e4rkere europ\u00e4ische Kapazit\u00e4t zu investieren, w\u00e4hrend die USA als unverzichtbarer Partner f\u00fcr Europas Sicherheit und internationalen Einfluss eingebunden bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-russlands-kalkul-angesichts-der-veranderungen-in-der-us-aussenpolitik\"><strong><strong>Russlands Kalk\u00fcl angesichts der Ver\u00e4nderungen in der US-Au\u00dfenpolitik<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Aus Sicht Moskaus war der Kontrast zwischen Joe Bidens <em>begrenztem Multilateralismus<\/em> und Donald Trumps <em>\u201eAmerica First\u201c<\/em>-Politik ebenso deutlich. Unter Biden st\u00e4rkten die NATO-Einheit, die Verh\u00e4ngung von Sanktionen gegen Russland sowie die anhaltende westliche Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr die Ukraine das, was Analysten als einen <em>\u201eContainment-plus\u201c<\/em>-Ansatz sehen. Der Kreml betrachtete Bidens wiederholte Darstellung des Konflikts als Wettbewerb zwischen Demokratie und Autoritarismus nicht nur als ideologisch, sondern als existenziell \u2013 ein implizites Signal, dass Moskau isoliert und als Paria dargestellt werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die R\u00fcckkehr Trumps wurde in Moskau jedoch sowohl als Risiko als auch als Chance interpretiert. Russische Analysten weisen darauf hin, dass Washingtons Betonung von Lastenteilung und bedingten Allianzen zu einem Test der Koh\u00e4sion werden k\u00f6nnte: Wenn europ\u00e4ische Verb\u00fcndete wiederholt die Erwartungen Washingtons nicht erf\u00fcllen, k\u00f6nnten interne Spannungen zunehmen und die Glaubw\u00fcrdigkeit erodieren. Solche Spannungen gelten in Moskau als fruchtbarer Boden f\u00fcr hybride Taktiken, die Spaltungen innerhalb der NATO vertiefen sollen \u2013 sei es durch Desinformation, Cyberangriffe, Energiehebel oder Eskalation in umstrittenen Gebieten. Russische Offizielle haben die US-Konditionalit\u00e4t stets als Z\u00f6gern dargestellt, wodurch die Erz\u00e4hlung gest\u00e4rkt wird, dass die Zeit Moskau beg\u00fcnstigt: Anhaltender milit\u00e4rischer und politischer Druck werde schlie\u00dflich die Koh\u00e4sion der Alliierten sprengen. Diese Wahrnehmung st\u00fctzt Moskaus \u00dcberzeugung, dass die Unklarheit \u00fcber US-Absichten den Handlungsspielraum definiert, um territoriale Gewinne in der Ukraine zu konsolidieren, die Widerstandsf\u00e4higkeit europ\u00e4ischer Regierungen zu testen und Einfluss im postsowjetischen Raum zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig erkennt Moskau aber auch Beschr\u00e4nkungen und Risiken. Trumps transaktionale Diplomatie signalisiert potenzielle Anpassungen, jedoch keinen vollst\u00e4ndigen US-R\u00fcckzug aus der europ\u00e4ischen Sicherheit. Im Gegenteil werden verst\u00e4rkte Verteidigungsinvestitionen und Planungen in Washington als St\u00e4rkung der Abschreckung gegen\u00fcber Russland und China interpretiert. So hat Russland US-Initiativen zum Ausbau der Raketenabwehr, etwa den Vorschlag einer <em>\u201eIron Dome\u201c f\u00fcr die USA<\/em>, scharf kritisiert und sie als Bem\u00fchungen dargestellt, das strategische Gleichgewicht zu ver\u00e4ndern. Russische Strategen betonen, dass der Kreml darauf mit beschleunigter Modernisierung der Streitkr\u00e4fte, der Verst\u00e4rkung von St\u00fctzpunkten und hoher Einsatzbereitschaft in den westlichen und s\u00fcdlichen Milit\u00e4rbezirken reagiere. Diese Ma\u00dfnahmen werden als defensive Notwendigkeit dargestellt, signalisieren aber extern die Absicht, den Zwangseinfluss gegen\u00fcber Nachbarn zu wahren und Relevanz im globalen Gleichgewicht zu behalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich haben russische Beamte vor einer m\u00f6glichen <em>Eskalationsspirale<\/em> gewarnt, US-Handlungen als destabilisierend dargestellt und versucht, zumindest minimale strategische Kommunikationskan\u00e4le aufrechtzuerhalten. Meldungen \u00fcber Raketentests und Deeskalationsmechanismen werden beibehalten, was Moskaus Anerkennung widerspiegelt, dass Fehleinsch\u00e4tzungen zu unkontrollierten Konfrontationen f\u00fchren k\u00f6nnten. In der Praxis verbindet Russlands Kalk\u00fcl somit <em>Opportunismus<\/em> und <em>Vorsicht<\/em>: westliche Spaltungen ausnutzen und sich auf eine l\u00e4ngere Auseinandersetzung vorbereiten, bei der Abschreckung, hybride Taktiken und Eskalation zentrale Instrumente der staatlichen Au\u00dfenpolitik bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ausnutzung-strategischer-ambiguitat\">Ausnutzung strategischer Ambiguit\u00e4t<\/h4>\n\n\n\n<p>Moskau betrachtet seit langem die Ambiguit\u00e4t \u00fcber US-Verpflichtungen als ausnutzbares Fenster. Russische Analysten sehen Unsicherheit \u00fcber Washingtons Bereitschaft, kollektive Verteidigung aufrechtzuerhalten, als Chance, die strategischen Interessen des Kreml voranzubringen, ohne eine entschiedene Reaktion zu provozieren. Debatten \u00fcber Lastenteilung, Erm\u00fcdung der Alliierten und bedingte US-Garantien werden als systematisch testbare Schwachstellen betrachtet. Hybride Taktiken \u2013 von Cyberoperationen und Desinformation bis hin zu Energieerpressung und verdeckter politischer Finanzierung \u2013 gelten als besonders wirksam, da sie Spaltungen innerhalb der Gesellschaften der Alliierten vertiefen und kollektive Entscheidungsprozesse verz\u00f6gern. Die Ambiguit\u00e4t der US-F\u00fchrung verst\u00e4rkt die N\u00fctzlichkeit solcher Mittel, erm\u00f6glicht es Moskau, Einfluss im postsowjetischen Raum zu verankern und die Entschlossenheit des Westens kosteng\u00fcnstig zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ende-januar-bis-mitte-marz-2025-nbsp-einstellung-des-austauschs-von-geheimdienstinformationen-und-strategische-signale\"><em>Ende Januar bis Mitte M\u00e4rz 2025:&nbsp; Einstellung des Austauschs von Geheimdienstinformationen und strategische Signale<\/em><\/h5>\n\n\n\n<p>Der erste gro\u00dfe Test des neuen transatlantischen Signalumfelds fand von Ende Januar bis Mitte M\u00e4rz 2025 statt, als Washington den Informationsfluss an die Ukraine vor\u00fcbergehend einschr\u00e4nkte. Anfang M\u00e4rz stellten US-Beh\u00f6rden den Zugang Kyjiws zu kritischen Geheimdienstinformationen ein, darunter die von Maxar betriebene Plattform Global Enhanced GEOINT Delivery (GEGD) f\u00fcr Satellitenbilder. F\u00fcr die Ukraine bedeutete dies eine pl\u00f6tzliche Einschr\u00e4nkung der Lage\u00fcbersicht: Luftabwehreinheiten meldeten eine verschlechterte Fr\u00fchwarnkapazit\u00e4t, w\u00e4hrend Frontkommandeure Verz\u00f6gerungen bei der \u00dcbermittlung pr\u00e4ziser Zielinformationen hinnehmen mussten. Der Zugang wurde sp\u00e4ter um den 12. M\u00e4rz 2025 wiederhergestellt, doch die Unterbrechung selbst hatte strategisches Gewicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Moskaus Sicht wurde die Einstellung weniger als technische Anpassung, sondern als deutliches Signal f\u00fcr die Konditionalit\u00e4t US-amerikanischer Verpflichtungen interpretiert. Russische Planer kamen offenbar zu dem Schluss, dass die US-Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine nicht mehr automatisch oder konstant, sondern abh\u00e4ngig von politischen Kalkulationen in Washington sei. In Reaktion darauf erh\u00f6hten russische Streitkr\u00e4fte den offensiven Druck. Am 8. M\u00e4rz f\u00fchrte Russland die (gescheiterte) Operation \u201ePotok\u201c (\u201eStrom\u201c) durch: Dabei handelte es sich um einen Infiltrationsversuch \u00fcber die stillgelegte Urengoy-Pomary-Uschhorod-Pipeline in ukrainisches Territorium nahe Sudschha, Region Kursk \u2013 ein seltenes Beispiel f\u00fcr den Einsatz unkonventioneller Zugangswege zur Positionsverbesserung. Der Kreml setzte au\u00dferdem langreichweitige Raketen- und Artilleriebesch\u00fcsse an anderen Stellen fort, nutzte dabei die zeitweilig eingeschr\u00e4nkte Lage\u00fcbersicht der Ukraine aufgrund reduzierter ISR-Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Episode hatte tiefgreifende operative und strategische Auswirkungen. Auf dem Schlachtfeld musste die Ukraine gr\u00f6\u00dfere Verluste und operative Reibungsverluste hinnehmen, zu einem Zeitpunkt, an dem die schnelle Reaktionsf\u00e4higkeit stark von Geheimdienstinformationen abhing. Kyjiw war gezwungen, auf ungleichm\u00e4\u00dfige europ\u00e4ische Quellen f\u00fcr Aufkl\u00e4rung und Bildmaterial zur\u00fcckzugreifen, die oft in Pr\u00e4zision und Geschwindigkeit hinterherhinkten. Strategisch f\u00fchrte Moskau einen kosteng\u00fcnstigen Test durch: Washington konnte den Informationsfluss wiederherstellen, wie tats\u00e4chlich geschehen, doch die Unterbrechung selbst erm\u00f6glichte es Russland, US-Garantien als episodisch statt verl\u00e4sslich darzustellen. Dies best\u00e4tigte die langj\u00e4hrige \u00dcberzeugung des Kreml, dass die Zeit Russland beg\u00fcnstige \u2013 anhaltender milit\u00e4rischer Druck in Kombination mit selektiver Ausnutzung westlicher Ambiguit\u00e4t werde schlie\u00dflich die Koh\u00e4sion der ukrainischen Unterst\u00fctzer sprengen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-marz-august-2025-administrative-annexion-durch-burokratie\"><em>M\u00e4rz\u2013August 2025: Administrative Annexion durch B\u00fcrokratie<\/em><\/h5>\n\n\n\n<p>Die zweite Phase der Ausnutzung der US- und westlichen Ambiguit\u00e4t durch Russland vollzog sich weniger durch offene K\u00e4mpfe als durch B\u00fcrokratie und Zwangsverwaltung. W\u00e4hrend die USA ihre Betonung von Lastenteilung und Konditionalit\u00e4t in rhetorischen und politischen Rahmenwerken fortf\u00fchrten, beschleunigte Moskau seine Passvergabekampagne in den besetzten Gebieten. Am 5. M\u00e4rz 2025 erkl\u00e4rte Pr\u00e4sident Wladimir Putin, dass die Beh\u00f6rden <em>nahezu abgeschlossen h\u00e4tten<\/em>, russische P\u00e4sse an die Bewohner der Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson auszustellen. Innenminister Wladimir Kolokoltsev berichtete, dass insgesamt 3,5 Millionen P\u00e4sse ausgestellt worden seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls am 20. M\u00e4rz 2025 unterzeichnete Putin ein Dekret, das ukrainische Staatsb\u00fcrger in diesen vier besetzten Regionen (und auf der Krim) anwies,<em> ihren rechtlichen Status<\/em> bis zum 10. September 2025 zu regeln oder <em>das Gebiet eigenst\u00e4ndig zu verlassen; <\/em>bei Nichtbefolgung w\u00fcrden sie von den russischen Beh\u00f6rden als Ausl\u00e4nder eingestuft. F\u00fcr die Bewohner der besetzten Gebiete ist dieser Prozess weder neutral noch freiwillig. Berichte von Menschenrechtsorganisationen beschreiben intensiven Zwang: Verweigerung von Zugang zu Gesundheitsversorgung, Sozialleistungen, Arbeit oder Eigentumsrechten f\u00fcr Personen ohne russische P\u00e4sse; b\u00fcrokratischer Druck, russische Dokumente anzunehmen; und rechtliche Drohungen (einschlie\u00dflich Abschiebung oder Einstufung als \u201eAusl\u00e4nder\u201c) f\u00fcr diejenigen, die sich widersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auswirkungen dieses schleichenden Plans sind erheblich. Erstens hat sich die Bev\u00f6lkerung, f\u00fcr die Russland Verantwortung beanspruchen kann (einschlie\u00dflich Wehrpflicht), stark vergr\u00f6\u00dfert: Personen mit P\u00e4ssen stehen nun formal unter russischer Gerichtsbarkeit in vielen rechtlichen und administrativen Angelegenheiten. Zweitens wird die Unterscheidung zwischen Besatzung und Annexion im Alltag zunehmend verwischt \u2013 nicht nur in der Dokumentation, sondern auch durch die Durchsetzung russischer Rechts-, Bildungs- und Versorgungssysteme. Drittens schafft Russland bei minimalen milit\u00e4rischen Kosten Tatsachen vor Ort, die jede sp\u00e4tere Regelung oder Reintegration erschweren. Westliche Regierungen verurteilen diese Schritte als Verst\u00f6\u00dfe gegen das V\u00f6lkerrecht und die Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine, behandeln sie bislang jedoch eher durch Erkl\u00e4rungen und Sanktionen als durch strukturelle politische Anpassungen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-august-anfang-september-2025-signale-gegen-den-neuen-purl-kanal-der-nato\"><em>August\u2013Anfang September 2025: Signale gegen den neuen PURL-Kanal der NATO<\/em><\/h5>\n\n\n\n<p>Bis Sp\u00e4tsommer 2025 hatte sich die transatlantische Debatte \u00fcber die nachhaltige Unterst\u00fctzung der Ukraine auf einen neuen institutionellen Mechanismus konzentriert \u2013 die <em>Prioritised Ukraine Requirements List<\/em> (PURL). Diese Initiative der NATO und der USA wurde entwickelt, um den Forderungen der US-Regierung nach einer Lastenteilung gerecht zu werden: Washington w\u00fcrde weiterhin Waffen aus seinen Best\u00e4nden liefern, w\u00e4hrend die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten die Finanzierung bereitstellen. Deutschland, die Niederlande, Kanada sowie eine gemeinsame Gruppe (D\u00e4nemark, Norwegen, Schweden) erkl\u00e4rten Anfang August jeweils etwa 500 Millionen US-Dollar im Rahmen des PURL-Mechanismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Moskau interpretierte diese Zusagen jedoch nicht als Zeichen gest\u00e4rkter Einheit, sondern als Konditionalit\u00e4t in formalen Verpflichtungen. Russische Staatsmedien griffen rasch die Erz\u00e4hlung auf, dass die USA ihre Last<em> \u201eoutsourcen\u201c <\/em>und die finanziellen, politischen und logistischen Kosten der Verteidigung der Ukraine auf Europa verlagern. In russischen strategischen Bewertungen verst\u00e4rkte die Struktur von PURL die Vorstellung, dass US-Unterst\u00fctzung von der Leistung und Kontinuit\u00e4t der Alliierten abh\u00e4ngt, wodurch Moskaus Anreiz steigt, die Belastbarkeit dieser Beitr\u00e4ge sowohl bei der Lieferung als auch im politischen Willen der Alliierten zu testen.