{"id":30025,"date":"2025-07-10T17:28:53","date_gmt":"2025-07-10T14:28:53","guid":{"rendered":"https:\/\/tdcenter.org\/?p=30025"},"modified":"2025-09-02T15:28:56","modified_gmt":"2025-09-02T12:28:56","slug":"verteidigungsaufbau-in-einer-postamerikanischen-europaischen-sicherheitsordnung-ukrainische-integration-lastenteilung-und-die-neue-transatlantische-realitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdcenter.org\/de\/2025\/07\/10\/verteidigungsaufbau-in-einer-postamerikanischen-europaischen-sicherheitsordnung-ukrainische-integration-lastenteilung-und-die-neue-transatlantische-realitat\/","title":{"rendered":"Verteidigungsaufbau in einer postamerikanischen europ\u00e4ischen Sicherheitsordnung: Ukrainische Integration, Lastenteilung und die neue transatlantische Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-quick-download-button-download-button aligncenter qdbn-wrapper\"><div class=\"qdbn\" data-plugin-name=\"qdbn\" data-style=\"small\" data-file=\"hide-file\" data-size=\"hide-size\"><div class=\"qdbn-download-button-inner\"><button type=\"button\" data-button-type=\"small\" class=\"g-btn f-l\" style=\"background-color:#0e107b;color:#ffffff;border-radius:25px;border:1px solid #e2e2e2\" data-attachment-id=\"48803\" data-page-id=\"18850\" data-post-id=\"\" data-have-external=\"false\" data-external-url=\"\" data-wait-duration=\"0\" data-target-blank=\"true\" data-msg=\"Please wait...\" data-member=\"0\" data-has-icon-dark=\"false\" title=\"PDF herunterladen\"><span class=\"download-btn-icon\"><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewbox=\"0 0 24 24\" width=\"22\" height=\"22\" aria-hidden=\"true\"><path d=\"M18 11.3l-1-1.1-4 4V3h-1.5v11.3L7 10.2l-1 1.1 6.2 5.8 5.8-5.8zm.5 3.7v3.5h-13V15H4v5h16v-5h-1.5z\"><\/path><\/svg><\/span><span>PDF herunterladen<\/span><\/button><p class=\"up\" style=\"background:transparent;border-radius:0\"><i class=\"fi fi-pdf\"><\/i><\/p><p class=\"down\" style=\"background:transparent;border-radius:0\"><i class=\"fi-folder-o\"><\/i><span class=\"file-size\">1,002 KB<\/span><\/p><\/div><\/div><quick-download-button-info class=\"qdb-btn-info\"><\/quick-download-button-info><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wichtigste-schlussfolgerungen\">Wichtigste Schlussfolgerungen<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Europa muss dringend autonome Verteidigungsf\u00e4higkeiten aufbauen, um sich selbst sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen und den Druck auf die USA zu verringern. <strong>Die EU kann sich nicht l\u00e4nger vollst\u00e4ndig auf amerikanische Sicherheitsgarantien verlassen.<\/strong> Russlands Krieg gegen die Ukraine sowie die strategische Neuausrichtung Washingtons auf Asien und den Nahen Osten machen eine <strong>postamerikanische europ\u00e4ische Sicherheitsordnung<\/strong> sowohl wahrscheinlicher als auch dringlicher.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Ukraine ist keine Belastung, sondern ein entscheidender Beitr\u00e4ger zur europ\u00e4ischen Verteidigung.<\/strong> Mit einem widerstandsf\u00e4higen und schnell wachsenden Verteidigungssektor, insbesondere im Bereich Artillerie, Munition, Drohnen und gemeinsamer Unternehmungen mit europ\u00e4ischen Partnern entwickelt sich die Ukraine zu einem industriellen und operativen R\u00fcckgrat der europ\u00e4ischen Sicherheit.<\/li>\n\n\n\n<li>Die EU hat <strong>die richtigen strategischen Dokumente<\/strong> erarbeitet, steht jedoch vor erheblichen Herausforderungen bei der Umsetzung. Vom Strategischen Kompass \u00fcber den ReArm Europe Plan bis hin zur SAFE-Initiative verf\u00fcgt die EU \u00fcber ein Rahmenwerk, steht aber noch immer vor <strong>rechtlichen, finanziellen und politischen H\u00fcrden<\/strong>, um eine umfassende Verteidigungsintegration zu erreichen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Eine engere verteidigungsindustrielle Zusammenarbeit zwischen der EU und der Ukraine ist auch ein strategischer Gewinn f\u00fcr die USA, der von amerikanischen Entscheidungstr\u00e4gern unterst\u00fctzt werden muss.<\/strong> Eine gr\u00f6\u00dfere europ\u00e4ische Selbstst\u00e4ndigkeit in Sicherheitsfragen erm\u00f6glicht es Washington, sich st\u00e4rker auf den Indo-Pazifik zu konzentrieren, ohne Europa verwundbar zur\u00fcckzulassen. Die Unterst\u00fctzung dieses Prozesses ist eine strategische Investition f\u00fcr die Entscheidungstr\u00e4ger der USA und die globalen Interessen Amerikas.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine neue Roadmap ist erforderlich. <strong>Eine transatlantische Roadmap, die zwischen der EU, den USA (NATO), der Ukraine und weiteren engen Partnern gemeinsam vereinbart wird, sollte Klarheit \u00fcber Lastenteilung, zeitlich festgelegte Ziele und Verantwortlichkeiten in der Verteidigungsproduktion f\u00fcr das kommende Jahrzehnt schaffen.<\/strong> Falls ein umfassender R\u00fcckzug der USA aus Europa stattfinden soll, sollte er gut geplant, einvernehmlich vereinbart, schrittweise und geordnet erfolgen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1244\" height=\"505\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29937\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image.png 1244w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-600x244.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-1024x416.png 1024w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-768x312.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-18x7.