{"id":35262,"date":"2026-03-19T14:34:09","date_gmt":"2026-03-19T12:34:09","guid":{"rendered":"https:\/\/tdcenter.org\/?p=35262"},"modified":"2026-04-03T17:37:11","modified_gmt":"2026-04-03T14:37:11","slug":"der-gesellschaftsvertrag-im-krieg-mobilisierung-legitimitat-und-zusammenhalt-in-der-ukraine-nach-dem-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdcenter.org\/de\/2026\/03\/19\/der-gesellschaftsvertrag-im-krieg-mobilisierung-legitimitat-und-zusammenhalt-in-der-ukraine-nach-dem-krieg\/","title":{"rendered":"Der Gesellschaftsvertrag im Krieg: Mobilisierung, Legitimit\u00e4t und Zusammenhalt in der Ukraine nach dem Krieg"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-quick-download-button-download-button aligncenter qdbn-wrapper\"><div class=\"qdbn\" data-plugin-name=\"qdbn\" data-style=\"small\" data-file=\"hide-file\" data-size=\"hide-size\"><div class=\"qdbn-download-button-inner\"><button type=\"button\" data-button-type=\"small\" class=\"g-btn f-l\" style=\"background-color:#0e107b;color:#ffffff;border-radius:25px;border:1px solid #e2e2e2\" data-attachment-id=\"43115\" data-page-id=\"18850\" data-post-id=\"\" data-have-external=\"false\" data-external-url=\"\" data-wait-duration=\"0\" data-target-blank=\"true\" data-msg=\"Please wait...\" data-member=\"0\" data-has-icon-dark=\"false\" title=\"PDF herunterladen\"><span class=\"download-btn-icon\"><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewbox=\"0 0 24 24\" width=\"22\" height=\"22\" aria-hidden=\"true\"><path d=\"M18 11.3l-1-1.1-4 4V3h-1.5v11.3L7 10.2l-1 1.1 6.2 5.8 5.8-5.8zm.5 3.7v3.5h-13V15H4v5h16v-5h-1.5z\"><\/path><\/svg><\/span><span>PDF herunterladen<\/span><\/button><p class=\"up\" style=\"background:transparent;border-radius:0\"><i class=\"fi fi-pdf\"><\/i><\/p><p class=\"down\" style=\"background:transparent;border-radius:0\"><i class=\"fi-folder-o\"><\/i><span class=\"file-size\">910 KB<\/span><\/p><\/div><\/div><quick-download-button-info class=\"qdb-btn-info\"><\/quick-download-button-info><\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"417\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-16-1024x417.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35045\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-16-1024x417.png 1024w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-16-600x244.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-16-768x313.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-16-18x7.png 18w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-16.png 1194w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im Krieg ist innerer Zusammenhalt eine strategische Ressource. Russlands langj\u00e4hrige Bem\u00fchungen, die Ukraine als von Natur aus gespalten darzustellen, kn\u00fcpfen an \u00e4ltere Erz\u00e4hlungen von den \u201ezwei Ukrainen\u201c an; doch die heute am st\u00e4rksten destabilisierenden Spannungen sind weniger regional als institutionell. Dieser Artikel untersucht, wie diese Gr\u00e4ben hergestellt wurden, und legt nahe, dass der Weg nach vorne darin liegt, governancebezogene Reibungen anzugehen, anstatt veraltete kulturelle Schemata.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-1-wie-das-frame-der-zwei-ukrainen-zur-waffe-wurde\"><strong>1. Wie das Frame der \u201ezwei Ukrainen\u201c zur Waffe wurde<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vom-konzept-zur-politischen-technologie-der-wendepunkt-2004\"><em>Vom Konzept zur politischen Technologie (der Wendepunkt 2004)<\/em><\/h5>\n\n\n\n<p>Die Ukraine wird weiterhin, oft unzutreffend, mit dem Begriff einer \u201eWest\u2013Ost-Spaltung\u201c beschrieben. Das Konzept wird weithin mit <a href=\"https:\/\/shron1.chtyvo.org.ua\/Riabchuk\/Two_Ukraines_Reconsidered_The_End_of_Ukrainian_Ambivalence7_anhl.pdf\">Mykola Rjabtschuks Deutung<\/a> zweier nebeneinander bestehender Identit\u00e4tsorientierungen verbunden. Was als wissenschaftlicher Versuch begann, die Komplexit\u00e4t postsowjetischer Identit\u00e4t zu erfassen, wurde wiederholt als politisches Instrument <a href=\"https:\/\/commons.com.ua\/en\/oligarhichna-demokratiya-ta-krizi\/\">umfunktioniert<\/a>: zun\u00e4chst im nationalen Wahlkampf und sp\u00e4ter als Teil der langfristigen Strategie Russlands, die Ukraine als strukturell unregierbar und damit als \u201eungeeignet\u201c f\u00fcr Souver\u00e4nit\u00e4t darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dieser Schwachstelle zu beheben, ist es notwendig, \u00fcber die grundlegende Spaltung der ukrainischen Gesellschaft in<a href=\"https:\/\/www.osw.waw.pl\/en\/publikacje\/osw-commentary\/2015-08-19\/ukraines-wartime-nationalism\"> \u201enationalistische\u201c und \u201eprorussische\u201c Lager <\/a>und deren Perspektiven hinauszugehen. Der politische Bezugsrahmen sollte mit einem pr\u00e4ziseren Blick darauf, wie sich Identit\u00e4t ver\u00e4ndert hat, neu gepr\u00fcft werden, und es sollte sichtbar werden, dass \u201eeine Spaltung\u201c nicht durch den Zusammensto\u00df von Zivilisationen entsteht, sondern durch zwei unterschiedliche und zugleich komplement\u00e4re Methoden der Errichtung einer Nation.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis werden diese konkurrierenden Deutungen h\u00e4ufig auf eine vereinfachte \u201eWest\u2013Ost\u201c-Geografie projiziert. Ein Pol des Spektrums (Westen) betont ein ethnisch-kulturelles Verst\u00e4ndnis von nationaler Zugeh\u00f6rigkeit, wobei Sprache, historisches Ged\u00e4chtnis und symbolische Distanz von Russland ein besonderes Gewicht haben. Ein anderer Pol (Osten) legt st\u00e4rkeres Gewicht auf ein b\u00fcrgerliches, staatlich verankertes Verst\u00e4ndnis von Zugeh\u00f6rigkeit, bei dem Loyalit\u00e4t zu Institutionen und das Funktionieren des Staates Vorrang vor kulturellen Merkmalen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist: Dabei handelt es sich um Idealtypen, nicht um feste regionale Identit\u00e4ten. Die Erfahrung der russischen Aggression hat gezeigt, dass die Verbundenheit des Volkes mit dem ukrainischen Staat im ganzen Land weit verbreitet ist. Das hilft zu erkl\u00e4ren, warum <a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/102567360\/Rallying_Around_the_Flag_War_Challenges_and_Civic_Mobilization_in_Ukraine\">die Invasionen der Russischen F\u00f6deration 2014 und 2022 keinen Zusammenbruch ausl\u00f6sten<\/a>, den Moskau erwartete: Viele Gemeinden im S\u00fcden und Osten mobilisierten zur Verteidigung des ukrainischen Staates, als Garant ihrer Freiheit und Lebensweise.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1008\" height=\"464\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-18.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35046\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-18.png 1008w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-18-600x276.