<\/p>\n\n\n\n<p>Operativ \u00fcbersetzte sich Moskaus Interpretation in eine Kampagne gezielter Infrastrukturangriffe, die nicht nur die Kampff\u00e4higkeit der Ukraine schw\u00e4chen, sondern auch den ukrainischen und westlichen Willen erodieren sollen. Durch Angriffe auf Energie- und Verkehrsknotenpunkte will der Kreml wiederkehrende Kosten f\u00fcr die zivile Wirtschaft und milit\u00e4rische Logistik erzwingen und gleichzeitig sichtbare H\u00e4rten erzeugen, um den ukrainischen Kampfwillen zu mindern. Am 8. September 2025 traf ein russischer Angriff ein W\u00e4rmekraftwerk in der Region Kyjiw, was lokale Stromausf\u00e4lle und Gasunterbrechungen verursachte und die Versorgung von mehr als 8.000 Haushalten unterbrach; am n\u00e4chsten Morgen war die Stromversorgung gr\u00f6\u00dftenteils wiederhergestellt. Am 17. September 2025 griffen russische Drohnen die Region Kirowohrad an, unterbrachen die Stromversorgung und st\u00f6rten den Eisenbahnverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Angriffe verfolgen mehrere strategische Ziele in Moskaus Kalk\u00fcl. Erstens: Durch die Fokussierung auf Energie und Eisenbahn \u2013 lebenswichtig f\u00fcr Wirtschaft und milit\u00e4rische Logistik \u2013 verursacht Russland wiederkehrende finanzielle und operationelle Belastungen f\u00fcr die Ukraine und zwingt Kyjiw, Ressourcen f\u00fcr Reparaturen und Notfallma\u00dfnahmen umzuleiten. Zweitens: Die stark sichtbaren Unterbrechungen sollen Wahrnehmungen jenseits des Schlachtfelds pr\u00e4gen \u2013 Stromausf\u00e4lle, Transportverz\u00f6gerungen und wirtschaftliche Kaskadeneffekte sollen die \u00f6ffentliche Moral schw\u00e4chen, die gesellschaftliche Widerstandsf\u00e4higkeit der Ukraine untergraben und Kriegsm\u00fcdigkeit in der europ\u00e4ischen \u00d6ffentlichkeit verst\u00e4rken. Drittens: Ziel des Kreml ist es nicht nur, den Kampfwillen der Ukraine zu verringern, sondern auch zu signalisieren, dass Russland trotz der Millionen-Verpflichtungen Europas unter PURL kontinuierlich zus\u00e4tzliche finanzielle Belastungen aufzwingen kann, die die ukrainische Widerstandsf\u00e4igkeit <em>schneller<\/em> schw\u00e4chen, als die Zusagen die Situation stabilisieren, wodurch der politische Wille des Westens und die Dauerhaftigkeit der Allianzunterst\u00fctzung getestet werden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-september-2025-erprobung-des-nato-luftraums\"><em>September 2025: Erprobung des NATO-Luftraums<\/em><\/h5>\n\n\n\n<p>Anfang September 2025 intensivierte Russland parallel zu den Angriffen auf die ukrainische Logistik und kritische Infrastruktur seine Kampagne zur Erprobung der NATO-Au\u00dfengrenzen. Die Folge von Tests zeigt, wie Moskau gezielt die Versorgungslinien der Ukraine st\u00f6rt und zugleich die Verteidigungsbereitschaft der Alliierten pr\u00fcft. Zusammengenommen verdeutlichen diese Ma\u00dfnahmen, wie Russland die Ambiguit\u00e4t der US-Verpflichtungen und die Debatten \u00fcber Lastenteilung ausnutzt, um Koh\u00e4sion sowohl in der Ukraine als auch entlang der NATO-Frontlinie zu schw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 9.\u201310. September 2025 drangen zwischen 19 und 23 russische Drohnen in den polnischen Luftraum ein, einige schwebten stundenlang, bevor sie abgefangen wurden. Warschau berief Konsultationen gem\u00e4\u00df Artikel 4 ein, und die NATO startete Kampfflugzeuge, darunter niederl\u00e4ndische F-35, um mehrere Eindringlinge zu bek\u00e4mpfen. Dies markierte die erste kinetische Luftverteidigungsoperation \u00fcber NATO-Territorium im Krieg und zwang das B\u00fcndnis, teure Munition gegen kosteng\u00fcnstige Drohnen einzusetzen, w\u00e4hrend es die operative Komplexit\u00e4t des Schutzes gro\u00dfer Luftr\u00e4ume bew\u00e4ltigen musste. Der Vorfall wurde umgehend im UN-Sicherheitsrat behandelt, was seine globale Resonanz unterstrich, und die NATO kennzeichnete das Muster formal als Teil einer umfassenderen russischen Druckkampagne.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur drei Tage sp\u00e4ter, am 13. September 2025, wiederholte der Kreml die Taktik gegen einen weiteren frontnahen Staat. Eine russische Drohne flog etwa 10 Kilometer weit in rum\u00e4nisches Hoheitsgebiet ein und blieb dort fast 50 Minuten lang, bevor sie wieder abflog, obwohl F-16-Kampfflugzeuge zum Abfangen gestartet waren. Die lange Verweildauer deutete auf einen gezielten Test der Erkennungs- und Reaktionsverfahren der NATO hin, unterstrich aber zugleich die Ambiguit\u00e4t solcher Eingriffe: Das Ziel war weder entscheidend genug f\u00fcr eine Vergeltung, noch harmlos genug zum Ignorieren. Durch die Wiederholung der Aktion so kurz nach Polen versuchte Moskau, diese kurzen, zweideutigen \u00dcbergriffe als Merkmal der regionalen Sicherheitslage zu normalisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorgehen eskalierte erneut am 19. und 21.\u201322. September 2025, als drei MiG-31-Kampfflugzeuge f\u00fcr etwa 12 Minuten in den estnischen Luftraum eindrangen, bevor sie wieder abflogen. Im Gegensatz zu Drohnen erh\u00f6hten bemannte Flugzeuge die politischen Eins\u00e4tze, l\u00f6sten eine NATO-Ratssitzung aus, \u00fcberschritten jedoch nicht die Schwelle eines unanfechtbaren <em>casus belli<\/em>. Moskau bestritt den Versto\u00df, bewahrte die Abstreitbarkeit und erh\u00f6hte zugleich die Besorgnis der Alliierten. Durch die Wahl Estlands \u2013 der nord\u00f6stlichen NATO-Flanke \u2013 sendete Russland ein gezieltes Signal, dass selbst direkte Luftprovokationen politisch kalibriert werden k\u00f6nnten, ohne milit\u00e4rische Eskalation auszul\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese wichtigen F\u00e4lle ereigneten sich vor dem Hintergrund fast t\u00e4glicher Abfangman\u00f6ver russischer Aufkl\u00e4rungsflugzeuge wie IL-20 \u00fcber der Ostsee. Obwohl technisch legal in internationalem Luftraum, erfordern diese Eins\u00e4tze st\u00e4ndige NATO-Reaktionen, halten das operationelle Tempo hoch und binden Ressourcen von der Ukraine ab. F\u00fcr Moskau dient der stetige Rhythmus der Luftproben als kosteng\u00fcnstiges Mittel, um <em>\u201edas Wasser leicht k\u00f6cheln\u201c<\/em> zu halten \u2013 Risiken zu normalisieren, die Alliierten an erh\u00f6hte Spannungen zu gew\u00f6hnen und Zeit und Ressourcen der NATO f\u00fcr die Luftraum\u00fcberwachung zu binden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die strategische Wirkung dieser Septemberkampagne war kumulativ. Durch die Kombination aus Drohnen, langer Verweildauer, Eins\u00e4tzen der Kampfflugzeuge und konstanten ISR-\u00dcberfl\u00fcgen demonstrierte Russland, dass es die Kosten f\u00fcr das B\u00fcndnis erh\u00f6hen und die Koh\u00e4sion testen kann, ohne rote Linien zu \u00fcberschreiten. Jede Ma\u00dfnahme war umkehrbar und abstreitbar, doch zusammen untergruben sie die Vorhersehbarkeit der NATO-Sicherheitslage. F\u00fcr Moskau ging es dabei weniger um milit\u00e4rische Wirkung als um die Ausnutzung strategischer Ambiguit\u00e4t bei US-Verpflichtungen und die Vergr\u00f6\u00dferung der L\u00fccke zwischen den bedingten Garantien Washingtons und der ungleichm\u00e4\u00dfigen Reaktionsf\u00e4higkeit Europas.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-kommt-als-nachstes-eskalationsspirale-ohne-ende\"><em>Was kommt als N\u00e4chstes: Eskalationsspirale ohne Ende<\/em><\/h5>\n\n\n\n<p>Trotz regelm\u00e4\u00dfiger Aufrufe westlicher Regierungen zu einem Waffenstillstand oder Prognosen \u00fcber ein m\u00f6gliches Ende des Krieges zeigt Russland keine Anzeichen daf\u00fcr, sich auf den Frieden vorzubereiten. Im Gegenteil, sowohl politische als auch milit\u00e4rische Indikatoren deuten darauf hin, dass der Kreml sich auf eine langwierige Auseinandersetzung vorbereitet. Politisch signalisiert der j\u00fcngste R\u00fccktritt von Dmitry Kozak \u2013 einst als Verfechter hybrider Ans\u00e4tze und begrenzter Zugest\u00e4ndnisse gesehen \u2013 zusammen mit der Aufl\u00f6sung seines Amtes f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Kooperation den Triumph der sogenannten <em>\u201eKriegspartei\u201c<\/em>um Sergei Kirienko. Die prominente Rolle von Pers\u00f6nlichkeiten wie General Andrei Mordwichev, der Pr\u00e4sident Putin bei den West-2025-\u00dcbungen begleitete und f\u00fcr brutale <em>\u201eFleischangriff\u201c<\/em> -Taktiken ber\u00fcchtigt ist, unterstreicht die Konsolidierung der Hardliner im inneren Kreis Putins. Diese Ver\u00e4nderungen deuten nicht auf Verhandlungen hin, sondern auf die Institutionalisierung eines endlosen Krieges als Standardposition des Kremls.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Schlachtfeld best\u00e4tigen die Handlungen Russlands diese Schlussfolgerung. Die beiden 2025 angek\u00fcndigten <em>\u201eWaffenruhen\u201c<\/em> \u2013 am Ostern und im Mai \u2013 waren taktische T\u00e4uschungsman\u00f6ver, die zur Umgruppierung und Umverlegung genutzt wurden, nicht jedoch echte Pausen der Feindseligkeiten. Aktuelle Umverlegungen, wie die Verlegung von Eliteeinheiten der Marineinfanterie und Luftlandetruppen aus der Richtung Sumy zur Verst\u00e4rkung der Pokrowsk-Front, spiegeln Moskaus Vorbereitung auf anhaltende Offensivaktionen in der Herbst-Winter-Kampagne und dar\u00fcber hinaus bis ins Jahr 2026 wider. Die Verst\u00e4rkung der Nord- und Kupyansk-Richtungen zeigt, dass Russland bereits Truppen f\u00fcr die n\u00e4chste Phase der Zerm\u00fcrbungskriegsf\u00fchrung zusammenzieht, mit wenigen Anzeichen einer operativen Deeskalation. Selbst der Drohnenangriff im September in den polnischen Luftraum, beispiellos in Umfang und Dauer, verdeutlicht, dass Moskau es vorzieht, die Schwellenwerte der NATO zu testen, anstatt Bedingungen f\u00fcr Gespr\u00e4che zu schaffen.ingungen f\u00fcr Gespr\u00e4che zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammengefasst best\u00e4tigen diese politischen und milit\u00e4rischen Indikatoren, dass Russlands Strategie nicht auf einen Waffenstillstand oder Friedensverhandlungen ausgerichtet ist, sondern auf die F\u00fchrung eines<em> langwierigen Zerm\u00fcrbungskrieges<\/em>. Eskalation \u2013 sei es durch b\u00fcrokratische Integration der besetzten Gebiete, gezielte Angriffe auf die Infrastruktur der Ukraine oder Erprobung des NATO-Luftraums \u2013 ist sowohl Methode als auch Botschaft. Moskaus Ziel ist es, die territoriale Kontrolle zu verfestigen, die westliche Einheit zu untergraben und ein Klima permanenter Konfrontation zu normalisieren. In diesem Sinne liegt die Zukunft nicht auf einem Pfad zum Frieden, sondern in einer <em>Eskalationsspirale ohne Ende<\/em>, die nicht nur das nationale \u00dcberleben der Ukraine, sondern auch die Glaubw\u00fcrdigkeit internationaler Institutionen und die Stabilit\u00e4t der Sicherheitsordnung nach dem Kalten Krieg infrage stellt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-kalibrierte-amp-schleichende-eskalation\">Kalibrierte &amp; Schleichende Eskalation<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Vorgehen Russlands im Krieg gegen die Ukraine ist am besten nicht als statische Kampagne, sondern als dynamische Strategie inkrementeller Anpassung zu verstehen. Zwei sich \u00fcberschneidende Konzepte erfassen den Ansatz des Kremls: <em>\u201ekalibrierte Eskalation\u201c<\/em> und <em>\u201eschleichende Eskalation\u201c.<\/em> Beide dienen dazu, Moskaus Handlungsspielraum zu erweitern, Abschreckungskonzept zu untergraben und die Grenzen westlicher Entschlossenheit zu testen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong><strong>Kalibrierte Eskalation<\/strong><\/strong><\/td><td><strong><strong>Schleichende Eskalation<\/strong><\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Eine Strategie <strong>kontrollierter, sichtbarer und umkehrbarer<\/strong> Ma\u00dfnahmen, die darauf abzielt, zus\u00e4tzliche finanzielle Belastungen aufzuzwingen und Signale zu senden, ohne Schwellen zu \u00fcberschreiten, die \u00fcberw\u00e4ltigende Vergeltung ausl\u00f6sen w\u00fcrden. Ihr Kern liegt in <em>Signalgebung, Zwang<\/em> und <em>psychologischem Druck.<\/em><\/td><td>Eine Strategie <strong>inkrementeller, mehrdeutiger und kumulativer Ma\u00dfnahmen<\/strong>, die darauf abzielt, neue Realit\u00e4ten allm\u00e4hlich zu normalisieren und die Risikotoleranz zu erh\u00f6hen. Ihr Kern liegt in <em>Normalisierung, Gew\u00f6hnung<\/em> und schrittweisem <em>Fait accompli.<\/em><\/td><\/tr><tr><td><strong><strong>Angriffe auf Energieinfrastruktur<\/strong><\/strong><br>Sichtbar: Angriffe sind gro\u00df genug, um bemerkt zu werden.<br>Kontrolliert: Ziele werden so gew\u00e4hlt, dass sie das Netz ernsthaft st\u00f6ren, aber nicht zerst\u00f6ren.<br>Umkehrbar: Sch\u00e4den k\u00f6nnen oft innerhalb von Tagen oder Wochen behoben werden. <strong><em>-&gt; Das demonstriert F\u00e4higkeit und Entschlossenheit, beh\u00e4lt aber die Option, weitere Angriffe zu stoppen und Erholung zu erm\u00f6glichen.<\/em><\/strong><\/td><td><strong><strong>Erprobung des NATO-Luftraums durch Drohnen und Kampfflugzeugen<\/strong><\/strong><br>Inkrementell: H\u00e4ufige, aber begrenzte Vorst\u00f6\u00dfe werden \u201eRoutine\u201c.<br>Mehrdeutig: Jeder Vorfall kann als Navigationsfehler oder Unfall geleugnet werden.<br>Kumulativ: Normalisiert ein h\u00f6heres Risikoniveau f\u00fcr die NATO-Luftverteidigung. <strong><em>-&gt; Das <strong><em>wiederholte kleine Tests pr\u00fcfen NATO-Grenzen, schaffen Spaltungen zwischen Alliierten und untergraben Vertrauen.<\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><strong>Milit\u00e4r\u00fcbungen in der N\u00e4he von NATO<\/strong><\/strong><br>Sichtbar: Truppen- und Ausr\u00fcstungsbewegungen sind stark sichtbar und \u00f6ffentlich.<br>Kontrolliert: K\u00f6nnen zur\u00fcckgezogen oder schnell verlegt werden, sobald das beabsichtigte Abschreckungs- oder Zwangssignal erreicht ist.<br>Umkehrbar: Alliierten m\u00fcssen Bereitschaftsma\u00dfnahmen ergreifen, aber kein Territorium wird besetzt, Eskalation kann zur\u00fcckgenommen werden.<br><strong><em>-&gt; <\/em><strong><em>Das erh\u00f6ht Spannung, testet Reaktionen der Alliierten und signalisiert Risiko, bleibt jedoch vor\u00fcbergehend und umkehrbar.