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1244px) 100vw, 1244px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einleitung-warum-europa-angesichts-der-us-neuausrichtung-und-russlands-krieges-seine-verteidigungskapazitaten-ausbauen-muss\"><strong>Einleitung: Warum Europa angesichts der US-Neuausrichtung und Russlands Krieges seine Verteidigungskapazit\u00e4ten ausbauen muss<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Frage nach dem Aufbau einer europ\u00e4ischen Verteidigung ist so alt wie der Prozess der <a href=\"https:\/\/aei.pitt.edu\/503\/2\/chai43e.pdf\">europ\u00e4ischen Integration<\/a> selbst. Was nach dem Zweiten Weltkrieg als <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/profile\/Wolfram-Kaiser-3\/publication\/384009815_The_History_of_the_European_Union_Origins_of_a_Trans-_and_Supranational_Polity_1950-1972\/links\/66e4165dfa5e11512cb70446\/The-History-of-the-European-Union-Origins-of-a-Trans-and-Supranational-Polity-1950-1972.pdf\">friedensorientiertes Projekt <\/a>zur Gew\u00e4hrleistung von Stabilit\u00e4t auf dem Kontinent begann, entwickelte sich zu den Europ\u00e4ischen Gemeinschaften und sp\u00e4ter zur Europ\u00e4ischen Union (EU), deren Ziel die Institutionalisierung des Friedens war. Zuerst konzentrierte sich das europ\u00e4ische Projekt auf die wirtschaftliche Verflechtung und Integration nationaler Schl\u00fcsselindustrien, insbesondere Kohle und Stahl, die auch f\u00fcr die R\u00fcstungsproduktion relevant sind, um einen weiteren Kriegsausbruch unwahrscheinlich zu machen. F\u00fcr die Sicherheit, einschlie\u00dflich des nuklearen Schutzschirms, sorgten gr\u00f6\u00dftenteils die Vereinigten Staaten (USA).<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Kalten Krieges konnte sich die EU auf den Aufbau gemeinsamer nichtmilit\u00e4rischer Politiken konzentrieren und verfolgte eine zur\u00fcckhaltende Sicherheitsstrategie sowie nutzte ihre wirtschaftliche und <a href=\"https:\/\/rucforsk.ruc.dk\/ws\/portalfiles\/portal\/38384208\/Ian_Manners_The_normative_power_of_the_European_Union_in_a_globalised_world_Laidi_2008_proof.pdf\">normative Macht<\/a>. Gleichzeitig wurde die Verteidigung und Sicherheit Europas gr\u00f6\u00dftenteils an die USA und die NATO ausgelagert.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz wiederkehrender Vorschl\u00e4ge zur Gr\u00fcndung einer <a href=\"https:\/\/hal.univ-grenoble-alpes.fr\/hal-02970613\/document\">Europ\u00e4ischen Verteidigungsunion (EDU)<\/a>, die Europas Abh\u00e4ngigkeit von US-Sicherheitsgarantien verringern sollte, stie\u00dfen solche Initiativen regelm\u00e4\u00dfig sowohl in Europa als auch paradoxerweise in Washington selbst immer wieder auf Widerstand. US-Politiker wiesen h\u00e4ufig auf die Gefahr einer <a href=\"https:\/\/aei.pitt.edu\/502\/1\/chai42e.pdf\">\u201eDuplizierung der NATO-Funktionen\u201c<\/a> hin. Dieses langj\u00e4hrige Missverst\u00e4ndnis zwischen den USA und Europa, sowie ein Mangel an vorausschauender strategischer Planung und Vertrauen, f\u00fchrten dazu, dass der europ\u00e4ischen Verteidigung immer weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Nach dem Kalten Krieg und in Abwesenheit einer als unmittelbar empfundenen Bedrohung durch Russland sanken die <a href=\"https:\/\/aei.pitt.edu\/79661\/1\/Schilde.Wieluns.pdf\">europ\u00e4ischen Verteidigungshaushalte<\/a>, die Streitkr\u00e4fte stagnierten und der strategische Fokus auf konventionelle Sicherheit ging zunehmend verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute jedoch ist der Aufbau europ\u00e4ischer Verteidigungsf\u00e4higkeiten, sei es durch die EDU, eine umfassendere strategische Autonomie der EU oder die St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen S\u00e4ule innerhalb der NATO, dringlicher denn je. Russlands gro\u00dfangelegter Krieg gegen die Ukraine hat eine direkte milit\u00e4rische Bedrohung f\u00fcr Europa wieder auf die Tagesordnung gebracht. Nicht zuletzt hat NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte <a href=\"https:\/\/www.chathamhouse.org\/2025\/06\/nato-chief-mark-rutte-warns-russia-could-use-military-force-against-alliance-five-years\">k\u00fcrzlich erkl\u00e4rt<\/a>, dass gest\u00fctzt auf die stark zunehmende R\u00fcstungsproduktion <strong>Russland in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren ein NATO-Mitglied angreifen k\u00f6nnte<\/strong>. Diese Einsch\u00e4tzung wird auch von mehreren europ\u00e4ischen Nachrichtendiensten, <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/russia-has-plans-test-natos-resolve-german-intelligence-chief-warns-2025-06-09\/\">darunter auch dem deutschen<\/a>, geteilt. Gleichzeitig hat die sich wandelnde globale Machtbalance die USA dazu veranlasst, <a href=\"https:\/\/www.belfercenter.org\/transatlantic-bargain\">ihre sicherheitspolitischen Priorit\u00e4ten neu auszurichten<\/a>. Aufgrund der Spannungen im Nahen Osten und der Herausforderung, seinen wichtigsten strategischen Konkurrenten \u2013 China \u2013 in Schach zu halten, ist Washington nun mit zu knappen Ressourcen konfrontiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Analyse beschreibt die zentralen Entwicklungen, die den Wiederaufbau der europ\u00e4ischen Sicherheitsarchitektur im Kontext eines m\u00f6glichen US-R\u00fcckzugs aus dem europ\u00e4ischen Verteidigungsbereich und einer st\u00e4rkeren Hinwendung Asiens pr\u00e4gen. Einige Analysten bezeichnen diesen Zeitpunkt bereits als Wendepunkt, an dem <strong>sich die EU auf eine sogenannte <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/europe\/post-american-europe-justin-logan-joshua-shifrinson?utm_source=chatgpt.com\">postamerikanische europ\u00e4ische Sicherheitsordnung<\/a> vorbereiten muss.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der anhaltenden Aggression Russlands gegen die Ukraine und der Weigerung des Kremls, sich trotz <a href=\"https:\/\/www.globalgovernance.eu\/publications\/bound-to-fail-the-limits-of-diplomacy-in-the-russia-ukraine-war-and-the-future-of-european-security\">der Bem\u00fchungen des US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump<\/a> um Verhandlungen ernsthaft auf diplomatische Prozesse einzulassen, untersucht der Autor dieses Artikels, wie Europa gemeinsam mit der Ukraine den andauernden Herausforderungen des Krieges und des nachlassenden Engagements der USA bew\u00e4ltigen kann. Ziel ist es, ein h\u00f6heres Ma\u00df an Autonomie zu erreichen und gleichzeitig die kontinuierliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kyjiw aufrechtzuerhalten, wobei gleichzeitig betont wird, dass die Amerikaner auf dem Laufenden bleiben m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-entwicklung-europaischer-verteidigungsarchitektur-von-der-debatte-zur-umfassenden-langfristigen-strategie\"><strong><strong>Entwicklung europ\u00e4ischer Verteidigungsarchitektur: Von der Debatte zur umfassenden langfristigen Strategie?