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-18-768x354.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-18-18x8.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1008px) 100vw, 1008px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bewohnerinnen und Bewohner von Cherson w\u00e4hrend einer Massenversammlung gegen die russische Besatzung auf dem Freiheitsplatz, 5. M\u00e4rz 2022. Quelle: <\/em><a href=\"https:\/\/rusaggression.gov.ua\/en\/rallies-in-occupied-kherson-a988369ce577d0eaac1b2ba6f35616d8.html\"><em>Das virtuelle Museum der russischen Aggression<\/em><\/a>.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Erkenntnis dieser Unterscheidung, dass der Osten nicht \u201eanti-ukrainisch\u201c, sondern eher \u201ezentristisch\u201c ist, ist der zentrale Schl\u00fcssel f\u00fcr die folgende Analyse. Denn sie macht sichtbar, dass Russlands Strategie darauf beruht, diese beiden Lager davon zu \u00fcberzeugen, sie seien unvers\u00f6hnliche Gegner, selbst wenn ihre Pr\u00e4ferenzen als komplement\u00e4re S\u00e4ulen einer einzigen politischen Nation verstanden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf dieser Grundlage stellt dieser Artikel die These auf,<\/strong> dass die heute bedeutendsten Bruchlinien nicht \u201ezivilisatorischer\u201c Natur sind, sondern mit der Regierungsf\u00fchrung zusammenh\u00e4ngende Spannungen, die von au\u00dfen verst\u00e4rkt werden k\u00f6nnen. Wir untersuchen drei spezifische Bruchlinien, die bis in die Nachkriegszeit fortbestehen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Sprachpolitik<\/strong> als Mittel zur Nationenbildung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Religi\u00f6ses Sicherheitsdilemma <\/strong>unter demokratischen Rahmenbedingungen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Der Gesellschaftsvertrag in Kriegszeiten,<\/strong> insbesondere die wahrgenommene Fairness der Mobilisierung und Wiedereingliederung.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Die Analyse schlie\u00dft mit politischen Optionen, um zu verhindern, dass diese Missst\u00e4nde zu dauerhaften politischen Spaltungen verh\u00e4rten.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-polarisierung-als-wiederholbares-skript-schwarze-pr-und-institutionelle-anreize\"><strong><em>Polarisierung als wiederholbares Skript: Schwarze PR und institutionelle Anreize<\/em><\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Die Umwandlung der regionalen Vielfalt der Ukraine in eine kritische Schwachstelle der nationalen Sicherheit stellt eine der ausgefeiltesten Einflussoperationen moderner hybrider Kriegsf\u00fchrung dar. Sie begann als soziologische Heuristik, um das Nebeneinander b\u00fcrgerlicher und neosowjetischer Identit\u00e4ten zu erkl\u00e4ren, wurde jedoch sp\u00e4ter zu einer Waffe gemacht. Inl\u00e4ndische Eliten nutzten sie zur Mobilisierung von W\u00e4hlerunterst\u00fctzung, w\u00e4hrend russische Strategen sie in einen Mechanismus der \u201eIdentit\u00e4tskriegsf\u00fchrung\u201c verwandelten mit dem Ziel, das zentristische Mittelfeld zu beseitigen und eine komplexe Gesellschaft in einen bin\u00e4ren Konflikt zu zwingen. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Prozess k\u00fcnstlicher Polarisierung erreichte w\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaftswahl 2004 industrielles Ausma\u00df. Der Wahlkampf wurde weithin als strategische Entscheidung zwischen unterschiedlichen Kursen in der Regierungsf\u00fchrung und Au\u00dfenpolitik interpretiert. Wiktor Juschtschenko <a href=\"https:\/\/ciaotest.cc.columbia.edu\/olj\/et\/et_v12n4\/et_v12n4_003.pdf\">vertrat<\/a> eine proeurop\u00e4ische Ausrichtung, w\u00e4hrend Wiktor Janukowytsch, gest\u00fctzt auf etablierte Machtnetzwerke, in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung weitgehend mit einer prorussischen, eurasischen Orientierung verbunden war. Dieses Framing erh\u00f6hte die Anreize zur Manipulation und machte identit\u00e4tsbasierte Mobilisierung politisch effizient.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kampagne wurde schnell zu einer der umstrittensten und \u201eschmutzigsten\u201c in der Geschichte der Ukraine seit ihrer Unabh\u00e4ngigkeit. Um den Sieg von Janykowytsch <a href=\"https:\/\/ciaotest.cc.columbia.edu\/olj\/et\/et_v12n4\/et_v12n4_003.pdf\">sicherzustellen<\/a>, setzten seine Unterst\u00fctzerInnen \u201etechnische Kandidaten\u201c ein, um Stimmen zu zerstreuen, monopolisierten die Massenmedien, um Juschtschenko zu verteufeln, und betrieben direkte Sabotage \u2013 am bekanntesten die Inszenierung der Dioxinvergiftung Juschtschenkos im September 2004 sowie der Hackerangriff auf die Server der Zentralen Wahlkommission (ZWK), um die Endergebnisse zu manipulieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der umfassenderen Strategie der <a href=\"https:\/\/ciaotest.cc.columbia.edu\/olj\/et\/et_v12n4\/et_v12n4_003.pdf\">Polittechnologen<\/a>, die in Janukowytschs Team arbeiteten (darunter auch <a href=\"https:\/\/ciaotest.cc.columbia.edu\/olj\/et\/et_v12n4\/et_v12n4_003.pdf\">kremlnahe BeraterInnen<\/a>), setzte die regierungsfreundliche Kampagne die Methodik der \u201e<a href=\"https:\/\/www.themoscowtimes.com\/archive\/the-fate-of-political-technology\">Dramaturhija<\/a>\u201c (k\u00fcnstlich inszeniertes Drama) ein, um eine substanzielle Politikdebatte durch ein kontrolliertes, hoch zugespitztes <a href=\"https:\/\/en.detector.media\/post\/tactics-of-russian-propaganda-in-portraying-ukraine-as-a-cradle-of-corruption\">Metanarrative<\/a> zu ersetzen, das die politische Opposition als \u201enationalistische\u201c existenzielle Bedrohung f\u00fcr die Identit\u00e4t des industriellen S\u00fcdostens darstellte. Auf diese Weise wurde regionale Vielfalt in diesem Wahlkampf zu einem politischen Instrument umgedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines der bekanntesten Artefakte, das mit diesem Ansatz verbunden ist, war das Plakat \u201eDrei Sorten von UkrainerInnen\u201c. Es wurde h\u00e4ufig als Black-PR-Instrument beschrieben, das darauf abzielte, Juschtschenko zu diskreditieren, indem dem \u201eorangen\u201c Lager eine Hierarchie zugeschrieben wurde, die den S\u00fcden und Osten auf einen Status zweiter oder dritter Klasse herabstufen w\u00fcrde. Die zentrale Funktion des Plakats bestand darin, Statusbedrohung zu aktivieren und defensive Geschlossenheit zu erzeugen. Dies f\u00fchrte zwar kurzfristig zu einem Anstieg der Wahlbeteiligung, vertiefte jedoch auch das regionale Misstrauen und hinterlie\u00df ein vorgefertigtes Muster, das in sp\u00e4teren politischen Auseinandersetzungen wiederverwendet und von externen Akteuren ausgenutzt werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese hergestellte Polarisierung verankerte zudem ein \u201e<a href=\"https:\/\/www.ponarseurasia.org\/old-political-habits-die-hard-in-ukraine\/#:~:text=Old%20Political%20Habits%20Die%20Hard%20in%20Ukraine%20%2D%20PONARS%20Eurasia\">Quotenprinzip<\/a>\u201c in staatlichen Institutionen: Ministerien und Sicherheitsbeh\u00f6rden wurden zwischen verfeindeten politischen Clans aufgeteilt, statt mit Fachleuten besetzt zu werden. Dadurch wurde das \u00f6ffentliche Vertrauen untergraben und jene institutionelle Fragilit\u00e4t geschaffen, die Russland sp\u00e4ter ausnutzen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend ist, dass ihre Wirkung nicht auf einen Wahlzyklus begrenzt blieb: Sie trug zur l\u00e4ngerfristigen Normalisierung von Nullsummen-Identit\u00e4tsrahmungen in der ukrainischen Politik bei und pr\u00e4gte sp\u00e4tere Auseinandersetzungen um Sprachpolitik, historisches Ged\u00e4chtnis und staatliche Legitimit\u00e4t.