<\/em><\/strong>&nbsp;<\/strong><\/td><td><strong><strong>Schrittweise Integration besetzter Gebiete<\/strong><\/strong><br>Inkrementell: Einf\u00fchrung des Rubels, Festlegung der Lehrpl\u00e4ne f\u00fcr Schulen, Durchf\u00fchrung von Kommunalwahlen, Ausstellung russischer P\u00e4sse.<br>Mehrdeutig: Jeder Schritt erscheint \u201eadministrativ\u201c.<br>Kumulativ: Gemeinsam institutionalisieren sie russische Regierungsstrukturen. <strong><em>-&gt; <\/em><strong><em>Kein einzelner entscheidender Schritt, aber stetige Normalisierung russischer Autorit\u00e4t \u00fcber die Zeit.<\/em><\/strong><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><strong>Management von Verhandlungskan\u00e4len<\/strong><\/strong><br>Sichtbar: Moskau erkl\u00e4rt einen \u201eStopp\u201c der Gespr\u00e4che oder zieht sich aus Dialogen zur\u00fcck, w\u00e4hrend es gleichzeitig Angriffe aufrechterh\u00e4lt, wobei die Unterbrechung der Diplomatie als Zwangssignal dient.<br>Kontrolliert: Der Kreml beh\u00e4lt minimale Hintert\u00fcrchen bei und kann jederzeit Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Gespr\u00e4che ank\u00fcndigen, wodurch Flexibilit\u00e4t erhalten bleibt.<br>Umkehrbar: Russland kann nach Belieben in Verhandlungen ein- oder austreten, wobei diese Schritte je nach taktischem Bedarf als Zugest\u00e4ndnisse oder Vergeltung dargestellt werden.<br><strong><em>-&gt; <\/em><strong><em>Das gewinnt Zeit, schafft diplomatische Deckung und testet die westliche Einheit, ohne echtes Interesse an substanziellen Friedensgespr\u00e4chen, sondern nur an Wahrnehmungssteuerung und Machterhalt.<\/em><\/strong>&nbsp;<\/strong><\/td><td><strong><strong>Schrittweise Ausweitung von Cyberangriffen<\/strong><\/strong><br>Inkrementell: Kontinuierliche, niedrigstufige Cyberoperationen gegen westliche Infrastrukturen.<br>Mehrdeutig: Oft unklar zugeordnet, als kriminelle oder technische Vorf\u00e4lle getarnt.<br>Kumulativ: Mit der Zeit passen sich westliche Akteure an die anhaltende Einmischung als \u201eneue Normalit\u00e4t\u201c an. <strong><em>-&gt; <\/em><strong><em>Kein einzelner Angriff rechtfertigt volle Vergeltung, aber die stetige Frequenz gew\u00f6hnt an anhaltenden russischen Druck im Cyberbereich.<\/em><\/strong><\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong><strong>Vor\u00fcbergehende Einstellung von R\u00fcstungskontrollpflichten<\/strong><\/strong><br>Sichtbar: \u00d6ffentliche Ank\u00fcndigung der Aussetzung von Inspektionen oder Informationsaustausch (z.\u202fB. New START).<br>Kontrolliert: Die Einstellung betrifft bestimmte Vorschriften, w\u00e4hrend andere bestehen bleiben.<br>Umkehrbar: Die Einhaltung kann bei ge\u00e4nderten Verhandlungen schnell wiederhergestellt werden. <strong><em>-&gt; <strong><em>Das erh\u00f6ht strategischen Druck durch Untergrabung von Transparenz, l\u00e4sst aber Wiederherstellung zu, signalisiert Zwangsabsicht ohne unumkehrbaren Punkt.<\/em><\/strong><\/em><\/strong><\/td><td><strong>Schrittweise Militarisierung der Arktis<\/strong><br>Inkrementell: Schrittweise Errichtung neuer St\u00fctzpunkte, Radaranlagen oder Patrouillenrouten. Mehrdeutig: Jede Ma\u00dfnahme wird als \u201eroutinem\u00e4\u00dfige Verteidigung\u201c oder<br>\u201eModernisierung der Infrastruktur\u201c dargestellt.<br>Kumulativ: Im Laufe der Jahre erlangt Russland<br>die faktische Kontrolle \u00fcber wichtige Gebiete<br>der Arktis, ohne dass es zu einem einzigen<br>dramatischen Zusammensto\u00df kommt.<br><strong><em>-&gt; Einzelne kosteng\u00fcnstige Ma\u00dfnahmen<br>normalisieren schrittweise die erweiterte<br>milit\u00e4rische Pr\u00e4senz Russlands und seine<br>strategischen Anspr\u00fcche.<\/em>&nbsp;<\/strong><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-eskalationsleiter-vs-kalibrierte-amp-schleichende-eskalation\">Eskalationsleiter vs. Kalibrierte &amp; Schleichende Eskalation<\/h5>\n\n\n\n<p>Die <em><strong>Eskalationsleiter<\/strong><\/em>, urspr\u00fcnglich von Herman Kahn konzipiert und sp\u00e4ter in NATO- und russischen Debatten adaptiert, ist ein <strong>hierarchisches, stufenbasiertes, strukturiertes und lineares<\/strong> Modell, das den Fortschritt von diplomatischem Druck bis zum vollst\u00e4ndigen Nuklearaustausch abbildet. Jede Stufe signalisiert ein qualitativ h\u00f6heres Ma\u00df an Gewalt und Risiko, wodurch die Leiter ein breites und formales Modell darstellt, das besonders geeignet ist, das gesamte Spektrum potenzieller Eskalationen, insbesondere an nuklearen Schwellen, zu erfassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz dazu beschreibt die Unterscheidung zwischen <em>kalibrierter und schleichender Eskalation<\/em> Handlungsmodi und nicht einzelne Stufen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em><strong>Kalibrierte Eskalation<\/strong><\/em> spiegelt die selektive Nutzung h\u00f6herer Stufen auf sichtbare, aber umkehrbare Weise wider. Ziel ist es, Signale zu senden und zus\u00e4tzliche finanzielle Belastungen aufzuzwingen, ohne unumkehrbar aufw\u00e4rts zu gehen. <strong>Vereinfachte Formel: <\/strong><em>kurze, kontrollierte, umkehrbare Aktionen \u2192 Signalgebung, Zwang, psychologischer Druck.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em><strong>Schleichende Eskalation<\/strong><\/em> spiegelt die inkrementelle Besetzung niedrigerer und mittlerer Stufen durch mehrdeutige, leugnungsf\u00e4hige Schritte wider, die sich \u00fcber die Zeit akkumulieren und neue Realit\u00e4ten effektiv normalisieren, ohne einen dramatischen Sprung zu vollziehen. <strong>Vereinfachte Formel: <\/strong><em>langfristige, inkrementelle, leugnungsf\u00e4hige Ma\u00dfnahmen \u2192 Normalisierung, Gew\u00f6hnung, schrittweises Fait accompli.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Analytisch liefert <em><strong>die Eskalationsleiter<\/strong><\/em> die strukturelle Karte, w\u00e4hrend <em><strong>Kalibrierte vs. Schleichende Eskalation<\/strong><\/em> Einblicke in das Verhalten gibt, wie Russland innerhalb und zwischen den Stufen operiert. F\u00fcr die Bewertung von Russlands Tagesstrategie in der Ukraine und gegen\u00fcber der NATO ist die Unterscheidung zwischen kalibrierter und schleichender Eskalation oft pr\u00e4ziser, da sie nicht nur zeigt, auf welcher Stufe Moskau operiert, sondern auch, wie es vorgeht \u2013 manchmal durch demonstrative, kontrollierte Angriffe, und zu anderen Zeiten durch schrittweise \u201eSalami-Taktik\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><em>F\u00fcr die Ukraine und ihre Partner liegt die zentrale Herausforderung darin, diese Taktiken als Teil einer koh\u00e4renten Doktrin und nicht als isolierte Provokationen zu erkennen. Kalibrierte Eskalation darf nicht als \u201eblo\u00dfes Signalisieren\u201c abgetan werden, und schleichende Eskalation sollte nicht als unvermeidliches Nebenprodukt des Krieges toleriert werden. Stattdessen ist eine Strategie pr\u00e4ventiver Resilienz und proaktiver Abschreckung erforderlich: St\u00e4rkung des Zivilschutzes gegen Infrastrukturangriffe, Ausbau Europas Kapazit\u00e4ten zur Abwehr von Sabotage und Luftverteidigung sowie Integration der ukrainischen Sicherheit in den breiteren westlichen Planungsrahmen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-chinas-stille-gewinne\"><strong>Chinas stille Gewinne<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Amtszeit Bidens pflegte Peking das Image eines <em>neutralen Vermittlers<\/em>. Im Februar 2023 ver\u00f6ffentlichte es seinen <em>12-Punkte-Friedensplan<\/em>, der zu Dialog, territorialer Integrit\u00e4t und zum Ende des Denkens in Kategorien des Kalten Krieges aufrief, dabei jedoch vorsichtig Kritik an Russlands Invasion vermied. Offizielle Erkl\u00e4rungen beschuldigten oft die NATO und die Vereinigten Staaten, <em>die Flammen des Konflikts zu sch\u00fcren<\/em>, doch China vermied es, Moskaus Aggression ausdr\u00fccklich zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Trumps R\u00fcckkehr ins Amt hat sich die chinesische Rhetorik versch\u00e4rft. Chinesische Medien machen die USA daf\u00fcr verantwortlich, dass sie ihre eigenen Verb\u00fcndeten einseitig unter Druck setzen, strengere Sanktionen gegen Russland zu verh\u00e4ngen und den Kauf von russischem \u00d6l und Gas zu stoppen. Peking hat zudem seine Erz\u00e4hlung einer <em>geordneten multipolaren Welt<\/em> aggressiver propagiert und seine Botschaften h\u00e4ufig mit Russlands Kritik an <em>westlicher Hegemonie<\/em> in Einklang gebracht. W\u00e4hrend weiterhin zu Friedensgespr\u00e4chen aufgerufen wird, hat Pekings Tonfall sich von Vermittlung hin zu einer Kritik an der westlichen Uneinigkeit verschoben, wobei es von den Spannungen zwischen den USA und Europa unter Trump profitiert. Dennoch scheint Peking zu den Akteuren zu geh\u00f6ren, die vom Krieg strategisch, wirtschaftlich und politisch stark profitieren und gleichzeitig seine eigene Agenda unter der proklamierten <em>Neutralit\u00e4t<\/em> verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-lehren-aus-dem-krieg-ziehen\">Lehren aus dem Krieg ziehen<\/h4>\n\n\n\n<p>F\u00fcr China geh\u00f6rt zu den wichtigsten strategischen Gewinnen aus Russlands Invasion der Ukraine die M\u00f6glichkeit, moderne Dynamik auf dem Schlachtfeld in Echtzeit zu studieren. Forscher innerhalb der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) haben die Leistungsf\u00e4higkeit von US-Waffensystemen und Technologien sowie die von der Ukraine gemeinsam mit westlichen Partnern entwickelten Innovationen genau analysiert. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnte Peking sogar versuchen, F\u00e4higkeiten zu replizieren, die sich im Krieg als entscheidend erwiesen haben, wie die Nutzung von Starlink f\u00fcr sichere Kommunikation und Gefechtskoordination.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht die folgenreichste Erkenntnis f\u00fcr chinesische Strategen betrifft die Begrenzungen der US-Verteidigungsindustrie. PLA-Bewertungen zeigen zunehmend, dass Washington einen langwierigen, hochintensiven Konflikt mit dem derzeitigen Produktionsniveau, den derzeitigen Lagerbest\u00e4nden und der derzeitigen Kosteneffizienz nicht ohne Weiteres aufrechterhalten kann. Zwar beh\u00e4lt die USA einen klaren technologischen Vorsprung gegen\u00fcber Russland, doch ihre F\u00e4higkeit, diesen Vorteil in einem Zerm\u00fcrbungskrieg zu wahren \u2013 genau der Art von Konflikt, zu dem die Ukraine geworden ist \u2013 nimmt ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Peking beobachtet auch die politische Dimension des Krieges mit gleicher Aufmerksamkeit. Chinesische Analysten untersuchen, wie US-Allianzen auf die russische Aggression reagiert haben, pr\u00fcfen, ob westliche Regierungen pr\u00e4ventiv oder reaktiv handeln und wie stabil ihre Einheit unter Druck bleibt. Gleichzeitig hat China Lehren aus Russlands Schlachtfelderfahrung gezogen, sowohl die taktischen Fehltritte Moskaus als auch die Anpassungen, die es ihm erm\u00f6glichten, durchzuhalten, absorbiert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-chinas-interessen-am-fortbestehen-des-krieges\"><strong>Chinas Interessen am Fortbestehen des Krieges<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>China hat nur geringe Anreize, ein fr\u00fches Ende des Russland-Ukraine-Krieges zu f\u00f6rdern, da der Konflikt Peking strategische, wirtschaftliche und geopolitische Vorteile verschafft. Im Jahr 2024 stieg der sino-russische Handel auf ein Rekordniveau von etwa 237 Milliarden US-Dollar. Auch wenn das Wachstum sich verlangsamt, unterstreicht dieses Volumen, wie unverzichtbar China f\u00fcr Moskau geworden ist. Die Handelsbeziehung ist stark asymmetrisch: Russland ist auf China als wichtigen Exportmarkt und Lieferant von Industrieg\u00fctern angewiesen; China profitiert von verg\u00fcnstigten Energielieferungen und engeren wirtschaftlichen Verbindungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber das Handelsvolumen hinaus spielt Peking eine entscheidende unterst\u00fctzende Rolle f\u00fcr Russlands Kriegsanstrengungen. Chinesische Exporte von Mikroelektronik, Optik, Drohnenkomponenten, Werkzeugmaschinen und anderen Dual-Use-G\u00fctern flie\u00dfen weiterhin nach Russland und st\u00e4rken damit die russische Verteidigungsindustrie trotz Sanktionen. Allein Anfang 2025 erh\u00f6hte China die Exporte von Optik f\u00fcr Drohnen, Bauteilen f\u00fcr Luft- und Radarsysteme, Leiterplatten und Motorkomponenten. Chinesische Unternehmen sollen zudem Schie\u00dfpulver, Spezialchemikalien, Werkzeugausr\u00fcstungen und Verteidigungskomponenten an mindestens 20 russische Milit\u00e4rproduktionsanlagen geliefert haben, h\u00e4ufig \u00fcber Briefkastenfirmen, um die Transaktionen zu verschleiern. Dies positioniert <em>China eindeutig als Unterst\u00fctzer von Russlands Kriegsmaschinerie<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus chinesischer Sicht w\u00fcrde ein zusammengebrochenes, zersplittertes oder von schweren inneren Unruhen ersch\u00fcttertes Russland ernsthafte Risiken mit sich bringen. Instabilit\u00e4t entlang der 4.200 Kilometer langen Grenze, Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me oder ein unberechenbares Regime in Moskau w\u00e4ren kostspielig. Daher liegt es im Interesse Chinas, Russland geschw\u00e4cht, aber stabil genug zu halten, um ein verl\u00e4sslicher Partner oder Puffer zu sein. Pekings Ansatz gegen\u00fcber Russland ist in dieser Hinsicht <em>defensiv<\/em>: Das Verhindern einer Niederlage oder eines Zusammenbruchs Moskaus tr\u00e4gt dazu bei, einen vorhersehbaren geopolitischen Puffer zu bewahren und den kontinuierlichen Zugang zu Energie und Ressourcen zu sichern. Au\u00dferdem w\u00fcrde der Verlust Russlands als Gegengewicht in Eurasien China in geostrategischer Hinsicht st\u00e4rker gef\u00e4hrden. Indem der Konflikt andauert, profitiert China indirekt von geopolitischen Spannungen und Bruchlinien, die es ausnutzen kann: Belastungen in den Beziehungen zwischen den USA und Europa, Druck