<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, haben langj\u00e4hrige Spannungen und Missverst\u00e4ndnisse zwischen Europa und den USA in Bezug auf die Notwendigkeit, dass Europa mehr Verantwortung f\u00fcr seine eigene Sicherheit \u00fcbernimmt, den Bereich erheblich beeinflusst. Tats\u00e4chlich hat diese Dynamik das Potenzial der EU, eine sinnvolle Verteidigungsintegration voranzutreiben, erheblich ausgebremst. Einerseits forderten die USA Europa seit Langem auf, durch den Ausbau eigener Verteidigungsf\u00e4higkeiten den Druck auf amerikanische Ressourcen zu verringern und das NATO-Ziel von 2 % des BIP f\u00fcr Verteidigungsausgaben zu erreichen. Andererseits <strong>kritisierte Washington europ\u00e4ische Regierungen regelm\u00e4\u00dfig<\/strong>, sobald konkrete Initiativen vorgelegt wurden, mit dem Argument, diese k\u00f6nnten <strong>in den Zust\u00e4ndigkeitsbereich der NATO eingreifen<\/strong>. Diese Ambivalenz trug zu massiven K\u00fcrzungen der Verteidigungsbudgets in Europa, zur Verlangsamung der heimischen R\u00fcstungsproduktion, zur Schw\u00e4chung der Infrastruktur und letztlich zu veralteten und schwer mobilisierbaren Streitkr\u00e4ften bei. Infolgedessen verlor die EU zwischen 1992 und den fr\u00fchen 2000er Jahren deutlich an Schwung beim Aufbau einer robusteren Verteidigungs- und Sicherheitsposition. Ein weiteres Problem ist der <a href=\"https:\/\/ecfr.eu\/publication\/the-meaning-of-sovereignty-ukrainian-and-european-views-of-russias-war-on-ukraine\/\">anhaltende Skeptizismus<\/a> in der europ\u00e4ischen \u00d6ffentlichkeit und unter politischen Entscheidungstr\u00e4gern hinsichtlich einer Erh\u00f6hung der Verteidigungsausgaben, selbst angesichts eines gro\u00dfen Krieges an den Grenzen der EU.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"506\" height=\"337\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29939\" style=\"width:360px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-2.png 506w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-2-18x12.png 18w\" sizes=\"(max-width: 506px) 100vw, 506px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In der heutigen transatlantischen Realit\u00e4t verfolgt Washington <a href=\"https:\/\/kyivindependent.com\/us-to-cut-military-aid-to-ukraine-hegseth-says\/\">einen Kurs der Reduzierung<\/a> seines Engagements in der europ\u00e4ischen Sicherheit und beabsichtigt, seine milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine deutlich zu begrenzen, h\u00f6chstwahrscheinlich, um eigene Ressourcen f\u00fcr den strategischen Schwenk <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/reviews\/pivot-wasnt-mastro-lost-decade-china?utm_source=chatgpt.com\">in Richtung Asien zu schonen<\/a>. Diese amerikanische Vision basiert auf dem Ziel, besser <strong>auf einen m\u00f6glichen Konflikt im Indo-Pazifik<\/strong>, insbesondere rund um Taiwan, vorbereitet zu sein. Unter diesen Umst\u00e4nden erscheint die NATO-Vorgabe von 2 % des BIP f\u00fcr Verteidigungsausgaben <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/europe\/2025\/03\/20\/europe-needs-to-spend-more-on-defence-not-just-pretend-to\">nicht mehr ausreichend<\/a>, um Europas Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Was jetzt gebraucht wird, ist eine umfassendere, konsistente, vorausschauend geplante und klar kommunizierte Strategie, um europ\u00e4ischen Regierungen Erfolg im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist aus mehreren Gr\u00fcnden von entscheidender Bedeutung. Erstens muss die EU Wege finden, ihre eigene Sicherheit angesichts eines schwindenden amerikanischen Engagements zu gew\u00e4hrleisten. Zweitens muss die EU in der Lage sein, die Ukraine milit\u00e4risch vollst\u00e4ndig oder zumindest weitgehend selbst zu unterst\u00fctzen, insbesondere, solange keine diplomatische L\u00f6sung in Sicht ist. Drittens besteht eine der zentralen Lehren aus dem russischen Krieg gegen die Ukraine darin, dass eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Abh\u00e4ngigkeit von externen Lieferanten und sogar den vertrauensw\u00fcrdigsten Partnern gef\u00e4hrlich sein kann. Lieferketten k\u00f6nnen im Kriegsfall anf\u00e4llig oder eingeschr\u00e4nkt sein. Daher muss die EU ihre eigene R\u00fcstungsproduktion erheblich ausweiten, ihre verteidigungsindustrielle Basis revitalisieren und sicherstellen, dass gemeinsame Beschaffung, Herstellung und Interoperabilit\u00e4tsmechanismen vollst\u00e4ndig etabliert und einsatzbereit sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem Beginn der gro\u00dfangelegten Invasion Russlands in die Ukraine 2022 hat <strong>die EU eine Reihe bedeutender Transformationen durchlaufen.<\/strong> Der Ton und die Akzente, die von den Spitzen der EU-Institutionen gesetzt wurden, wie z.B. Ursula von der Leyens Vision einer <strong><a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/strategy-and-policy\/priorities-2019-2024\/story-von-der-leyen-commission\/stronger-europe-world_en\">geopolitischen Kommission<\/a><\/strong>, unterstreichen die Notwendigkeit, dass die EU als globaler sicherheitspolitischer Akteur auftritt: als Verteidigerin von Frieden, Freiheit und Demokratie sowie als langfristiger Sicherheitspartner der Ukraine.