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1006\" height=\"654\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-25.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35048\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-25.png 1006w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-25-600x390.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-25-768x499.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-25-18x12.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1006px) 100vw, 1006px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Dieses Bild ist die ber\u00fcchtigte Propagandakarte \u201eDrei Sorten von UkrainerInnen\u201c aus dem Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf 2004, entworfen von regierungsnahen Polittechnologen als Instrument der schwarzen PR, um regionale Spaltungen zu sch\u00fcren. Indem sie die Vision der Opposition als Hierarchie darstellte, die den Osten und S\u00fcden zu einem \u201eStatus dritter Klasse\u201c herabstufte, sollte die Karte durch k\u00fcnstlich gesch\u00fcrte \u00c4ngste und die Gefahr einer Statusgef\u00e4hrdung eine defensive Geschlossenheit ausl\u00f6sen.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-diskreditierung-der-ukraine-im-ausland-und-schaffung-eines-auslosers-im-inneren\"><strong><em>Diskreditierung der Ukraine im Ausland und Schaffung eines Ausl\u00f6sers im Inneren<\/em><\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Nach der Orangenen Revolution und dem Sieg des prowestlichen Juschtschenko verlagerte Russland seine Strategie auf die internationale Ebene. F\u00fcr den Kreml war es von entscheidender Bedeutung, die Ukraine in seinem Einflussbereich zu halten. Um die europ\u00e4ischen Bestrebungen der Ukraine zu untergraben, startete Moskau eine Kampagne der internationalen Diskreditierung. Die \u201e<a href=\"https:\/\/en.detector.media\/post\/gas-gangrene-of-kyiv-and-moscow-the-informational-component\">Gaskriege<\/a>\u201c wurden so inszeniert, dass die Ukraine als unzuverl\u00e4ssiger Energietransitpartner Europas erschien, was in westlichen Hauptst\u00e4dten gezielt Zweifel s\u00e4te. Parallel dazu nutzte Russland ein weitreichendes Netzwerk von LobbyistInnen, um den Weg der Ukraine in die NATO zu blockieren, und verhinderte erfolgreich, dass das Land auf dem Bukarester Gipfel 2008 einen Membership Action Plan (MAP) erhielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die unmittelbare Gefahr einer NATO-Integration auf \u00e4u\u00dferer Ebene einged\u00e4mmt war, schwenkte Russland wieder darauf um, die Ukraine von innen heraus zu unterh\u00f6hlen, indem es die politische R\u00fcckkehr von Wiktor Janukowytsch unterst\u00fctzte. Seine sp\u00e4tere Pr\u00e4sidentschaft markierte den \u00dcbergang von tempor\u00e4ren Wahlkampftaktiken zu dauerhaften legislativen Instrumenten der Spaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Politik hinaus konzentrierte sich diese \u00c4ra auf \u201eWeltanschauungsgestaltung\u201c: die Wiedereinf\u00fchrung sowjetischer Paraden am 9. Mai und anderer Mythen des \u201eGro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieges\u201c, um die Ukraine in einem gemeinsamen kulturellen Raum der \u201eRussischen Welt\u201c (Russkij Mir) zu verankern. Diese symbolischen Handlungen sollten die \u201eIdentit\u00e4tsspaltung\u201c aufrechterhalten und die Bildung einer einheitlichen ukrainischen B\u00fcrgeridentit\u00e4t verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die strategische Logik dieser internen Erosion gipfelte <a href=\"https:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/ukrainealert\/the-truth-behind-ukraine-s-language-policy\/\">im \u201eKiwalow-Kolesnitschenko\u201c-Sprachengesetz von 2012<\/a>. Dies war kein ernsthafter Versuch, Minderheitenrechte zu sch\u00fctzen, sondern eine zynische politische Geste, die darauf abzielte, sprachliche Segregation zu institutionalisieren. Indem die Schwelle f\u00fcr den Status einer \u201eRegionalsprache\u201c auf 10 % gesenkt wurde, <a href=\"https:\/\/husj.harvard.edu\/articles\/ukrainian-language-legislation-and-the-national-crisis\">erm\u00f6glichte <\/a>das Gesetz lokalen Eliten im S\u00fcden und Osten, \u00fcberwiegend russischsprachig, die Staatssprache tats\u00e4chlich zu umgehen, wodurch der Anreiz zur nationalen Integration erheblich geschw\u00e4cht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies war eine klassische Anwendung der Reflexive-Control-Strategie, die darauf abzielte, eine defensive Reaktion des patriotischen Zentrums hervorzurufen. Die daraus entstehenden Proteste des \u201eSprach-Maidan\u201c, die den Schutz ukrainischer Sprachrechte forderten, wurden von <a href=\"https:\/\/stratcomcoe.org\/cuploads\/pfiles\/webrussia_syria_report_13-dec_.pdf\">russischen Medien im Fernsehen<\/a> als Beleg f\u00fcr \u201ewestliche Intoleranz\u201c und \u201enationalistische Radikalit\u00e4t\u201c inszeniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Erbe dieses Gesetzes bleibt eine der komplexesten Herausforderungen der Ukraine. Noch heute wird die Frage der Sprachrechte von Minderheiten auf internationaler B\u00fchne instrumentalisiert, am deutlichsten durch Ungarn innerhalb der EU, um die europ\u00e4ische Integration der Ukraine zu bremsen. Dies zeigt, dass die vor Jahrzehnten gestellten Identit\u00e4tsfallen weiterhin als Werkzeuge externen geopolitischen Drucks funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Russland nutzte anschlie\u00dfend die unvermeidliche ukrainische Gegenreaktion auf diese Politik \u2013 insbesondere die versuchte Aufhebung des Sprachengesetzes nach der Revolution der W\u00fcrde 2014 \u2013 als Hauptbegr\u00fcndung f\u00fcr eine milit\u00e4rische Intervention. Indem er die Verteidigung der nationalen Identit\u00e4t als \u201ekulturellen V\u00f6lkermord\u201c darstellte, gelang es dem Kreml, die externe