auf westliche Verteidigungshaushalte und Infragestellung der B\u00fcndnisstabilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Je l\u00e4nger der Konflikt andauert, desto mehr Hebel kann China <em>gegen\u00fcber<\/em> Moskau und potenziell dem Westen gewinnen. Da Russland f\u00fcr wirtschaftliche Versorgung, R\u00fcstungszulieferungen und Handelszugang unter Sanktionen auf China angewiesen ist, verf\u00fcgt Peking \u00fcber Verhandlungsmasse. Dar\u00fcber hinaus teilen China und Russland \u00fcber die Belt and Road Initiative (BRI) gemeinsame Interessen, die die Kooperation in Infrastruktur, Handel und Energie festigen. Projekte wie der China-Mongolei-Russland Wirtschaftskorridor, die Neue Eurasische Landbr\u00fccke und grenz\u00fcberschreitende Infrastruktur wie die Heihe-Blagoveshchensk-Br\u00fccke binden Russland tiefer in Chinas Vernetzungsagenda ein, w\u00e4hrend gemeinsame Diskussionen \u00fcber die Harmonisierung der BRI mit der Eurasischen Wirtschaftsunion darauf abzielen, Handelsregeln und Logistik \u00fcber Eurasien hinweg zu vereinheitlichen. F\u00fcr Peking sichern diese Projekte den zuverl\u00e4ssigen Zugang zu Energie, Rohstoffen und schnelleren Routen nach Europa; f\u00fcr Moskau bieten sie Investitions- und Transitm\u00f6glichkeiten trotz westlicher Sanktionen. Die Asymmetrie ist jedoch deutlich: Russland l\u00e4uft zunehmend Gefahr, <em>ein Juniorpartner<\/em> und Transitknoten in Chinas Gro\u00dfstrategie zu werden, was Pekings F\u00e4higkeit st\u00e4rkt, politische, wirtschaftliche oder sicherheitsrelevante Zugest\u00e4ndnisse in einem zuk\u00fcnftigen Nachkriegsabkommen einzufordern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig hat Russland wenig Interesse daran, als Juniorpartner wahrgenommen zu werden, da es zunehmend auf die Rolle eines Rohstofflieferanten und Transitkorridors f\u00fcr den chinesischen Handel reduziert wird. Diese Dynamik erzeugt Reibungspunkte in der Beziehung, die strategisch ausgenutzt werden k\u00f6nnen: Zwar ist ein vollst\u00e4ndiger Bruch zwischen Moskau und Peking unwahrscheinlich, doch k\u00f6nnten die Kooperationskosten durch Sekund\u00e4rsanktionen oder Z\u00f6lle erh\u00f6ht werden, die chinesische Firmen im Handel mit Russland erheblich treffen w\u00fcrden. Solche Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten Pekings Bereitschaft, wirtschaftliche Beziehungen zu vertiefen, d\u00e4mpfen und somit die Anreizstruktur hinter der Partnerschaft schw\u00e4chen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-kyjiws-wahrnehmung-von-pekings-rolle\"><strong>Kyjiws Wahrnehmung von Pekings Rolle<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Kyjiw schwankt zwischen Vorsicht und Skepsis gegen\u00fcber Peking. Unter Biden begr\u00fc\u00dfte die Ukraine den Besuch des chinesischen Gesandten Li Hui im Jahr 2023, doch ukrainische Beamte \u00e4u\u00dferten kontinuierlich Zweifel an Chinas Neutralit\u00e4t und verwiesen auf dessen Weigerung, Russlands Aggression zu verurteilen. Pr\u00e4sident Selenskyj signalisierte Offenheit f\u00fcr eine chinesische Beteiligung an Friedensbem\u00fchungen, jedoch nur als Erg\u00e4nzung zur westlichen Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Trumps zweite Amtszeit hat Kyjiw weiter von Peking entfernt. Im April 2025 verh\u00e4ngte die Ukraine Sanktionen gegen mehrere chinesische Unternehmen wegen der Lieferung von raketenbezogener Technologie an Russland. Die Ukraine sieht China zunehmend als zu eng mit Moskau verbunden, um eine konstruktive Rolle zu spielen. Dennoch hat China weiterhin versucht, sich als potenzieller Vermittler im Krieg zu positionieren. Im Verlauf des Jahres 2025 brachte Peking Waffenstillstandsinitiativen unter dem Dach seiner Global Security Initiative voran, w\u00e4hrend Gesandter Li Hui Kontakte in Kyjiw und Moskau aufrechterhielt. Ukrainische Seite betracht diese Friedensbem\u00fchungen jedoch mit gro\u00dfer Skepsis, da China es vermeidet, Russland zum Truppenabzug zu dr\u00e4ngen, und die Verhandlungen so rahmt, dass der Konflikt zu ung\u00fcnstigen Bedingungen eingefroren w\u00fcrde. Zudem k\u00f6nnte eine aktive chinesische Beteiligung an Friedensbem\u00fchungen die USA und Europa marginalisieren, Russlands Position st\u00e4rken und die Erz\u00e4hlung untermauern, dass der Westen f\u00fcr den Konflikt verantwortlich sei.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen bleibt die Ukraine stark auf chinesische Komponenten f\u00fcr die Drohnenproduktion angewiesen. Insbesondere hat das Land auf DJI, ein staatlich unterst\u00fctztes chinesisches Unternehmen und einen der weltweit f\u00fchrenden Lieferanten von Drohnenkomponenten, zur\u00fcckgegriffen. F\u00fcr die Ukraine ist es jedoch ermutigend, dass sich diese Abh\u00e4ngigkeit allm\u00e4hlich zu verschieben beginnt. Zu den kritischsten Artikeln, die noch nicht im Inland produziert werden k\u00f6nnen, geh\u00f6ren Lichtleiter, Sender, Batterien und Elektromotoren. Anfang des Jahres k\u00fcndigte Pr\u00e4sident Selenskyj an, dass China Drohnenexporte in die Ukraine eingeschr\u00e4nkt, jedoch Lieferungen nach Russland fortgesetzt habe, wo chinesische Komponenten bis zu 80\u202f% des Bestands ausmachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Situation hat die ukrainische Initiative zum Aufbau heimischer Kapazit\u00e4ten beschleunigt. Angesichts der M\u00f6glichkeit, ukrainische Drohnen auf europ\u00e4ischen M\u00e4rkten zu exportieren, konzentrieren sich lokale Hersteller zunehmend auf die unabh\u00e4ngige Produktion entscheidender Komponenten. So k\u00fcndigte Vyriy Drone im Juli 2024 die erfolgreiche Produktion der ersten Charge von 1.000 FPV-Drohnen an, die vollst\u00e4ndig aus ukrainischen Komponenten gefertigt wurden. \u00c4hnlich entwickeln Unternehmen wie Wild Hornets und Odd Systems heimisch produzierte Teile, die nicht nur g\u00fcnstiger, sondern auch besser auf die spezifischen Bed\u00fcrfnisse des ukrainischen Verteidigungssektors zugeschnitten sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Verringerung der Abh\u00e4ngigkeit von chinesischen Lieferketten st\u00e4rkt die Ukraine ihre Verteidigungswiderstandsf\u00e4higkeit und legt die Grundlage f\u00fcr eine engere Integration in die europ\u00e4ische Verteidigungsindustrie. Langfristig positioniert die Entstehung eines robusten inl\u00e4ndischen Drohnenproduktions\u00f6kosystems die Ukraine nicht nur als Konsumenten, sondern auch als potenziellen Exporteur hochentwickelter Verteidigungstechnologie und vertieft ihre Rolle als strategischer Partner in der euro-atlantischen Sicherheitsgemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-ukraine-von-hoffnungen-auf-den-sieg-zum-nationalen-uberleben\"><strong>Die Ukraine: Von Hoffnungen auf den Sieg zum nationalen \u00dcberleben<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Im ersten Jahr der gro\u00dfangelegten Invasion Russlands dominierte in der Kriegsnarrative der Ukraine die Aussicht auf Sieg. Nachdem der russische Angriff auf Kyjiw gestoppt und Charkiw sowie Cherson Ende 2022 zur\u00fcckerobert worden waren, sprachen westliche und ukrainische F\u00fchrungskr\u00e4fte offen dar\u00fcber, die russischen Streitkr\u00e4fte weiter zur\u00fcckzudr\u00e4ngen und die volle territoriale Integrit\u00e4t wiederherzustellen. Medien- und politische Diskurse in den Jahren 2022\u20132023 stellten die ukrainische Widerstandsf\u00e4higkeit h\u00e4ufig als Beweis daf\u00fcr dar, dass eine Niederlage Moskaus mit anhaltender westlicher Unterst\u00fctzung plausibel sei. Die westliche Milit\u00e4rhilfe spiegelte diesen Optimismus wider: Hochwertige Systeme wie HIMARS-Raketenartillerie, Leopard-Panzer und schlie\u00dflich F-16-Kampfflugzeuge wurden in der Erwartung geliefert, dass die Ukraine qualitative Vorteile in schnelle Gel\u00e4ndegewinne umwandeln k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 2023\u20132024 wich diese <em>Siegesnarrative<\/em> jedoch der Realit\u00e4t eines <em>langwierigen Zerm\u00fcrbungskrieges<\/em>. Die lang erwartete Gegenoffensive der Ukraine im Sommer 2023 brachte nicht die erwarteten Ergebnisse, w\u00e4hrend sich Russland in Verteidigungslinien festigte, die Mobilisierung erh\u00f6hte und seine Wirtschaft anpasste, um den anhaltenden Kampf zu unterst\u00fctzen. Analysten und Verantwortliche warnten zunehmend vor <em>Kriegsm\u00fcdigkeit<\/em> in den westlichen Hauptst\u00e4dten, da Munitionsengp\u00e4sse und Verz\u00f6gerungen bei Hilfslieferungen das operationelle Tempo untergruben. Unterst\u00fctzungspakete verschoben sich von Prestigeplattformen hin zu grunds\u00e4tzlicheren Bed\u00fcrfnissen wie Artilleriemunition, Luftabwehragf\u00e4nger und Reparaturkapazit\u00e4ten f\u00fcr im zerm\u00fcrbenden Stellungskrieg abgenutzte Ausr\u00fcstung. Dieser \u00dcbergang l\u00e4sst sich durch die langwierige Natur des Krieges und die Notwendigkeit erkl\u00e4ren, die Kampfkraft unter einem zerm\u00fcrbenden operativen Umfeld aufrechtzuerhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 2025, mit der Amts\u00fcbernahme der Trump-Administration und wachsender Unsicherheit \u00fcber US-Verpflichtungen, verlagerte sich der politische und strategische Diskurs der Ukraine entscheidend hin zum nationalen \u00dcberleben. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj und wichtigste Minister betonten, dass die zentrale Aufgabe nicht die sofortige Befreiung allen Territoriums sei, sondern die Sicherstellung des fortgesetzten Bestehens der Ukraine als souver\u00e4ner, funktionsf\u00e4higer Staat. Dies erforderte die Aufrechterhaltung der Kriegsanstrengungen auf mehreren Ebenen: eine Verteidigungs- und Industrieinfrastruktur, die bis Ende 2025 mindestens 60\u202f% des ukrainischen Bedarfs an Ausr\u00fcstung produzieren konnte, ein Energiesystem, das gegen russische Angriffe resilient ist, eine Wirtschaft, die Rekordverteidigungsausgaben finanzieren kann, sowie eine diplomatische Strategie, um internationale Partner trotz politischer Gegenwinde engagiert zu halten. In dieser neuen Narrative wird Sieg nicht mehr als schneller Durchbruch auf dem Schlachtfeld definiert, sondern als F\u00e4higkeit zum Durchhalten, um das langfristige nationale \u00dcberleben zu sichern. Dies sollte nicht als Sackgasse betrachtet werden, sondern als strategischer Ansatz, da das Ziel der Ukraine darin besteht, Russland gen\u00fcgend Kosten aufzuerlegen, bis weiteres Vorgehen eindeutig sinnlos wird. Dieser Moment der Erkenntnis, in dem Moskau feststellt, dass weitere K\u00e4mpfe keinen strategischen Nutzen bringen, kann schneller erreicht werden, wenn die Ukraine mit der richtigen Mischung an F\u00e4higkeiten versorgt wird. In der Praxis bedeutet dies, dass Nachhaltigkeitskomponenten (Artilleriemunition, Luftabwehrabf\u00e4nger, Ersatzteile und Reparaturkapazit\u00e4ten, Logistik und Munitionsproduktion) Vorrang vor Prestigeplattformen haben m\u00fcssen, damit die ukrainischen Streitkr\u00e4fte den Kampf in einem Tempo und zu Kosten aufrechterhalten k\u00f6nnen, die den russischen Willen kontinuierlich zerm\u00fcrben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-verteidigung-amp-industrielle-basis\"><strong>Verteidigung &amp; Industrielle Basis<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Der Ansatz der Trump-Administration Anfang 2025 f\u00fchrte zu einem zweistufigen Schock: mehrfache Einstellungen der Auslandshilfe, gefolgt von einer st\u00e4rker bedingten, transaktionalen Wiederaufnahme, die die Autorit\u00e4t des US-Pr\u00e4sidenten (Abz\u00fcge, Sicherheitsgarantien, verhandelte Pakete) betonte, anstelle der stetigen Kongressmittel und klaren, vorhersehbaren Versorgungslinien, die die fr\u00fchere US-Politik kennzeichneten. Diese Verschiebung beschleunigte Europas \u00dcbergang vom \u201eWaffen senden\u201c zu \u201eWaffen kaufen &amp; gemeinsam produzieren\u201c und dr\u00e4ngte Kyjiw, industrielle Selbstversorgung, Munitionslagerung und Luftabwehrkapazit\u00e4ten zu priorisieren. Das Ergebnis ist ein kurzfristig unsichereres operatives Umfeld f\u00fcr die Ukraine aufgrund von Lieferunterbrechungen, aber auch ein teilweiser struktureller Vorteil: schnellere europ\u00e4ische Industrialisierung und ein Schub f\u00fcr die ukrainische Verteidigungsproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Infolge der mehr als dreij\u00e4hrigen Entwicklungen auf dem Schlachtfeld, der schnellen Einf\u00fchrung neuer Taktiken und Technologien sowie der schwankenden westlichen Unterst\u00fctzung hat die ukrainische Verteidigungsindustrie eine tiefgreifende Transformation durchlaufen. Sie hat sich von einer weitgehend sowjetisch gepr\u00e4gten Struktur zu einem Innovationszentrum im Kriegsmodus entwickelt, das Anpassungsf\u00e4higkeit, dezentrale Produktion und Integration in europ\u00e4ische Lieferketten priorisiert. Mit Verteidigungshaushalt von etwa 26\u202f% des ukrainischen BIP hat die Verteidigungsindustrie ein breites Spektrum an Ressourcen mobilisiert, von ausl\u00e4ndischer Finanzierung und Beschaffung \u00fcber Joint Ventures mit westlichen Unternehmen bis hin zur proaktiven Beteiligung der Zivilgesellschaft, um die heimische Produktion auszubauen und m\u00f6glichst viele Verteidigungsbedarfe des Landes abzudecken. Dies umfasst unbemannte Luftfahrtsysteme, Panzer, Sch\u00fctzenpanzer, gepanzerte Mannschaftstransporter, Munition, Marschflugk\u00f6rper und Kommunikationsausr\u00fcstung. Laut Pr\u00e4sident Selenskyj hatte die Ukraine im September 2025 <em>\u201eden Punkt erreicht, an dem fast 60\u202f% der Waffen, die wir haben, die Waffen in den H\u00e4nden unserer Soldaten, ukrainischer Herkunft sind.