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"534\" height=\"356\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29940\" style=\"width:383px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-3.png 534w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-3-18x12.png 18w\" sizes=\"(max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Parallel dazu hat eine breite Debatte zwischen den EU-Mitgliedstaaten, den Institutionen und der \u00d6ffentlichkeit zur <strong>Verabschiedung mehrerer zentraler Strategien und Rahmenwerke<\/strong> gef\u00fchrt, die den \u00dcbergang der Union hin zu einer st\u00e4rkeren Verteidigungsrolle begleiten sollen. Dennoch steht der Aufbau einer gemeinsamen europ\u00e4ischen Verteidigung weiterhin vor erheblichen <strong>rechtlichen, politischen und technischen Herausforderungen<\/strong>. Zu den gr\u00f6\u00dften Hindernissen z\u00e4hlt die Spannung zwischen dem nationalen Vorrecht im Verteidigungsbereich (verankert in <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/resource.html?uri=cellar:2bf140bf-a3f8-4ab2-b506-fd71826e6da6.0023.02\/DOC_1&amp;format=PDF\"><strong>Art. 4 Abs. 2 des Vertrags \u00fcber die Europ\u00e4ische Union<\/strong><\/a>) und der intergouvernementalen Natur der EU-Verteidigungspolitik, die einen Konsens aller 27 Mitgliedstaaten voraussetzt. Gerade in Krisenzeiten erweist sich dieses Verfahren h\u00e4ufig als zu langsam und politisch eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den wichtigsten strategischen Dokumenten, die seit Februar 2022 verabschiedet wurden, geh\u00f6rt <strong><a href=\"https:\/\/www.eeas.europa.eu\/eeas\/strategic-compass-security-and-defence-1_en\">Ein Strategischer Kompass f\u00fcr Sicherheit und Verteidigung<\/a><\/strong>. Er stellt den ersten bedeutenden Schritt dar, die EU als glaubw\u00fcrdigen globalen Sicherheitsakteur zu positionieren. Der Kompass enth\u00e4lt eine gemeinsame strategische Bedrohungsanalyse, beschreibt eine angestrebte strategische Kultur und benennt konkrete Ma\u00dfnahmen, mit denen die Sicherheits- und Verteidigungsf\u00e4higkeiten der EU bis 2030 gest\u00e4rkt werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-von-der-vision-zur-aktion-werkzeuge-prioritaten-und-die-politik-der-umsetzung\"><strong>Von der Vision zur Aktion: Werkzeuge, Priorit\u00e4ten und die Politik der Umsetzung<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Zur Unterst\u00fctzung der verteidigungsindustriellen Kapazit\u00e4ten waren die Verabschiedung der <strong><a href=\"https:\/\/defence-industry-space.ec.europa.eu\/eu-defence-industry\/edis-our-common-defence-industrial-strategy_en\">Europ\u00e4ischen Verteidigungsindustriestrategie (EDIS)<\/a><\/strong> und des <a href=\"https:\/\/defence-industry-space.ec.europa.eu\/eu-defence-industry\/edip-dedicated-programme-defence_en\"><strong>Europ\u00e4ischen Programms f\u00fcr die Verteidigungsindustrie (EDIP)<\/strong><\/a> von zentraler Bedeutung. Diese Initiativen setzen langfristige Ziele, etwa zur F\u00f6rderung gemeinsamer Beschaffung von Verteidigungsg\u00fctern, zur St\u00e4rkung des innereurop\u00e4ischen Handels sowie zur Verwirklichung der \u00fcbergeordneten Vision von \u201eeurop\u00e4isch produzieren und kaufen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines der j\u00fcngsten und einflussreichsten Dokumente ist das <strong><a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/document\/download\/e6d5db69-e0ab-4bec-9dc0-3867b4373019_en?filename=White%20paper%20for%20European%20defence%20\u2013%20Readiness%202030.pdf\">\u201eWei\u00dfbuch zur Zukunft der europ\u00e4ischen Verteidigung \u2013 Bereitschaft 2030\u201c<\/a><\/strong>, das von der neuen EU-Kommissionsspitze vorgestellt wurde: Der Hohe Vertreterin der Union f\u00fcr Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas und dem Kommissar f\u00fcr Verteidigung und Weltraum, Andrius Kubilius. Dieses Wei\u00dfbuch setzt Anreize zur F\u00e4higkeitsentwicklung als Reaktion auf kurz- und langfristige Bedrohungen. Es spiegelt auch die Realit\u00e4t der anhaltenden Aggression Russlands und das potenzielle Risiko seines milit\u00e4rischen Erfolgs angesichts des nachlassenden Engagements der USA wider. Es fordert eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten, gr\u00f6\u00dfere gemeinsame Beschaffung sowie eine engere Kooperation mit der europ\u00e4ischen R\u00fcstungsindustrie durch geb\u00fcndelte Nachfrage und langfristige Vertr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus betont das Dokument die Bedeutung internationaler Partnerschaften, insbesondere die enge Abstimmung mit den USA, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Norwegen, Kanada, der T\u00fcrkei und anderen gleichgesinnten L\u00e4ndern in der Nachbarschaft der EU, einschlie\u00dflich der Ukraine. Es schlie\u00dft au\u00dferdem strategische Partner im Indo-Pazifik, wie Japan, S\u00fcdkorea, Australien und Neuseeland, ein. Von zentraler Bedeutung ist zudem die koordinierte Zusammenarbeit zwischen EU und NATO, um die europ\u00e4ische Sicherheit zu st\u00e4rken. Dabei wird klar hervorgehoben, dass Ma\u00dfnahmen auf EU-Ebene den europ\u00e4ischen NATO-Mitgliedern helfen k\u00f6nnen, die verteidigungspolitischen Ziele des B\u00fcndnisses zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders wichtig ist, dass das Wei\u00dfbuch <strong>sieben vorrangige Bereiche<\/strong> f\u00fcr den weiteren F\u00e4higkeitsausbau bestimmt:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Luft- und Raketenabwehr<\/li>\n\n\n\n<li>Artilleriesysteme<\/li>\n\n\n\n<li>Munition und Raketen<\/li>\n\n\n\n<li>Drohnen- und Anti-Drohnen-Systeme<\/li>\n\n\n\n<li>Milit\u00e4rische Mobilit\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>K\u00fcnstliche Intelligenz, Quanten-, Cyber- und elektronische Kampff\u00fchrung<\/li>\n\n\n\n<li>Strategische Voraussetzungen und Schutz kritischer Infrastrukturen, einschlie\u00dflich strategischer Lufttransport, Luftbetankung, maritime Lageerfassung und Schutz von Weltraumressourcen<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Viele dieser Priorit\u00e4ten basieren auf den Lehren aus dem Verteidigungsbedarf der Ukraine im Krieg sowie auf der Einsicht der EU, dass sie ihre Abh\u00e4ngigkeit von US-F\u00e4higkeiten reduzieren muss. So lobenswert und gut gemeint dieses Ziel auch ist, eine vollst\u00e4ndige Ersetzung der US-F\u00e4higkeiten in naher bis mittlerer Zukunft ist weder realistisch noch machbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut dem <a href=\"https:\/\/www.iiss.org\/research-paper\/2025\/05\/defending-europe-without--the-united-states-costs-and-consequences\/\">Bericht<\/a> des Internationalen Institut f\u00fcr Strategische Studien \u201eDefending Europe Without the United States: Costs and Consequences\u201c <strong>m\u00fcsste die EU mindestens 1 Billion US-Dollar investieren, um zentrale derzeit von den USA bereitgestellte milit\u00e4rische F\u00e4higkeiten im Rahmen der NATO zu ersetzen. <\/strong>Ein solcher Wandel steht vor enormen H\u00fcrden, beginnend mit fehlender Finanzierung, mangelndem politischem Willen und divergierenden Sicherheitswahrnehmungen innerhalb der EU-Mitgliedstaaten. Diese Ausgangsbedingungen erkl\u00e4ren, warum die EU unter Ber\u00fccksichtigung rechtlicher Beschr\u00e4nkungen und nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t VS Sicherheit m\u00f6glicherweise auf <a href=\"https:\/\/www.gmfus.org\/news\/coalition-willing\">\u201eKoalitionen der Willigen\u201c<\/a> setzen muss, um zumindest teilweise US-F\u00e4higkeiten zu ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1048\" height=\"568\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29941\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-4.png 1048w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-4-600x325.