Aggression als interne \u201eB\u00fcrgerkrieg\u201c umzudeuten und dabei genau die Spaltungen auszunutzen, die er ein Jahrzehnt lang sorgf\u00e4ltig kultiviert hatte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-2-wie-die-spaltung-derzeit-aussieht-drei-bruchlinien-nach-2022\">2. <strong>Wie die Spaltung derzeit aussieht: Drei Bruchlinien nach 2022<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die seit Langem bestehende innere Spannung, die h\u00e4ufig mit einer \u201eWest\u2013Ost-Spaltung\u201c verbunden wird, zu einem komplexeren Konflikt \u00fcber nationale Zugeh\u00f6rigkeit, institutionelle Legitimit\u00e4t und wahrgenommene Gerechtigkeit entwickelt. W\u00e4hrend das Land nach der gro\u00df angelegten Invasion zun\u00e4chst eine massive Welle der Einheit erlebte, deuten aktuelle soziale Daten darauf hin, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt durch mehrere interne Probleme auf die Probe gestellt wird. In ihrer Gesamtheit stellen sie eine Gefahr f\u00fcr die nationale Stabilit\u00e4t dar, da sie die soziale Koh\u00e4sion und die institutionelle Integrit\u00e4t untergraben, die f\u00fcr ein funktionierendes Staatswesen erforderlich sind.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-sprachpolitik-konsolidierung-bei-fortbestehenden-reibungen\"><strong><em>Sprachpolitik: Konsolidierung bei fortbestehenden Reibungen<\/em><\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Der am wenigsten einflussreiche Faktor bei der Vertiefung der aktuellen Kluft ist die Sprachpolitik. Obwohl sie fr\u00fcher ein zentrales Instrument politischer Manipulation war, hat sich inzwischen ein breiter Konsens herausgebildet: Mitte 2024 bezeichnen <a href=\"https:\/\/razumkov.org.ua\/en\/component\/k2\/the-identity-of-ukraine-s-citizens-trends-of-change-june-2024\">rund 78 % <\/a>der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Ukrainisch als ihre Muttersprache, und \u00fcber <a href=\"https:\/\/razumkov.org.ua\/en\/component\/k2\/the-identity-of-ukraine-s-citizens-trends-of-change-june-2024\">70 %<\/a> verwenden sie in erster Linie zu Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem ging jedoch eine erhebliche soziale Reibung voraus, die nach der Invasion 2022 einsetzte. Der Angriff l\u00f6ste eine massive Binnenmigration aus und zwang Hunderttausende Menschen aus \u00fcberwiegend russischsprachigen Regionen, sich in den gr\u00f6\u00dftenteils ukrainischsprachigen Gemeinschaften im Westen niederzulassen. Diese Bewegung brachte die regionalen Unterschiede des Landes unmittelbar in den Alltag, was h\u00e4ufig zu lokalen Konflikten f\u00fchrte, in denen die russische Sprache als \u201eSprache der Besatzer\u201c oder \u201eSprache der Aggressoren\u201c stigmatisiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr viele Vertriebene, die bereits durch das Trauma des Verlusts ihres Zuhauses infolge der russischen Aggression belastet waren, erzeugte der Vorwurf, ihre Muttersprache sei ein Zeichen politischer Illoyalit\u00e4t, ein tiefes Gef\u00fchl der Entfremdung. Dadurch f\u00fchlten sie sich faktisch wie \u201eAu\u00dfenseiter\u201c im eigenen Land. Diese sprachbezogenen Spannungen waren nicht blo\u00df organische soziale Missverst\u00e4ndnisse, sondern wurden durch einen medialen \u201e<a href=\"https:\/\/kb.osu.edu\/server\/api\/core\/bitstreams\/1b008dfe-50dd-4b31-b72d-7e3023f1d96f\/content\">Krieg der Worte<\/a>\u201c verst\u00e4rkt, der negative Stereotype bef\u00f6rderte und die soziale Integration von Neuank\u00f6mmlingen erschwerte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sprache ist zu einem der deutlichsten Indikatoren f\u00fcr eine breitere Debatte \u00fcber die Nationenbildung geworden: Soll die ukrainische Identit\u00e4t in erster Linie in staatsb\u00fcrgerlichen Begriffen (Loyalit\u00e4t und Staatsb\u00fcrgerschaft) oder in ethnisch-kulturellen Begriffen (Sprache, Erbe und Tradition) definiert werden? W\u00e4hrend die Mehrheit (<a href=\"https:\/\/www.kiis.com.ua\/?lang=eng&amp;cat=reports&amp;id=1458&amp;page=4\">71 %<\/a>) eine inklusive Definition der ukrainischen Staatsb\u00fcrgerInnenschaft unterst\u00fctzt, bleibt eine kleinere, aber lautstarke Gruppe gegen\u00fcber russischsprachigen Menschen skeptisch. Das erzeugt eine \u201eStatusbedrohung\u201c, bei der einige Patriotinnen und Patrioten das Gef\u00fchl haben, ihr Beitrag werde aufgrund ihres sprachlichen Hintergrunds geringer bewertet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1010\" height=\"438\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-27.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35050\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-27.png 1010w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-27-600x260.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-27-768x333.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-27-18x8.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1010px) 100vw, 1010px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>\u201eRussland endet dort, wo die russische Sprache endet.\u201d Ein Bild des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin auf einem Plakat w\u00e4hrend eines Protests vor dem Verfassungsgericht der Ukraine, das damals die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit des Sprachgesetzes Kiwalow\u2013Kolesnitschenko pr\u00fcfte. Kyjiw, 26. Januar, 2017.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Gleichzeitig bleibt die Sprachpolitik die am wenigsten eskalationsanf\u00e4llige Trennlinie, weil die staatliche Richtung relativ klar und institutionell verankert ist. Die Ukraine hat ein Modell konsolidiert, in dem Ukrainisch als einzige Staatssprache und als Standardsprache des \u00f6ffentlichen Raums gest\u00e4rkt wird, w\u00e4hrend private Kommunikation nicht Ziel direkter staatlicher Kontrolle ist. Die Einrichtung der Institution der<a href=\"https:\/\/www.radiosvoboda.org\/a\/mova-bezpeka-viyna-zbroya-ukrayina\/33410777.html\"> Sprachombudsperson <\/a>routiniert die Durchsetzung zus\u00e4tzlich \u00fcber administrative Mechanismen statt \u00fcber Ad-Hoc-Kampagnen. Das bedeutet, dass das Thema weiterhin in \u00f6ffentlichen Debatten auftauchen wird, insbesondere weil landesweit weiterhin Probleme bei der Einhaltung bestehen und Verst\u00f6\u00dfe am h\u00e4ufigsten in gro\u00dfen, mehrsprachigen St\u00e4dten wie Kyjiw, Odesa, Charkiw und Dnipro gemeldet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch stabilisiert sich die Gesamtentwicklung: Sprachschutz wird weithin als defensiv wahrgenommen, gepr\u00e4gt durch eine lange Geschichte von <a href=\"https:\/\/chytomo.com\/en\/a-guide-to-the-history-of-oppression-of-the-ukrainian-language\/\">Einschr\u00e4nkungen der ukrainischen Sprache<\/a> und ihrer Verdr\u00e4ngung aus dem \u00f6ffentlichen und professionellen Leben in der Sowjetzeit. Vor diesem Hintergrund ist mittelfristig wahrscheinlich, dass Ukrainisch schrittweise als Sprache der Institutionen, Eliten und professionellen Kommunikation normalisiert wird. Damit verringert sich der Raum, in dem Sprache als politischer Hochrisiko-Keil wirken kann, auch wenn lokale Konflikte und symbolische Auseinandersetzungen fortbestehen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-religioses-sicherheitsdilemma-durchsetzung-unter-demokratischen-beschrankungen\"><strong><em>Religi\u00f6ses Sicherheitsdilemma: Durchsetzung unter demokratischen Beschr\u00e4nkungen<\/em><\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Eine deutlich wichtigere Reibungsquelle ist die religi\u00f6se Konfrontation, insbesondere im Zusammenhang mit der Rolle der Ukrainischen Orthodoxen Kirche, die mit dem Moskauer Patriarchat verbunden ist (UOK-MP). In diesem Bereich verl\u00e4uft die Spannungslinie zwischen jenen, die diese Kirche als direktes Instrument von Moskaus Einfluss und Propaganda betrachten, und jenen, die der Ansicht sind, Religion m\u00fcsse au\u00dferhalb der Politik bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Kontext des Krieges in der Ukraine hat diese Spaltung eine massive Verschiebung in der religi\u00f6sen Landschaft des Landes ausgel\u00f6st, was zu einem dramatischen R\u00fcckgang der moskaugebundenen Institution gef\u00fchrt hat. Vor Beginn der gro\u00df angelegten Invasion 2021 bezeichneten sich <a href=\"https:\/\/unn.ua\/en\/news\/how-the-number-of-believers-of-the-ocu-and-uoc-mp-has-changed-since-the-beginning-of-the-full-scale-war-sociology\">etwa 13 %<\/a> der Ukrainerinnen und Ukrainer als Anh\u00e4ngerInnen der UOK-MP, w\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/unn.ua\/en\/news\/how-the-number-of-believers-of-the-ocu-and-uoc-mp-has-changed-since-the-beginning-of-the-full-scale-war-sociology\">24 %<\/a> der unabh\u00e4ngigen Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU) angeh\u00f6rten. Ende 2024 hatte sich das Bild vollst\u00e4ndig ver\u00e4ndert: Die Zugeh\u00f6rigkeit zur UOK-MP fiel auf nur noch <a href=\"https:\/\/unn.ua\/en\/news\/how-the-number-of-believers-of-the-ocu-and-uoc-mp-has-changed-since-the-beginning-of-the-full-scale-war-sociology\">5,5 %<\/a>, w\u00e4hrend die OKU auf <a href=\"https:\/\/unn.ua\/en\/news\/how-the-number-of-believers-of-the-ocu-and-uoc-mp-has-changed-since-the-beginning-of-the-full-scale-war-sociology\">35 %<\/a> der Bev\u00f6lkerung anwuchs (laut einer Umfrage des Rasumkow-Zentrums).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr jene, die die Kirche als Instrument des Aggressors betrachten, wird diese Sichtweise durch <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2025\/09\/11\/7530320\/\">mehr als 180 Strafverfahren gest\u00fctzt<\/a>, die der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU\/SDU) seit 2022 gegen Geistliche der UOK-MP er\u00f6ffnet hat, darunter Verfahren gegen 23 Bisch\u00f6fe. Diese juristischen Ma\u00dfnahmen umfassen konkrete Vorw\u00fcrfe von Spionage und Hochverrat, die \u00fcber eine blo\u00df ideologische Debatte hinausgehen. So nahm die SBU-Spionageabwehr im April 2025 einen <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2025\/04\/10\/7506886\/\">Erzpriester aus dem Pokrowskyj-Vikariat in der Region Donezk<\/a> fest, der dabei ertappt wurde, Informationen \u00fcber Standorte von Ersatz-Gefechtsst\u00e4nden und Logistikknotenpunkten f\u00fcr den russischen FSB im Austausch gegen die Evakuierung seiner Familie nach Russland zu sammeln. \u00c4hnliche F\u00e4lle wurden <a href=\"https:\/\/bukvy.org\/en\/russian-led-priest-caugh-spying-in-kharkiv-sbu\/\">in Charkiw<\/a> dokumentiert, wo ein Gemeindevorsteher ukrainische Truppenbewegungen in der N\u00e4he von Kontrollpunkten ausspionierte, sowie <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/articles\/2025\/09\/11\/7530266\/\">in Sumy,<\/a> wo ein Erzpriester zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er Koordinaten f\u00fcr Raketenangriffe weitergegeben hatte. Besonders sensibel ist der Fall eines Priesters aus Saporischschja, der im August 2025 festgenommen wurde und dem vorgeworfen wird, die Vertraulichkeit der Beichte genutzt zu haben, <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/articles\/2025\/09\/11\/7530266\/\">um prorussische EinwohnerInnen zu identifizieren<\/a> und sie f\u00fcr ein GRU-gef\u00fchrtes Agentennetzwerk zu rekrutieren. Vor diesem Hintergrund unterst\u00fctzt ein Teil der Ukrainerinnen und Ukrainer \u2013 rund <a href=\"https:\/\/razumkov.org.ua\/images\/2025\/01\/27\/2024-Religiya-religion-ENGL.pdf\">74 %<\/a> der Bev\u00f6lkerung \u2013 ein vollst\u00e4ndiges Verbot der Russischen Orthodoxen Kirche, da ihr Einfluss als Risiko f\u00fcr die nationale Sicherheit angesehen wird. Auf der anderen Seite steht eine Gruppe von Gl\u00e4ubigen, die argumentiert, ihr geistliches Leben habe nichts mit dem Krieg zu tun. Diese Gruppe ist in ihren \u00dcberzeugungen sogar noch gefestigter geworden: Rund <a href=\"https:\/\/razumkov.org.ua\/images\/2025\/01\/27\/2024-Religiya-religion-ENGL.pdf\">44 %<\/a> der Anh\u00e4ngerInnen der UOK-MP geben an, dass ihr Glaube unter dem aktuellen Druck nur st\u00e4rker geworden sei. Das ist eine h\u00f6here Rate \u201egeistlicher Verh\u00e4rtung\u201c als in anderen Konfessionen. Dadurch entsteht eine Dynamik, in der sich ein Teil der Bev\u00f6lkerung als unterdr\u00fcckte Minderheit wahrnimmt und sich potenziell vom \u00fcbrigen nationalen Gemeinwesen isoliert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1010\" height=\"414\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-29.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35052\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-29.png 1010w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-29-600x246.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-29-768x315.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-29-18x7.