\u201c&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ukraine hat ihre Drohnenindustrie dramatisch ausgebaut und unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) sowie FPV-Drohnen zu einem der wichtigsten asymmetrischen Kriegswerkzeuge auf ihren Schlachtfeldern gemacht. Aus der Not heraus entstanden, bilden diese Drohnen einen zentralen Pfeiler der industriellen Kriegsreaktion: kosteng\u00fcnstige, schnell hergestellte UAS und FPV-<em>\u201cKamikaze\u201d<\/em>-Drohnen bieten ein hohes Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis, das f\u00fcr einen langwierigen Zerm\u00fcrbungskonflikt gut geeignet ist. Die Produktion ist sprunghaft gestiegen: Monatlich werden inzwischen laut ukrainischen Medien und Branchenbeobachtern \u00fcber 200.000 Drohnen hergestellt, w\u00e4hrend Kyjiw allein f\u00fcr 2025 den Erwerb von rund 4,5 Millionen FPV-Drohnen plant, die durch ein Beschaffungsbudget in H\u00f6he von mehreren Milliarden Dollar abgesichert sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ukraine hat zudem einen strategischen Ansatz verfolgt, indem sie Produktionsst\u00e4tten f\u00fcr Waffen im Ausland eingerichtet hat. Dies erm\u00f6glicht die Herstellung ukrainisch entworfener Milit\u00e4rausr\u00fcstung in befreundeten Staaten, um inl\u00e4ndische Produktionsgrenzen zu umgehen und die Verwundbarkeit gegen\u00fcber russischen Angriffen zu reduzieren. So er\u00f6ffnete das ukrainische Unternehmen Fire Point im September 2025 seine erste gemeinsame Produktionsst\u00e4tte in D\u00e4nemark. Diese Initiative ist Teil des umfassenderen Programms \u201eBuild for Ukraine\u201c, das darauf abzielt, kritische Verteidigungsinfrastruktur zu sch\u00fctzen, indem Produktion in NATO-Mitgliedstaaten verlagert wird. D\u00e4nemark hat 50\u202fMio. USD zur Unterst\u00fctzung der Lokalisierung der Produktionslinien bereitgestellt. Norwegen, Deutschland, das Vereinigte K\u00f6nigreich und Litauen haben ebenfalls Interesse an einer Teilnahme bekundet. Diese Produktionsst\u00e4tte im Ausland erh\u00f6hen nicht nur die Sicherheit und Skalierbarkeit der ukrainischen Drohnenkapazit\u00e4ten, sondern f\u00f6rdern auch engere Verteidigungsbeziehungen mit europ\u00e4ischen Partnern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Reichweite und F\u00e4higkeiten decken ebenfalls ein breites Spektrum ab \u2013 von Kurzstrecken-FPV-Quadcoptern f\u00fcr Grabenk\u00e4mpfe und Aufkl\u00e4rung, die typischerweise \u00fcber wenige Kilometer operieren, bis hin zu taktischen herumlungernde Munitionen und speziell gebauten UAS f\u00fcr Pr\u00e4zisionsschl\u00e4ge \u00fcber 40\u2013300 km. Die Hersteller in der Ukraine haben sich ebenfalls \u00fcber die Schw\u00e4rme billiger FPV-Drohnen hinaus bewegt und entwickeln nun Langstreckenf\u00e4higkeiten. Beispiele sind die Peklo-<em>\u201cRaketen-Drohne\u201d<\/em>, eine turbo-\/raketenbetriebene, marschflugk\u00f6rper\u00e4hnliche Waffe f\u00fcr Hunderte Kilometer, wesentlich gr\u00f6\u00dfere Konstruktionen vom Typ Marschflugk\u00f6rper wie Flamingo von Fire Point, die eine Reichweite von 3.000 km haben und eine Nutzlast von 1.150 kg transportieren k\u00f6nnen. Strategisch erweitern glaubw\u00fcrdige Langstreckenwaffen die Abschreckungs- und Operationsoptionen der Ukraine, indem sie russische Kr\u00e4fte zur Verteilung und Verteidigung r\u00fcckw\u00e4rtiger Bereiche zwingen und Moskaus Logistik- und Kommandoposition erschweren. Gleichzeitig erm\u00f6glichten Mittelstreckendrohnen der Ukraine, eine Todeszone zu etablieren \u2013 ein Gebiet bis zu 30\u202fkm auf beiden Seiten der Frontlinie, in dem Drohnen jede Bewegung verfolgen und Ziele problemlos neutralisieren. Diese Taktik wird von beiden Seiten weitgehend genutzt, und die kontinuierliche Weiterentwicklung solcher F\u00e4higkeiten bestimmt zunehmend, wer die Initiative auf dem Schlachtfeld f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anf\u00e4lligkeit der Ukraine gegen\u00fcber Unterbrechungen in ausl\u00e4ndischen Lieferungen und politischen Aussetzungen von Hilfe wird dadurch verringert. Hochentwickelte Komponenten (optische Sensoren, Triebwerke, sichere Steuerungs- und Kommunikationssysteme) sind jedoch weiterhin stark von Importen abh\u00e4ngig, insbesondere aus Europa und den USA.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch ist die Ukraine nach wie vor stark auf ausl\u00e4ndische milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung, Technologie und F\u00e4higkeiten angewiesen. Besonders kritisch sind westliche Luftabwehrsysteme und ISR-F\u00e4higkeiten (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance). Die Luftabwehr bleibt der wichtigste Mangel: Die Ukraine ist auf US-gelieferte Patriot- und NASAMS-Systeme sowie auf europ\u00e4ische Beitr\u00e4ge wie IRIS-T (Deutschland), SAMP\/T (Frankreich\u2013Italien) und Gepard-Flugabwehrkanonenpanzer (Deutschland) angewiesen. Erfreulicherweise sind westliche Verteidigungshersteller zunehmend bereit, Produktionslinien und Joint Ventures in der Ukraine einzurichten. Deutschlands Diehl Defence unterzeichnete einen Vertrag \u00fcber 2,2\u202fMrd.\u202fEuro mit Kyjiw zur Herstellung von IRIS-T-Systemen und Raketen, w\u00e4hrend Norwegens Kongsberg Defence &amp; Aerospace plant, NASAMS-Raketen lokal zu produzieren und ein Joint Venture zur Massenproduktion auf Basis ukrainischer Technologie zu verhandeln. \u00c4hnliche Initiativen laufen mit Frankreichs Thales International im Bereich Luftabwehr, Radar, elektronische Kriegsf\u00fchrung und Kommunikation, und D\u00e4nemark hat der Produktion von Feststoffraketenbrennstoff f\u00fcr die Ukraine auf seinem Territorium zugestimmt \u2013 ein Novum f\u00fcr ein NATO-Land. Diese Ma\u00dfnahmen zeigen einen breiteren Trend zur Technologietransfer und wachsendes Vertrauen in ukrainische Partner.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig testen ukrainische Produzenten fortschrittliche, inl\u00e4ndisch entwickelte Luftabwehrsysteme, unterst\u00fctzt vom staatlich gef\u00f6rderten Brave1 Defense Tech Incubator, um L\u00fccken zu schlie\u00dfen, die durch begrenzte westliche Lieferungen und Munition entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter der Trump-Administration signalisierte die US-Regierung eine Abkehr von unbegrenzter Unterst\u00fctzung, was zur Schaffung eines neuen NATO-Mechanismus f\u00fchrte: der Prioritized Ukraine Requirements List (PURL), die darauf ausgelegt ist, dringende Anforderungen auf dem Schlachtfeld zu koordinieren. PURL beschafft US-Waffen aus amerikanischen Best\u00e4nden, verlangt jedoch von den europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten, die Lieferungen zu finanzieren, was im Einklang mit Trumps Ansatz der Lastenteilung steht. Bisher haben die Niederlande, die nordischen Staaten und Deutschland rund 1,5\u202fMrd.\u202fUSD \u00fcber PURL zugesagt, wobei die ersten Pakete stark auf Luftabwehr und Munition ausgerichtet sind. Durch die Erm\u00f6glichung, dass die Ukraine auf alliierte Finanzierung f\u00fcr den Erwerb US-amerikanischer Waffen zur\u00fcckgreifen kann, bietet PURL einen Puffer gegen unvorhersehbare US-Hilfefl\u00fcsse. Bis Juli 2025 haben die USA fast 960\u202fMio.\u202fUSD an Waffenverk\u00e4ufen an die Ukraine im Rahmen des FMS-Programms zugesagt. Sollte der US-Bestand jedoch ersch\u00f6pft sein, k\u00f6nnten weitere Foreign Military Sales (FMS) Trumps st\u00e4rker transaktionaler Au\u00dfenpolitik unterliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei ISR ist die Ukraine in hohem Ma\u00dfe auf westliche F\u00e4higkeiten angewiesen. US-Satellitenbilder, Signalaufkl\u00e4rung und Luftplattformen bleiben f\u00fcr Zielbestimmung und Fr\u00fchwarnung wichtig. Die Einstellung des Austauschs von US-Geheimdienstinformationen im M\u00e4rz 2025, einschlie\u00dflich der Deaktivierung des ukrainischen Zugangs zur Plattform Global Enhanced GEOINT Delivery (GEGD), hatte unmittelbare Folgen auf dem Schlachtfeld: Die ukrainischen Luftverteidigungskr\u00e4fte erhielten keine rechtzeitige Warnung vor ankommenden Raketen- und Drohnenangriffen, w\u00e4hrend die Kommandeure an der Front Verz\u00f6gerungen bei der \u00dcbermittlung pr\u00e4ziser Zielkoordinaten meldeten. Europ\u00e4ische Akteure versuchten, ihre Beitr\u00e4ge zu verst\u00e4rken, indem die EU frische Mittel f\u00fcr Satellitenaufkl\u00e4rung im Rahmen des European Defence Fund bereitstellte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ische ISR-Kapazit\u00e4t bleibt jedoch unterentwickelt: Die meisten EU-Mitgliedstaaten verf\u00fcgen nicht \u00fcber souver\u00e4ne Satellitenkonstellationen, die dauerhaft hochaufl\u00f6sende Schlachtfeldbilder liefern k\u00f6nnten, und gemeinsame Projekte sind noch Jahre von der operativen Reife entfernt. Analysten weisen darauf hin, dass es aufgrund der Fragmentierung und Langsamkeit der europ\u00e4ischen Beschaffungspolitik unwahrscheinlich ist, dass Europa die ISR-L\u00fccke kurz- bis mittelfristig schlie\u00dfen kann. Ohne st\u00e4ndigen Zugang zu den weltraumgest\u00fctzten ISR-Systemen der USA ist die Ukraine gezwungen, sich auf uneinheitliche europ\u00e4ische Systeme zu verlassen, wodurch kritische Infrastrukturen st\u00e4rker gef\u00e4hrdet sind und die F\u00e4higkeit Kyjiws, effektive Kampfhandlungen aufrechtzuerhalten, eingeschr\u00e4nkt wird.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-energie-amp-kritische-infrastruktur\">Energie &amp; Kritische Infrastruktur<\/h4>\n\n\n\n<p>Seit 2022 haben die Energie- und kritischen Infrastrukturen der Ukraine erhebliche Sch\u00e4den erlitten, da sie zu einem der Hauptziele Russlands wurden. Von einer Vorkriegskapazit\u00e4t von 25 GWh sank die Energieproduktion der Ukraine in den Jahren 2023\u20132024 auf etwa 9 GWh. Nach Reparaturkampagnen erreichte die Stromerzeugungskapazit\u00e4t Anfang 2025 etwa 15\u202fGWh, was einem Defizit von 3\u202fGWh zur Deckung des Grundbedarfs des Landes entspricht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ukraine hat schrittweise ein gestuftes System zum Schutz ihrer Energie- und kritischen Infrastruktur aufgebaut und dabei kontinuierlich dazugelernt. Zun\u00e4chst war die Reaktion ad hoc: Notstromgeneratoren, fl\u00fcchtige Reparaturen und humanit\u00e4re Treibstofflieferungen hielten essentielle Dienste am Laufen. Diese allm\u00e4hliche Entwicklung verwandelte den Schutz der Infrastruktur von einer improvisierten Notfallma\u00dfnahme zu einer koordinierten nationalen Widerstandsstrategie. Bis 2025 verlagerte sich der Schwerpunkt weg von der blo\u00dfen Reparatur besch\u00e4digter zentraler Anlagen hin zur Neugestaltung der Netzinfrastruktur selbst. Dezentralisierung wurde zum Leitprinzip: Gemeinden und Industriegebiete wurden ermutigt, lokale Erzeugungskapazit\u00e4ten einzusetzen, h\u00e4ufig auf Basis von Gasturbinen oder erneuerbaren Energien, die kritische Dienste aufrechterhalten konnten, selbst wenn \u00dcbertragungsleitungen ausfielen. Gleichzeitig begannen Geber und ukrainische Planer, erneuerbare Energien nicht nur als Teil des gr\u00fcnen \u00dcbergangs zu betrachten, sondern auch als Sicherheitsressource: verteilte Solar- und Windanlagen in Kombination mit Batteriespeichern boten Redundanz, die gro\u00dfe W\u00e4rme- oder Kernkraftwerke nicht leisten konnten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ausl\u00e4ndische Hilfe spielte eine Schl\u00fcsselrolle bei der Unterst\u00fctzung der ukrainischen Energie-Resilienz. Die USA, einst f\u00fchrend bei direkter technischer und finanzieller Unterst\u00fctzung, haben ihren Ansatz unter Pr\u00e4sident Trump ver\u00e4ndert. Zwischen 2022 und 2024 finanzierte die US-Unterst\u00fctzung, \u00fcberwiegend \u00fcber USAIDs Energy Security Project und verwandte Programme, Notfallreparaturen, Netzstabilisierung und beratende Unterst\u00fctzung f\u00fcr Reformen im Bereich erneuerbarer Energien. Dies brachte das gesamte US-Engagement f\u00fcr das ukrainische Energiesystem seit 2022 auf etwa 1,5\u202fMilliarden\u202fUSD. Seit Anfang 2025 hat Washington seine Rolle auf strategische Investitionen und Ressourcensicherheit umgestellt. Das im Mai 2025 unterzeichnete US\u2013Ukraine Rohstoffabkommen gew\u00e4hrt US-Unternehmen bevorzugten Zugang zu kritischen ukrainischen Mineralien im Austausch f\u00fcr Unterst\u00fctzung beim Wiederaufbau des Energiesektors. Laut CSIS wird derzeit die Idee eines Ukraine Clean Energy Fund, gemeinsam initiiert von der US International Development Finance Corporation (DFC) und europ\u00e4ischen Partnern, gepr\u00fcft. Dieser Fonds soll Ko-Investitionen in dezentrale erneuerbare Projekte im ganzen Land erm\u00f6glichen. Im Gegensatz zu fr\u00fcheren USAID-Programmen bevorzugt dieser Ansatz Partnerschaften mit dem privaten Sektor gegen\u00fcber direkter Hilfe.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wirtschaft-amp-finanzielle-resilienz\"><strong>Wirtschaft &amp; Finanzielle Resilienz<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die ukrainische Wirtschaft bleibt unter starkem finanziellen Druck, da der Krieg die Produktion belastet und hohe Staatsausgaben erfordert. Das reale BIP-Wachstum ist moderat (ca. 2\u202f% in 2025), w\u00e4hrend die Inflation hoch bleibt. Die finanzielle Lage der Regierung ist angespannt: Insbesondere die erh\u00f6hten Verteidigungsausgaben haben das Haushaltsdefizit 2025 auf etwa 20\u202f% des BIP steigen lassen, w\u00e4hrend sich die \u00f6ffentliche und \u00f6ffentlich garantierte Verschuldung auf einen dreistelligen Prozentsatz des BIP zubewegt.