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-4-1024x555.png 1024w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-4-768x416.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-4-18x10.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1048px) 100vw, 1048px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Unter den sieben im Wei\u00dfbuch genannten F\u00e4higkeitsbereichen k\u00f6nnten bestimmte strategische Bef\u00e4higungsfunktionen f\u00fcr einen schrittweisen Ersatz vorrangig behandelt werden. Die Finanzierung dieses Vorhabens k\u00f6nnte durch neue EU-Instrumente wie den <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/RegData\/etudes\/BRIE\/2025\/769566\/EPRS_BRI(2025)769566_EN.pdf\">ReArm Europe Plan<\/a>, innovative Finanzierungsmechanismen und Darlehensmodelle wie die neu eingef\u00fchrte <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/en\/press\/press-releases\/2025\/05\/27\/safe-council-adopts-150-billion-boost-for-joint-procurement-on-european-security-and-defence\/\">Sicherheitsaktionen f\u00fcr Europa (SAFE)<\/a> unterst\u00fctzt werden. Auch die <a href=\"https:\/\/www.kmu.gov.ua\/en\/news\/task-force-ukrainaies-z-pytan-oboronno-promyslovoho-spivrobitnytstva-bude-instrumentom-zaluchennia-ukrainskoho-opk-v-ievropeisku-initsiatyvu-safe\">EU-Ukraine-Arbeitsgruppe f\u00fcr die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie<\/a> wurde zu diesem Zweck ins Leben gerufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt bietet die sich entwickelnde Verteidigungs- und Sicherheitsarchitektur der EU ein solides Fundament zur Verringerung der Abh\u00e4ngigkeit von US-Verpflichtungen und zur Neuausrichtung der Lastenteilung im transatlantischen Raum. Allerdings <strong>werden gute Strategien nicht automatisch umgesetzt. <\/strong>Viele der oben genannten Herausforderungen bleiben bestehen. Daher ist es dringend erforderlich, eine gemeinsame, einheitliche und <strong>umfassende Roadmap <\/strong>zu entwickeln, die von der EU, der NATO, den USA und weiteren Partnern gemeinsam unterst\u00fctzt wird. Dieses Dokument sollte festlegen, wie alle beteiligten Akteure gemeinsam auf die sich verschiebenden globalen Machtverh\u00e4ltnisse zwischen den USA und China bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Drucks auf Russland und fortgesetzter Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine reagieren k\u00f6nnen. Eine solche Roadmap sollte die Perspektiven und Beitr\u00e4ge wichtiger Partner wie der Ukraine, des Vereinigten K\u00f6nigreichs, Norwegens und der T\u00fcrkei einbauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sich entwickelnde Verteidigungsarchitektur der EU bietet <strong>kein Ersatz f\u00fcr die Vereinigten Staaten,<\/strong> sondern ein Weg, die transatlantische Partnerschaft auf eine widerstandsf\u00e4higere und f\u00e4higere europ\u00e4ische Basis neu auszurichten. Ein solcher Wandel w\u00fcrde es Washington erm\u00f6glichen, seine sicherheitspolitische Neuausrichtung auf andere Regionen verantwortungsvoll umzusetzen, ohne die Ostflanke der NATO zu gef\u00e4hrden. Wenn die USA Europas derzeitigen Kurs in der Verteidigungspolitik anerkennen und unterst\u00fctzen, kann dies zur Stabilisierung der transatlantischen Beziehungen beitragen und ein Chaos in der Sicherheitspolitik Europas verhindern, insbesondere im Falle eines pl\u00f6tzlichen und unkoordinierten US-R\u00fcckzugs vom Kontinent. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnte eine tiefere EU\u2013Ukraine-Integration in der R\u00fcstungsproduktion und operativen Planung auch Chancen f\u00fcr die US-Industrie er\u00f6ffnen und die Abschreckung der Alliierten in Europa, im Nahen Osten, im Indo-Pazifik und anderswo st\u00e4rken. F\u00fcr US-amerikanische Entscheidungstr\u00e4ger ist die Unterst\u00fctzung dieses Prozesses keine Konzession \u2013 sie ist eine strategische Investition in die Zukunft einer st\u00e4rkeren, nachhaltigeren transatlantischen Partnerschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Abschnitt dieser Analyse befasst sich mit der sich wandelnden Rolle der Ukraine in der europ\u00e4ischen Verteidigung, den Vorteilen einer engeren EU\u2013Ukraine-Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich sowie den M\u00f6glichkeiten, wie gemeinsame Produktion und Integration der EU dabei helfen k\u00f6nnten, echte Fortschritte in Richtung strategischer Autonomie zu erzielen und dabei dennoch die zentrale Rolle der USA in der europ\u00e4ischen Sicherheitsarchitektur zu bewahren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-ukraine-als-speerspitze-der-europaischen-verteidigung-integration-innovation-und-strategische-resilienz-ihres-verteidigungssektors\"><strong>Die Ukraine als Speerspitze der europ\u00e4ischen Verteidigung: Integration, Innovation und strategische Resilienz ihres Verteidigungssektors<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Integration der Ukraine in verschiedene verteidigungsorientierte Kooperationsformate gemeinsam mit anderen Nicht-EU-Staaten stellt einen entscheidenden Meilenstein und eine strategische Notwendigkeit beim Aufbau einer gemeinsamen europ\u00e4ischen Produktionsbasis und Beschaffungs\u00f6kosystem dar. In diesem Zusammenhang ist die Ukraine nicht blo\u00df ein Nutznie\u00dfer, sondern