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1010px) 100vw, 1010px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><a href=\"https:\/\/suspilne.media\/338230-sbu-prijsla-z-obsukami-v-cerkvi-upc-mp-se-u-9-oblastah\/\"><em>Beamte der SBU f\u00fchren Ermittlungsma\u00dfnahmen in Kirchen der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat) durch und beschlagnahmen russische P\u00e4sse, Propagandamaterialien und Bargeld. <\/em><\/a><em>Quelle: SBU<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Letztlich ist zu erwarten, dass sich die religi\u00f6se Krise versch\u00e4rfen wird, je st\u00e4rker sich die Ukraine an den europ\u00e4ischen Rechts- und Politikraum ann\u00e4hert. Ein vollst\u00e4ndiges de-jure-Verbot der Russischen Orthodoxen Kirche birgt ein erhebliches diplomatisches Risiko, da europ\u00e4ische Partner und internationale Menschenrechtsorgane derart weitreichende Einschr\u00e4nkungen h\u00e4ufig als m\u00f6gliche Verletzungen von <a href=\"https:\/\/fra.europa.eu\/en\/eu-charter\/article\/10-freedom-thought-conscience-and-religion\">Artikel 10 der Charta der Grundrechte der Europ\u00e4ischen Union<\/a> und des Prinzips der religi\u00f6sen Nichtdiskriminierung betrachten. Diese institutionelle Schwachstelle liefert skeptischen Staaten, insbesondere Ungarn, ein bequemes Narrativ, um den EU-Beitrittsprozess der Ukraine zu blockieren, indem sicherheitsgetriebene Rechtsdurchsetzung als staatlich gef\u00f6rderte Verfolgung von Gl\u00e4ubigen gerahmt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Folglich kann die ukrainische Regierung trotz umfangreicher Hinweise auf systematische Rekrutierung und Spionage innerhalb kirchlicher Strukturen Moskaus geistlichen und organisatorischen Einfluss nicht einfach <a href=\"https:\/\/svidomi.in.ua\/en\/page\/banning-of-the-ukrainian-orthodox-church-of-the-moscow-patriarchate-uoc-mp-in-ukraine-why-and-whats-next\">mit einem einzigen legislativen Schritt beseitigen<\/a>, ohne eine massive internationale Gegenreaktion sowie Vorw\u00fcrfe kollektiver Bestrafung auszul\u00f6sen. Das bringt die Regierung in ein tiefgreifendes Dilemma und zwingt sie, von groben Verboten zu einer Strategie \u201efeingliedriger Gegenma\u00dfnahmen\u201c \u00fcberzugehen. Dieser Ansatz konzentriert sich strikt auf individuelle strafrechtliche Verantwortung und wahrt zugleich sorgf\u00e4ltig die Standards religi\u00f6sen Pluralismus, die notwendig sind, um die Unterst\u00fctzung westlicher Verb\u00fcndeter zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-soziale-gerechtigkeit-und-lastenteilung-im-krieg-der-stresstest-fur-den-gesellschaftlichen-zusammenhalt\"><strong><em>Soziale Gerechtigkeit und Lastenteilung im Krieg: der Stresstest f\u00fcr den gesellschaftlichen Zusammenhalt<\/em><\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Der dritte Reibungspunkt betrifft das Verst\u00e4ndnis von Gerechtigkeit und einer gleichm\u00e4\u00dfigen Lastenteilung. Eine Mehrheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger (<a href=\"https:\/\/www.kiis.com.ua\/?lang=eng&amp;cat=reports&amp;id=1578&amp;page=1\">53 %<\/a>) ist der Ansicht, dass die Beh\u00f6rden nicht in der Lage sind, soziale Gerechtigkeit zu gew\u00e4hrleisten. Unter dem Druck des Krieges \u00fcbersetzt sich diese Wahrnehmung in das Gef\u00fchl, dass Regeln selektiv durchgesetzt werden, Lasten ungleich verteilt sind und Verantwortlichkeit eher punktuell als systematisch erfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser anhaltende Kampf mit legislativen Defiziten und sozialer Ungerechtigkeit ist keine neue Entwicklung, sondern eine Krise mit tiefen historischen Wurzeln, die der Krieg nur versch\u00e4rft hat. In der fr\u00fchen Phase der K\u00e4mpfe gab es eine weit verbreitete \u00f6ffentliche Erwartung, dass das geteilte nationale Trauma als eine Art \u201eReset-Knopf\u201c wirken w\u00fcrde: Es sollte Regierungsbeamte dazu zwingen, die Fragilit\u00e4t ihrer Positionen anzuerkennen und endlich die strukturellen Defizite anzugehen, die den Staat seit Langem behinderten. Viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger glaubten, die Dringlichkeit des \u00dcberlebens w\u00fcrde ein neues Ma\u00df an Rechenschaftspflicht und Selbstreflexion hervorbringen. Doch diese Erwartungen erf\u00fcllten sich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Reformtempo stagnierte unter Ablenkung und Druck der kriegsbedingten Herausforderungen. Abgeordnete, die \u00fcberwiegend 2019 gegen die alte Administration und zur Unterst\u00fctzung des neuen Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt worden waren, waren darauf nicht vorbereitet, Verantwortung f\u00fcr das \u00dcberleben des Staates zu \u00fcbernehmen. Folglich wurden sie eher zu UmsetzerInnen von Top-down-Vorgaben als zu ArchitektInnen von L\u00f6sungen. Dies verst\u00e4rkte ein Gef\u00fchl der Stagnation, des Feststeckens in systemischen Problemen, die weithin erkannt, aber nicht angegangen werden. Diese Ern\u00fcchterung hat die Hoffnung auf ein gerechteres System untergraben und den Weg f\u00fcr einen Bruch im Verh\u00e4ltnis zwischen Staat und Bev\u00f6lkerung bereitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der akuteste Stresstest f\u00fcr den Gesellschaftsvertrag im Krieg ist das Mobilisierungssystem. Obwohl es f\u00fcr die Verteidigung der Ukraine unverzichtbar ist, wird es zu einem Motor der Polarisierung, wenn die B\u00fcrgerInnen den Prozess als undurchsichtig, dem\u00fctigend oder anf\u00e4llig f\u00fcr Ungleichbehandlung empfinden. Das umgangssprachlich als \u201c<a href=\"https:\/\/english.nv.ua\/opinion\/ukraine-s-busification-how-forced-draft-raids-fuel-fear-and-backlash-50568034.html\">Busifizierung<\/a>\u201d bekannte Ph\u00e4nomen ist nicht nur eine Frage vereinzelter \u00dcbergriffe; es ist zu einem Symbol daf\u00fcr geworden, ob der Staat au\u00dfergew\u00f6hnliche Pflichten durchsetzen kann, ohne sich von vorhersehbaren Regeln und gleichen Standards zu l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2024 desertierten mehr als <a href=\"https:\/\/sceeus.se\/en\/publications\/the-ukrainian-mobilization-challenge-military-and-society-during-full-scale-war\/\">51.000 Soldaten<\/a> aus ihren Einheiten. Diese Zahlen sollten nicht nur als Mangel an individuellem Patriotismus verstanden werden, sondern als direkte systemische Reaktion auf institutionalisierte Ungerechtigkeit. Wenn die Regeln des Opfers als selektiv empfunden werden, wird die moralische Verpflichtung gegen\u00fcber dem Staat zunehmend durch einen \u00fcberlebensorientierten R\u00fcckzug aus einem gebrochenen Gesellschaftsvertrag ersetzt. Dar\u00fcber hinaus untergr\u00e4bt die \u00dcberzeugung, dass Reichtum und Beziehungen Ausnahmen erkaufen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend andere einer zwangsweisen Durchsetzung ausgesetzt sind, direkt den Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz. Wie der <a href=\"https:\/\/sceeus.se\/en\/publications\/the-ukrainian-mobilization-challenge-military-and-society-during-full-scale-war\/\">SCEEUS-Bericht<\/a> festh\u00e4lt, erh\u00f6ht Mobilisierung die innenpolitische Polarisierung, wenn sie nicht transparent und fair gemanagt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese institutionalisierte Ungerechtigkeit wird durch die psychische Belastung aufgrund des unbefristeten Dienstes mit unklaren Aussichten auf Demobilisierung und Rotation noch verst\u00e4rkt. F\u00fcr Personal, das seit 2022 eingesetzt ist, erzeugt das Fehlen verl\u00e4sslicher Ausstiegspfade und transparenter Rotationsregeln <a href=\"https:\/\/sceeus.se\/en\/publications\/the-ukrainian-mobilization-challenge-military-and-society-during-full-scale-war\/\">chronische Ungewissheit<\/a> und ein Gef\u00fchl der Gefangenschaft \u2013 eine Erfahrung, die Moral und Vertrauen in die wechselseitigen Verpflichtungen des Staates gegen\u00fcber denjenigen, die dienen, besch\u00e4digt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nachkriegsdimension dieser Missst\u00e4nde d\u00fcrfte noch sensibler sein. Sobald der unmittelbare existenzielle Druck nachl\u00e4sst, kann sich die kriegsbedingte Rollendifferenzierung zu moralischen Hierarchien verh\u00e4rten: <strong><em>\u201eWer hat die Last getragen\u201c<\/em> <\/strong>versus <strong><em>\u201ewer hat sie vermieden\u201c.