&nbsp; Diese Dynamik zwingt Kyjiw, stark auf ausl\u00e4ndische Haushaltshilfe und zinsg\u00fcnstige Finanzierungen zur\u00fcckzugreifen, um sowohl laufende Bed\u00fcrfnisse als auch Wiederaufbaupriorit\u00e4ten zu decken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Finanzierung durch Geber und multilaterale Finanzinstitutionen st\u00fctzt die kurzfristige finanzielle Stabilit\u00e4t und die mittelfristige Wiederaufbauplanung. Eine aktualisierte Bewertung der Weltbank beziffert die Erholungs- und Wiederaufbaukosten der Ukraine \u00fcber das kommende Jahrzehnt auf rund 524\u202fMilliarden\u202fUSD, w\u00e4hrend allein f\u00fcr 2025 eine kurzfristige Finanzierungsl\u00fccke von etwa 10\u202fMilliarden\u202fUSD nach Geberzuweisungen gesch\u00e4tzt wurde. Kyjiws externen Finanzierungsbedarf f\u00fcr 2025 beziffert man auf rund 39\u201340\u202fMilliarden\u202fUSD, von denen ein erheblicher Anteil \u00fcber multilaterale Kreditgeber, EU-Pakete und bilaterale Partner gesichert werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter der Biden-Administration gew\u00e4hrten die USA erhebliche wirtschaftliche und finanzielle Unterst\u00fctzung, um die kriegsgebeutelte Wirtschaft und den Wiederaufbau zu f\u00f6rdern. Zwischen 2022 und Anfang 2025 stellte der Kongress rund 37,8\u202fMilliarden\u202fUSD f\u00fcr direkte finanzielle Unterst\u00fctzung des ukrainischen Zentralhaushalt bereit. Diese Mittel zielten darauf ab, die ukrainische Wirtschaft zu stabilisieren, essentielle Ausgaben wie Renten und Geh\u00e4lter des \u00f6ffentlichen Sektors zu decken und Wiederaufbauinitiativen zu erm\u00f6glichen. Zus\u00e4tzlich erf\u00fcllten die USA ihr Versprechen, wirtschaftliche Unterst\u00fctzung durch Extraordinary Revenue Acceleration (ERA)-Kredite bereitzustellen, und stellten etwa 20\u202fMilliarden\u202fUSD im Rahmen des G7-ERA-Pakets von insgesamt 50\u202fMilliarden\u202fUSD bereit. Diese Kredite, die \u00fcber den FORTIS Financial Intermediary Fund der Weltbank ausgezahlt wurden, sollten aus Erl\u00f6sen immobilisierter russischer Staatsverm\u00f6gen zur\u00fcckgezahlt werden, um sicherzustellen, dass die Unterst\u00fctzung die US-Steuerzahler nicht belastet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz dazu verfolgte die im Januar 2025 amtierende Trump-Administration einen st\u00e4rker transaktionalen Ansatz in der Wirtschaftshilfe. Die USA und die Ukraine richteten den US\u2013Ukraine Wiederaufbaufonds ein, nach der Unterzeichnung des US\u2013Ukraine Rohstoffsabkommens. Kyjiw und die US International Development Finance Corporation gaben k\u00fcrzlich eine Verpflichtung von 75\u202fMillionen\u202fUSD f\u00fcr den Fonds bekannt, der Projekte in den Bereichen Energie, Infrastruktur und kritische Mineralien finanzieren soll. Im Rahmen des Abkommens erhalten die USA bevorzugten Zugang zu neuen ukrainischen Mineralprojekten, w\u00e4hrend die H\u00e4lfte der Einnahmen aus der Mineralienf\u00f6rderung in den Fonds flie\u00dft, mit Gewinnbeteiligung zwischen Kyjiw und Washington. Durch die Nutzung der reichen nat\u00fcrlichen Ressourcen der Ukraine soll das Abkommen einen stabilen Finanzierungsstrom f\u00fcr Wiederaufbauprojekte gew\u00e4hrleisten und so zur wirtschaftlichen Widerstandsf\u00e4higkeit des Landes angesichts anhaltender Herausforderungen beitragen. Dennoch hat die Reduzierung direkter US-Finanzhilfen zus\u00e4tzlichen Druck auf die Ukraine ausge\u00fcbt, Mittel von anderen internationalen Partnern zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-referenzen\">Referenzen<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Vom Multilateralismus zu \u201eAmerica First\u201c: Der Wandel der US-Au\u00dfenpolitik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Shapiro, Jeremy (April, 2021). <em>Biden\u2019s Everything Doctrine. The Mantle of Global Leadership Doesn\u2019t Fit a Foreign Policy for the Middle Class.<\/em> Foreign Affaris. https:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/united-states\/2021-04-22\/bidens-everything-doctrine<\/li>\n\n\n\n<li>Colin Dueck (March, 2024). <em>The Biden doctrine.<\/em> Hoover Institution. https:\/\/www.hoover.org\/research\/biden-doctrine<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (October, 2022). <em>National Security Strategy.<\/em> The White House. https:\/\/bidenwhitehouse.archives.gov\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Biden-Harris-Administrations-National-Security-Strategy-10.2022.pdf<\/li>\n\n\n\n<li>Ashley J. Tellis (May, 2024). <em>Inevitable Fractures: The Ukraine War and the Global System. <\/em>Carnegie Endowment for International Peace. https:\/\/carnegieendowment.org\/research\/2024\/05\/inevitable-fractures-the-ukraine-war-and-the-global-system?lang=en<\/li>\n\n\n\n<li>Stewart M. 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A Tale of Two Strategies: Comparing the Biden and Trump National Security Strategies. LawFare. https:\/\/www.lawfaremedia.org\/article\/tale-two-strategies-comparing-biden-and-trump-national-security-strategies<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (October, 2022). <em>2022 National Defense Strategy: Implications for China and the Indo-Pacific.<\/em> Center for Strategic International Studies. https:\/\/www.csis.org\/analysis\/2022-national-defense-strategy-implications-china-and-indo-pacific<\/li>\n\n\n\n<li>Max Bergmann &amp; Jon Alterman (February, 2025). <em>Does Europe Matter in the Middle East?<\/em> Center for Strategic International Studies. https:\/\/www.csis.org\/analysis\/max-bergmann-does-europe-matter-middle-east<\/li>\n\n\n\n<li>Nicholas Adamopoulos (May, 2025). <em>What Allies Want: European Priorities in a Contested Security Environment. <\/em>Center for Strategic International Studies. https:\/\/www.csis.org\/analysis\/what-allies-want-european-priorities-contested-security-environment<\/li>\n\n\n\n<li>Victor Cha (November, 2024). <em>How Trump Sees Allies and Partners.<\/em> Center for Strategic International Studies. https:\/\/www.csis.org\/analysis\/how-trump-sees-allies-and-partners<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (June, 2025). <em>CSIS Press Briefing: Previewing the G7 Summit.<\/em> Center for Strategic International Studies. https:\/\/www.csis.org\/analysis\/csis-press-briefing-previewing-g7-summit<\/li>\n\n\n\n<li>Lawrence Anderson (January, 2025). <em>Predicting the Unpredictable: Trump\u2019s Foreign Policy 2.0.<\/em> RSIS. https:\/\/rsis.edu.sg\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/CO25004.pdf<\/li>\n\n\n\n<li>Roseanne McManus (January, 2025). <em>The Limits of the Madman Theory: How Trump\u2019s Unpredictability Could Hurt His Foreign Policy<\/em>.<em> <\/em>Foreign Affairs. https:\/\/www.foreignaffairs.com\/united-states\/limits-madman-theory<\/li>\n\n\n\n<li>Charles W. 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Qatrani (May, 2025). <em>Trump, Spectacle, and the Fall of Diplomacy: The Rise of the Third Generation in IR. <\/em>SSRN. https:\/\/papers.ssrn.com\/sol3\/papers.cfm?abstract_id=5239744<\/li>\n\n\n\n<li>Stewart Patrick (January, 2023). <em>Four Contending U.S. Approaches to Multilateralism.<\/em> Carnegie Endowment for International Peace. https:\/\/carnegieendowment.org\/research\/2023\/01\/four-contending-us-approaches-to-multilateralism?lang=en<\/li>\n\n\n\n<li>Ferid Belhaj (November, 2024). <em>The New Trump Administration: Selective Multilateralism and the New South\u2019s Challenge for Global Relevance.<\/em> Policy Center for the New South. http:\/\/www.policycenter.ma\/publications\/new-trump-administration-selective-multilateralism-and-new-souths-challenge-global<\/li>\n\n\n\n<li>James M. 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Chivvis, Jeniffer Kavanagh &amp; others (July, 2024). <em>Strategic Change in U.S. Foreign Policy.<\/em> Carnegie Endowment for International Peace. https:\/\/carnegieendowment.org\/research\/2024\/07\/strategic-change-us-foreign-policy<\/li>\n\n\n\n<li>Doug Bandow (April, 2024). <em>Europe Is Starting to Wake Up to Needing Defense\u2013Including a Nuclear Deterrent.<\/em> CATO Institute. https:\/\/www.cato.org\/commentary\/europe-starting-wake-needing-defense-including-nuclear-deterrent<\/li>\n\n\n\n<li>Marc Trachtenberg (October, 2024). <em>Is There Life After NATO?<\/em> CATO Institute. https:\/\/www.cato.org\/policy-analysis\/there-life-after-nato<\/li>\n\n\n\n<li>Kori Schake (August, 2021). <em>Understanding American Alliances, Past and Future.<\/em> AEI. https:\/\/www.aei.org\/articles\/understanding-american-alliances-past-and-future<\/li>\n\n\n\n<li>Emma Ashford, Joshua Shifrinson &amp; Stephen Wertheim (May, 2023). <em>Europe Must Step Up.<\/em> CATO Institute. https:\/\/www.cato.org\/commentary\/europe-must-step-up<\/li>\n\n\n\n<li>Justin Logan (July, 2025). <em>Trump Shouldn\u2019t Settle for European Spending Pledges.<\/em> CATO Institute. https:\/\/www.cato.org\/commentary\/trump-shouldnt-settle-european-spending-pledges<\/li>\n\n\n\n<li>Matteo Meloni (February, 2025). <em>NATO, Ukraine, and the U.S. Strategy: The Geopolitical Implications of Trump\u2019s Vision.<\/em> Special Eurasia. https:\/\/www.specialeurasia.com\/2025\/02\/24\/us-nato-ukraine-trump<\/li>\n\n\n\n<li>Kanishka Singh (August, 2025). <em>Vance says Europe will have to take &#8216;lion&#8217;s share&#8217; of burden for Ukrainian security.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/vance-says-europe-will-have-take-lions-share-burden-ukrainian-security-2025-08-20<\/li>\n\n\n\n<li>Eli Stokols &amp; Dasha Burns (July, 2025). <em>\u2018We\u2019re not buying it\u2019: Trump ties Ukraine aid to America First.<\/em> Politico. https:\/\/www.politico.com\/news\/2025\/07\/14\/trumps-ukraine-aid-fits-america-first-00452809<\/li>\n\n\n\n<li>Gracelin Baskaran &amp; Meredith Schwartz (May, 2025). <em>What to Know About the Signed U.S.-Ukraine Minerals Deal.<\/em> CSIS. https:\/\/www.csis.org\/analysis\/what-know-about-signed-us-ukraine-minerals-deal<\/li>\n\n\n\n<li>Liana Fox (January, 2025). <em>Partners in Peacemaking: How the United States and Europe Can End the War in Ukraine. <\/em>Council on Foreign Relations. https:\/\/www.cfr.org\/article\/partners-peacemaking-how-united-states-and-europe-can-end-war-ukraine<\/li>\n\n\n\n<li>Jasen J. Castillo, John M. Schuessler &amp; Miranda Priebe (January, 2025). <em>Here\u2019s Why Trump\u2019s Foreign Policy Is Hard to Pin Down.<\/em> RAND. https:\/\/www.rand.org\/pubs\/commentary\/2025\/01\/heres-why-trumps-foreign-policy-is-hard-to-pin-down.html<\/li>\n\n\n\n<li>Mara Karlin (June, 2025). <em>Commentary: America, Europe, and the shifting international order. <\/em>Brookings Institution. https:\/\/www.brookings.edu\/articles\/america-europe-and-the-shifting-international-order<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Europa wurde ohne festen Boden zur\u00fcckgelassen, sucht jedoch nach einem fairen Gleichgewicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Editorial Staff (March, 2023). <em>Joint Statement by President Biden and President von der Leyen.<\/em> The White House. https:\/\/bidenwhitehouse.archives.gov\/briefing-room\/statements-releases\/2023\/03\/10\/joint-statement-by-president-biden-and-president-von-der-leyen-2<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (October, 2023). <em>U.S.-EU Summit Joint Statement.<\/em> The White House. https:\/\/bidenwhitehouse.archives.gov\/briefing-room\/statements-releases\/2023\/10\/20\/u-s-eu-summit-joint-statement\/<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (April, 2023). <em>Joint Statement on U.S.-EU Task Force on Energy Security.<\/em> The White House. https:\/\/bidenwhitehouse.archives.gov\/briefing-room\/statements-releases\/2023\/04\/03\/joint-statement-on-u-s-eu-task-force-on-energy-security<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (July, 2024). <em>Fact Sheet: U.S. Contributions to NATO Deterrence and Defense. <\/em>The White House. https:\/\/bidenwhitehouse.archives.gov\/briefing-room\/statements-releases\/2024\/07\/11\/fact-sheet-u-s-contributions-to-nato-deterrence-and-defense\/<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (July, 2024). <em>Washington Summit Declaration. <\/em>NATO. https:\/\/www.nato.int\/cps\/uk\/natohq\/official_texts_227678.htm?selectedLocale=en<\/li>\n\n\n\n<li>James FitzGerald (February, 2023). <em>US will defend every inch of Nato territory \u2013 Biden.<\/em> BBC News. https:\/\/www.bbc.com\/news\/live\/world-64726329<\/li>\n\n\n\n<li>Laura Kayali (March, 2025). <em>US Dominates European Weapons Purchases: Report.<\/em> Politico. https:\/\/www.politico.eu\/article\/us-dominates-european-weapons-purchases-report\/<\/li>\n\n\n\n<li>Alex Burilikov, Katelyn Bushnell &amp; others (June, 2025). <em>Fit for war by 2030? European rearmament efforts vis-\u00e0-vis Russia.<\/em> Bruegel. https:\/\/www.bruegel.org\/sites\/default\/files\/2025-06\/e880656a-f9f2-47d4-845c-136cea3e4b11-Kiel_Report_no3.pdf<\/li>\n\n\n\n<li>Madison Faller, Matthew Landon &amp; Nataliia Lipikhina (February, 2025). <em>Brave New Europe? Redefining trade, defense, and power.<\/em> J.P.Morgan. https:\/\/privatebank.jpmorgan.com\/eur\/en\/insights\/markets-and-investing\/tmt\/brave-new-europe-redefining-trade-defense-and-power<\/li>\n\n\n\n<li>Anthony Dworkin (June, 2021). <em>Americans before allies: Biden\u2019s limited multilateralism. <\/em>European Council on Foreign Relations. https:\/\/ecfr.eu\/article\/americans-before-allies-bidens-limited-multilateralism<\/li>\n\n\n\n<li>Guntram B. Wolff &amp; Uri Dabush (October, 2020). <em>What should Europe expect from American trade policy after the election? <\/em>Bruegel. https:\/\/www.bruegel.org\/blog-post\/what-should-europe-expect-american-trade-policy-after-election<\/li>\n\n\n\n<li>Maria Demertzis (February, 2023). <em>The EU response to the United States Inflation Reduction Act. <\/em>Bruegel. https:\/\/www.bruegel.org\/comment\/eu-response-united-states-inflation-reduction-act<\/li>\n\n\n\n<li>Asl\u0131 Ayd\u0131nta\u015fba\u015f, Julien Barnes-Dacey, Esfandyar Batmanghelidj &amp; others (August, 2021). <em>The fall of the Afghan government and what it means for Europe.<\/em> European Council on Foreign Relations. https:\/\/ecfr.eu\/publication\/the-fall-of-the-afghan-government-and-what-it-means-for-europe<\/li>\n\n\n\n<li>Richard Higgott &amp; Simon Reich (2021). <em>Hedging by Default: The Limits of EU \u201cStrategic Autonomy\u201d in a Binary World Order. <\/em>LSE Ideas. https:\/\/www.lse.ac.uk\/ideas\/Assets\/Documents\/reports\/LSE-IDEAS-Hedging-by-Default.pdf<\/li>\n\n\n\n<li>Christina Ke\u00dfler (January, 2024). <em>Indo-Pacific Calling: Where is the US heading and what does it mean for Europe?