ein aktiver Mitgestalter eines sichereren europ\u00e4ischen und transatlantischen Raums. Dies ist vor allem dem dynamischen, widerstandsf\u00e4higen und zunehmend innovationsgetriebenen Verteidigungssektor zu verdanken, den das Land im Zuge der gro\u00dfangelegten Invasion Russlands aufgebaut hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz zahlreicher Herausforderungen hat <strong>der ukrainische Verteidigungssektor ein konstantes Wachstum<\/strong> und ein greifbares Potenzial f\u00fcr einen weiteren Kapazit\u00e4tsausbau gezeigt. So ist die R\u00fcstungsproduktion <a href=\"https:\/\/tdcenter.org\/2025\/06\/12\/ukraines-defense-sector-growth\/\">zwischen 2022 und 2025 um das 35-Fache gewachsen<\/a>. Dieses Wachstum wurde vor allem durch zwei zentrale Faktoren beg\u00fcnstigt: Den anhaltenden Bedarf an F\u00e4higkeiten f\u00fcr intensive Kriegsf\u00fchrung sowie die Unsicherheit angesichts der begrenzten Leistungsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Verteidigungsindustrie zur Deckung des ukrainischen Bedarfs und die Verz\u00f6gerungen bei der milit\u00e4rischen Hilfe aus den USA, insbesondere durch Blockaden im US-Kongress 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>Russlands Krieg gegen die Ukraine hat deutlich gemacht, dass Quantit\u00e4t nicht immer gleichbedeutend mit Qualit\u00e4t ist, dass aber Quantit\u00e4t auf dem Schlachtfeld noch immer einen entscheidenden Einfluss hat. In dieser Hinsicht erzielte die Ukraine zwischen 2023 und 2024 bedeutende Fortschritte bei der heimischen Produktion von M\u00f6rser- und Artilleriemunition im Kaliberbereich von 60 mm bis 155 mm. Die Produktionsmenge stieg von 1 Million auf 2,5 Millionen Schuss pro Jahr \u2013 ein Zuwachs von 150 % bis 2024.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/53de-1-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29684\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/53de-1-1024x576.png 1024w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/53de-1-600x338.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/53de-1-768x432.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/53de-1-1536x864.png 1536w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/53de-1-18x10.png 18w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/53de-1.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch die Drohnenproduktion ist stetig gewachsen. Im Oktober 2024 gab Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj <a href=\"https:\/\/www.president.gov.ua\/en\/news\/zavdyaki-oboronnim-industriyam-ukrayina-maye-stati-odnim-iz-93617\">bekannt<\/a> , dass der ukrainische Verteidigungssektor die Grenze von \u00fcber 2 Millionen produzierten Drohnen pro Jahr \u00fcberschritten habe. Ein neues Ziel von 4 Millionen Drohnen j\u00e4hrlich wurde gesetzt. Dies ist eine beachtliche Leistung, vor allem im Hinblick darauf, dass ukrainische Drohnen st\u00e4ndig aufger\u00fcstet werden, um einen besseren Schutz vor elektronischer Kampff\u00fchrung, eine gr\u00f6\u00dfere Reichweite und eine h\u00f6here Gesamtleistung auf dem Schlachtfeld zu erreichen. Diese Weiterentwicklungen erm\u00f6glichen es den Drohnen, langstreckentaugliche Raketensysteme zu erg\u00e4nzen und in einigen F\u00e4llen sogar zu ersetzen, dabei jedoch kosteng\u00fcnstiger und flexibler zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist auch, dass sich der Fortschritt nicht auf Luftdrohnen beschr\u00e4nkt. Die Ukraine hat auch die Entwicklung und den Einsatz von maritimen Drohnen erheblich vorangetrieben, die ihre Wirksamkeit in der asymmetrischen Kriegsf\u00fchrung wiederholt unter Beweis gestellt haben. Diese F\u00e4higkeiten sind nicht nur f\u00fcr die Ukraine von Bedeutung, sondern auch f\u00fcr Europa und die USA im Kontext ihrer breiteren milit\u00e4rischen Engagements und Abschreckungsstrategien, insbesondere im Hinblick auf potenzielle Konfliktszenarien, etwa rund um Taiwan.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich der Artilleriesysteme n\u00e4hert sich die Ukraine dank der 2S22 Bohdana, der ersten ukrainischen Panzerhaubitze mit NATO-Kaliber (155 mm), dem Punkt, an dem sie ihren Bedarf an der Front eigenst\u00e4ndig decken kann. Die monatliche Produktion stieg von etwa sechs Einheiten im Jahr 2023 auf \u00fcber zwanzig Einheiten pro Monat bis 2025.<\/p>\n\n\n\n<p>Der anhaltende Erfolg des ukrainischen Verteidigungsindustriewachstums h\u00e4ngt entscheidend von zus\u00e4tzlicher Finanzierung ab, und genau hier k\u00f6nnen die EU (und potenziell auch die USA) eine entscheidende Rolle spielen. Die sich weiterentwickelnden Kooperationsmechanismen der EU im Verteidigungsbereich k\u00f6nnen nicht nur die ukrainische R\u00fcstungsproduktion unterst\u00fctzen, sondern die Ukraine auch n\u00e4her an die Union im sicherheitspolitischen Bereich heranf\u00fchren, und gleichzeitig zu ihrem Wiederaufbau nach dem Krieg und langfristigen wirtschaftlichen Wachstum beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine vertiefte EU\u2013Ukraine-Zusammenarbeit w\u00fcrde es beiden Seiten erm\u00f6glichen, ihre Abh\u00e4ngigkeit von US-Lieferungen zu verringern. Dieses Ziel steht im Einklang mit den Verteidigungspriorit\u00e4ten der EU, wie sie im \u201eWei\u00dfbuch zur Zukunft der europ\u00e4ischen Verteidigung \u2013 Bereitschaft 2030\u201c formuliert sind, und wird durch das zunehmende Interesse europ\u00e4ischer R\u00fcstungsunternehmen an Joint Ventures mit ukrainischen Partnern gest\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielsweise arbeiten <strong><a href=\"https:\/\/www.rheinmetall.com\/en\/media\/news-watch\/news\/2024\/02\/2024-02-19-joint-venture-in-the-ukraine?utm_source=chatgpt.com\">Rheinmetall<\/a><\/strong> und die <strong><a href=\"https:\/\/czechoslovakgroup.com\/en\/news\/csg-ukrainska-bronetechnika-agreement-artillery-ammunition-ukraine?utm_source=chatgpt.com\">Czechoslovak Group (CSG)<\/a><\/strong> mit ukrainischen Unternehmen zusammen, um 155-mm-Artilleriemunition gemeinsam in der Ukraine zu produzieren. Ebenso <a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/en\/economy\/article\/2024\/03\/25\/france-and-germany-to-co-produce-military-equipment-in-ukraine_6651439_19.html?utm_source=chatgpt.com\">kooperieren<\/a> das deutsche Unternehmen <strong>Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und das franz\u00f6sische Nexter Systems<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/en\/economy\/article\/2024\/03\/25\/france-and-germany-to-co-produce-military-equipment-in-ukraine_6651439_19.html?utm_source=chatgpt.com\">mit ukrainischen Partnern<\/a>, um Wartung, Ersatzteile und lokale Produktion von Systemen wie der CAESAR- und PzH-2000-Haubitze bereitzustellen. Diese Beispiele zeigen, wie sich die europ\u00e4ische Industrie zunehmend f\u00fcr die St\u00e4rkung der ukrainischen Verteidigungskapazit\u00e4t engagiert, was wiederum die europ\u00e4ische Verteidigung insgesamt st\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der gemeinsamen Interessen an einer engeren Verzahnung der ukrainischen und europ\u00e4ischen Verteidigungsindustrien und mit neuem EU-Rahmenwerk, das eine aktivere Beteiligung der Ukraine an verteidigungsbezogenen Projekten der EU erm\u00f6glichen, sollte die Europ\u00e4ische Union diese Gelegenheit unbedingt nutzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1048\" height=\"589\" src=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-29943\" srcset=\"https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-6.png 1048w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-6-600x337.png 600w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-6-1024x576.png 1024w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-6-768x432.png 768w, https:\/\/tdcenter.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/image-6-18x10.png 18w\" sizes=\"(max-width: 1048px) 100vw, 1048px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen, insbesondere die L\u00fccke zwischen den akuten milit\u00e4rischen Bedarfen der Ukraine im Krieg und den langfristig angelegten Aufr\u00fcstungszielen der EU. Weitere Hindernisse ergeben sich aus Finanzierungsengp\u00e4ssen, rechtlichen Beschr\u00e4nkungen und technischen Schwierigkeiten, die gemeinsame Produktions- und Beschaffungsma\u00dfnahmen verz\u00f6gern k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade hier kann die Rolle der USA entscheidend sein. Wenn Washington aktiv an den Gespr\u00e4chen \u00fcber eine EU\u2013Ukraine-Integration im Verteidigungsbereich teilnimmt und bereit ist, finanzielle Beitr\u00e4ge zu leisten, wobei es auf seine gr\u00f6\u00dfere <strong>haushaltspolitische Flexibilit\u00e4t im Vergleich zu den EU-27<\/strong> zur\u00fcckgreifen kann, k\u00f6nnte es zum zentralen Impulsgeber einer gemeinsamen europ\u00e4ischen Verteidigung werden. In diesem Szenario m\u00fcssten sich die EU und die Ukraine um die \u00fcbrigen Aspekte k\u00fcmmern: Koordination, rechtliche Harmonisierung, Planung, Logistik und Sicherung der Lieferketten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist, dass institutionelle Mechanismen f\u00fcr eine solche Zusammenarbeit bereits existieren. Vertreter der ukrainischen und europ\u00e4ischen Verteidigungsindustrien tauschen regelm\u00e4\u00dfig Informationen und bew\u00e4hrte Verfahren aus, oft <strong>vermittelt durch NGOs und zivilgesellschaftliche Organisationen<\/strong>, die Besuche koordinieren, gegenseitiges Verst\u00e4ndnis f\u00f6rdern und konkrete Kooperationen erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf institutioneller Ebene spielt die <strong>Europ\u00e4ische Verteidigungsagentur (EDA) <\/strong><a href=\"https:\/\/eda.europa.eu\/what-we-do\/all-activities\">eine einzigartige und zunehmend strategische Rolle<\/a>. Sie fungiert als zentrale Vermittlerin zwischen der EU-R\u00fcstungsindustrie und dem ukrainischen Verteidigungssektor mit dem Ziel, gemeinsame Beschaffungsvorhaben zu koordinieren, die Ukraine in EU-Forschungs- und Entwicklungsprogramme einzubinden und Innovationen durch das neue <strong>European Defence Innovation Office (EUDIO)<\/strong> in Kyjiw zu f\u00f6rdern. Zudem k\u00fcmmert sich die EDA um m\u00f6gliche regulatorische und administrative H\u00fcrden bei der Beteiligung der Ukraine an EU-Verteidigungsprojekten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr war das <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/pl\/ip_25_1193\">EU\u2013Ukraine-Forum der Verteidigungsindustrien<\/a>, das im Mai 2024 von EDA, Europ\u00e4ischer Kommission und Europ\u00e4ischem Ausw\u00e4rtigen Dienst (EAD) gemeinsam organisiert wurde. Das Forum brachte zentrale Akteure wie Josep Borrell (HR\/VP) und hochrangige ukrainische Vertreter zusammen und erm\u00f6glichte direkten Austausch zwischen der EU- und der ukrainischen R\u00fcstungsindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang ist die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Ukraine im Verteidigungsbereich nicht blo\u00df ein Unterst\u00fctzungsmechanismus f\u00fcr Kyjiw, sondern zu einem Grundpfeiler beim Aufbau europ\u00e4ischer Verteidigungsf\u00e4higkeit geworden. Diese Partnerschaft st\u00e4rkt die Sicherheit des gesamten Kontinents und positioniert die Ukraine als strategischen Aktivposten in der sich wandelnden europ\u00e4ischen Sicherheitsordnung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die USA m\u00fcssen weiterhin Teil der europ\u00e4ischen Sicherheitsarchitektur bleiben<\/strong> und die Integration des ukrainischen Verteidigungssektors in die EU-Strukturen aktiv unterst\u00fctzen. Trotz sich verschiebender globaler Priorit\u00e4ten hat Washington gute Gr\u00fcnde, seine Rolle in Europa, zumindest mittelfristig, beizubehalten, w\u00e4hrend es gleichzeitig die Entwicklung einer eigenst\u00e4ndigen europ\u00e4ischen Verteidigung f\u00f6rdert. Dies w\u00fcrde helfen, China und andere potenzielle Gegner abzuschrecken, und gleichzeitig sicherstellen, dass Russlands Aggression gegen die Ukraine nicht belohnt wird und dass <strong>das transatlantische B\u00fcndnis angesichts der aktuellen und k\u00fcnftigen Herausforderungen strategisch zusammenh\u00e4lt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-schlussfolgerungen-auf-dem-weg-zu-einer-postamerikanischen-europaischen-sicherheitsordnung\"><strong>Schlussfolgerungen: Auf dem Weg zu einer postamerikanischen europ\u00e4ischen Sicherheitsordnung<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Russlands gro\u00dfangelegter Angriffskrieg gegen die Ukraine und die sicherheitspolitische Neuausrichtung der USA auf Asien haben Europa in eine schwierige Lage gebracht. Historisch gesehen waren die Haltungen zur St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Verteidigung beiderseits des Atlantiks unterschiedlich, abh\u00e4ngig vom geopolitischen Kontext und sich wandelnden Machtverh\u00e4ltnissen. Die R\u00fcckkehr zum hochintensiven Krieg hat das Thema milit\u00e4rischer Sicherheit wieder ganz oben auf Europas Agenda gesetzt. Zugleich hat die Aussicht auf eine partielle US-R\u00fcckverlagerung die Notwendigkeit unterstrichen, eine gemeinsame europ\u00e4ische Verteidigung aufzubauen und die n\u00f6tigen F\u00e4higkeiten zur Selbstverteidigung zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sich derzeit im Bereich der transatlantischen Sicherheit vollzieht, kann zu Recht als \u00dcbergang zu einer postamerikanischen europ\u00e4ischen Sicherheitsordnung bezeichnet werden. \u201ePostamerikanisch\u201c bedeutet in diesem Kontext <strong>nicht einen vollst\u00e4ndigen R\u00fcckzug der USA aus Europa<\/strong> oder die Aufl\u00f6sung der NATO. Vielmehr deutet es auf eine beschleunigte strategische Neuausrichtung Washingtons auf den Indo-Pazifik hin sowie auf eine Verlagerung von Verantwortung auf die europ\u00e4ischen Partner.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anhaltende Spannungen und gegenseitige Kritik zwischen Europa und den USA sind dabei kontraproduktiv. Sie schw\u00e4chen die transatlantische Bindung und spielen Gegnern wie Russland und China in die H\u00e4nde \u2013 beide Akteure, die gezielt versuchen, Spaltung unter demokratischen B\u00fcndnissen zu s\u00e4en. <\/strong>Stattdessen bedarf es einer intensiveren Kommunikation zwischen der EU und den USA und einer koordinierten Planung mit spezifischen Meilensteinen, Ergebnissen und Zeitvorgaben f\u00fcr eine verantwortungsvolle Neuausrichtung der amerikanischen Milit\u00e4rpr\u00e4senz. Diese Gespr\u00e4che m\u00fcssen die Ukraine einbeziehen, die nicht nur ein entscheidender Frontstaat, sondern ein wachsender Partner in der europ\u00e4ischen Verteidigungsproduktion und strategischen Planung ist. Eine solche Integration w\u00fcrde die milit\u00e4rische Einsatzbereitschaft Europas verbessern, die strategische Autonomie f\u00f6rdern und die europ\u00e4ische S\u00e4ule der NATO st\u00e4rken \u2013 ein wesentlicher Pfeiler demokratischer Resilienz und kontinentaler Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Grundlagen daf\u00fcr, dass die EU zu einem geopolitisch und sicherheitsorientierten Akteur wird, sind heute gegeben.<\/strong> Doch um strategische Ambitionen in konkrete Ergebnisse zu \u00fcbersetzen, braucht es klare Abstimmung zwischen den USA, der EU und Schl\u00fcsselpartnern wie der Ukraine. Dazu ist die Erarbeitung einer <strong>umfassenden Roadmap <\/strong>zur Aufgabenverteilung im Bereich der europ\u00e4ischen Verteidigungsentwicklung dringend erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der bevorstehende NATO-Gipfel in Den Haag k\u00f6nnte hierbei eine entscheidende Rolle spielen.<\/strong> Er bietet die Gelegenheit, konkrete Vorschl\u00e4ge zur Umsetzung der neuen Verteidigungsagenda zu pr\u00e4sentieren und zu pr\u00fcfen, ob Br\u00fcssel und Washington f\u00e4hig sind, Differenzen zu \u00fcberbr\u00fccken und einen neuen strategischen Kompromiss zu erzielen. Eine aktualisierte <strong>Gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Zusammenarbeit zwischen der EU und der NATO<\/strong> k\u00f6nnte als Instrument dienen, um diese notwendige Roadmap zu starten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die EU-F\u00fchrung zeigt sich entschlossen und handlungsbereit. <\/strong>In ihrer <a href=\"https:\/\/europa.eu\/newsroom\/ecpc-failover\/pdf\/speech-25-1366_en.pdf\">Aachener Rede<\/a> betonte Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, dass Europa eine neue Form der \u201ePax Europaea\u201c f\u00fcr das 21. Jahrhundert schaffen m\u00fcsse \u2013 eine, die von Europ\u00e4ern selbst gestaltet und gesch\u00fctzt werde. Zwar w\u00fcrdigte sie die historische Rolle der NATO und des transatlantischen B\u00fcndnisses f\u00fcr Europas Sicherheit, stellte aber auch klar: Die Zeit der Friedensdividende ist vorbei. Beim Gipfel f\u00fcr europ\u00e4ische Verteidigung und Sicherheit am 10. Juni 2025 <a href=\"https:\/\/europa.eu\/newsroom\/ecpc-failover\/pdf\/speech-25-1461_en.pdf\">unterstrich<\/a> Kommissar Andrius Kubilius, dass die EU zwar nicht im Krieg ist, aber in Kriegszeiten handelt. Die Union m\u00fcsse ihre Verteidigungsbereitschaft ausbauen, ihre R\u00fcstungsindustrie revitalisieren und helfen, eine neue europ\u00e4ische Sicherheitsarchitektur aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollte es der EU nicht gelingen, ihre Verteidigungsziele zu erreichen oder die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine aufrechtzuerhalten, drohen gravierende Folgen. <strong>Ein unkoordinierter, impulsiver und chaotischer R\u00fcckzug der USA aus der europ\u00e4ischen Sicherheitsstruktur w\u00fcrde beiden Seiten des Atlantiks schaden. <\/strong>Deshalb m\u00fcssen die EU, die NATO, die Ukraine und andere gleichgesinnte Partner sekund\u00e4re Differenzen beiseitelegen und gemeinsam eine Vision f\u00fcr die postamerikanische europ\u00e4ische Sicherheitsordnung entwickeln. <strong>Wenn sie das nicht tun, wird diese Ordnung von Russland und seinen Verb\u00fcndeten gestaltet, <\/strong>und Europa k\u00f6nnte in diesem Fall Jahrzehnte der Instabilit\u00e4t, Erpressung und des Konflikts bevorstehen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><em>Disclaimer: The views, thoughts, and opinions expressed in the papers published on this site belong solely to the authors and not necessarily to the Transatlantic Dialogue Center, its committees, or its affiliated organizations. 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