<\/em><\/strong> Das ist besonders relevant f\u00fcr VeteranInnen sowie f\u00fcr M\u00e4nner im wehrpflichtigen Alter, die im Ausland lebten oder als Wehrdienstverweigerer gelten. Selbst wenn Einzelne legitime Gr\u00fcnde haben, etwa Gesundheit, famili\u00e4re Verpflichtungen oder einen rechtlichen Status, kann das soziale Stigma fortbestehen. Bleibt dies ungemanagt, k\u00f6nnen solche Narrative soziale Feindseligkeit befeuern, Reintegration erschweren und ein g\u00fcnstiges Umfeld f\u00fcr politische UnternehmerInnen und feindliche Informationsoperationen schaffen, die die Frage instrumentalisieren: \u201eWo warst du w\u00e4hrend des Krieges?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem werden VeteranInnen nach dem Krieg <a href=\"https:\/\/pism.pl\/publikacje\/weterani-zmieniaja-ukraine\">keine einheitliche, homogene W\u00e4hlergruppe<\/a> bilden. Unterschiede in Dienstwegen und Anreizen (zwischen mobilisiertem Personal und BerufssoldatInnen, zwischen Kampf- und r\u00fcckw\u00e4rtigen Verwendungen und zwischen Kohorten, die unter unterschiedlichen Vertragsrahmen dienten) k\u00f6nnen Erwartungen an Anerkennung, Leistungen und Unterst\u00fctzung nach dem Dienst pr\u00e4gen. Solche Asymmetrien k\u00f6nnen wahrgenommene Ungleichheiten vertiefen, auch innerhalb von Gruppen, die Fronterfahrungen teilen. Wenn institutionelle Antworten fragmentiert sind oder als abweisend wahrgenommen werden, kann dies in politische Entfremdung umschlagen und im schlimmsten Fall die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr radikale Narrative erh\u00f6hen, die Zwang oder \u201eau\u00dferrechtliche\u201c Handlungen als Ersatz f\u00fcr Gerechtigkeit normalisieren. Das Ausma\u00df der Demobilisierung nach 2022, gesch\u00e4tzt auf <a href=\"https:\/\/fba.se\/media\/ypdfqo5e\/fba-policy-brief-ukrainian-veterans-political-reintegration.pdf\">5-8 Millionen einschlie\u00dflich Familienangeh\u00f6riger<\/a>, macht diese Herausforderung qualitativ anders als fr\u00fchere Zyklen, selbst wenn die Ukraine nach 2014 gewisse positive Erfahrungen bei der Integration bewaffneter Freiwilliger in staatliche Strukturen gesammelt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gesellschaftliche Zusammenhalt wird zus\u00e4tzlich durch <a href=\"https:\/\/www.iom.int\/crisis-ukraine\">Massenvertreibung<\/a>, ungleiche Kriegserfahrungen zwischen B\u00fcrgerInnen im Ausland und im Land sowie eine wachsende psychische Gesundheitsbelastung erschwert. Diese Faktoren kumulieren zu Erm\u00fcdung und Reizbarkeit und senken damit die Schwelle f\u00fcr soziale Konflikte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-3-politische-optionen-verhinderung-einer-eskalation-nach-dem-krieg\">3. <strong>Politische Optionen: Verhinderung einer Eskalation nach dem Krieg<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Um das Risiko einer sozialen Eskalation nach dem Krieg zu verringern, sollte die Ukraine gesellschaftlichen Zusammenhalt als Ergebnis von Regierungsf\u00fchrung begreifen, das durch Legitimit\u00e4t, Fairness und Umsetzungsf\u00e4higkeit hergestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Praktisch bedeutet das, vom Ad-Hoc-Krisenmanagement zu einem koh\u00e4renten Ansatz \u00fcberzugehen, der (a) die Legitimit\u00e4t staatlicher Entscheidungen in den Augen der B\u00fcrgerInnen sch\u00fctzt, (b) Gerechtigkeit und gleiche Standards in der allt\u00e4glichen Durchsetzung sichtbar macht und (c) Reintegration sowie psychische Gesundheitsunterst\u00fctzung \u00fcber jene Institutionen und Partnerschaften skaliert, die tats\u00e4chlich liefern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die nachstehenden politischen Optionen folgen dieser Reihenfolge: Erstens Stabilisierung des Narrativs und des Legitimit\u00e4tsumfelds; zweitens Bew\u00e4ltigung der konfliktreichsten Kriegsverpflichtungen; drittens Aufbau einer langfristigen Infrastruktur f\u00fcr die Wiedereingliederung, die verhindert, dass Missst\u00e4nde zu politischen Konflikten eskalieren.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-1-legitimitat-gerechtigkeit-und-narrativmanagement\">1. <strong>Legitimit\u00e4t, Gerechtigkeit und Narrativmanagement<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Die Ukraine sollte Modelle von \u201eSchweigen und Vermeidung\u201c durch strukturiertes Wahrsprechen und evidenzbasierte Kommunikation ersetzen. Die \u00f6ffentliche Anerkennung von Vers\u00e4umnissen der Kriegsf\u00fchrung, klare Erkl\u00e4rungen zu Einschr\u00e4nkungen und regelm\u00e4\u00dfige Fortschrittsberichte reduzieren die durch Ger\u00fcchte gesch\u00fcrte Wut und entziehen der russischen Desinformationsindustrie die M\u00f6glichkeit, Unklarheiten auszunutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig muss Fairness <em>sichtbar<\/em> gemacht werden und darf nicht vorausgesetzt werden: B\u00fcrgerInnen m\u00fcssen konsistente Regeln, gleiche Durchsetzung und glaubw\u00fcrdige Konsequenzen bei Missbrauch sehen. Auf dieser Ebene k\u00f6nnen der Staat und Zivilgesellschaft zudem der Stigma-Spirale nach dem Krieg (\u201eWo warst du w\u00e4hrend des Krieges?\u201c) vorbeugen, indem sie moralische Etikettierungen von R\u00fcckkehrenden, M\u00e4nnern im Ausland und vermeintlichen Wehrdienstverweigern aktiv entmutigen. Das ist kein moralischer Relativismus. Es ist eine Ma\u00dfnahme f\u00fcr sozialen Zusammenhalt und Sicherheit, die den Spielraum f\u00fcr politische UnternehmerInnen und feindliche Informationsoperationen verengt.