<\/em> The Heinrich B\u00f6ll Foundation. https:\/\/www.boell.de\/en\/2024\/01\/24\/indo-pacific-calling-where-us-heading-and-what-does-it-mean-europe<\/li>\n\n\n\n<li>Ashley Townshend, Susannah Patton &amp; others (August, 2021). <em>Correcting the course: How the Biden administration should compete for influence in the Indo-Pacific.<\/em> USSC. https:\/\/www.ussc.edu.au\/correcting-the-course-how-the-biden-administration-should-compete-for-influence-in-the-indo-pacific<\/li>\n\n\n\n<li>Brian Katulis (September, 2023). <em>Treading Cautiously on Shifting Sands: An Assessment of Biden\u2019s Middle East Policy Approach, 2021-2023.<\/em> MEI. https:\/\/mei.edu\/publications\/treading-cautiously-shifting-sands-assessment-bidens-middle-east-policy-approach-2021-2023<\/li>\n\n\n\n<li>Nils Lukacs &amp; Corina Lozovan (2024). <em>America\u2019s 2024 Election and Europe\u2019s Middle East Dilemma.<\/em> GIGA. https:\/\/www.giga-hamburg.de\/en\/publications\/giga-focus\/america-s-2024-election-and-europe-s-middle-east-dilemma<\/li>\n\n\n\n<li>Alicia Garc\u00eda-Herrero, Th\u00e9o Storella &amp; Jianwei Xu (July, 2025). <em>European companies operating in China: from digging in to rethinking their presence.<\/em> Bruegel. https:\/\/www.bruegel.org\/working-paper\/european-companies-operating-china-digging-rethinking-their-presence<\/li>\n\n\n\n<li>Richard Youngs (February, 2025). <em>European Reactions to the U.S. Retreat From Democracy.<\/em> Carnegie Endowment for International Peace. https:\/\/carnegieendowment.org\/posts\/2025\/02\/european-reactions-to-the-us-retreat-from-democracy?lang=en<\/li>\n\n\n\n<li>Hannes Greve (2021). <em>Joe Biden and a New Era of Multilateralism.<\/em> GIGA. https:\/\/www.giga-hamburg.de\/en\/publications\/giga-focus\/joe-biden-and-a-new-era-of-multilateralism<\/li>\n\n\n\n<li>Giuseppe Spatafora (February, 2025). <em>The Trump card: What could US abandonment of Europe look like?<\/em> EUISS. https:\/\/www.iss.europa.eu\/publications\/briefs\/trump-card-what-could-us-abandonment-europe-look<\/li>\n\n\n\n<li>Johannes Greubel, Elizabeth Kuiper &amp; others (January, 2025). Trump\u2019s Returns: The Challenges Ahead for the EU. EPC. https:\/\/epc-web-s3.s3.amazonaws.com\/content\/US_Elections_Compendium_v4.pdf<\/li>\n\n\n\n<li>Emma Ashford &amp; MacKenna Rawlins (July, 2024). <em>American Roulette: Scenarios for US Retrenchment and the Future of European Defense.<\/em> Stimson. https:\/\/www.stimson.org\/2024\/american-roulette-scenarios-for-us-retrenchment-and-the-future-of-european-defense<\/li>\n\n\n\n<li>Stewart Patrick (March, 2025). <em>Trump Has Launched a Second American Revolution. This Time, It\u2019s Against the World. <\/em>Carnegie Endowment for International Peace. https:\/\/carnegieendowment.org\/emissary\/2025\/03\/trump-foreign-policy-second-american-revolution-nato-un?lang=en<\/li>\n\n\n\n<li>Micha\u0142 Oleksiejuk (April, 2025). <em>Sharing the burden: How Poland and Germany are shifting the dial on European defence expenditure. <\/em>NATO. https:\/\/www.nato.int\/docu\/review\/articles\/2025\/04\/14\/sharing-the-burden-how-poland-and-germany-are-shifting-the-dial-on-european-defence-expenditure\/index.html<\/li>\n\n\n\n<li>Camille Grand (July, 2024). <em>Defending Europe with less America.<\/em> ECFR. https:\/\/ecfr.eu\/publication\/defending-europe-with-less-america<\/li>\n\n\n\n<li>Guntram B. Wolff (May, 2024). <em>European Union debt to boost European air defence.<\/em> Bruegel. https:\/\/www.bruegel.org\/first-glance\/european-union-debt-boost-european-air-defence<\/li>\n\n\n\n<li>Rosa Balfour, Eugenia Baroncelli, Lizza Bomassi &amp; others (November, 2024). <em>Geopolitics and Economic Statecraft in the European Union.<\/em> Carnegie Endowment for International Peace. https:\/\/carnegieendowment.org\/research\/2024\/11\/geopolitics-and-economic-statecraft-in-the-european-union?lang=en<\/li>\n\n\n\n<li>Juan Mejuno&#8211;L\u00f3pez &amp; Guntram B. Wolff (November, 2024). <em>A European defence industrial strategy in a hostile world.<\/em> Bruegel. https:\/\/www.bruegel.org\/policy-brief\/european-defence-industrial-strategy-hostile-world<\/li>\n\n\n\n<li>Ben Barry, Douglas Barrie, Henry Boyd &amp; others (May, 2025). <em>Defending Europe Without the United States: Costs and Consequences.<\/em> IISS. https:\/\/www.iiss.org\/globalassets\/media-library&#8212;content&#8211;migration\/files\/research-papers\/2025\/05\/defending-europe-without-the-united-states\/iiss_defending-europe-without-the-united-states_costs-and-consequences_052025.pdf<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Russlands Kalk\u00fcl angesichts der Ver\u00e4nderungen in der US-Au\u00dfenpolitik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>John Tefft &amp; William Courtney (July, 2024). <em>At the NATO Summit, Containment Plus for Russia.<\/em> RAND. https:\/\/www.rand.org\/pubs\/commentary\/2024\/07\/at-the-nato-summit-containment-plus-for-russia.html<\/li>\n\n\n\n<li>Richard Youngs (July, 2022). <em>Autocracy Versus Democracy After the Ukraine Invasion: Mapping a Middle Way.<\/em> Carnegie Endowment for International Peace. https:\/\/carnegieendowment.org\/research\/2022\/07\/autocracy-versus-democracy-after-the-ukraine-invasion-mapping-a-middle-way?lang=en<\/li>\n\n\n\n<li>Jean-Dominique Merchet (October, 2022). <em>Ukraine: l\u2019Occident isol\u00e9 face \u00e0 la Russie? La preuve par l\u2019ONU.<\/em> L\u2019opinion. https:\/\/www.lopinion.fr\/international\/ukraine-loccident-isole-face-a-la-russie<\/li>\n\n\n\n<li>Dmitriy Danilov (April, 2022). <em>\u0412 \u041d\u0410\u0422\u041e \u0434\u0435\u043b\u0430\u044e\u0442 \u0440\u0430\u0441\u0447\u0435\u0442 \u043d\u0430 \u0438\u0441\u0442\u043e\u0449\u0435\u043d\u0438\u0435 \u0438 \u043f\u043e\u0431\u0435\u0434\u0443. [NATO is Counting on Exhaustion and Victory].<\/em> Russian Council. https:\/\/russiancouncil.ru\/analytics-and-comments\/interview\/v-nato-delayut-raschet-na-istoshchenie-i-pobedu\/<\/li>\n\n\n\n<li>Kathleen McInnis, Daniel P. Fata, Benjamin Jensen &amp; Jose M. Macias (February, 2024). <em>Pulling Their Weight: The Data on NATO Responsibility Sharing. <\/em>CSIS. https:\/\/www.jstor.org\/stable\/resrep58044?seq=1<\/li>\n\n\n\n<li>William Chislett (April, 2025). <em>Spain under pressure to spend more on defence.<\/em> Real Instituto Elcano. https:\/\/www.realinstitutoelcano.org\/en\/commentaries\/spain-under-pressure-to-spend-more-on-defence<\/li>\n\n\n\n<li>Zhao Huasheng (March, 2025). <em>The New \u2018Reset\u2019 of US-Russia Relations and Its Possible Prospects.<\/em> Valdai Club. https:\/\/valdaiclub.com\/a\/highlights\/the-new-reset-of-us-russia-relations<\/li>\n\n\n\n<li>Ivan Timofeev (November, 2024). <em>Russia-West: The Radical Scenario and Its Alternatives.<\/em> RIAC. https:\/\/russiancouncil.ru\/en\/analytics-and-comments\/analytics\/russia-west-the-radical-scenario-and-its-alternatives\/<\/li>\n\n\n\n<li>Camilla Pletuhina-Tonev (July, 2025). <em>NATO Unity: Some Assembly Required.<\/em> New America. https:\/\/www.newamerica.org\/future-frontlines\/blogs\/nato-unity-some-assembly-required\/<\/li>\n\n\n\n<li>Johannes Thimm (April, 2018). <em>NATO: US Strategic Dominance and Unequal Burden-Sharing Are Two Sides of the Same Coin.<\/em> SWP. https:\/\/www.swp-berlin.org\/publikation\/nato-us-strategic-dominance-and-unequal-burden-sharing-are-two-sides-of-the-same-coin<\/li>\n\n\n\n<li>Catherine Belton &amp; Robyn Dixon (July, 2025). <em>As Trump turns toward Ukraine, Russians wonder if an opportunity was missed.<\/em> The Washington Post. https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/2025\/07\/15\/trump-russia-putin-war<\/li>\n\n\n\n<li>Ivan Timofeev (August, 2025). <em>After Alaska. A New Stage in International Relations.<\/em> RIAC. https:\/\/russiancouncil.ru\/en\/analytics-and-comments\/analytics\/after-alaska-a-new-stage-in-international-relations<\/li>\n\n\n\n<li>Dmitry Antonov (January, 2025). <em>Russia condemns Trump missile defence shield plan, accuses US of plotting to militarise space.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/russia-condemns-trump-missile-defence-shield-plan-accuses-us-plotting-militarise-2025-01-31<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (June, 2025). <em>Russia Analytical Report.<\/em> Harvard Kennedy School \u2013 Russia Matters. https:\/\/www.russiamatters.org\/news\/russia-analytical-report\/russia-analytical-report-june-23-30-2025<\/li>\n\n\n\n<li>Mark Trevelyan (November, 2024). <em>Russia warns US against \u2018spiral of escalation\u2019 but says it will keep channels open. <\/em>Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/russia-warns-us-against-spiral-escalation-says-it-will-keep-channels-open-2024-11-27<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Ausnutzung strategischer Ambiguit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Editorial Staff (March, 2025). <em>US government revokes some access to satellite imagery for Ukraine.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/us-aerospace-firm-maxar-disables-satellite-photos-ukraine-2025-03-07<\/li>\n\n\n\n<li>Stepan Haftko (March, 2025). <em>Maxar restores access to commercial satellite imagery for Ukraine. <\/em>Ukrainska Pravda. https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2025\/03\/12\/7502459<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (March, 2025). <em>How will US pause on intelligence sharing affect Ukraine?<\/em> AlJazeera. https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2025\/3\/6\/how-will-us-pause-on-intelligence-sharing-affect-ukraine<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (March, 2025).<em> Operation Potok \u2013 Inside Story of (Failed) Russian Gas Pipeline Infiltration.<\/em> KyivPost. https:\/\/www.kyivpost.com\/post\/4934<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (March, 2025). <em>Russia Finishes Issuing Passports in Occupied Ukrainian Regions, Putin Says.<\/em> The Moscow Times. https:\/\/www.themoscowtimes.com\/2025\/03\/05\/russia-finishes-issuing-passports-in-occupied-ukrainian-regions-putin-says-a88258<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (June, 2025). <em>\u2018A false semblance of choice\u2019 Putin\u2019s latest passportization deadline dials up the pressure on civilians in Ukraine\u2019s occupied territories. <\/em>Meduza. https:\/\/meduza.io\/en\/feature\/2025\/06\/19\/a-false-semblance-of-choice<\/li>\n\n\n\n<li>Elina Beketova (May, 2025). <em>Behind the Lines: Russia Makes Ukrainians Foreigners in Their Own Country.<\/em> CEPA. https:\/\/cepa.org\/article\/behind-the-lines-russia-makes-ukrainians-foreigners-in-their-own-country<\/li>\n\n\n\n<li>Kseniya Kvitka (March, 2025). <em>Get a Passport or Leave: Russia\u2019s Ultimatum to Ukrainians. New Decree Threatens Rights of Civilians in Russian-Occupied Areas. <\/em>HRW. https:\/\/www.hrw.org\/news\/2025\/03\/25\/get-passport-or-leave-russias-ultimatum-ukrainians<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (August, 2025). <em>Germany to fund $500m PURL package for Ukraine.<\/em> NATO. https:\/\/www.nato.int\/cps\/en\/natohq\/news_237162.htm<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (September, 2025).<em> Russian forces attack power station in Kyiv region, Ukraine&#8217;s energy ministry says.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russian-forces-attack-power-station-kyiv-region-ukraines-energy-ministry-says-2025-09-08<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (September, 2025). <em>Russian attack on Ukraine&#8217;s Kirovohrad region cuts power, governor says.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/russian-attack-ukraines-kirovohrad-region-cuts-power-governor-says-2025-09-17<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Chinas stille Gewinne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Howard Wang &amp; Brett Zakheim (May, 2025). China\u2019s Lessons from the Russia-Ukraine War: Perceived New Strategic Opportunities and an Emerging Model of Hybrid Warfare. RAND. https:\/\/www.rand.org\/pubs\/research_reports\/RRA3141-4.html<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (April, 2025). Ukraine bans China&#8217;s firms for helping Russia make missiles. Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/ukraine-hits-chinese-firms-with-sanctions-after-accusing-beijing-arming-russia-2025-04-18\/<\/li>\n\n\n\n<li>Luke Harding (February, 2023). <em>Zelenskiy open to China\u2019s peace plan but rejects compromise with \u2018sick\u2019 Putin. <\/em>The Guardian. https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2023\/feb\/24\/zelenskiy-open-to-chinas-peace-plan-but-rejects-compromise-with-sick-putin<\/li>\n\n\n\n<li>Jasper Ward (September, 2025). <em>Zelenskiy thinks Trump could help change Xi&#8217;s position on Russia&#8217;s war in Ukraine. <\/em>Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/china\/zelenskiy-thinks-trump-could-help-change-xis-position-russias-war-ukraine-2025-09-23\/<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (September, 2025). <em>US coercion over Ukraine crisis an attempt to shift responsibility, pursue own interests.<\/em> Global Times. https:\/\/www.globaltimes.cn\/page\/202509\/1343588.shtml<\/li>\n\n\n\n<li>Christopher S. Chivvis &amp; Jack Keating (October, 2024). <em>Cooperation Between China, Iran, North Korea, and Russia: Current and Potential Future Threats to America.<\/em> Carnegie Endowment for International Peace. https:\/\/carnegieendowment.org\/research\/2024\/10\/cooperation-between-china-iran-north-korea-and-russia-current-and-potential-future-threats-to-america?lang=en<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (January, 2025). <em>China-Russia 2024 trade value hits record high &#8211; Chinese customs. <\/em>Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/markets\/china-russia-2024-trade-value-hits-record-high-chinese-customs-2025-01-13\/<\/li>\n\n\n\n<li>Filip Rudnik (May, 2025). <em>China-Russia trade: asymmetrical, yet indispensable.