<\/p>\n\n\n\n<p>Narrativ-Management ist jedoch nur dann glaubw\u00fcrdig, wenn es durch Verfahren gest\u00fctzt wird, die B\u00fcrgerInnen als rechtm\u00e4\u00dfig und gleich erleben, insbesondere im sensibelsten Kriegsbereich: der Mobilisierung. Ohne prozedurale Legitimit\u00e4t werden selbst pr\u00e4zise Botschaften als Ablenkungsman\u00f6ver wahrgenommen, und die Unzufriedenheit wird weiter zunehmen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-2-mobilisierungs-und-dienstbedingungenpaket\">2. <strong>Mobilisierungs- und Dienstbedingungenpaket<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Mobilisierung ist eine strategische Notwendigkeit, wird aber politisch zersetzend, wenn Verfahren intransparent, dem\u00fctigend oder selektiv durchgesetzt erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Pr\u00e4senz an der Front zu stabilisieren, sollte die Ukraine einen strategischen Wechsel hin zu einem hoch-anreizbasierten Vertragsmodell erw\u00e4gen. Dazu geh\u00f6rt, Grundgeh\u00e4lter und Antrittspr\u00e4mien deutlich zu erh\u00f6hen, um Dienst von einem Zwangsmandat in eine professionelle Entscheidung zu transformieren. Angesichts inl\u00e4ndischer fiskalischer Grenzen k\u00f6nnte ein solcher \u201eProfessionalisierungsfonds\u201c als gezieltes internationales Hilfsprogramm strukturiert werden (eine Idee, die die ukrainische F\u00fchrung <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/uk\/zelenskij-evropa-mogla-b-dopomogti-z-perehodom-vid-mobilizacii-do-kontraktiv\/a-76085043\">k\u00fcrzlich angedeutet hat<\/a>), bei dem europ\u00e4ische Partner die L\u00f6hne derjenigen direkt finanzieren, die die Sicherheit des Kontinents verteidigen. Dieser Ansatz w\u00fcrde nicht nur den Durchsatz bei der Rekrutierung erh\u00f6hen, sondern auch die sozialen Spannungen verringern, die durch die zwangsweise \u201eBusifizierung\u201d verursacht werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1008\" height=\"430\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-31.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35054\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-31.png 1008w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-31-600x256.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-31-768x328.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-31-18x8.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1008px) 100vw, 1008px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Selenskyj besucht den Hauptkommandoposten der 414. Brigade \u201eMadjars V\u00f6gel\u201c <\/em><br><em>(Foto: Selenskyj \/ Offiziell \/ Telegram<\/em>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus sollte ein grundlegendes \u201eMobilisierungslegitimit\u00e4tspaket\u201c auch standardisierte Verfahren f\u00fcr alle Regionen, dokumentierte Aufsicht, zug\u00e4ngliche Beschwerdekan\u00e4le und \u00f6ffentliche Berichterstattung \u00fcber Disziplinarma\u00dfnahmen umfassen. Besonders wirksam w\u00e4re es au\u00dferdem, vorhersehbare Diensthorizonte und Rotationsprinzipien einzuf\u00fchren. Selbst wenn eine vollst\u00e4ndige Demobilisierung nicht m\u00f6glich ist, reduzieren transparente Logik f\u00fcr Rotation, Ruhezyklen sowie medizinische und psychologische Pfade Ungewissheit und sch\u00fctzen die Moral.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch selbst ein prozedural legitimes Mobilisierungssystem wird f\u00fcr sich genommen eine Fragmentierung nach dem Krieg nicht verhindern. Das Ausma\u00df der R\u00fcckkehr von VeteranInnen, der Vertreibung und der kumulierten psychischen Belastung erfordert ein Liefermodell, das Nachfrage absorbieren und in Jobs, Dienstleistungen und soziale Inklusion \u00fcbersetzen kann. Das ist ein Kapazit\u00e4tsproblem, nicht nur ein Werteproblem.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-3-gesamtgesellschaftliche-reintegrationsfahigkeit\">3. <strong>Gesamtgesellschaftliche Reintegrationsf\u00e4higkeit<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Stabilit\u00e4t nach dem Krieg erfordert ein Liefermodell, das dem Umfang der Bed\u00fcrfnisse entspricht. Die Ukraine sollte die w\u00e4hrend des Krieges bew\u00e4hrten Mechanismen der \u201egesamten Gesellschaft\u201c institutionalisieren: gemeinsame Gestaltung und Umsetzung mit Gemeinden, Veteranenorganisationen und vertrauensw\u00fcrdigen Netzwerken der Zivilgesellschaft, unterst\u00fctzt durch zentrale Koordination und Finanzierung. Wo dies m\u00f6glich ist, k\u00f6nnen \u00f6ffentlich-private Partnerschaften schneller skaliert werden als rein zentralisierte Programme, insbesondere in Bezug auf Besch\u00e4ftigungswege, Umschulungen, Arbeitsplatzstandards f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von VeteranInnen und reintegrationsfreundliche HR-Praktiken. Die Unterst\u00fctzung der psychischen Gesundheit sollte als Teil der Koh\u00e4sionspolitik betrachtet werden und nicht nur als Aufgabe des Gesundheitswesens: Die Verbesserung des Zugangs durch gemeindenahe Dienste, Unterst\u00fctzung durch Gleichaltrige und die Integration in die Grundversorgung verringert das Risiko von h\u00e4uslicher Gewalt, Drogenmissbrauch und Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr radikale Narrative.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1004\" height=\"464\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-33.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-35056\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-33.png 1004w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-33-600x277.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-33-768x355.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-33-18x8.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1004px) 100vw, 1004px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bildnachweis: UNDP Ukraine \/ Reporter \/ Vyacheslav Ratynskyi. Aus <\/em><a href=\"https:\/\/euneighbourseast.eu\/news\/publications\/adapting-to-civilian-life-entry-points-to-strengthen-veterans-reintegration-in-ukraine\/\"><em>Adapting to civilian life: entry points to strengthen veterans\u2019 reintegration in Ukraine<\/em><\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zusammengefasst wird die Stabilit\u00e4t der Ukraine nach dem Krieg weniger von Rhetorik abh\u00e4ngen als davon, ob B\u00fcrgerInnen den Staat als fair, vorhersehbar und f\u00e4hig erleben, Reintegration im n\u00f6tigen Ma\u00dfstab zu liefern. Wenn die Legitimit\u00e4t durch sichtbare Gerechtigkeit und eine gesamtgesellschaftliche Umsetzung wiederhergestellt wird, k\u00f6nnen die gr\u00f6\u00dften Spannungen in Kriegszeiten einged\u00e4mmt werden, anstatt sie als Waffe einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong><em>The views, thoughts, and opinions expressed in the papers published on this site belong solely to the authors and not necessarily to the Transatlantic Dialogue Center, its committees, or its affiliated organizations. The papers are intended to stimulate dialogue and discussion and do not represent official policy positions of the Transatlantic Dialogue Center or any other organizations with which the authors may be associated.<\/em><\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Krieg ist innerer Zusammenhalt eine strategische Ressource. 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