<\/em>&nbsp; MERICS. https:\/\/merics.org\/en\/comment\/china-russia-trade-asymmetrical-yet-indispensable<\/li>\n\n\n\n<li>Patricia M. Kim, Asli Kim,&nbsp; Asl\u0131 Ayd\u0131nta\u015fba\u015f,&nbsp; Asl\u0131 Ayd\u0131nta\u015fba\u015f, Angela Stent &amp; Tara Varma (December, 2024).<em> The China-Russia relationship and threats to vital US interests.<\/em> Brookings Institution https:\/\/www.brookings.edu\/articles\/the-china-russia-relationship-and-threats-to-vital-us-interests\/<\/li>\n\n\n\n<li>Maciej Kalwasi\u0144ski (July, 2025). <em>China-Russia trade in early 2025: Fueling Moscow\u2019s war\u202fdespite headwinds.<\/em> OSW. https:\/\/www.osw.waw.pl\/en\/publikacje\/analyses\/2025-07-30\/china-russia-trade-early-2025-fueling-moscows-war-despite-headwinds<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (June, 2025). <em>China has become the most important enabler of Russia\u2019s war machine.<\/em> The Economist. https:\/\/www.economist.com\/china\/2025\/06\/19\/china-has-become-the-most-important-enabler-of-russias-war-machine<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (July, 2025). <em>China Assists Russia in Gunpowder Production for War against Ukraine.<\/em> RLI. https:\/\/lansinginstitute.org\/2025\/07\/14\/china-assists-russia-in-gunpowder-production-for-war-against-ukraine\/<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (September, 2025). <em>Russia in a multipolar world: equal player or junior partner to China?<\/em><em> <\/em>NEST Centre. https:\/\/nestcentre.org\/russia-in-a-multipolar-world\/<\/li>\n\n\n\n<li>Anna Fratsyvir (May, 2025). <em>China \u0441uts drone sales to Ukraine, West but continues supplying Russia, Bloomberg reports.<\/em> Kyiv Independent. https:\/\/kyivindependent.com\/china-suts-drone-sales-to-ukraine-west-but-continues-supplying-russia-bloomberg-reports\/<\/li>\n\n\n\n<li>Kollen Post (August, 2025). <em>\u2018Little by little away from China\u2019 \u2013 Inside Ukraine\u2019s new mass-production of drone parts.<\/em> Kyiv Independent. https:\/\/kyivindependen2t.com\/little-by-little-away-from-china-ukraines-new-mass-production-of-drone-parts\/<\/li>\n\n\n\n<li>David Hambling (April, 2025). <em>Ukraine Is Making FPV Drones Without Chinese Parts And At Lower Cost.<\/em> Forbes. https:\/\/www.forbes.com\/sites\/davidhambling\/2025\/04\/08\/ukraine-is-making-fpv-drones-without-chinese-parts-and-at-lower-cost\/<\/li>\n\n\n\n<li>Kyrylo Kushnikov (March, 2025). <em>Ukraine Produces First Thousand Fully Domestic FPV Drones.<\/em> Militarnyi. https:\/\/militarnyi.com\/en\/news\/ukraine-produces-first-thousand-fully-domestic-fpv-drones\/<\/li>\n\n\n\n<li>Pavel K. Baev, Robin Brooks, Jonathan A. Czin &amp; others (March, 2025). <em>Should China have a role in ending the war in Ukraine? <\/em>Brookings Institution. https:\/\/www.brookings.edu\/articles\/rivals-and-responders-the-us-china-and-global-crisis-management\/<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Die Ukraine: Von Hoffnungen auf den Sieg zum nationalen \u00dcberleben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Dr. Jack Watling, Oleksandr V. Danylyuk &amp; Nick Reynolds (July, 2024). <em>Preliminary Lessons from Ukraine\u2019s Offensive Operations, 2022\u201323. <\/em>RUSI. https:\/\/www.rusi.org\/explore-our-research\/publications\/special-resources\/preliminary-lessons-ukraines-offensive-operations-2022-23<\/li>\n\n\n\n<li>William Courtney (January, 2025). <em>Ukraine Is Determined, but Tired.<\/em> RAND. https:\/\/www.rand.org\/pubs\/commentary\/2025\/01\/ukraine-is-determined-but-tired.html<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (November, 2024). <em>Zelensky unveils \u2018resilience plan\u2019: \u2018We will not give up our rights to our territory\u2019.<\/em> Ukrinform. https:\/\/www.ukrinform.net\/rubric-polytics\/3928784-zelensky-unveils-resilience-plan-we-will-not-give-up-our-rights-to-our-territory.html<\/li>\n\n\n\n<li>Olena Harmash (November, 2024). <em>Ukraine passes 2025 budget with record defence spending.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/markets\/europe\/ukraines-parliament-approves-2025-budget-boosts-funds-defence-efforts-lawmaker-2024-11-19\/<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (September, 2025). Zelenskiy says nearly 60% of Ukrainian arms home-produced. Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/zelenskiy-says-nearly-60-ukrainian-arms-home-produced-2025-09-06\/<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (February, 2025). <em>Explainer: What weapons can Ukraine produce and where does it need help?<\/em> BBC. https:\/\/monitoring.bbc.co.uk\/product\/b0003eae<\/li>\n\n\n\n<li>Julia Struck (July, 2025). <em>Ukraine\u2019s Drone Output Soars 900%, Producing 200K UAVs a Month.<\/em> Kyiv Post. https:\/\/www.kyivpost.com\/post\/55897<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (March, 2025). <em>Ukraine to sharply raise purchases of home produced FPV drones in 2025.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/ukraine-sharply-raise-purchases-home-produced-fpv-drones-2025-2025-03-10\/<\/li>\n\n\n\n<li>Vladyslav Smilianets &amp; Max Hunder (December, 2024). <em>Ukraine shows off new \u2018rocket-drone\u2019 in bid to boost long-range strikes.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/ukraine-shows-off-new-rocket-drone-bid-boost-long-range-strikes-2024-12-06\/<\/li>\n\n\n\n<li>Johanna Urbancik (August, 2025). <em>Will Ukraine\u2019s new long-range Flamingo cruise missile put Russia on red alert?<\/em> EuroNews. https:\/\/www.euronews.com\/next\/2025\/08\/26\/flamingo-will-ukraines-new-wonder-weapon-replace-the-taurus<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (August 14, 2025). <em>Zelenskiy says Ukraine has secured $1.5 billion from European allies for US weapons.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/zelenskiy-says-ukraine-has-secured-15-billion-european-allies-us-weapons-2025-08-14\/<\/li>\n\n\n\n<li>Mark F. Cancian &amp; Chris H. Park (July, 2025). <em>The Trump Administration Boosts Immediate Military Aid Deliveries to Ukraine. <\/em>CSIS. https:\/\/www.csis.org\/analysis\/trump-administration-boosts-immediate-military-aid-deliveries-ukraine<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (March, 2025). <em>US government revokes some access to satellite imagery for Ukraine.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/world\/us-aerospace-firm-maxar-disables-satellite-photos-ukraine-2025-03-07\/<\/li>\n\n\n\n<li>Alex Horton &amp; Siobh\u00e1n O&#8217;Grady (March, 2025). <em>U.S. suspends commercial satellite imagery service to Ukraine. <\/em>The Washington Post. https:\/\/www.washingtonpost.com\/national-security\/2025\/03\/07\/maxar-ukraine-sateliite-imagery\/&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (April, 2025). <em>Commission invests \u20ac910 million to boost European defence and close capability gaps.<\/em> European Commission. https:\/\/enlargement.ec.europa.eu\/news\/commission-invests-eu910-million-boost-european-defence-and-close-capability-gaps-2025-04-30_en<\/li>\n\n\n\n<li>Rudy Ruitenberg (May, 2025). European Defence Fund funnels money to drones, hypersonic defense, AI. DefenseNews. https:\/\/www.defensenews.com\/global\/europe\/2025\/05\/01\/european-defence-fund-funnels-money-to-drones-hypersonic-defense-ai\/<\/li>\n\n\n\n<li>Dr. Jack Watling &amp; Darya Dolzikova (August, 2024). <em>Fighting for the Light: Protecting Ukraine\u2019s Energy System.<\/em> RUSI. https:\/\/www.rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/fighting-light-protecting-ukraines-energy-system<\/li>\n\n\n\n<li>Dan Black (July, 2024). <em>Russia\u2019s Cyber Campaign Shifts to Ukraine\u2019s Frontlines.<\/em> RUSI. https:\/\/www.rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/russias-cyber-campaign-shifts-ukraines-frontlines&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Christoph Winkler, Kristina Dabrock, Serhiy Kapustyan, Craig Hart &amp; others (2024). High-Resolution Rooftop-PV Potential Assessment for a Resilient Energy System in Ukraine. IEA. https:\/\/www.iea.org\/reports\/empowering-ukraine-through-a-decentralised-electricity-system<\/li>\n\n\n\n<li>Romina Bandura &amp; Alexander Romanishyn (July, 2025). <em>Striving for Access, Security, and Sustainability: Ukraine\u2019s Transition to a Modern and Decentralized Energy System. <\/em>CSIS. https:\/\/www.csis.org\/analysis\/striving-access-security-and-sustainability<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (June, 2024). <em>Actions to Support Ukraine\u2019s Economic Recovery.<\/em> U.S. Embassy in Poland. https:\/\/pl.usembassy.gov\/actions-to-support-ukraines-economic-recovery\/<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (June, 2025). Ukraine: Eighth Review Under the Extended Arrangement Under the Extended Fund Facility, Requests for Modification of Performance Criteria, Rephasing of Access, and Financing Assurances Review-Press Release; Staff Report; and Statement by the Alternate Executive Director for Ukraine. IMF. https:\/\/www.elibrary.imf.org\/view\/journals\/002\/2025\/156\/article-A001-en.xml<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (February, 2025). <em>Updated Ukraine Recovery and Reconstruction Needs Assessment Released. <\/em>World Bank Group. https:\/\/www.worldbank.org\/en\/news\/press-release\/2025\/02\/25\/updated-ukraine-recovery-and-reconstruction-needs-assessment-released<\/li>\n\n\n\n<li>Nick Brown &amp; Emily McCabe (January, 2025). <em>U.S. Direct Financial Support for Ukraine.<\/em> Congress GOV. https:\/\/www.congress.gov\/crs-product\/IF12305<\/li>\n\n\n\n<li>Yuliia Dysa (September, 2025). <em>Ukraine, US launch fund for critical minerals projects with $150 million investment.<\/em> Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/business\/finance\/ukraine-us-launch-fund-critical-minerals-projects-with-150-million-investment-2025-09-17<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (August, 2025). <em>On Ukraine\u2019s front lines the kill zone is getting deeper.<\/em> The Economist. https:\/\/www.economist.com\/europe\/2025\/08\/04\/on-ukraines-front-lines-the-kill-zone-is-getting-deeper&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Max Hunder, Sabine Siebold &amp; Manuel Ausloos (July, 2025). <em>Enter the kill zone: Ukraine&#8217;s drone-infested front slows Russian advance. <\/em>Reuters. https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/enter-kill-zone-ukraines-drone-infested-front-slows-russian-advance-2025-07-17\/<\/li>\n\n\n\n<li>Bohdan Babaiev (September, 2025). <em>Ukraine plans a 30-kilometer Kill Zone to trap Russian forces.<\/em> RBC. https:\/\/newsukraine.rbc.ua\/news\/ukraine-plans-30-kilometer-kill-zone-to-trap-1757794534.html<\/li>\n\n\n\n<li>Oleksandr Kunytskyi (February, 2025). <em>\u0412\u0438\u0440\u043e\u0431\u043d\u0438\u043a \u0440\u0430\u043a\u0435\u0442 \u041f\u041f\u041e NASAMS \u0441\u0442\u0432\u043e\u0440\u0438\u0442\u044c \u043a\u043e\u043c\u043f\u0430\u043d\u0456\u044e \u0432 \u0423\u043a\u0440\u0430\u0457\u043d\u0456 [NASAMS air defense missile manufacturer to establish a company in Ukraine].<\/em> DW. https:\/\/www.dw.com\/uk\/virobnik-raket-ppo-nasams-stvorit-kompaniu-v-ukraini\/a-71783042<\/li>\n\n\n\n<li>Lara Finke (May, 2025). <em>Pistorius sagt Ukraine-Unterst\u00fctzung in H\u00f6he von rund f\u00fcnf Milliarden Euro zu [Pistorius pledges around five billion euros in support for Ukraine].<\/em> Bundesministerium der Verteidigun. https:\/\/www.bmvg.de\/de\/aktuelles\/pistorius-ukraine-unterstuetzung-rund-fuenf-milliarden-euro-5949746<\/li>\n\n\n\n<li>Inder Singh Bisht (March, 2025). <em>Kongsberg to Produce NASAMS Air Defense Missiles in Ukraine.<\/em> The Defense Post. https:\/\/thedefensepost.com\/2025\/03\/03\/kongsberg-nasams-air-defense\/<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (August, 2025). <em>Analysis: Ukraine develops indigenous air defense systems to reduce reliance on foreign military aid.<\/em> Army Recognition Group. https:\/\/armyrecognition.com\/news\/army-news\/2025\/analysis-ukraine-develops-indigenous-air-defense-systems-to-reduce-reliance-on-foreign-military-aid<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (August, 2025). <em>Ukraine Is Working To Develop Its Own Air Defense Systems.<\/em> TWZ.<em> <\/em>https:\/\/www.twz.com\/news-features\/ukraine-is-working-to-develop-its-own-air-defense-systems<\/li>\n\n\n\n<li>Sin\u00e9ad Baker&nbsp; (September, 2025). <em>Ukraine is starting to move weapons production into NATO, where Russia&#8217;s missiles can&#8217;t reach it without risking all-out war. <\/em>Business Insider. https:\/\/www.businessinsider.com\/ukraine-starting-produce-nato-state-away-from-russia-attacks-2025-9<\/li>\n\n\n\n<li>Editorial Staff (June, 2025). <em>Ukraine\u2019s 2025 Build with Ukraine Program Boosts Military Tech Exports and Production.<\/em> Mezha. https:\/\/mezha.net\/eng\/bukvy\/ukraine-s-2025-build-with-ukraine-program-boosts-military-tech-exports-and-production\/<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><em>Diese Ver\u00f6ffentlichung wurde mit Unterst\u00fctzung der International Renaissance Foundation<br>erstellt. Der Inhalt liegt in der ausschlie\u00dflichen Verantwortung der AutorInnen und spiegelt<br>nicht unbedingt die Ansichten der International Renaissance Foundation wider.<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenfassung Der russisch-ukrainische Konflikt hat sich zu einem langwierigen Zerm\u00fcrbungskrieg entwickelt, in dem Durchhalteverm\u00f6gen \u2013 Luftabwehr, Kontinuit\u00e4t der Nachrichtendienste, \u00dcberwachung und Aufkl\u00e4rung (ISR), Munition, Energieresistenz und Industrieproduktion \u2013 wichtiger ist als jeder einzelne diplomatische oder milit\u00e4rische Durchbruch. 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